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Full text of "Hans Tietze, Die illuminierten Handschriften in Salzburg"

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Hans Tietze 



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PUBLIKAT10NEN DES INSTITUTES FOR OSTERREICHISCHE GESCH1CHTSFORSCHUNG. 



BESCHREIBENDES VERZEICHNIS 

DER 

ILLUMINIERTEN HANDSCHRIFTEN 

IN 

OSTERREICH 

HERAUSOEGEBEN 
VON 

FRANZ WICKHOFF 



II. BAND: 



DIE ILLUMINIERTEN HANDSCHRIFTEN IN SALZBURG 

VON 

HANS TIETZE 




LEIPZIG 
VERLAG VON KARL W. HIERSEMANN 

1905 



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Vorwort. 



LLs ist nicht notig, an dieser Stelle die Entwicklung und die Wandlungen der Bibliotheken des Kronlandes 
Salzburg zu schildern, da die „Geschichte der Salzburger Bibliotheken" von Karl Foltz 1 ) die wechselvollen Schicksale 
jener in erschopfender Weise darstellt. Urspriinglich Einbruchsgebiet westeuropaischer Kultur in den ostlichen Alpen- 
landern hat sich Salzburg in den Jahrhunderten oberdeutscher Geisteshegemonie eine wichtige Stellung zu wahren 
gewusst, und dieser Stellung entsprechen die Entwicklung und die Bliite seiner Bibliotheken. Was der Westen ihm in 
fruheren Jahrhunderten gegeben, hat Salzburg zuriickerstattet, und selbst materiell kann man das von seinen Biblio- 
theken gelten lassen, wenn man den 150 Handschriften, die Arno hergebracht haben soil, die Liste derer gegeniiber- 
stellt, die Neveu 1000 Jahre spater im Auftrag der franzosischen Regierung fur die Bibliotheque Nationale requirierte. 
Bei den Ubertragungen von Handschriften nach Paris (1801), Wicn (1806) und Munchen (18 15), die den Besitzstand 
des Landes Salzburg um viele der wertvollsten Stucke schmalerten, haben naturgemass Bilderhandschriften mit eine 
Hauptrolle gespielt. Diesbeziiglich sei hier nur auf das erwahnte Buch von Foltz und zwei Aufsatze von Hacker 2 ) 
und Sigfrart 8 ) hingewiesen. Wer sich mit Salzburger Miniaturmalerei beschaftigt, wird in den Bibliotheken von Paris, 
VVien und besonders Munchen mehrere der wichtigsten Erzeugnisse Salzburger Kunstschaffens zu suchen haben. 4 ) 

In zwei Epochen kann man von einer Salzburger Schule sprechen; am Ende des XI. und Anfang des XII. Jahr- 
hunderts bluht eine Schule, die vielleicht mit dem Stift St. Peter in Beziehung steht; ihr Hauptwerk, das grosse 
Salzburger Antiphonar, bildet noch heute einen der Hauptschatze des altehrwurdigen Stifts. Ein zweites Mai bluht 
eine Salzburger Schule vom Ende des XIV. bis zur zweiten Halfte des XV. Jahrhunderts; enger Zusammenhang mit 
Regensburg charakterisiert ihre Werke, und ihrem Hauptmacen, dem Erzbischof Bernhard vonRohr, hat der Regens- 
burgcr Meister BertholdFurtmeyr die schonste Handschrift, das jetzt in Munchen befindliche Missale, ausgeschmuckt. 

Es eriibrigt mir nur noch, auch an dieser Stelle den Vorstanden und Beamten aller Salzburger Bibliotheken 
fur ihr freundliches Entgegenkommen und ihre bereitwillige Unterstutzung meinen besten Dank auszusprechen; ebenso 
Herrn Dr. Swarzenski in Berlin, der mir gestattete, die Resultate seiner in Vorbereitung befindlichen, grundlegenden 
Arbeit iiber die altere Salzburger Buchmalerei bei mehreren Handschriften zur Kontrolle meiner Bestimmungen heran- 
zuziehen und anzufuhren. 



J ) Wien 1877. 

9 ) In Mitteilungcn der Gesellschaft fiir Salzburger Landeskunde, IX. 

3 ) In „Berichte und Mitteilungcn der K. K. Zentral-Kommission fiir Bau- und Kunstdenkmale", XI. 

4 ) Auch sonst sind vielfach Handschriften Salzburger Provenienz verstreut; Innsbruck, Graz, London etc. 



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Bibliothek des Stifts St. Peter. 



Bibliothek des Stifts St. Peter. 1 ) 



Bei der Scheidung der friiher gemeinsam im monasterium bei der ecclesia S. Petri lebenden Monche und Canoniker 
wurde auch der Vorrat an Handschriften in zwei Halften geteilt; obwohl aber jene Scheidung ins Jahr 987, bez. 931 fallt 
gibt doch erst im XII. Jahrh. das Bucherverzeichnis in des Rupert von Deuz de victoria verbi dei (jetzt St. Peter a IX. 3) die 
erste bestimmte Kunde von der Existenz einer selbstandigen Bibliothek im Stift St. Peter, die im Laufe der nachsten Jahr- 
hunderte durch Schenkungen und Ankaufe stattlich anwuchs. (Die Nachweise im einzelnen bei Foltz a. a O. p. 24. f.) 
Im Jahre 1801 musste das Stift an den franzosischen Kommissar Neveu 15 Handschriften abliefern, die sich jetzt in der 
Staatsbibliothek in Munchen befinden; ein Zuwachs an Handschriften erfolgte noch 1825 durch den Ankauf der Bibliothek 
Josef Felners. Unter den etwa 900 Handschriften der Stiftsbibliothek sind viele mit Miniaturen geschmiickt; zu den 
wichtigsten zahlt eine Anzahl hervorragender Werke der Salzburger Schule vom Ende des XI. und Anfang des XII. Jahrh. 



No. 1. [a I o]. Sti Rudperti Manuale Psalterium, lateinisch, 64°, XII. Jahrh. 

m., 3iX37J f/ 6- Miniaturen, Zierleisten, Initialen; Minuskcl; Holzdeckel; die Metal lschliesscn sind abgerissen. (Der kleine Codex 
befindet sich in einem Kastchen, das die Form eines Buches hat. Holz mit goldenem Renaissanceornament gepresst, innen mit Sammt gefiittert, 
Metallschliesscn) Schnitt glatt. 

Deutsche, VieUeicht Salzburger Arbeit des XIL Jahrh. [Auf der ersten Seite in einer Cursive des XV. Jahrh. Manuele Psalterii 
Sti Rudberti Epi.] 

/. 2: Goldrahmen. Darinnen auf griinem Grund fast konzentrisch in Gold die Buchstaben: in finem intellectus 

David, jugendlich, in violettem Kleid mit rotem Mantel, antike David, cum venit Doeg etc. 
Tracht, auf einer Handharfe spielend. /. 56: Anfang des 51. Psalmes; ganze Seite; Gold- 

/. 5 : Sehr viele Goldinitialen und rubrizierte Uber- rahmen; Quid; Init. Q in schonen Goldranken auf Purpurgrund, 

schriften und Endbezeichnungen der einzelnen Psalmen in in der Mitte die iibrigen Buchstaben. 
Goldumrahmung, innen Purpurgrund mit den Worten in /. 56' : die ersten Worte des Psalmes in Gold. 

Gold: Incipit liber psalmorum emendatus a Sancto Jeronymo /. ioo: Goldrand; aus Goldblattern mit roten Kon- 

Presbytero. turen bestehendes C. 

/. 6: in Goldrahmung beatus vir; b mit verschlunge- /. ioo' : Goldrand; in Dne das D sehr gross, Ranken 

nen Goldranken, die anderen Buchstaben einfach golden in auf dem Purpurgrund. 
den Rahmen hineingesetzt. /. no; Goldleiste, exaudi orationem meam. 

/. jj: Die untere Halfte der Seite wird einge- /. no': Goldleiste. Blatter mit roter Kontur. Et clamor 

nommen durch schmale Goldstreifen, Purpurgrund, darinnen meus ad te veniat; der Codex schliesst mit Psalm 105, 25. Vers. 



No. 2. [a I 2]. Officium defunctorum, 16°, lateinisch, XVI. Jahrh. 

m., von /. 6j an ch., 78x95; 7S. Miniaturen; Cursive; Lederband mit Goldpressung. Die zwei Deckel zumteil abgerissen. Metall- 
schliessen. Einfacber Schnitt. 

Arbeit aus Mondsee VOn 1524. [Auf/. / in cursiver Scbrift des XVII. oder XVIII. Jahrh. Monasterii S. Petri Salisburg.] 



l ) Foltz, Geschichte der Salzburger Bibliotheken, Wien 1877, besonders 20 f., 22 ff., 84, 105. 
Bd. IL 



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Bibliothek des Stifts St. Peter. 



f. i 4 : Von zwei griinen Siiulen unci einem rotlichen 
Bogen umrahmt, unten ein Fussboden von Ziegeln, dahinter 
eine braune Wand, daruber grtine Decke. Fin Tragaltar, auf 
dem eine schwarze Decke mit weissen Streifen liegt, auf der 
Decke ein Crucifix zwischen zwei brennenden Kerzen in 
Leuchtern; auf dem Boden ein Gefass, in dem ein Geriit 
steht, von dem nur der Stiel sichtbar ist. (Weihwassergefass 
mit Sprengwedel?) 

/. j; Noten mit Text. 

/ 8' : Ahnliche Umrahmung wie oben; braune Siiulen, 
rotlicher Bogen, grtine Gewolbdecke mit Rippen; rotkar- 
rierter Boden, blaue Riickwand. Rechts ein junger Monch 
in schwarzem Ordenskleid, in der Hand einen Rosenkranz, 
links die Gestalt des Todes (eigentlich eines Toten mit 
Knochen und Sehnen) den Bauch aufgeschlitzt, zwischen den 
Fiissen und am Hals je eine Schlange, in der Hand eine Sand- 
uhr, oben ein Spruchband: Oth(mar) Memento te moriturum. 

/. 18: Ahnliche Umrahmung. Griiner Boden, blauer 
Hintergrund. Rechts ein offenes Grab, daruber Schaufel und 
Hacke gekreuzt, dahinter steht ein Monch im Ordenskleid 



auf einen Stab gestiitzt. Links ein Toter w. o.; durch die 
Augen kriecht eine Schlange, eine andere zwischen den Beinen 
und eine unter dem rechten Arm. Mit der Linken greift er 
nach dem Monch. 

/. 42': Sterbeszene; auf dem schief gestellten Lager 
ein sterbender Monch bis zur Brust zugedeckt; in der Hand 
halt er eine brennende Kerze, die ihm ein daneben stehender 
Ordensmann uberreicht. Am Kussende des Bettes und zu 
Haupten ein Teufel und ein Engel; ersterer mit dem Spruch- 
band: iuste dampnaberis; letzterer Mia dei salvaberis. Unten 
Hollenflammen, oben der blaue Himmel. 

/. j8': Friedhof, vorn und hinten durch eine Mauer 
abgegrenzt. Mehrere Griiber, darunter eines durch eine grosse 
Platte mit einem Kreuz ausgezeichnet, auf dem Grab kniet 
ein Monch mit einem Rosenkranz betend. Hinten in der 
Mauer ein Beinhaus, das mit Totenschadeln angefiillt ist, da- 
bei ein Weihwasserkessel mit Sprengwedel. 

/. 6g': Per fratrem Othmarum Fabel professum in 
Mansee Anno domini MDXXIV Ora pro me. 



No. 3. [a I *]• Breviarium; lateinisch, 12°, XIV. Jahrh. 



**•> 75X107.5; joj. Initial en; Minuskel; Ledereinband, die 
Franzosische Arbeit vom Ende des XIV. Jahrh. 

f. 1: Anfang des ersten Psalmes; Init. B\ der Buch- 
stabe ist aus Purpur auf blauem und rotem Grund; in der Mitte 
Goldgrund. Oben David jugendlich mit der Krone, spielt 
Harfe; vor ihm ganz klein ein Haus (Tempel), unten ein 
ganz geriisteter Mann kniend; hinter diesem ein sehr junger 
Mann, der ihm mit dem Schwert den Hals abschneidet. Deck- 
farben. Ganz unten eine Art Randleiste; ein Mann mit einer 
Kapuze, von dessen Mund ein langer Ornamentstreifen in 
blauer und roter Federzeichnung ausgeht. 

/. 2: Init. Q: Gold auf blauem Grund mit weissen 
zarten Linien ornamentiert. 

/. j; Init. D und C und ein Randornament; rechts 
ein hoher Krug, in dem ein bluhender Rosenstrauch mit einer 
Rose steht, unten eine Hand, die darauf hinweist. 

/. 6: Init D; rechts Federzeichnung — ein Strauch aus 
einem aus Ornamentstrichen gebildeten Haus aufsteigend, 
darauf die Worte: et habitabis in eis. 

/. 42': Init. D; Deckfarbe auf Goldgrund (Psalm 2 6). 
Links sitzend ein Heiliger mit Vollbart und Nimbus, rechts 
ein Jiingling, auch sitzend, von jenem gesalbt (David), sehr 
zierlich und sorgfaltig. 

/. 66': Init. D (Psalm 38) Deckfarben auf Goldgrund; 
vor einem Mann, bartlos mit einer griinen Miitze, steht Christus 
mit dem Kreuznimbus, ein Buch in der Linken, die Rechte 
lehrend erhoben. 

/. jo: Blumenstock, Federzeichnung. 

/. gj: Init. O; Purpur auf Blau und Gold; im Innern 



Lochcr eines Metallbeschlags noch sichtbar, Metallschliesscn. 

auf dem Thronsessel ein Konig mit Krone und Szepter, rechts 
ein junger Mann, nur in einen roten Mantel gehiillt, auf der 
Schulter eine grtine Keule, mit der Linken eine Frucht an 
den Mund haltend. 

/. 118 4 : Init. S; Anfang des 68. Psalms; Deckfarben 
auf Gold, unten ein Mann mit einer Krone, bis zu den Hiiften 
sichtbar, im Wasser stehend, auf beiden Seiten je ein Baum, 
oben Gott Vater mit Nimbus, die Rechte erhoben, in der 
Linken ein rotes Buch haltend. 

/. 740: (Anfang des 80. Psalms) Init. E: Deckfarben 
auf Gold; David gekront vor einem Tisch sitzend, auf dem an 
einem Gesteli viele Glocken hangen, an die er mit zwei 
Hammern schlagt; rechts am Tisch lehnt die Harfe. 

/. 180: (Anfang des 97. Psalms) Init. C: drei Monche; 
vor ihnen auf einem Stehpult ein aufgeschlagenes Buch, aus 
dem sie singen. 

/. 21 2: (Anfang des 109. Psalms) Init. D; Deckfarben 
auf Goldgrund; Gott Vater und Christus, beide gleich als 
jugendlicher Typus gebildet, ein Buch in der Linken, die 
Rechte erhoben, sitzen; zwischen ihnen die Taube des 
heiligen Geistes. 

Ausserdem eine sehr grosse Anzahl weiterer Initialen 
in Deckfarben von ziemiich kleinen Dimensionen und andere 
in Federzeichnung, einfach rot mit blauem Linienornament 
oder umgekehrt; am Beginn jedes Abschnitts ein mannigfach 
ornamentierter Streifen rot oder blau; am Rand manchmai 
hinweisende Hiinde oder Blumen und Sterne. 



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Bibliothek des Stifts St Peter. 



No, 4. [a I 5]. Orationes et Officium; 12°, lateinisch, XV. Jahrh. 

m., 71x94; *6s» Initialen, Miniature n, Randleisten; Minuskel; Lederband mrt Goldpressung mit Renaisanceornamenten ; Goldscbnitt. 
FrartZOSische Arbeit des XV Jahrh. [enthalt; Dekalog, Kalendarium, Psalmen]. 

/. i : Init. N (Anfang des Dekalogs) in Deckfarben, / jg : Init. D; Purpurgrund; im Buchstaben die Ma- 



Gold auf blauem Grund; der Rest rubriziert. Die Nummer des 
Gebotes blau, der erste Buchstabe Gold auf Purpur, aber 
nicht tiber die gewohnliche Grosse der Buchstaben hinaus- 
gehend. 

/. 2*: Pomerium spirituale ad laudandum deum sin- 
gulis horis; die Buchstaben dieser Uberschrift abwechselnd 
blau, rot und schwarz. 

/. 8*: Beginn des Kalendariums. 

/. 20*: Initium sci evangelii secundum Johannem. 
In einer Goldrandleiste der Heilige kniend, die Linke er- 
hoben, in der Rechten eine aufgerolite Schriftrolle, vor ihm 
der Adler; blauer Himmel; Blick auf das Meer; ziemiich 
zerstort. Schrift rot, blau und gold. 

/. 22: Init. E; zwei in einander verschlungene goldene 
Reifen auf griinem Grund. 

/. jo: Init. D auf blauem Grund; Deckfarben, Gold; 
innerhalb des Buchstaben Purpurgrund, darin Veronika in rotem 
Kleid mit dem Schweisstuch. Der Rand hat einen gninlichen 
Grund auf dem naturalistische Streublumen. 



donna mit dem Kinde in der Giorie. Streublumen. 

/. 1 1 8': Miniatur; (T. L No. i) ein altiicher Mann 
in reicher fiirstlicher Tracht (David) kniet in einer Landschaft; 
vor ihm ein aufgeschlagenes Buch und die Krone; rechts 
unten die Harfe liegend; oben ziemiich verwischt eine himm- 
lische Erscheinung, in einem Strahlenbiindel noch ein Schwert 
erkennbar. Hinten ein Gebaude mit hohem rundem Turm, 
Baume und ein Gewasser. Der Rand mit Streublumen. 

/. ng: Init. D; Gold auf Griin; in der Mitte davon 
ein naturalistisches Veilchen, schattenwerfend. Streublumen. 

/. ijj: Init. D; auf griinem Grund. Am Rand 
Streublumen und ein Schmetterling. 

/. 156: Von hier an ist der Text gemischt fran- 
zosisch und lateinisch; besonders die Aufschriften franzosisch. 

Noch zahlreiche Initialen in Gold auf Blau, Griin 
oder Purpur; einige das gewohnliche Mass der Buchstaben 
nicht uberschreitend 

Die Typen sehr sorgfaltig ausgefiihrt, sehr verwischt. 

Am Schluss: adoemus rothomagensis archiepiscopus 
ergo interferens etc. . . . 



No. 5. [a I 9]. Liber precum; lateinisch, 12°, XV. Jahrh. 

m., 79X115; /gj. Initialen; Minuskel; moderncr Halbfranzband, glatter Schnitt. 

Deutsche Arbeit VOtn Anfange des XV. Jahrh. [Auf dem papierenem Vorsatzblatt stebt in modcrner Schrift: Liber Precum S. P. Ignatii 
Soc is Jes. Fundatoris.]- 

/. /: Init. D; Deckfarben, Gold auf blauem Grund, 
der mit zarten weissen Linien ornamentiert ist. 

/. 62': Init. A; Gold auf hellviolettem Grund mit 
weissen Sternen und Eicheln. 

/*. 70 4 : Init. U; Gold auf Blau w. o. 

/. 8J: Init. G; Gold auf Violett w. o. 

/. 8f: Init. D; Gold auf Blau, grime Blatter. 



/. 100: Init. G; Gold auf Violett mit weissem Blumen- 
muster; grune Blatter und Goldtupfen mit kleinen schwarzen 
Strichlein umgeben. 

/. 140 1 : Init. E; Gold auf Blau. 

/. 180: Init. Q; Gold auf Blau. 

Die iibrigen Initialen rot oder blau; Uberschriften 
rubriziert. 



No. 6. [a I 17]. Breviarium; lateinisch, 12°, XV. Jahrh. 

m M 90x112; 2J4 (davon die zwolf letzten leer). Initialen, Randleisten; Minuskel; in Lei n wand gebunden. Metallschlicssen. 
Schnitt glatt, rot. 

Augsburger Arbeit vom Ende des XV. Jahrh. 



/. / .* (T. I. No. 3») Init. B rait einer Randl. zu- 
sammenhangend. Christus auf dem Olberg, Deckfarben. Init. B 
purpurn, zum Teil auf Goldgrund. Im Innern eine fein aus- 
gefiihrte Landschaft, in der ein violett gekleideter Engel mit 
dem Kelch steht; rechts in einer Felsenlandschaft Christus 
betend, den Blick nach oben gewendet, unter ihm die drei 
Jiinger in verschiedenen Stellungen, zum Teil stark verkiirzt, 
schlafend; unten Blumenranken. 



/. jo: Anfang von Psalm 26. Init. D; Purpur auf 
Goldgrund, das Innere mit Griin ausgefullt mit einem feinen 
Goldornament; rechts Bluuienranken rait einem naturalistischen 
Vogel. Am untern Rand die Gefangennahme Christi. Christus 
in langem violetten Kleid von einer Schar von Kriegern ge- 
fangen genommen; er streckt die Rechte nach dem auf dem 
Boden liegenden Malchus aus, wahrend ganz links Petrus das 
Schwert einsteckt. 



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Bibliothek dcs Stifts St. Peter. 



/. jg' : Psalm 38; Init. D; Deckfarben griin auf Gold. 
Christus vor Kaiphas. Der hohe Priester in einem rotlichen 
Kleid mit Hermelinkragen auf einem Thronsessel sitzend, vor 
ihm Christus, von zwei Kriegsknechten geftihrt. Randl.: Blumen, 
Aflfen, Vogel: 

/. 6 j : Psalm 5 1 ; Init. Q; Purpur auf Gold. Geisselung 
Christi. Christus ganz entblosst an einer Saule fest gebunden, 
von zwei Kriegsknechten in geteilter Tracht mit Ruten ge- 
schlagen. Am Rande Vogel und Blumen. 

/. 68: Psalm 52; Init. D; Griin auf Gold, das Innere 
rot mit einem Goldmuster. Unten am Rande Dornenkronung. 
Christus sitzt auf einer Truhe, ein Szepter in der Hand. Zwei 
Kriegsknechte, davon einer in geteilter Tracht, driicken mit 
Hilfe von zwei gekreuzten Staben die Dornenkrone auf sein 
Haupt. Rechts Blumen und Vogel. 

/. 86: Psalm 68; Init. S; (T. I. No. 2) Blau auf 
Gold, innen rot. Am untern Rand die Kreuztragung. Christus 
triigt das Kreuz auf der rechten Schulter, hinter ihm ein 
Mann in bauerischer Tracht (Simon) ihm helfend. Ringsum 
mehrere Kriegsknechte, einer schlagt Christus. Sie haben 
grosse deckelformige Heime und Panzerhemden, verschieden- 
farbige Hosenbeine. Links Blumen und ein Vogel. 

/. no: Psalm 80; Init. E\ Purpur auf Gold mit 
Goldsternen darinnen. Kreuzigung Christi. Christus nur mit 
einem Lendentuch bekleidet am Kreuzbaiken hiingend (ohne 
Suppedaneum und Aufschrift). Links Maria, rechts Johannes, 



beide zu Christus emporblickend. Rechts und unten Ranken; 
Blumen, Vogel, Bar, Affe. 

/. iji: Psalm 95; Init. C; Christus von den Frauen 
beweint. Maria halt den entblbssten Leichnam Christi, der 
aus alien Wunden blutet, im Schoss; rechts eine heilige Frau, 
links Johannes, bartlos, in rotem Kleid, betend; landschaft- 
licher Hintergrund. Ranken; ein Vogel mit einem gefliigelten 
Fabelungeheuer kampfend, oben in der Randleiste ein Knabe. 

/. ijj: Psalm 101; Init. D; Purpur auf Gold. Auf- 
erstehung. Das Grab quer in die Landschaft gestellt; Christus 
nur mit einem roten Mantel bekleidet, in der Linken den 
Kreuzstab. Vor dem Grab zwei schlafende bewaffnete Krieger. 
Links und unten Blumenranken. 

/. 154': Psalm 109; Grablegung Mariae; der ein- 
gehullte Leichnam von zwei Mannern mit Turban in das Grab 
gelegt, dahinter zwei weinende Frauen mit Heiligenscheinen. 
Unter Blumenranken. 

/. 108 4 : Anfang des Canticus Isaias. Kronung Mariae ; 
Gott Vater als Greis und Christus neben einander auf einer 
Wolke sitzend; zwischen beiden oben die Taube; unten kniet 
Maria, der beide die Krone aufsetzen. Blumenranken. 

Am Schluss des Codex die Litanei aller Heiligen. 

/. 22 3: Init. O; Purpur auf Gold; darunter in fein 
ausgefuhrter Landschaft ein Betender in blauem Kleid. Oben 
am Himmel erscheint Christus, die Weltkugel in der Hand. 

Ranken mit Vogeln; an der Seite ein Mann mit einem 
Drachen kampfend. 



No. 7. [a I 21]. Diurnale; lateinisch, 12°, XV. Jahrh. 

m., 90x322, 1S4; Initialen, Miniaturen, Randleisten; Minuskcl; Leinwandband ; Goldschnitt mit herzformigem Ornament. 
Nordfranzosische Arbeit VOtn Anfang des XV. Jahrh, (Auf die Bretagne weisen die vielen Lokalheiligen von Nantes, Felix, Dona- 
tianus, Rogatianus, Similianus, Clarus, dann der Hinweis auf Avrenche durch das Fest Michael in monte turaba. 16. Oktober.) 

stehende heilige Elisabeth in rotem Mantel. Beide mit starker 
Andeutung ihres Zustandes; schone grime Landschaft mit 
einzelnen Grasern, oben weissblauer Himmel, aus dem ein 
Strahlenbundel hervorbricht. Init. D w. o.; Randl.: Ranken, 
Goldtupfen, Blumen. 

/. J4': Geburt Christi; auf griiner Wiese unter einem 
Holzdach liegt das nackte Kind mit Nimbus auf dem Boden. 
Links die Jungfrau, rechts Josef, derb, in rotem Kleid mit 
blauer Kapuze; hinter einem Hiigel die Kopfe von Ochs und 
Esel sichtbar. Init. D % C r , Randl. w. o. 

/. j6: Anbetung der Konige. Unter einem Geriiste, 
das nach hinten zum Teil mit einem Purpurvorhang abge- 
schlossen ist, sitzt die heilige Jungfrau, das nackte Kind auf 
dem Schoss. Davor kniet ein alter Konig ohne Krone in 
langem Mantel und Hermelin; er halt mit beiden Hiinden 
einen Kelch. Hinter ihm steht ein junger Konig mit vio- 
lettem Kleid mit Hermelin und Krone. Rechts der dritte 
Konig, jung, in kurzem rotem Rock mit Krone. Hinten 
sieht man wieder die Kopfe von Ochs und Esel. Griine 
Landschaft, in der Feme Baume. Init. D y Randl. \v. o. 

/. 41: Darbringung im Tempel; der Raum hat einen 



/. /: Ein Gebet mit einer Indulgenz von Papst 
Innocenz (VII?). 

/. 2: Kalender. Das A7, Deckfarben, Gold auf 
braun und blauem Grund. Ewiger Kalender, Tagesbuchstaben, 
rom. Kalender und Festtage. 

/. 14: Verkundigung; in Deckfarben. 

Die heilige Jungfrau in braunlichem Kleid mit langem 
blauem Mantel vor einem Betpult kniend halt mit der 
Rechten das aufgeschlagene Buch, die Linke erhoben, wendet 
sich nach dem hinter ihr knienden Engel mit langen blauen 
Fliigeln um. Hinter Maria ein Purpurvorhang mit goldenem, 
flammenformigem Ornament; der Engel kniet auf griinem 
Boden, dahinter ein blauer goldgewirkter Teppich. Oben 
blauer Himmel und Strahlen in der Richtung des Hauptes 
Mariae. Darunter Init. D Blau auf Gold; darinnen natura- 
listisch ein Stiefmiijterchen. Der Rand der ganzen Seite ist 
teils mit Ranken, teils mit naturalistischen Blumen, teiis mit 
Goldtupfen verziert. Unten ein Wappen, abwechselnd blaue 
und weisse dreieckige Felder. 

/. 2j: Heimsuchung, Maria in blauem Mantel, ein 
Buch in der Rechten, begriisst mit der Linken die neben ihr 



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Taf. I. 



No. 1. 



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FRANXOSISCHF, ARBFIT DFS XV. JAHRH.: ORATIOXFS FT OFFICIUM. 

HJULKJim K Dl-.s Mil IS SI. 1M IKK, CUD. .. 1 f». ./. 1 18 ' ) 



No. *2. 



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* 





/. Stf'. /. 1. 

AUGSBURGFR ARBEIT VOM KN1.)E DFS XV. JAHRH.: BRFVIARITM. 

BIBLlOTHKK DKS STIFTS SI. I'l.H.k, COD. y I 17 



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Bibliothek dcs Stifts St. Peter. 



blauen Fussboden und ist durch einen Purpurvorhang mit 
goldenen Ornamenten geschlossen; in der Mitte der Altar, 
auf dem ein weisses Tuch liegt. Hinter dem Altar der Hohe- 
priester im Ornat mit hoher spitzer Miitze mit Goldreifen 
nimmt mitteist eines Tuches das nackte Kind entgegen, das 
ihm die heilige Jungfrau reicht. Hinter Maria steht ein 
Madchen ohne Heiligen- 
schein in Zeittracht, ein 
Korbchen in der Hand. 
Init. D, Randl. w. o. 

/. 48: Die Ma- 
donna mit dem Kinde, 
blauer Grund; die Ma- 
donna in reich gefaltel- 
tem, gelbbraunem Kleid, 
griingekleidete Kind in 
den Armen. Init. 0, 
Randl. w. o. 

f. 56': Veronica; 
auf griinem Boden steht 
die Heilige in rotem 
Kleid mit einem weissen 
Kopftuch und halt mit 
beiden Hiinden das 
Schweisstuch mit dem 
Haupt Christi. Init. S 
und Randl. w. o. 

/. 61: Konig 
David kniet kurz und 
derb gebildet in schoner 
hiigeliger griiner Land- 
schaft, hinten Biiume. 
Er ist blau gekleidet mit 
braunem Mantel, Stulp- 
stiefeln, den Kronreif 
an einer roten Miitze. 
Neben ihm liegt die 
Harfe. Rechts oben ist 
Gott Vater sichtbar. 
Init. D y Randl. vv. o. 
Unten das gleiche Wap- 
pen wie /. 14. In 
der Randl. ein griiner 
Papagei. 

/. 72: (Fig> J) Hiob; griine Hiigellandschaft; auf 
gelbem Stroh liegt Hiob ganz nackt, links neben ihm ein 
Bachlein, rechts der Versucher, rot gekleidete Gestalt, das 
Haupt schwarz bedeckt, mit kleinen roten Hornern. Init. D y 
Randl. w. o. 

/. ug: Pfingstfest; acht Apostel stehen nebeneinander, 
alle in lange Gewander mit grossen Falten gehullt und mit 
Vollbarten. Petrus mit dem typischen Kopf und dem Schliissel, 
Paulus Kahlkopf mit dem Schwert. Init. /, Randl. w. o., 
dasselbe Wappen. In der Randl. besonders Stiefmiitterchen 
und Ganseblumchen. 




Fig. 1 zu No. 7, Stift St. Peter, a I 21, /. 72. 



/. ijo: Heiliger Andreas; auf griin getafeltem Fuss- 
boden, hinten Vorhang rotbraun mit reichem goldenem Orna- 
ment. Der heilige Andreas mit Vollbart in langem Mantel; 
neben ihm ist das schiefe Kreuz aufgestellt. Init. B % D w. o. 
Randl. w. o. Erdbeeren, Ehrenpreis. 

/. ijS*: Mehrere Heilige; im Text: plurimorum sanc- 
torum capitulum. Griiner 
Boden; blauer Abschluss 
nach hinten. Inder Mitte 
ein heiliger Bischof in 
vollem Ornat, neben 
ihm Johannes (?) in 
langem Gewand ohne 
Armel. Ringsum noch 
mehrere Heilige ohne 
besondere Attribute, 
zum Teil in geistiicher 
Kleidung. 

/. 149 : Ein 
Bischof in einem Innen- 
raum; griiner quadrier- 
ter Boden, die Quad- 
rate nach hinten per- 
spektivisch abnehmend; 
auf beiden Seiten graue 
Wiinde, hinten ein 
reicher Vorhang. Ein 
Bischof in vollem Ornat 
mit Krummstab, dar- 
unter: Ecce sacerdos 
magnus, qui in diebus 
suis placuit deo. Init. E t 
Randl. \v. o. 

/./j*/; Heiliger 
Diakon; wiederin einem 
Innenraum, der wie der 
vorige behandelt ist. 
Ein Diakon in Ornat 
steht, in einem auf- 

geschlagenen Buche 
lesend. Init. J. A, 
Ranke w. o., die stili- 
sierten Ranken gehen 
immer in naturalistische 
Pflanzen iiber; lauter einheimische Flora. 

/. 159 1 : Ein Abt in einem Raum wie oben; ganz in 
Schwarz, die Kapuze iiber den Kopf gezogen, in der Rechten 
einen Krummstab, in der Linken einen schwarzen Gegenstand 
(Tuch?). Init. D, Ranken w. o. 

/. 164: Mehrere heilige Jungfrauen, von denen einige 
durch ihre Attribute gekennzeichnet sind. (Die Miniatur ist 
etwas verwischt.) Ganz rechts Katharina, dann Barbara, dann 
eine Jungfrau mit Palmen. Init. Q, Randl. w. o. 

Der Typus der Figuren ist ziemlich schlank, 
besonders der der Madonna; es ist eine grosse Lieb- 



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lichkeit und Zartheit besonders der weiblichen Gesichter an- angefiihrt ist, sind in Gold in ein Rechteck oder ein Quad- 
gestrebt. rat komponiert, innen blauer, aussen violetter Grund oder 

Die zahlreichen Initialen, von denen nur ein Teil umgekehrt. 



No. 8. [a I 26.] Psalterium, lateinisch, 8°, XII. Jahrh. 



Deutsches m., 90x126, 190 (die ersten drei leer); Miniaturen 
von spaterer Hand. Gepresster Lederband; Rechteck, doppelte Diagonalen 
Deutsche Arbeit des XII. Jahrh. 

f. 4: Rechteckige Umrahmung, Deckfarben, Gold- 
grund. Christi Auferstehung. Bartiger Typus; in der Linken 
Kreuzstab, die Rechte segnend erhoben; vor dem Grab auf 
griinem Grund zwei sehr klein gebildete, jugendliche, ganz be- 
waffnete Wachter schlafend. Links oben ein Engel, nur der 
Oberkorper sichtbar, von der Seite hereinschwebend. 

/. 4*: Christus thronend, Deckfarben, Goldgrund. In 
den Ecken die vier Evangelistensymbole. Christus auf griinem 
Thron auf dem Polster sitzend; die Rechte segnend erhoben, 
in der Linken ein aufgeschlagenes Buch mit den Worten: 
Ego sum lux. 

/. 5: In Cursive ein debet an die heilige Jungfrau. 

/. 5': Init. B, Deckfarben, der Korper ist graugriin- 
lich von einer Goldkonture umgeben; die Ranken sind griin 
und laufen rot aus. Auf dem zum Teil verschwundenen 
Grund stand noch in Gold: eatus vir, qui non abiit. 

/. jo': Init. D (Anfang von Psalm 26), Deckfarben, 
Gold mit roten Konturen auf blauem Grund. 

/. 46; Init. D (Anfang von Psalm 38), Gold mit 
roten Konturen auf Blau Griin auf Gold ixi cus . . . 



, Initialen; Minuskel; auf den letzten Folien einige Gebete in Cursive 
und kleine Kreise. Abgcrissene Metallschliesse. 

/. jo* : Init. Q (Anfang von Psalm 51), w. o. uid. 

/. 6o': Init. D (Anfang von Psalm 52), w. o. ixit. 

/. 7jf: Init. S (Anfang von Psalm 68), w. o. alvum. 

/ 01: Init. E (Anfang von Psalm 80), w. o. xultet. 

/. 108: Init. C (Anfang von Psalm 97), w. o. antate. 

/ no*: Init. D (Anfang von Psalm 101), Deck- 
farben; der Buchstabe aus Purpur mit Goldrand. Bunte Innen- 
ranken, die in rote Blatter ausgehen; blauer Grund; auf dem- 
selben Grund mit roten Konturen omine. 

/. 1 2 j*: Init. D (Anfang von Psalm 109), w. o. ixit. 

/. 160': Init. C, Gold mit roten Randern auf blau 
und griinem Grund (Anfang vom Canticus Jesaias Js. XII). 

/. 184: Hier beginnen in cursiver Schrift Gebete zur 
heiligen Jungfrau von verschiedenen, zum Teil ganz ungeubten 
Handen. Auch deutsche: ich pit dich usw. 

/. 180 : Ein deutsches Gebet an Jesus. 

/. iSq*: Ein Gebet an den heiligen Erasmus. 

Die ubrigen Initialen sind rot mit blauen Ornamenten 
oder umgekehrt; alle recht klein und in Federzeichnung. 



No. 9. [a IV 12.] Breviarium, lateinisch, 4°, Ende des XV. Jahrh. 



schliessen. 



m., 126x169, joy; Initialen, Zierleisten; Minuskel; gepresster Ledereinband, Parallelogramm, in der Mitte stilisicrte Blume; Mctall- 
Nach dem Kfllendar Salzburger Arbeit von 1498, wohl aus St. Peter selbst. 



/. 1': Ein grosses Ornament iiber die ganze Seite, 
Federzeichnung, Rot und Griin mit blauen Tupfen: in der 
Mitte ein Kreis mit der Inschrift: Novissima memorare tua. " 

/. 2: Kaiender fur 1498. 

/. io: Init. B (Psalm 1), biaue Federzeichnung; 
innen und herum rote federgezeichnete Ornamente. 

/. 20': Init. D, in gleicher Weise; innen ein Rauten- 
muster in Rot und Schwarz. 

/. 48, Init. D; /. jj, Init. U; /. 62\ Init. /; /. 6o\ 
Init. D; /. 77, Init. D; /. 81 ', Init. L; /. 82', Init. P; 
f. 8j\ Init. D; /. 8j% Init. U; f. 88, Init. D; /. 80 % Init. L; 



f. oi, Init. D; f. 02^ Init. U; /. 94'. Init. C; /. o6\ Init. C; 
/. ioo' f Init. C; /. /2o f Init. E; f. 14 j f Init. F, E; f. 16 2 l \ 
Init. R; f. 280', Init. D; /. 281, Init. D; /. 287, Init. G; 
/. 287', Init. 0; /. 2go\ Init. S, D; /. J48, Init. F t M; 
f. jji, Init. D; /. J67, Init. 6>; /. 367^ Init. O; /. 378, 
Init. A O; /. 384 1 , Init, D; /. <///', Init. F % D; /. 424, 
Init. A t F: /. 440 s , Init. B; f. 464 s , Init. E: /. 47 2\ Init. B; 
/. 477', Init. F; /. 401, Init. U % D. 

Ausser diesen — nicht bedeutenden — Initialen noch 
eine Anzahi anderer in Blau oder Rot ausgefiihrt und nicht sehr 
iiber das Mass der gewohnlichen Buchstaben hinausgehend. 



10 No. 10. [a IV 17.] Breviarium; lateinisch, 8°, XV. Jahrh. 

m., 135x175, '9b\ Initialen, Randleisten; Minuskel; gepresster Lederband mit Renaissanceornamenten ; der Lange nach nur die 
eine Hiilfte vorhanden, die linke Halfte hat einen Schweinsledertiberzug, in den auch Ornamente gepresst sind. Metallschliessen; glattcr Schnitt. 
Osterreichische Arbeit vom Anfang des XV. Jahrh. 



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/. 2: Init. E y Deckfarben, sehr schones blaues Orna- in rote und blaue Bliiten, die sich ziemlich der Naturform 
merit, innen Goldranken, aussen Goldstreifen; grtin und goldener nahern. — Bei vielen Folien der Rand abgeschnitten; viele 
Rand. Unten frei sich rankende Zierleiste griin, auslaufend blaue und rote Initialen. 



No. 11. [a V 12.] Missale, lateinisch, 8°, XIII. Jahrh. 

m., 115x162, 147', Miniatur; Minuskel; Lederband mit einfachem gepressten Schema, doppeltes Rechteck und doppelte Diagonalcn. 
Deutsche Arbeit des XIII. Jahrh. (enthalt bereits die Messe de XI millibus virginibus und das festum conceptionis). 

/. 9: Kolorierte Federzeichnung ohne Grund. Christus Nimbus, die Hiinde gefaltet; rechts Johannes in langem gelben 
am Kreuz mit Kreuznimbus. Drei Nagel, grtiner Schurz, die Mantel, in der Linken ein Buch, die Rechte erhoben. — Sonst 
Augen offen. Links Maria in langern Gewand, mit rotem immer nur rote Initialen und rubrizierte Uberschriften. 



11 



No. 12. [a V 24.] Breviarium antiquum, lateinisch, 8°, Wende des XI. Jahrh. 



12 




Deutsches m., 119x170, f. J2$\ Initialen; Minuskel; Ein- 
band: Ledcr, Metallschliessen, auf dem Innendeckel. Ein Pergamentblatt 
eingeklebt mit eincr Minuskelschrift (Wende des XIII. und XIV. Jahrh.). 
Schnitt glatt. 

Arbeit aus dem Stift St. Peter in Salzburg von der Wende 
des XI. zum XII. Jahrh. 

Antiphona und Hymnen mit Neumen. Vesperale 
1 — 17, Orationale 18 — 49, Hymnale 49 — 81', Nocturnale 
und Matutinale 82— Ende. 

/. /; Init. D. Rote Ranken auf griinem, sehr dunnem 
Grund in der in St. Peter iibiichen Art. Die Buchstabenkorper 
aufgeschlitzt und die Spalten rot ausgeftillt, die Schnallen 
mit nietenartigen Verzierungen. 

Die anderen Initialen und Uberschriften sind einfach 
rubriziert. 

/. j 1 : Init. L (Fig* 2) in gleicher Art wie /. /; die 
Ranken laufen bisweilen in blaue Enden aus, so wie dies 
bei den ersten Blattern des Antiphonals der Fall ist. 

/. 28: Init. D mit einem Vogel. 

In gleicher Art noch eine grossere Anzahi von 
Initialen. 



Fig. 2 zu No. J2, Stift St. Peter, a V 24, /. j>\ 



No. 13. [a VI 55.] Evangeliar, lateinisch, 4°, XI. Jahrh. 

Deutsches m., 185x245, So (2 leere Blatter gehen voran); Miniaturen und Initialen; Minuskel; Einband: Holzdeckel mit stark ge- 
buckelten Heftnageln, die Mitte in Form eines Rechtecks ausgenommen, scheint cine eingelegte Arbeit enthalten zu habcn, es sind noch kleine 
Nagel da. Riickseite glatt. 

Arbeit aus Stift St. Peter aus der zweiten Halfte des XL Jahrh. (cf. Swarzenski p. 156/.). Von Custos Bcrtolt geschrieben. 

/. /': Der Engel erscheint dem heiligen Josef im lettem Mantel, auf einem Bett liegend unter einer spitz- 
Schlaf. (Swarzenski T. XXVIII, Abb. 73). Der Heilige ohne giebeligen, zinnengekronten Architektur mit zwei Ecktiirmchen. 
Nimbus mit geschlossenen Augen, blauem Untergewand, vio- Hinter dem Bett erscheint der Engel in blauiichem Unter- 



13 



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gewand und rotem Mantel, in der Linken einen Stab mit 
einer Kugel, die Rechte gegen Josef erhoben, gefliigelt, roter 
Nimbus. Deckfarben, Goldgrund; vorn durch eine kleine rote 
Mauer mit einem Ecktiirmchen abgeschlossen. 

/. 2: Init. E, Ein doppelter Silberstreifen umgibt 
ein grimes stilisiertes Pflanzenornament Purpurgrund mit 
einigen Zeilen Text in Gold. Das E ist besonders hervor- 
gehoben, hat seinen eigenen grunblauen Grund. Goldranken. 
Das Rot, das die Zwischenraume ausfiillt, spielt stark ins orange. 

/. 4: Geburt Christi; Deckfarben, Goldgrund. (S\v. 
T. XXVIII, 74.) Unten ein roter Streifen mit einem weiss- 
schwarzen Muster. Innerhalb einer Architektur, die rechts und 
links von zinnengekron- 
ten Turmchen abgegrenzt 
und nach hinten durch 
eine wie aus Ziegeln er- 
baute Mauer abgeschlos- 
sen ist, erhebt sich ein 
blaulicher romanischer 
Doppelbogen, darunter 
links der Kopf des Eseis, 
rechts der des Ochsen. 
Darunter liegt auf einem 
Bett Maria auf den rech- 
ten Arm aufgestiitzt in 
biaulichem Kleid und 
rotem Mantel, links unten 
in der Ecke auf einer 
kieinen Erhebung Josef 
in gelbrot gestreiftem 
Gewand, daneben ein 
Becken, in dem das Kind 
halb sichtbar ist. Neben 
ihm kniet das Bad rustend 
eine Frau mit offenem 
Haar und bedecktem 

Haupt. Rechts zwei Hirten, von denen einer Horn und Stab 
hat und nach oben blickt, wo ein Engei bis zum halben Leib 
sichtbar ist. Unten mehrere Ziegen. 

/. 4 1 : Init. P. 

f. y: Init. 1. Ein Goldschaft bildet den Buchstaben, durch 
den eine silbeme stilisierte Bliitenranke hindurchgezogen ist. 

/. 6 s : Steinigung des heiligen Stephanus, Deckfarben, 
Goldgrund. (Sw. T. XXVIII, 75.) In der Mitte der Heilige 
mit Tonsur, Nimbus, Diakonengewand, rechts und links je 
ein Paar junger Manner in rotem, bez. blauem Kleid, die mit 
sehr heftigen Geberden Steine nach ihm werfen. Aus VVolken 
segnend die Hand Gottes. Rechts und links von dem Hei- 
ligen liegt ein rotes und ein violettes Gewandstiick auf 
dem Boden. 

/. 7: Init. /. 

/. 7'; Eine in ganz zarten Linien ausgefuhrte Vor- 
zeichnung zu dem Bild auf / 8; die Vorzeichnung hat aber 
viel mehr Ahnlichkeit mit der entsprechenden Zeichnung im 
Miinchner Perikopenbuch (cf. Swarzenski), das vielleicht als 




Fig. 3 zu No. 13, Stift St. Peter, a VI 55, /. 17. 



Muster gedient hat. Die Umrahmung ist bis auf kleine Unter- 
schiede in der Farbe die gleiche wie auf /. /' und kommt 
auch spater noch mehrmais vor. 

/. 8: Petrus und Johannes am Grabe des Auferstandenen 
(Sw. T. XXVIII, 76). Deckfarben, Goldgrund. Rechts der 
griine Sarg mit abgehobenem roten Deckel, hinter dem drei 
Gebaude sichtbar sind. Der heilige Petrus ist im Begriffe 
hineinzusteigen, er hat gelbes Kleid, blauen Mantel, Nimbus; 
hinter ihm Johannes, jugendlich, nimbiert, blaues Kleid, roter 
Mantel, erhebt verwundert die Hande. 
/. 8'; Init. /. 

/. <p: Fluent nach Agypten. Deckfarben, Gold- 
grund. (Sw.T.XXIX, 77.) 
Das verlassene Bethlehem 
durch ein Gebaude mit 
offener Tur angedeutet; 
Maria auf dem Esei ohne 
das Kind; vor ihr schrei- 
tet Josef auf ein Gebaude 
zu, dessen Ttire gleichfalls 
orTen ist, auf der Schulter 
den Stab mit einem Sack. 
Es scheint, dass eine treue 
Wiederholung des Bildes 
im Miinchner Perikopen- 
buch vorliegt, das die 
Wanderung Marias und 
Josefs nach Bethlehem 
vorsteilt. 

/. g 1 : Init. /. 

/. 10 4 : Silberrand, 

blaues Biumenrankenor- 

nament, Silberrand, dann 

Purpurgrund liber die 

ganze Seite mit Text in 

Gold; besonders hervor- 

gehoben das Anfangs f, das einen eigenen blauen und griinen 

Grund hat. 

/. //: Init. /, und kleiner E. 

f. 12: Anbetung der drei Weisen (Sw. T. XXIX, 78), 
gewohnliche Architektur-Umrahmung. Rechts auf einem archi- 
tektonisch einfachen Sitz Maria in griinem Kleid und blauem 
Mantel mit dem Kind auf dem Schoss. Gegeniiber die drei 
Konige, zwei jugendlich, der vorderste als Greis, mit Ge- 
schenken in den Handen, ohne Kronen, aber tiber dem 
Haupt einen kieinen roten Reifen. 
/. 12 4 : Init. C 

f. 14: Christus lehrt im Tempei (Sw. T. XXIX, 79). 
Umrahmung wie /. /' oder / 7', in der Mitte Christus auf 
einem gepolstertem Thron sitzend, blauiich-weisses Unterkleid, 
roter Mantel, eine Schriftrolle in der Hand, rechts und links 
je ein Greis in rotem oder blauem Gewand. Auf turm- 
formigen Sitzen mit offenen Biichern in den Handen sitzen 
zu Fiissen Christi noch zwei Manner mit Nimben, einer ein 
Greis, der andere ein reifer Mann; sie haben Schriftrollen. 



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/. 14 4 : Init. C. 

/. 16: Taufe Christi; Goldgrund (Sw. T. XXIX, 80). 
Das feste Land mit roten gewellten Linien, das Wasser mit 
blaugriinen Wellen gezeichnet. Links und rechts je ein Baum: 
links Johannes in grunem Kleid mit blauem Mantel, den er 
rait der Linken halt, mit der Rechten taufend. Im Wasser, 
das ihm bis zum Hals reicht, steht Jesus, liber dem Wasser- 
hugel die Taube, rechts ein Engel, der mit beiden Handen 
ein Tuch halt. 

/. 17: Hochzeit zu Kana. (Fig. 3.) (Sw. T. XXX, 
81.) Architektonische Umrahmung. Die Tafel von vorn ge- 
sehen, wie aus den Falten ersichtlich ist; der Zeichner hat 
das Vorbild missverstanden, da er auf dem herabhangenden 
Teii des Tischtuchs einen Teller mit einem Fisch, ferner 
Bretzei dargestellt hat. (Vergl. das Bild aus dem Mtinchner 
Perikopenbuch bei Sw. T. XXV, 66.) Hinter der Tafel 
in der Mitte Christus, neben ihm Maria und weiter Josef. 
Auf der andern Seite der Brautigam mit Krone, fiihrt eine 
Schale zum Mund, neben ihm sieht man noch einen Jung- 
ling. Vor dem Tisch zwei Diener (klein) und drei Kriige. 
Ein Diener stellt gerade einen Becher auf den Tisch, wahrend 
ein zweiter aus einem Schlauch in einen der Kriige Wein giesst. 

/. /<?', Init. C; /. 2o y Init. A. 

/. 20': Darsteliung im Tempei. (Sw. T. XXX, 82.) 
Umrahmung wie /. 7'. Maria in gelbem Kleid und blauem 
Mantel ubergibt das Kind dem Priester (blaues Untergewand, 
roter Mantel), Nimbus. 

/. 2i y Init. P; f. 22, Init /; /. 2j, Init. /; /. 24, 
Init. M; /. 23: Init. /. 

/. 26: Einzug in Jerusalem (Sw. T. XXX, 83). Die 
Saulen der Umrahmung hier mit geoffneten Tiiren dargestellt. 
Christus auf der Eselin, auf der ein violettes Tuch iiegt, mit 
blauem Unter- und rotem Obergewand. Hinter ihm ein greiser 
Apostel; rechts ein rotweisser Baum, auf dem ein junger 
Mann steht und mit einem Palmzweig winkt. Unten ein 
Jiingling, der seinen roten Mantel vor Christus ausbreitet. 

/. 26 1 : Init. C. 

f. 27': Abendmahl. (Sw. T. XXX, 84.) Links die 
Tafel so wie auf/. 17; auf die Seite mit den Hangefalten 
ein Gefass und Geback gestellt. Hinter der Tafel in der 
Mitte Christus iiber den Tisch den Bissen reichend. Die elf 
Apostel sprechen mit lebhaften Geberden auf ihn ein. Vor 
dem Tisch sitzt Judas allein auf einem turmartigen Schemei 
und empfangt den Bissen. 

/. 28: Init. A. 

f. 29': Kreuzabnahme. (Sw. T. XXXI, 85.) Archi- 
tektur w. o.; silberfarbiges Kreuz mit blauem suppedaneum. 
Christus ohne Wundmale, nur mit Schurz bekleidet, von Josef 
von Arimathia gehalten; Maria und Johannes ergreifen jeder 
eine von den Handen des Heilands, die bereits gelbst sind. 

/. jr: Die Marien am Grabe Christi. (Sw. T. XXXI, 
86.) Von dem als Sarkophag gebildeten Grab ist der Deckel 
schon abgehoben; auf dem Deckel sitzt ein Engel, in der 
Linken einen Stab, die Rechte gegen die nahenden Marien 
ausgestreckt. Die heilige Jungfrau in gelbem Kleid und 
Bd. 11. 



blauem Mantel, mit einem Salbenbehalter und einem Raucher- 
gefass in Handen, Magdalena in grunem Kleid und rotem 
Mantel mit einem Salbgefass in der Hand. Die Jungfrau mit 
goldenem, Magdalena mit siibernem Nimbus. " Am offenen 
Grab iiegen zwei Tiicher. Uber der Architektur zwei schla- 
fende Krieger in Schuppenpanzern mit spitzen Helmen, auf 
rotem Grund. 

/. ji\ Init. M; f. J2' 9 Init. D; /. 34 \ Init. S; 
f. js', Ink. M; /. 37, Init. /; /. 38, Init. /; /. 38', Init. C. 

f. 39: Der ungiaubige Thomas. (Sw. T. XXXI, 87.) 
Architektonische Umrahmung; rechts und links je ein Turm 
mit drei Stockwerken. Christus mit orangem Unterkleid und 
blauem Mantel hebt den nackten rechten Arm; in der Linken 
tragt er eine Schriftrolle. Der junge Thomas, auch mit Nimbus, 
legt den Zeigefinger der Rechten in die Seitenwunde. 

/. 40, Init. T: f. 41, Init. /, E; /. 41*, Init. 7, M; 
/ 42', Init. U; f. 44 ', Init. P; f. 43, Init. N; /. 46 % Init. E. 

/. 48: Himmelfahrt Christi. (Sw. T. XXXI, 88.) 
Griinumrahmte Mandorla von zwei Engeln getragen. Unten 
blicken vier Apostel (innen Paulus und Petrus, aussen zwei 
junge Manner) und Maria unter lebhaften Geberden nach oben. 

/. 48\ Init. R; /. 49', Init. /, C; /. 30, Init. S. 

/. 31: Ausgiessung des heiiigen Geistes. (Sw. 
T. XXXII, $9.) Die zwolf Apostel sitzen in zwei Reihen zu 
sechs, in Gruppen zu je drei. Aus dem durch Wellenlinien 
angedeuteten Himmel schiagt eine Flamme, von der ein 
Strahl zum Haupt eines jeden Apostels fiihrt. Der Abschluss 
nach hinten durch sechs Rundbogen. (Im Vorbild vielleicht 
ein Gebiiude.) 

/. 5/', Init. S; /. 32\ Init. S; f. 33, Init. /; /. 34, 
Init. N; /. 55% Init. /; /. 33', Init. F; f. 37, Init. /; / 37% 
Ink. /, E; /. 59, Init. /. 

/. 60 4 : Marter des heiiigen Petrus. Umgekehrtes 
silberfarbiges Kreuz. Die Fiisse des Apostels am Suppeda- 
neum angenageit, blauer Schurz. Rechts und links je ein 
Henker, junge Manner; der rechts einen Hammer schwingend; 
beide halten einen Strick, der um die Knochel des Heiiigen 
geschlungen ist. 

/. 6i, Init. V; f. 62, Init. /; /. 63, Init. /; /. 6 J, 
Init. /, A. 

f. 64 s : Tod Mariae. Architektonischer Rahmen. (Sw. 
T. XXXII, 90.) Maria von zwei greisen Aposteln (Paulus 
und Petrus) ins Grab geiegt, zu beiden Seiten, teilweise durch 
den Bildrand abgeschnitten , je ein jungerer Apostel, hinter 
dem Grab Christus in rotem Mantel, in den Handen die 
Seeie Mariae haltend, eine ganz kleine weibiiche Gestalt, genau 
wie die Leiche der heiiigen Jungfrau eingewickelt. .Von oben 
steigt ein Engel, von dem nur der Oberkbrper zu sehen ist, 
mit einem roten Tuch herab, die Seele in Empfang z.u nehmen. 

/. 63, Init. I; / 63% Init. /; /. 66\ Init. Li in- 
einander verschiungen. 

/. 68, Init. I; f. 68\ Init. 7; /. 69, Init I; /. 70', 
Init. /; /. 71 ', Init. /, U; /. 73', Ink. I; /. 74, Init. I; 
/. 74% Init. // /. 75', Init. /; /. 7 &, Init. N: /. 77, Init. N; 
/. 78, Init. /, N; f. 78', Init. /. 



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IO 



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/. So; Doppelter Silberrand, dazwischen Grtin, Pur- 
purgrund. In goldenen Uncialen: Coeli clavigero donavit 
pectore laeto custos hunc librum perchtolt qui fecerat ilium 
ut sit peccati precium per cuncta patrati hinc raptor poenas 
patiatur corpore sevas. 

Die Zitierungen sind miniert, die ersten Worte der 



Perikope in goldenen Uncialen, die direkt auf dem Pergament 
stehen, ausgefiihrt. Bei den Initialen ist blauer und griiner 
Grund; Gold- und Silberschnallen, minierte Konturen und rote 
Ausfiillung der Spaltungen im Korper des Initials. 

Literatur: Swarzenski, Regensburger Buchmalerei, p. 156 rT. 



14 No. 14. [a VII 27.] Varia opuscula sancti Augustini, lateinisch, 4°, XV. Jahrh. 

m., 171X251, jjg ; Initialen; Zierleisten; Cursive; Ledcrband, einfaches Rautenmuster geprcsst. Mctallbeschlag und Mctall- 
schlicssen abgcrisscn. 

Osterreichische Arbeit aus der ersten Halfte des XV. Jahrh. (Auf dem Einband der Titel des Wcrks in Schrift des XVII. Jahrh. auf 
einem Zettcl.) 




Fig. 4 zu No. 14, Stift St. Peter, a VII 27, /. /. 



/ /; Deck- 
farben A (Fig. 4) 
mit bliiulicher Or- 
namentierung im 
Innern des Buch- 
stabenkbrpers in 
sehr zarten Schat- 
tierungen. Aussen 
ein rbtlicher Rah- 
men, innen Gold- 
grund mit einem 
in Punkten aus- 
gefuhrten Rauten- 
muster. 

Im Innern des 



Buchstaben sitzt in einem gelben Lehnstuhl der heilige 
Augustin in weissem Gewand mit einer roten Miitze; vor 
ihm auf dem Pult, dessen Deckel mittelst eines rechtwink- 
ligen Armes an einer Spindel angebracht ist, ein Buch, auf 
dem Aug' eps zu lesen ist. Rechts oben in blauem Gewolk 
das Angesicht Gottes. Die Taube des heiligen Geistes fliegt 
auf den Heiligen zu. — Von dem Heiligen aus schlingt sich 
eine Zierranke um die ganze Seite. Sie fangt blau an, geht 
dann in griin iiber und endet in naturalistischen Knospen 
und Rosen. 

Die anderen Intialen sind in blauer Federzeichnung 
mit roten Ornamenten herum oder umgekehrt; sie sind nicht 
sehr gross, diejenigen, mit denen ein neues Traktat beginnt, 
etwas grosser und auch sorgfaltiger ornamentiert, besonders 
die rote Innenfullung bildet dann Fruchte und Blumen usw. 



15 No. 15. [a VII 43.] Textus quatuor evangeliorum, im Anhang Biblia pauperum, lateinisch, 8°, 

Ende des XIV. Jahrh. 

c. (Wasscrzeichen : ein Krcbs mit einem Stern), 198x290, 144; Miniaturen; Cursive; Lcderband mit fiinf Metallknopfen, Ledcr- und 
Metallschliessen. Aufgeklebt ein Zettel mit Schrift des XVI. Jahrh.: texta omnium quatuor evangelistarum. pictura figurarum. Die Inoendeckel 
mit einem Pergamentblatt mit Schrift des XI. Jahrh. bedeckt. 

Siiddeutsche, vielleicht Salzburger Arbeii vom Ende des XV. Jahrh. 

Rcihenfolge und Anordnung genau wie bei a IX 12 (s. u.); je zwei typologischc Zusammenstellungen auf jcder Seite; in der Mitte ein 
kleines Medaillon mit der neutcstamentlichcn Szene, oben . und untcn je zwei Propheten mit Spruchbandcrn. Dariibcr der Text; rubriziert nur 
die Namen. 



/. ij6: Verktindigung; die Typen sind immer die 
gleichen wie bei No. a IX 12. 

/. ij6': Geburt Christi. — Anbetung der Konige. — 
Darbringung im Tempel. 

/. ijj: Flucht nach Egypten. (Fig. 5.) — Sturz 
der Gotzen. 

/. 137 1 : Kindermord. — Ruckkehr aus Egypten. 

/. ij8: Taufe Christi. — Versuchung Christi. Hier 
ist bei dem ersten Typus, nach dem Text und dem Her- 
kommen Esau dem Jakob das Erstgeburtsrecht verkaufend, 
ein Irrtum unterlaufen, indem dargestellt ist, wie Jakob seinem 
Vater Wildpret reicht; rechts der Kochtopf. Ein zu kopieren- 
des Vorbild scheint missverstanden worden zu sein. 



/. ijS': Christus und Maria Magdalena. — Auf- 
erweckung des Lazarus. 

/. 1 jo: Christus auf dem Olberg. — Vertreibung 
der Handler aus dem Tempel. 

/. 139': Einzug in Jerusalem. — Abendmahl. 

/. 140: Judas sinnt Verrat. — Verrat des Judas. 

/. 140*: Gefangennahme Christi. — Christus vor 



Pilatus. 



/■ 


141: 


/• 


14'': 


/• 


142: 


/• 


142 *: 


am (irabe. 





Dornenkronung. — Kreuztragung. 
Kreuzigung Christi. — Seitenwunde. 
Grablegung. — Christus in der Vorholle. 
Auferstehung. (T. II.) — Die Marien 



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iaf. II. 



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Sf/DDKUTSniK ARHKIT VOM K\1)K I>KS XIV. JAMKH.: BIBLIA IWITKKI'M. 
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1 1 



/. 143: Noli me tangere. — Christus erscheint Die Ausfiihrung der Federzeichnungen ist sehr sorg- 

den Jungern. faltig, bisweilen ist sehr viel Detail, besonders architekto- 



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Fig. 5 zu No. 15, Stift St. Peter, a VII 43, /. 137. 

J. 143* :Der unglaubige Thomas. — Christi Himmelfahrt. nisches, angewendet; einzeine Kopfe ausserordentlich scharf 

/. 144: Ausgiessung des heiligen Geistes. — Kro- charaktensiert. 
*, . Literatur: Heitz (Schreiber), Biblia pauperum, Strassburg 1903, 

° ' No. 12, p. 29. 

No. 16. [a VIII 19.] Chrysostomus, De dignitate sacerdotali, Vita sci Johannis Chrysostomi. Liber 16 

de laudibus Paul! continens octo omelias, lateinisch, 4°, XV. Jahrh. 

m., 166x261, /yS; Randleistcn und Initialen; Cursive; gepresster und gestanzter Lederband. Ein Rechteck, darin ein zweites 
Rcchteck mit abgestutzten Ecken, darin zwci Kreisc. Die abgerissenen Bander warcn durch kleine Rosetten befestigt; Goldscbnittt, Quadrate mit 
eingeschriebenen kleinen Kreisen. 

Italienische Arbeit VOm Ende des XV. Jahrh, (Wegen der Ahnlichkeit mit a VIII 20 vielleicht aus demselben Nachlass.) 

/. 1: Zierleiste, die sich auf drei Rander der Seite schiedener Gattung. Die Init. M ist in die Zierleiste hinein- 

erstreckt; um einen geraden goldenen Streifen schlingen sich geschlungen. 

die weissen Ranken auf blau-grun-rotem Grund, laufen zum /. <p: Anfang des zweiten Buches auf Griin, Rot und 

Teil in Goldtupfen mit kleinen diinnen Strichen herum aus. Blau mit feinen weissen Ornamenten. 

Unten halten zwei fliegende nackte Putten einen dicken /. i?\ Init. N; f. 36* ', Init. H; f. 4S 4 , Init. E; 

griinen Kranz. Ausserdem an mehreren Stellen Vogel ver- /. jj f Init. E; /. 67, Init. D; f. 6S, Init. C; f. 143, Init. N. 

No. 17. [a VIII 20.] Vergilii Maronis Opera, lateinisch, 4°, XV. Jahrh. 17 

m., 165x267, 2JS\ Initialen und Randleisten ; Cursive; Einband: gepresster oder gestanzter Lederband. Rechteckige Umrahmung. 
Im Innern Rechteck mit Kreis und Eckornamenten. Die abgerissenen Bander waren mit jc drei kleinen Rosettcnnageln an vier Stellen befestigt. 



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Schnitt: Gold, Quadratmuster mit eingeschriebenen kleinen Kreiscn. 

Entstehungsort: Florentitlische Arbeit aus der zweiten fidlfte des XV. Jahrh. (Donatus est iste codex Virgilianus ad Bibliothecam 
Sanpetri exhereditate Rd* D™ Jacobi Mayrler Parochi Berghamer 16. Fcbniarii 1798 ibidem defuncti (auf der Innenseite des Einbandes). 



/. 1: Beginn der Eclogen. In it T t die in eine 
prachtvolle Randl. iibergeht. Die ganze Seite ist von einer 
Randleiste aus weissen ineinander verschlungenen Ranken auf 
blauem, griinem und rotem Grund umgeben. Zwischen den 
Ranken, durch die sich ein goldener Stab hindurchzieht, sind 
Putten und verschiedene Tiere in allerlei Verbindung einge- 
streut: Ein Adler, der einen Hasen fangt, unten zwei Putten, 
die einen grossen griinen Kranz halten, weiter oben ein Putto 
mit einem roten Vogel spielend. Die goldene Init. F ist in 
die Ranken hineingeschlungen. 

/. 2 1 : Init. F; Gold auf blau-rotem Grund mit feinen 
weissen Ornamenten. 

/. 16: An fang der Georgica. Init. Q und Zierleiste. 



Init. Q, Gold in die weissen Ranken hineingezogen, viel 
kleiner als auf/. /. 

/. 25; Init. H auf Rot, Griin und Blau; Init. /fund 
goldene Zierleiste, durch einen diinnen Faden mit dem Buch- 
staben verbunden. 

/. 55'; Anfang der Aeneis. Init. A und grosse Zier- 
leiste uber drei Rander der Seite. Um einen goldenen Mittel- 
balken schlingen sich weisse Ranken auf buntem Grund, um- 
geben von goldenen Tupfen an diinnen Faden, Zwei Paare 
griiner Papageien. 

Der Anfang jeder Ecioge und jeden Buchs der Georgica 
und Aeneis durch eine verzierte Initiate ausgezeichnet; Blattgold 
auf verschiedenfarbigem Grund mit feinem weissen Rankenwerk. 



18 No. 18. [a VIII 21.] Liber Evangeliorum ; lateinisch, 4°, XII. Jahrh. 

m., 188x270, i8S\ Initial en; Minuskel; Einband von Lcder, vorn Elfenbein, das teils in verschiedcnen Mustern ausgeschnitten, tcils 
mit schwarzen und roten kleincrcn und grosseren Kreisen gemustert ist. 

Salzburger Arbeit VOtn Anfang des XII. Jahrh., wohl aus St. Peter. (Die Reihcnfolge ist nach der Ordnung des Breviers, beginnt rait 
der Vigilia Nativitatis. Scheint aus einem alten Missale abgeschrieben zu sein, denn es fehlen: Allerheiligen, octava Assumptionis [seit dem VII. Jahrh], 
Commemoratio fidelium [XI. Jahrh ] und das Fest immaculatae conceptionis [XII. Jahrh.].) 

/. /; Die ganze Seite ist rubriziert, und von einem schlitzt und rot ausgefiillt. Auch die Schnallen mit Nieten- 

mehrfachen Linienschema umrahmt. Die meisten Buchstaben kopfen sind da. 

ganz einfach, hervorgehoben nur Init. Cu; die Init. C in /. j\ Init. /; /. f. Init. C; f. S$, Init. /; /. 104, 

der ublichen Verrankung, der Buchstabenkorper vielfach ge- Init. S, alle in der gleichen Art wie oben. 



19 No. 19. [a VIII 30.] Sti. Pauli Apostoli Bpistolae cum glossa interlinaria et ordinaria, lateinisch, 

4°, XII./Xni. Jahrh. 

Deutsches m„ 162x270, 229; Initialen; Minuskel; Einband: gepresster Lederband mit einfachem Linienschema (doppeltes Rechteck mit 
doppclten sich kreuzenden Diagonalen); an fiinf Stellen noch die Spuren von Bcschlag sichtbar. Metallschlicssen. 

Deutsche Arbeit VOn der Wende des XII. zum XIII. Jahrh. (Auf/. 228' iste liber pertinet ad scm in der Schrift des Codex; der Rest 
ist vollig ausradiert und darliber in Cursive des XVI. Jahrh. Petrum Salczburg. geschriebcn. Auf /. 229 in noch spaterer Schrift des XVI. Jahrh. 
Iste textus Apostoli pertinet ad bybliothecam Sci Petri monachorum ordinis s. Bencdicti Salzburgensis. Die Glosse zum heiligen Paulus stammt von 
Anselmus Laudunensis Bencdictiner, Scholasticus und Dccanus, um 1 103.) 



/. j: Init. P Federzeichnung; der Buchstabe rot, 
raehrfach geschlitzt und mit Schnallen zusammengehalten, 
auf rotem und blauem Grund. Innen der heilige Paulus 
mit langem Bart und Nimbus (hinten drei Papste mit 
Tiaren); er halt in beiden Handen ein langes, beiderseits 
herabhangendes Spruchband mit den Worten: preputium nichil 
est (liber den Gentiles), sed observatio mandatorum dei (in 
der Mitte), circumcisio nichil est (iiber den Juden). Im untern 
Teil des Buchstaben ein doppelter Rundbogen, unter dem 
links zwei Heiden mit spitzen Miitzen, erhobenen Handen 
und unausgefiillten Spruchbandern (darliber steht gentiles) sich 
befinden, rechts zwei Juden, den Kopf verhiillt, ebenfalls mit 



leeren Spruchbandern (daruber Judei). Der Buchstabe steht 
auf einem liegenden Lowen auf. Im Innern auch noch die 
Buchstaben aulus servus X. Jesu. 

/. 46*: Init. P; auf abwechselnd goldenem und blauem 
Grund in roter Federzeichnung; der Buchstabenkorper ver- 
lauft nach reichem Gerank in Rot und Schwarz in einen Drachen- 
kopf und mehrere Blatter; innen aulus. 

/. 78: Init. P; Rot auf Blau und Gold; der Bauch 
durch einen Drachenleib gebildet; reiche Ranken, die in 
Blattbuschel ausgehen. 

/. 106: Init. P (Fig* 6); der ganze Buchstabe ist aus 
verschiedenen Teilen zusammengesetzt. Der Schaft links unten 



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*3 




Fig. 6 zu No. 19, Stift St. Peter, a VIII 30, /. jo6. 



ist ein nackter 
Knabe mit Satyr- 
ohren, der mit der 
Rechten mit einem 
Hammer gegen eine 
Glocke, die er in 
der Linken halt, 
schlagt; dariiber ein 
nackter Knabe, der, 
von einer Frucht 
essend, auf einer 
Giraffe reitet; um 
den Hals und die 
Fiisse der Giraffe 
schlingt sich der 
Schweif je eines 
Drachen, die bei- 
den Hiiise sind 
dann vorn ver- 
schlungen und bil- 
den den Bauch 
der Init. P; da- 
zwischen Ranken- 
werk ; alles in roter 
und schwarzer 
Federzeichnung 
ohne Grund. 

/. 120: Init. P; 
Federzeichnung auf 
Blau und Gold. 
/. 135: Init. P; 



rote Federzeichnung auf Blau und Gold: die Ranken aus- 
gespart, so dass sie weiss erscheinen. 

f. 1 46': Init. P; rote Federzeichnung; die Ranken 
in sehr reiche Blattbiischel ausgehend, ohne Grund. 

f. /J7- Init. P; rot und schwarze Federzeichnung 
ohne Grund. 

/. 16&: Init. P; Federzeichnung auf Blau und Gold. 

f. 1 j i*: Init. P; Federzeichnung ohne Grund. Innen 
sitzt der heilige Paulus, neben ihm ein Papst im Ornat, 
dem der Heilige ein Buch iibergibt; unten ein Monch 
mit einem unausgefiillten Spruchband. Der Buchstabe vvird 
von einem gebiickten jungen Mann in weltlicher Tracht 
getragen. 

/. 182 1 : Init. P; rote Federzeichnung, die in Blatt- 
biischel ausgeht; ohne Grund. 

/. 191: Init. P; rote Federzeichnung ohne Grund. 
Innen der heilige Paulus, der mit einem Bischof in vollem 
Ornat spricht. Spruchband: Istis instructus scriptis curam 
gere fructus recte vivendi quam sedulo vera docendi. 

/. 196: Init. P; rote Federzeichnung ohne Grund; 
unter einem Rundbogen sitzt lehrend der heilige Paulus; 
unter ihm links Appia in reichem Gewand, rechts Philemon. 
Links unten unter dem Buchstabenkorper Archippus als 
Diakon ganz jugendlich. Spruchband: Pater ignoscas, tu 
mater et hoc rogo poscas. Patri nate precum fer vota 
valentia mecum. 

/. 199: Init. T; rote Federzeichnung auf griinem 
Grund; der Buchstabe wiichst aus dem Maul einer Art Gor- 
gonenhauptes heraus, das umgekehrt daliegt. 



No. 20. [a VIII 36.] Evangelium Jesu Christi secundum IV Evangelistas, lateinisch, kl. folio, 
XIII. Jahrh. 



20 



Deutsches m., 229x309, 84 \ Miniaturen und Initialcn; Cursive; Holzdeckel (mit runden Lochern, friiher wohl Metallbeschlag). 



Deutsche Arbeit vom Ende des XIII. Jahrh. 

/. /: Init. N; Blau mit roten federgezeichneten Or- 
namenten. 

/. 2: Evangelist Matthaeus (Fig> 7). Rahmen: 
Schwarze Kontur, roter Streifen, blauer Streifen mit goldenen 
Quadraten, in den Ecken hellrot. Goldgrund. Der Evangelist 
mit einem grossen blauen Nimbus sitzt in biauem Kieid und 
griinem Mantel auf einem Stuhl mit Lehne; er ist jung mit 
einem Anflug von Bart; vor ihm ein Schreibpult mit einer 
kurzen Saule als Fuss; auf dem Pult ein Buch, in das er 
schreibt; in der Linken halt er ein Radiermesser; rechts in 
der Ecke des Pultes ein Tintenhorn. Die nackten Fiisse 
stiitzt er auf einen Schemel, der griin, in einer archi- 
tektonischen Form gestaltet und rot gedeckt ist. Der Rest 
des Goidgrundes links von blauen und griinen Blattem wie 
von Erdbeeren, rechts von einer krautartigen Pflanze mit 



roten Stengeln und griinblauen Blattern (iihnlich wie Eiche) 
ausgefullt. 

/. 2*: Init. L: rote Federzeichnung, etwas ver- 
schlungen, nicht sehr kompliziert, blauer Grund. 

/. 24': Evangelist Markus, ganz ahnlich wie /. 2; 
der Rahmen ist gleich, nur in den Ecken statt der Gold- 
quadrate weisse Bliiten. Das Schreibpult mit dem Sitz, der 
eine Art Sofa ist, verbunden. Der Heilige in biauem Ge- 
wand mit rotem, griin gefuttertem Mantel; er ist ganz jung 
und bartlos. Der grosse blaue Nimbus ist goidgeriindert. Die 
Blatter haben rote Stengel und dreispitzige Lappen. Der 
Schemel ist so lang wie der Sitz und rot-weiss gedeckt. 

/. 41: Evangelist. Lukas; junges Gesicht. Blauer 
Nimbus. Rahmen w. o. Der Sitz hat eine rund ausgebauchte 
Lehne. Der Evangelist spitzt gerade die Feder, der sehr 



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M 



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lange Schemel ist blau bedeckt. Die Blatter auf dem Gold- 
grund fiinfzackig wie /. 2. 



Federmesser, Tintenhorn. Schemel rotlich und oben griin. 
Der Heilige blickt sich urn, hinter roten Wolken mit blauen 




Fig. 7 zu No. 20, Stift St. Peter, a VIII 36, /. 2. 



/. 66: Evangelist Johannes; als reifer Mann mit etwas 
ergrautem, braunem, sehr langem Bart. Das Pult griin auf einer 
griinen Saule; der Sitz und die eckige Lehne sehr bunt. 



Randern wird die Hand Gottes sichtbar. Griine Ranken mit 
fiinfzackigen blauen Slattern, auf der andern Seite blaue 
Blatter, die Eichenlaub ahnlich sind. 



21 No. 21. [a IX It] Missale seu potius Graduate, lateinisch, 4°, XII. Jahrh. 

Deutsches m., 226x305, 219; Miniaturen, Initialen, Zierleisten; karol. Minuskel. Einband: Holzdeckel mit Leder iiberzogen, 
Messingbeschlag , fiinf Rosetten und vier Bander auf jeder Seite, ausscrdem auf der Vorderseite drei Messingbeschlage , von denen jeder aus zwei 
konzentrischen Messingringcn besteht, zwischen diesen ein ornamentales Muster, in der Mitte: oben cin nimbierter Adler, dann nimbierter jungcr 
Mann mit Krone, untcn nimbicrtcs Lamm mit Fahne, allc mit einem Hornplattchen iiberzogen; anf der Vorderseite fchlt einer der Beschlage. Auf 
der Riickseite sind allc vier Beschlage erhaltcn: oben nimbiertc Taube, links unkenntliche Darstellung, rechts Lowe, untcn Engel mit griinen Flugeln 
und griinem Nimbus. Schnitt glatt. 

Entstehungsort : Salzburger Arbeit vom Ende des XII. Jahrh. (Nach Dr. Swarzenskis Mitteilungen Arbeit urn 1200.) Erwahnung des 
heiligen Heinrich (1046 can.); des heiligen Thomas (1173 can.); die auf/. 139 bcfindlichc Ncnnung der Elisabeth von Schonau (f 1046) als lebend, 
kann dagegen nicht angefiihrt werden, da die ganze langerc Stclle wohl ein unverSndertes Zitat ist. — Nach dem Widmungsbild und der Erwah- 
nung von cantatrices auf/". J2 scheint der Codex aus dem 1582 aufgclosten Frauenkloster bei St. Peter zu stammen.) 



/. /'; Anfang des Calendars, von dem die Monate 
Juni bis September ausgerissen sind. Die Anordnung ist 
folgende: Oben die Init. K (von Kalendae), Gold mit minierter 
Kontur auf blauem und griinem Grund. Daneben eine Zeile, 
die der zweiten Zeile der leoninischen Verse des Antiphonars 
(a XII 7) vollig gleich ist, daneben rubriziert die Anzahl der Tage 
in dem betreffenden Monat. Darunter der eigentliche Kaiender. 
Von den Tagesbuchstaben ist die Init. A immer rubriziert, 
hierauf der romische Kaiender ebenfalls rubriziert; in der 



nachsten Kolumne die Festtage; die Hauptfeste ebenfalls 
rubriziert; in einem andern Rot der immerwahrende Kaiender. 
In der Mitte der Seite Medaillons in drei konzentrischen Ringen, 
aussen Gold, dann Blau, dann Griin, die Riinder rot, im 
Innern die Bilder des Tierkreises: Wassermann, Zwillinge, 
Skorpion, Schiitz, Steinbock. 

/. 5': Zusammenstellung der Osterfeste des 532jah- 
rigen Zyklus, ohne Angabe der Jahreszahlen. 

/. 6: Fiinfteilige Bogenarckitektur wie im Antiphonar; 



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*5 



in der ersten Kolumne unten ein Schreibfehler; es scheint eine 
Kopie vorzuliegen. 

/. 7; Eine Frau in blauera Kleid mit weissem Kopf- 
tuch stehend gegen einen griinen Grund; sie hat die rechte 
Hand erhoben, in der linken halt sie ein aufgerolltes Spruch- 
band. Umschrift: Devotum munus deus es qui trimis et unus 
suscipias vigne post mortem mi quia benigne avitiis munda 
salvans de morte secunda. Auf dem Spruchband: Et pie 
dignare salvandis amunerare. 

/. 7': Init. O. Rot; verschlungene Ranken, ziemlich 
unbeholfen, mit zahlreichen Klammern; die Lucken blau, 
innen grim ausgetiillt; dann rubriziert liturgische Vorschriften 
(durch den ganzen Codex). 

/. 8: Verkiindigung. Zweiteiliger Bogen, links blau, 
rechts braun, alles in Deckfarben auf Goldgrund. Links der 
Erzengel in blauem Kleid mit rotem Mantel, starke Falten, 
die rechte Hand ausgestreckt, in der linken ein Lilienszepter; 
blauer Nimbus. Rechts die Jungfrau in gelbem Kleid mit 
bliiulichem Mantel, beide Hande ausgestreckt, griiner Nimbus; 
oben eine Architektur gegen griinen Hintergrund. 

/. 10: Es beginnt der Text der Antiphone in ad- 
ventum domini. Grosse Init. M. Die Ranken des Buch- 
staben sind blau, rot und grim ausgefuhrt, die Zwischenraume 
mit Gold ausgefiillt. 

/. 20; Init. P; Blau, rot umrankt. 

/. 21: Init. D; Rot mit blauer Innenzeichnung. 

/. 21'; Init. G; unten ein Vogel, grun auf blauem 
Grund, der Buchstabe selbst ist in roter Federzeichnung. 

/. 22 4 : Init. R; Blau. 

/. 23: Init. P; Rot auf Blau. 

/. 26: Init. U; Rot auf blaugriinem Grund, unten 
ein Vogel schwarz. 

/. 28: Init. M. 

f. 29 1 : Init. M; in gleicher Weise; unten zvvei Vogel. 

/. 30 4 ; Init. L; in gleicher Ausfiihrung, mit einem 
griinen Rahmen ringsum. Unten drei Vogel, davon einer schwarz. 

/. 31 4 : Deckfarben. Nativitas Domini (oben klein 
vorgeschrieben), sehr roh. Dreifache Bogenhalle in Blau und 
Braun; auf einem griinen Lager Maria in gelblichem Kleid, 
bis zum Oberleib mit einer blauen Decke bedeckt; blauer 
Nimbus. Goldgrund. In der zweiten Halle griine Lampen 
herunterhangend. Die obere Halfte des Bildes mit goldenem 
Kreuznimbus eingewickelt, auf einem Lager* liegend, rechts 
und links iiber ihm die Kopfe von Esel und Ochs; in der 
Mitte oben ein Stern in Gold, Blau und Rot. 

/. J2 4 : Init. P; der Hauptteil des Buchstabenkbrpers 
grim, die inneren Verschlingungen blau, rot und braun nach 
aussen fortgesetzt; Goldgrund. 

/ 34*; Init. E. 

/. 33; Init. /; griiner Schaft, der innen noch ein 
blaues Rechteck hat, das von dem griinen Rahmen durch 
einen weissen Rand getrennt ist; darinnen (nach dem Text) 
Johannes Ev., jugendlich; blaurote Federzeichnung; in der 
Linken ein Buch, die Rechte ausgestreckt, mit blauem Nimbus. 

/. 37: Init. P. 



/. 3f: Init. S; oben und unten ein Vogel, unten 
rot gegen blau, oben schwarz gegen griinen Grund. 

/. 30: Grosse Init. in Deckfarben C r t der Haupt- 
korper blau, weiter rot, grun, gelb; Goldgrund. 

/. 40*1 Ganzseitiges Bild in Deckfarben. Zwei Dar- 
stellungen in gemeinsamer Umrahmung; braune Randl. Oben 
Anbetung der Konige. Unter einer Architektur mit drei 
flachen Giebeln mit verschiedenfarbigen Zinnen gekront, auf 
blauem Grunde, in der Mitte die Madonna in rotem Kleid 
mit blauem Saum (soil wohl blaues Kleid und roter Mantel 
sein) und griinem Kopftuch, Goldnimbus, nach vorn blickend; 
auf ihrem Knie das ziemlich mannlich gebildete Kind ohne 
Nimbus, das sie mit der Linken stiitzt; in der rechten Hand 
halt sie eine kleine Kugel. Von links nahen zwei Konige, 
in mit Tuchern verhullten Hiinden Schalen mit Geschenken 
haltend. Der erste jugendlich, Schnurrbart, rotes Kleid, flache 
rote Mutze, grimes Tuch, braune Schale; hinter ihm der 
zweite, ganz bartlos; griines Kleid, spitze rote Mutze, blaues 
Tuch, braune Schale; von rechts der dritte Kbnig, auch 
jugendlich, blaues Kleid, spitze rote Mutze, griines Tuch, 
braune Schale. Uber ihm als Andeutung eines Gebaudes ein 
Giebel, dariiber sechszackiger Stern von braunlicher Farbe. 
Unten Taufe Christi; breiter griiner Rand, Goldgrund. Links 
Johannes mit Goldnimbus, oranger Mantel, den linken Fuss 
auf einen kleinen Hugel aufgestutzt, mit der rechten Hand 
nach dem Haupte Christi greifend; Christus in der Mitte 
nackt mit blauem Kreuznimbus; der Jordan grim, durchscheinend 
bis zu den Hiiften Christi reichend, der die Rechte vor die 
Scham halt; im Wasser rechts drei Fische. Ein Engel mit 
Goldnimbus, blauem Gewand, stent mit einem roten Tuch 
bereit. Die Taube fehlt. 

/. 41: Init. E in Deckfarben. Der Hauptkorper in 
Gold, dann blau und rot; der Grund grim und hellblau. 

/. 44: Init. O; Federzeichnung. 

/. 48: purificatio (am Rande vorgeschrieben); Deck- 
farben. In der Mitte der Tempel durch eine Saulenarchi- 
tektur gegeben, darin ganz einfacher Altar (mensa), griiner 
Hintergrund. Links Maria in gelbem Kleid, blauem Kopf- 
tuch, auf einem roten Tuch das zu ihr aufbiickende Kind 
tragend; hinter ihr Josef, bartlos, in rotem Kleid mit griinem 
Mantel, alle ohne Nimben; hellbrauner Grund; rechts der 
Oberpriester mit blaulich grauem Bart und Haar, blauem 
Kleid, die Hande mit einem griinen Tuch zur Entgegen- 
nahme des Kindes ausstreckend. Hinter ihm in braunem 
Kleid Hannah; iiber dieser Gruppe auf Goldgrund griin- 
blaue Bogen. 

/. 49*: Init. S in Deckfarben; Gold in verschiedenen 
Farben auslaufend. 

/. jo 4 : Init. G in Federzeichnung; darin ein Fuchs (?). 

/. S3 4 ; Init. C; Federzeichnung. 

/. S5: Init. £. 

f. 38: Init. AT; am Rande eine Federzeichnung in 
rot und schwarz. Ein biirtiger Mann in profaner Tracht 
barfuss, in der Linken eine flache braune Mutze und einen 



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Bibliothck des Stifts St. Peter. 




Fig. 8 zu No. 21, Stift St. Peter, a IX II, / $<?. 

langen Stab mit doppeltem Griff haltend; die Rechte an die 
Brust gelegt (zum Text misereris?). 

/. 60, Init. /; /. jo : Init. O. 

f. /J; Init. L; Federzeichnung, oben ein springen- 
der Lowe. 

/. 89: Grosse Init. D in Deckfarben (Fig> 8), Haupt- 
korper ein abschattiertes Rot, blau, griin oder braun aus- 
laufend. Innengrund Gold. 

/. 94': Kreuzigung. Deckfarben; braune Randl. Gold- 
und Silbergrund. Christus stark in den Hiiften geknickt, mit 
blauem Schurz bekleidet an ein griines Kreuz geschlagen. 
Goldnimbus. Stigmen. Kein Suppedaneum; vier Nagel. Links 
Johannes in braunem Kleid, griinem Mantel, Goldnimbus; 
rechts die heilige Jungfrau mit griinem Nimbus, gelbem Kleid, 
blauem Mantel, rotem Tuch, die Hande gefaltet. 

/. 104 1 : Vollbild, Deckfarben; Auferstehung Christi. 
Zwischen zwei roten Linien eine goldene Randl., innerhalb 
ein blumiges Ornamentmuster in Griin, Rot und Blau, dann 
wiederum eine goldene Leiste zwischen zwei roten Linien. 
Goidgrund. Das Grab (wie ein Sarkophag), aussen rot, inn en 
griin gemustert, der abgehobene Deckel braun mit Gold- 
musterung. Christus mit Kreuznimbus, rotem Kleid, blauem 
Mantel, in der rechten Hand eine dreilappige rotgriine Fahne 
an Kreuzstange; mit der andern Hand den Deckel ganz zur 
Seite stossend. Vor dem Grab vier kleiner gebildete Manner, 
zwei in Riistung, Kettenpanzer, Einer von ihnen in biauer 
Riistung auf seinem Schild schlafend mit gezogenem Schwert; 
der Kopf in einem viereckigen Helm; zwei sind ungeriistet, 
einer ganz jung, auch schlafend, der andere, vollbartig, ver- 
wundert den Vorgang betrachtend. 

/. ioj: Init. I? in Deckfarben: Gold, rubrizierte 



Schnallen, biauer Grund; in der Mitte eine stilisierte rotgriine 
Blume, ein griiner Vogel, ein roter Lowe. 

/. 115: Init. E; rote Federzeichnung; die Kontur zum 
Teil nachpunktiert; zwei Vogel in schwarzer Federzeichnung. 

/. //j', Init. N; f. 117, Init. V. 

f. 1 1 j*: Init. V; Deckfarben; Grund blau, innen rot, 
Buchstabe Gold, innen blaue Mandorla mit griinem Grund, 
in die Christus mit Kreuznimbus, in der linken Hand das 
Kreuz, die rechte segnend erhoben, rot hineingezeichnet ist. 

/. 118: Init. E. 

/. 120: Ganze Seite; Deckfarben; roter Rand mit 
Blumenmuster herum. Architektur auf blauen Siiulen mit 
phantastischen Eckturmchen. Goidgrund. Pfingstfest. Die 
zwolf Apostel in bunten Gewandern sitzend, einander zum 
Teil mit ihren breiten Nimben deckend; daruber in einem 
Medaillon, das die Umrahmung durchbricht, mit einem eigenen 
roten Rahmen mit weissem Muster und mit blauem Grund 
die Taube des heiligen Geistes, von der zehn Strahlen nach 
den Hauptern der Apostel ausgehen. 

/. i2o': Init. S; Federzeichnung; auf einer Ranke 
weisse Taube mit Nimbus sitzend (mit Beziehung auf den 
Text: Spiritus domini). 

/. 1 jo 4 : Kreuzigung des heiligen Petrus. Griiner 
Rand, dann breite rote Leiste mit runden blauen und griinen 
Tupfen. Goidgrund. Blaues Kreuz, an das der Heilige mit 
jedem Fuss besonders angenagelt wird; gelbbraunes Kleid, 
Nimbus. Vier Henker, kleiner als er; zwei seine Fiisse, zwei 
seine Hande annagelnd; einer als Greis, die ubrigen jugend- 
lich gebildet. 

/. iji: Init. N; Deckfarben; goldener Buchstabe 
auf blauem und griinem Grund. Innerhalb des Buchstaben 
Hinrichtung des heiligen Paulus (in Beziehung zum Text). 
Der Heilige, kahl mit Vollbart und Nimbus, kniend, wird 
von einem bartlosen jungen Mann in roter weltlicher Tracht 
enthauptet. 

/. 132: Init. S. 

/. ij2 4 : Init. J; ein Vogel darauf sitzend. 

/. ijj: Init. S; oben ein Adler, unten ein Lowe. 

/. 142: Init. U; Init. / darunter; die beiden mit- 
einander lose verbunden. 

/. 142 4 : Init. G; Federzeichnung, daneben auf Goid- 
grund, aber schwarz und rot gezeichnet, die heilige Jungfrau, 
nimbiert, in der rechten Hand eine stilisierte Lilie, die linke 
erhoben. Zu ihren Fiissen eine Frau im Gebet kniend. 
(Text: audi filia et vide et inclina aurem tuam usw.) 

/. 184: Init. J als Anfangsbuchstabe von Johannes; 
griiner Schaft, darin eine menschliche Gestalt in roter, blau 
lavierter Federzeichnung, mit Adlerkopf mit blauem Nimbus. 

f. 20 i l : Init. S; Hund und Lowe; der Hauptschaft 
endet beiderseits in ein Lowenhaupt, aus dem noch Ranken 
hervorquellen, 

Der allgemeine Charakter der Initialen in Feder- 
zeichnung, von denen nur ein geringer Teil agefiihrt ist, 
ist sehr roh und unbeholfen, fast wie Kopien einer ungeubten 
Hand. Die Farben sind schreiend und diinn, das Rot ziegelig, 



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17 



auch unregelmassig aufgetragen; die Tiere ganz dekorativ, in 
einem ^inzigen Fall (f. 168) zur Bildung des Buchstaben 
selbst verwendet. — Die Initiaien in Deckfarben, ahnlich den 
gezeichneten; das Geranke ermangelt des freien Schwunges, 
wie z. B. beim Antiphonal ; das Blattgoid an vieien Stellen 
schadhaft, die Konturen sehr dick, rot oder schwarz, Ausser diesen 
Initiaien sind noch zahlreiche rote vorhanden, die von einer 
blauen einfachen Federzeichnung umrankt sind Qder umgekehrt; 
ausserdem viele einfarbige rote oder blaue Initiaien : sehr ver- 
schieden in der Grosse; einige haben kaum die dreifache Hohe 
gewohnlicher Buchstaben. Die Miniaturen sind ebenfalls sehr 



roh ; Landschaft gar nicht angedeutet; der Schauplatz in Gebauden 
durch Arkaturen oder phantastische Architektur gekennzeichnet. 
Die Haitung der Figuren ist steif und leblos, das Haar in 
langen parallelen Strichen gezeichnet, das Knochengeriist bei 
nackten Leibern angedeutet. Die Faiten lang und spitz, die 
Farbengebung greli und schreiend. Der Nimbus ist ver- 
schiedenfarbig, fehlt manchmal ganz. Die Augen sehr gross 
und mandelformig, der Mund ganz schematisch. 

Literatur: Chroust, Monumcnta palaeographica , 10. Liefe- 
rung, No. 3, 4. 



22 



No. 22. [a IX 12.] Biblia pauperum, lateinisch, 4°, XIV. Jahrh. 

Deutsches m, 228x306, g\ Miniaturen; Minuskcl. Einband; Lederband mit einfacbem gepragtem Linienscbema, doppeltes Rechteck mit 
doppelten Diagonalen. Nach den noch vorhandenen Spuren und LSchern waren fiinf Metallbuckel auf jeder Seite vorhanden. Scbnitt glatt. 
Suddeutsche Arbeit vom Ende des XIV. Jahrh. 



Die Anordnung im allgemeinen folgende : Jede 
Seite zerfallt in zwolf Quadrate oder Rechtecke, vier hori- 
zontale Reihen a drei und wiederholt zweimal das gieiche 
Schema. In der oberen Reihe in der Mitte vier Propheten 
mit Spruchbandern, in den zwei ausseren Feldern Text, in 
der untern Reihe aussen Darstellungen aus dem alten, in der 
Mitte aus dem neuen Testament. Jede Abteilung hat eine 
rubrizierte Uberschrift, desgleichen sind Spruchbander und die 
Namensbezeichnungen rubriziert. Die Uberschriften bestehen 
aus zwei gereimten Zeilen. 

/. /: Oben; Gott Vater als reifer Mann mit Christus- 
typus, in der Hand ein Spruchband (ipsa content caput tuum 
et tu . . .), spricht zu der Schlange und Eva. Gegenuber von 
ihm ein Baum, in dessen Krone sich das Weib, mit einem 
langen weissen Hemd bekleidet, befindet und um dessen 
Stamm sich die Schlange windet. Die Propheten Jeremias, 
Jesaias, David, Ezechiel mit Spruchbandern. 

Darunter Annunciatio domini. Links steht die Jung- 
frau in griinem Mantel mit gefalteten Handen, vor ihr kniet 
der Engel, der Fliigel an der abgewendeten Schulter ziemlich 
verungliickt. Spruchband in der Hand des Engels: Ave gracia 
plena dominus tecum ave ancilla domini. Die Taube fliegt 
auf die Jungfrau zu. 

Rechts. Gideon erhalt das Fell. Gideon in ritter- 
licher Tracht; sein Schild ist mit gekreuzten Binden geziert, 
Helm, Schuppenpanzer, daruber ein langes Gewand, in der 
Linken ein Schwert; mit der Rechten ergreift er das Fell, 
das ihm ein bis zum Oberleib sichtbarer Engel vom Him- 
mel reicht, 

Unten: Links; Moses vor dem brennenden Dorn- 
busch, Gott (gleicher Typus w. o.) im Dornbusch, der griin 
mit schwarzlich ziingelnden Flammen ist; er tragt ein Spruch- 
band: Salve calcamentum de pedibus tuis, terra est . . .; 
Moses, vollbartig, in braunem Gewand, sitzt; er hat schon 
Bd. 11. 



einen Schuh ausgezogen und ist im Begriffe, den zweiten aus- 
zuziehen. Vor dem Dornbusch zwei Schafe. 

Mitte: Vier Propheten: Isaias, Micheas, Abacuch, Daniel. 

Darunter: Nati vitas domini. Links das Dach einer 
Hiitte; darunter iiegt Maria in griinem Kleid auf einer Stroh- 
matte. Daneben ein Korb, der mit Gras gefullt ist, darinnen 
das eingewickelte Kind. Josef rechts zu Fiissen Mariae in 
braunem Rock und spitzer Mutze. Hinten die Kopfe von 
Ochs und Esel sichtbar. 

Rechts: Der Stab Aarons bliiht. Links steht der 
Altar mit mehreren Staben, von denen einer Blatter tragt. 
Vor dem Altar steht Aaron, griingekleidet, mit einer spitzen 
Mutze, in der Hand ein Weihrauchgefass ; hinter ihm mehrere 
Personen. 

/. /' oben: Links: Abner und David. Abner reich 
gekleidet, in langem Mantel mit Krone und Szepter, ihm 
gegenuber der jugendliche David in langem blauem Rock, 
um den ein gelber Mantel geschlungen ist. 

Mitte: Vier Propheten: Ysaias, Daniel, David, Balaam. 

Tres magi. Rechts sitzt Maria und halt das auf ihren 
Knien stehende gelb gekleidete Kind; davor die drei Konige; 
der erste, mit langem Bart, kniet, hat die Krone abgenommen, 
und halt dem Kinde ein goldenes Kastchen hin: dahinter 
stehen die beiden anderen, einer bartig, der andere bartlos, 
beide mit Kronen und Geschenken. 

Rechts: Salomo und die Kbnigin von Saba. Links 
steht die Konigin, in ein langes weisses Gewand gekleidet, 
die Krone auf dem Haupt, ein Kastchen in der Hand; hinter 
ihr eine Dienerin. Gegenuber Salomon mit Krone, Szepter 
und Hermelin, ihr die Hande entgegenstreckend. 

Unten: Links, Darbringung eines Neugeborenen im 
Tempel. Hinter dem weiss bedeckten einfachen Altar steht 
ein Priester in weissem Gewand, vor ihm eine griin gekleidete 
Frau, die ihm einen Knaben reicht. 

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Mitte. David, Micheas, Malachias, Sophonias. 

Purificatio. Die Jungfrau reicht dem Simeon den 
Christusknaben iiber den Altar. 

Rechts. Darbringung Samuels. Eli, griin gekleidet, 
steht hinter dem Altar, davor der kleine Samuel, dahinter, 
rot gekleidet, Hannah, und (nur skizziert) der Vater. 

/. 2 oben: Links. Rebekka schickt Jakob fort. Links 
Esau mit einer Kappe, die Keule auf der Schulter, in der 
Mitte Rebekka; sie spricht mit Jakob, der rechts steht und 
einen Wanderstab in der Hand halt. 

Mitte: David, Osee, Isaias, Jeremias. 

Flucht nach Egypten, Die verlassene Stadt durch 
einen zinnengekronten Torbogen angedeutet. Maria sitzt auf 
dem Esel und halt das Kind in den Armen, davor geht Josef, 
einen Stab, an dem ein Btindel hangt, iiber der Schulter. 

Rechts. Die Tochter Sauls lasst David durch das 
Fenster entrliehen. Ein Gebaude mit einem Fenster, an dem 
eine Frau steht; sie halt einen kurzen dicken Strick, an dessen 
unterem Ende sich David anhiilt; er ist Jung, bartlos, griin- 
gekleidet; rechts klopfen zwei BewarTnete an das Haus. 

Unten. Links, Moses sieht das Volk das goldene 
Kaib anbeten. Moses, vollbartig, mit zwei starken Hbrnern, 
die Gesetzestafeln in den Handen, viei grosser als die iibrigen 
Personeu. Vorn Volk, darunter zwei Leute mit spitzen Miitzen, 
von denen einer als Aaron bezeichnet ist; links, ganz klein, 
das Kalb. 

Mitte. Vier Propheten. Die GOtzenbilder stiirzen zu- 
sammen. Maria sitzt in violettem Kleid, das Kind in den 
Armen haltend. Neben ihr ein Idol auf einer hohen Saule, die 
zerbricht; mehrere Personen beten den Gotzen an. 

Rechts: die Bundeslade im Tempel der Philister. 
Links die Bundeslade, ein gotischer Schrein, rechts ein Tor, 
durch das ein Mann eintritt und die Trtimmer des Tieridols 
auf dem Boden findet. 

/. 2* oben: Links, Saul lasst die Priester toten. Links 
Saul mit Krone und Schwert, rechts ein Krieger, der sein 
Schwert schwingt und einen Priester enthauptet, wahrend 
mehrere bereits enthauptet auf dem Boden liegen. 

Mitte. Vier Propheten. Kindermord in Bethlehem. 
Rechts Herodes mit Krone und Szepter, links zwei Krieger 
mit Schuppenpanzern; der vordere ersticht gerade ein nacktes 
Kind, mehrere Leichen liegen bereits auf dem Boden. 

Links: Athalia lasst die konigliche Nachkommen- 
schaft toten. Rechts die Konigin mit Krone und Szepter, 
links zwei Krieger mit geziickten Schwertern; auf dem Boden 
mehrere Leichen. 

Unten. Links. Der Engel befiehlt David zuriickzu- 
kehren. David mit der Krone kniet (Nunc ascendam in unam 
de civitatibus Juda), rechts iiber einem Baum ein Engel mit 
dem Spruchband: Ascende in Ebron. 

Mitte. Vier Propheten. Riickkehr aus Egypten. Der 
Zug geht nach rechts, wo ein Torbogen ist. Maria mit dem 
Kind auf dem Esel; voran schreitet Josef, auf der Schulter 
einen Stab tragend, an dem ein Gefass hangt. 



Rechts. Jakob kehrt zuriick. Jakob mit spitzer 
Miitze, in der Hand den Wanderstab, hinter ihm mehrere 
Haustiere und eine Gruppe von Menschen. 

y*. j Links : Zug durch das rote Meer. Moses, hinter 
ihm die Juden. Er mit dem Stab und wie noch andere mit 
spitzer Miitze. Das Meer griin, darin die Konturen von Wagen 
und Pferden noch sichtbar. 

Mitte. Vier Propheten. Taufe Christi. Rechts Jo- 
hannes im Kamelhaarmantel, der weiss gegurtet ist. Jesus 
von einer griinen Wasserpyramide bis iiber die Scham be- 
deckt. Uber ihm die Taube und ganz oben Gott Vater 
segnend; links unten ein Engel. Gott halt ein Spruchband: 
Hie est films meus dilectus. 

Rechts. Die Kundschafter mit der Traube. Sie haben 
spitze Miitzen und tragen die grosse bis auf den Boden 
reichende Traube. 

Unten. Links, Linsengericht. Links Esau mit Spruch- 
band: Da mihi de coctione hac, rechts Jakob, sitzend, mit 
Spruchband: Vende mihi primogenituram pro lentula. 

Milte. Vier Propheten. Versuchung Christi. Links 
Christus: non in solo pane vivit homo, rechts Satanas, schwarz, 
mit Klauen, die ut lapides isti panis — — . 

Rechts. Siindenfall. Rechts Adam, nackt mit dem 
Feigenblatt, einen Apfel in der Hand, links Eva, in der Mitte 
der Baum, um dessen Stamm sich die Schlange windet. 

/. J* oben: Links. Abraham und die drei Manner, 
Rechts kniet Abraham unter dem Tore seines Hauses, ihm 
gegeniiber die drei Engel, dicht gedrangt, so dass nur zwei 
Fliigei zu sehen sind. 

Mitte. Vier Propheten. Transfiguration; oberhaib 
eines Hiigels Christus, nur der Oberkorper sichtbar, zu seinen 
Seiten Elias und Moses; unten knien die drei Jiinger. 

Rechts. Die drei Jiinglinge im Feuerofen. Links 
Konig Nebuchadnezar in griinem Mantel mit Szepter und 
Krone, hinter ihm zwei Begleiter mit Schwert und einer Art 
phrygischer Miitze, vor ihm in einem Backofen die drei 
nackten Jiinglinge, hinter denen der Kopf eines viel grosseren 
Engels erscheint, ringsum Flammen. 

Unten. Links. Nathan und David. Links Nathan 
mit Spruchband: Dominus transtulit peccatum tuum non mo- 
rieris; rechts David mit Krone und Szepter; Spruchband: 
Domine peccavi et non sum dignus aspicere celum. 

Mitte: Vier Propheten. Das Mahl im Hause des 
Pharisaers. Reich gedeckte Tafel, dahinter Christus mit 
Spruchband; Symon habeo tibi aliquid dicere; rechts und 
links von ihm je ein Jude mit einer spitzen Miitze, der links 
mit dem Spruchband: Magister die. Vor dem Tisch unten 
kauert Maria Magdalena, griin gekleidet, mit aufgelostem Haar, 
dem Heiland die Fiisse trocknend. 

Rechts: Aaron und Mirjam vom Aussatz befreit. 
Links Moses mit dem Spruchband: ecce salva facta es a 
lepra tua; vor ihm kniet Mirjam, hinter der Aaron und noch 
ein Mann stehen. 

/. 4 oben: Links: Elias erweckt den Sohn der 
Sunamitin. Links Elias, in der Mitte auf einem Stein der 



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19 



kleine Knabe, rechts die Mutter mit dankend erhobenen 
Handen. 

Mitte: Vier Propheten. Suscitatio Lazari. In einem 
Sarg, dessen Deckel abgenommen ist, liegt der ganz in Tiicher 
gehullte Leichnam des Lazarus. Dahinter Christus, um ihn 
mehrere Manner und Frauen, einer mit spitzer Mutze. 

Rechts : Elisaeus erweckt das Kind der Witwe. Links 
die Frau mit aufgehobenen Handen, rechts sitzt der Prophet, 
das nackte Kind im Schoss. 

Unten: Links: David, mit Musik empfangen. Rechts 
David; er tragt mit der Linken das Schwert auf der Schulter, 
in der Rechten das Haupt des Goliath. Links ein Torbogen, 
darunter zwei Manner, von denen der vordere mit einem 
Hammer auf ein Metallinstrument schlagt. 

Mitte: Vier Propheten. Einzug in Jerusalem. Christus 
auf der Eselin, hinter ihm drei Jiinger mit Spruchband: 
Osianna filio dei, rechts ein Knabe auf einem Baum; einer 
breitet ein Tuch auf dem Boden aus. 

Rechts: Elisaeus mit Ehren empfangen. Links eine 
Stadt, davor vier Knaben, die auf den Propheten zeigen, 
der von rechts mit einer segnenden Geberde naht; hinter 
ihm noch ein Mann. 

f. 4* oben: Links: Darius schickt Esdra nach Jeru- 
salem. Links der Konig, jugendlich, mit Krone und einem 
Spruchband: Tu mundabis templum et festa reparabis; vor 
ihm Esdra, auch bartlos, mit einer spitzen griinen Miitze. 

Mitte: Vier Propheten. Christus vertreibt die Handler 
aus dem Tempel. Links ist der Tempel noch teilweise zu 
sehen. Christus schwingt mit der Rechten die Geissel gegen 
einen Handler in kurzem griinem Rock, der unter dem rechten 
Arm und auf der linken Schulter ein Kiistchen tragt. 

Rechts: Judas Machabaeus befiehlt dem Volk, den 
Tempel zu reinigen. Links Judas, ganz geriistet, Schwert an 
der Seite, Spruchband: Templum contra legem pollutum inun- 
date; rechts drei Manner. 

Unten: Links: Abraham und Melchisedek. Links: 
Melchisedek als Geistlicher mit Tonsur, in der Hand einen 
Kelch; rechts Abraham mit Schwert, Lanze und Helm ge- 
riistet; hinter ihm mehrere gleich geriistete Begleiter. 

Mitte: Vier Propheten. Abendmahl. Hinter dem ge- 
deckten Tisch Christus, in dessen Schoss Johannes sein Haupt 
legt, neben ihm sieben Jiinger, alle mit Nimbus. Vor dem Tisch 
Judas ohne Nimbus, empfangt von Christus den Bissen, neben 
ihm noch ein Jiinger mit Nimbus. 

Rechts: Mannaregen. Links: Moses auf den Knien 
betend, vor ihm ein Gefass, in das das Manna von dem 
durch blaue Wolken angedeuteten Himmel in grossen Stiicken 
hereinregnet; rechts lesen Manner Manna auf. 

/. j oben: Links: Ein Bote bringt dem Jakob den 
blutigen Rock Josefs. Links der jugendliche Bote, der einen 
griinen Rock mit grossen Blutflecken halt; Spruchband: vide 
si tunica fili tui sit an non. Rechts: Jakob mit Spruchband: 
Fera pessima devoravit filium meum. 

Mitte: Vier Propheten. Caiphas verschwbrt sich gegen 
Christus. Links drei Juden, von denen der erste (Caiphas) 



ein Spruchband tragt: expedit vobis ut unus moriatur homo; 
gegeniiber noch zwei Juden, der erste mit Spruchband: Quid 
faciamus, quia hie homo multa signa facit. 

Rechts; Ahsalon wiegelt das Volk auf; links die 
Juden, rechts unter einem zinnengekronten Torbogen Absalon 
mit Spruchband: Quis me constituet iudicem nee recte iudicem. 

Unten: Die Briider verkaufen Josef. Links: Gruppe 
der Briider, ganz vorn, klein, Josef, den ein Handler an der 
Hand fasst; hinter dem ersten Handler noch zwei, yon denen 
der erste einen Behalter mit Geldstiicken heriiberreicht. 

Mitte: Vier Propheten. Judas verkauft Christus. 
Links Judas mit Spruchband: Quemcumque osculatus sum; 
rechts drei Juden, der eine tragt eine Geldtasche, in die er greift. 

Rechts: Josef weiter verkauft. Links zwei Handler, 
von denen der vordere Josef am Kopf halt. Gegeniiber zwei 
andere Manner; der erste tragt eine Wage und legt Geld- 
stiicke in die eine Wagschale. 

/. j 4 oben: Links: Joab totet den Amasas. Links 
eine Stadt mit Tor und Tiirmen, davor der junge Amasas, 
den Joab mit der Rechten umarmt und mit der Linken 
mit dem Schwert durchbohrt. 

Mitte: Vier Propheten. Jesus verraten. In der Mitte 
Christus, von dem jetzt bartlosen Judas umarmt, ringsum noch 
sechs Krieger, ganz geriistet. 

Rechts: Triphon nimmt durch List die Manner von 
Juda gefangen. Links vier ganz geriistete Krieger, rechts 
unter einem Torbogen drei Manner, deren ersten der vorderste 
Krieger an der Hand fasst. 

Unten: Links: Die Konigin Jesabel will den Elias 
toten. Links: Die Konigin mit Krone, Spruchband: vivant 
(statt faciant) dii et hec mihi addant, si non posuero animae; 
gegeniiber Elias. 

Mitte: Vier Propheten. Jesus vor Pilatus. Christus 
zwischen zwei Kriegern, hinter ihm ein Jude; rechts sitzt 
Pilatus mit Krone und Szepter auf einem Throne. 

Rechts: Die Babylonier verlangen Daniel vom Konig. 
Links sitzt der Konig, vor ihm steht David, hinter diesem 
zwei geriistete Krieger. 

/. 6 oben: Links: Noahs Trunkenheit. Unter drei- 
teiliger Bogenarchitektur liegt Noah mit entblosstem Unter- 
korper auf einem Kissen; hinten stehen zwei Sonne, einer 
mit verhiilltem Angesicht, vorn bedeckt einer den Vater mit 
einem Mantel. 

Mitte: Vier Propheten. Dornenkronung. Christus 
sitzt in der Mitte. Zwei junge Leute driicken ihm mit zwei 
gekreuzten Staben die Dornenkrone in die Stirn; links unten 
noch ein junger Mann mit Spruchband: Ave rex Judeorum. 

Rechts: Die Kinder verhohnen den Elisaeus. Links 
Elisaeus, hinter ihm ein Hiigel und Baume. Ein Lowenhaupt 
wird sichtbar; rechts mehrere Knaben mit Spruchband: ase- 
cude calve. 

Unten: Links: Opfer Abrahams. Abraham geht, ein 
grosses Messer in der Rechten, in der Linken eine Fackel; 
hinter ihm Isaak als kleiner Knabe, ein Holzbiindel auf 
den Schultern. 



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Mitte: Vier Propheten. Kreuztragung. Christus tragt 
das Ktfeuz, er hat urn den Leib einen Strick, an dem ihn 
ein Krieger fiihrt; herum mehrere Krieger. 

Rechts: Elias und die VVitwe von Sarepta. Links 
Elias mit Spruchband: Verumtamen mihi pulmentum fac; 
rechts die Frau, griin gekleidet, in den Handen zwei kreuz- 
weise gelegte Holzer tragend; Spruchband: Ego colligo 
duo ligna. 

/. 6* oben: Links: Opfer Abrahams. Abraham erhebt 
gerade das Schwert mit der Rechten, wiihrend er mit der 



Felsen, davor Moses, der mit dem Stab daran schlagt; es 
fliesst Wasser, aus dem unten Tiere trinken. Hinter Moses 
Mann, Frau und Kind. 

/. 7: Josef in die Cisterne geworfen. Zwei Briider, 
jugendlich, stecken Josef, der, wie es scheint. gebunden ist, 
in ein Gefass. 

Mitte: Vier Propheten. Grablegung. Quer iiber das 
Bild steht der offene Sarg; Christus in Tiicher gehiillt, wird 
von drei Frauen und drei Mannern, von denen zwei keinen 
Heiligenschein haben, hineingelegt. 



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Fig. 9 zu No. 22, Stift St. Peter, a IX 12, /. 6' unten. 



Linken den auf dem Altar sitzenden Isaak halt: das Schwert 
wird von einem Engel links oben zuriickgehalten. Spruch- 
band: ne extendas. 

Mitte; Vier Propheten. Kreuzigung. Christus am 
Kreuz mit alien Stigmen, links Maria, Johannes und noch 
eine heilige Frau; rechts zwei Krieger und ein Jude. 

Rechts: Die eherne Schlange. Links Moses und 
noch ein Mann, in der Mitte an hoher Stange die Schlange, 
rechts zwei Juden die Hande erhebend, auf dem Boden 
mehrere Leichen. 

Unten (Fig;. 9): Links: Schopfung der Eva. Gott 
Vater w. o.; Adam liegt auf der Seite, aus seiner Seite wachst 
Eva heraus, dahinter der Baum. 

Mitte: Vier Propheten. Christus am Kreuz. Ecclesia 
mit Krone und Szepter reitet auf dem Tetramorph; fangt mit 
der Rechten das aus der Seitenwunde Christi strbmende Blut 
auf; rechts auf einem zusammengebrochenen Esel die Synagoge 
mit verbundenen Augen. 

Rechts: Moses schlagt auf den Felsen. Links der 



Rechts: Jonas vom Fisch verschlungen. In einem 
Kahn mit Segel und Steuer zwei Manner, die Jonas gerade 
iiber Bord werfen. In dem griinen Meer taucht gerade unter 
ihm der griine Behemoth auf. 

Unten: Links: David und Goliath. Goliath ganz 
geriistet mit Schwert und Schild, ist, aus mehreren Kopfwunden 
blutend, zusammengestiirzt. Hinter ihm hebt der kleine David 
das Schwert. 

Mitte: Vier Propheten. Christus in der Vorholle. 
Christus mit der Kreuzfahne steht auf den herausgerissenen 
Flugeln des Hollentores und fasst mit der Linken Adam, der 
mit der gleichfalls nackten Eva aus dem von Flammen er- 
fullten Tor tritt. 

Rechts: Simson reisst dem Lbwen, den er zwischen 
seinen Beinen halt, das Maul auseinander. 

/. 7 oben: Links: Simson tragt die Torfliigel. Links 
die Stadt; der jugendliche Simson geht nach rechts. Er hat 
langes wallendes Haar und triigt die Torfliigel auf der 
linken Schulter. 



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Mitte: Vier Propheten. Resurrectio domini. Christus 
mit der Kreuzfahne sitzt auf dem offenen Grab, vorn schlafen 
zwei ganz klein gebildete, geriistete Krieger. 

Rechts: Jonas von dem Ungeheuer ausgespien. Links 
eine Stadt; Jonas ganz nackt, von dem Ungeheuer, in dessen 
Rachen er noch mit einem Bein steht, ausgespien, klammert 
sich an einen Baum am Ufer an. 

Unten: Links: Ruben und die Bruder. Links Ruben 
mit Spruchband; puer non comparet et ego quo ibo. Neben 
der gefassformigen Cisterne rechts noch vier Bruder, alle jung 
und bartlos. 

Mitte: Vier Propheten. Visitatio sepulcri. Die drei 
Marien mit Salbgefassen am Grabe, in dem ein Engel steht. 
Spruchband: Quem queritis o tres mulieres. 

Rechts: Die Sponsa sucht den Brautigam. Links die 
Braut mit Spruchband; quesivi quem diligit anima mea; rechts 
zwei Krieger in voller Rustung. 

f. 8 oben : Links : Daniel in der Lowengrube. Rechts 
unten Daniel mit zwei kleinen Lowen. Von oben tragt ein 
Engel den Habakuk, der ein Brot halt, herbei. Links oben 
blickt durch eine Art Fenster der Konig, hinter ihm ein Begleiter. 

Mitte: Vier Propheten. Christus erscheint der Magda- 
lena. Links unter Biiumen Christus mit Spruchband: Noli 
me tangere, non enim . . ., rechts kniet Maria Magdalena: 
Domine si tu sustulisti eum. 

Rechts: Die Braut findet den Brautigam. Sie stehen 
unter einer Bogenhalle und halten einander an den Handen. 

Unten: Links: Die Bruder vor Josef. Vier Bruder 
knien, rechts steht Josef in einem Haustor, Spruchband: pax 
vobis nolite timere. 

Mitte: Vier Propheten. Jesus erscheint bei ge- 
schlossenen Tiiren. Ein Haus, dessen Tor mit einem grossen 
Schloss versehen ist. Vorn mehrere Jiinger, in ihrer Mitte 
Jesus mit Spruchband: pax vobis ego sum . . . 

Rechts: Der verlorene Sohn. Unter einem Haustor 
der Vater den Sohn (Knaben) umhalsend. Rechts der 
andere ebenfalls ganz jugendliche Sohn mit Spruchband: ego 
voluntatem tuam. 

/. 8* oben: Links: Der Engel ermutigt Gideon. 
Links der Engel mit Spruchband: Dominus tecum, virorum 
fortissime; rechts Gideon, ganz geriistet. 

Mitte: Vier Propheten. Ostensio vulnerum; rechts 
Christus mit alien Stigmen, links mehrere Apostel, von denen 
der erste (Thomas) kniet und die Finger der rechten Hand 
in die Seitenwunde legt. 

Rechts: Der Ringkampf Jakobs mit dem Engel. Vor 
einem Hause ringt Jakob mit dem gefliigelten Engel. 

Unten: Links: Enoch betend. Von oben aus dem 
Himmel spricht ein Engel zu ihm, rechts ein Bach. 

Mitte: Vier Propheten. Christi Himmelfahrt. Von 
dem empor schwebenden Christus sind nur noch die Fiisse 
sichtbar und der Abdruck seiner Fiisse auf dem kleinen Hiigel, 
auf dem er gestanden war; ringsum neun Apostel, die kniend 
und betend emporblicken. 

Rechts: Himmelfahrt des Elias. Elias, mit Nimbus, 



sitzt in einem Wagen, der von einem nur mehr zum Teil 
sichtbaren Tier (Rind?) steil gegen den Himmel emporgezogen 
wird. Er reicht seinen griinen Mantel dem unten stehenden 
ganz jungen Elisaeus mit Spruchband: peto ut fiat de me 
in specu. (Diese Stelle verweist scheinbar wieder auf Ab- 
schrift von einem missverstandenen Original, wo es richtig 
hiess: fiat duplex in me spiritus.) 

/. 9 oben: Links: Moses auf dem Sinai. Links er- 
scheint aus dem Himmel Gott Vater mit den Gesetztafeln ; 
unter dem Felsen kniet Moses mit Hornern. Links unten 
ganz klein die Juden. 

Mitte: Vier Propheten. Die Herabkunft des heiligen 
Geists. Neun Apostel sitzen ringsum; iiber jedem Haupt eine 
Flamme. Von oben fliegt die nimbierte Taube herab. 

Rechts: Elias entflammt durch sein Gebet sein Opfer. 
Links ein Rind auf einem Scheiterhaufen, davor steht Elias, 
von oben strdmt Feuer herab. Rechts mehrere Manner mit 
Spruchband: consumatum est holocaustum. 

Unten: Salomon und Bethsaba. Beide sitzen auf 
gemeinsamem Thron, beide mit Krone, David auch mit Szepter. 

Mitte: Vier Propheten. Maria wird gekront. Christus 
und Maria auf einem Thron. Christus setzt Maria die Krone 
auf. Links hinten zwei Engel mit Musikinstrumenten. 

Rechts: Ahasver und Esther. Beide mit Krone und 
Szepter auf dem Thron sitzend. 

/. 9' oben: Links: Arche Noah. Oben am Himmel 
Gott mit Spruchband: ponam arcum meum; unten schwimmt 
die Arche, in der drei Kopfe sichtbar sind. Von links fttegt 
die Taube mit dem Zweig heran. 

Mitte: Vier Propheten. Weltbrand. Rechts oben Gott, 
von oben stiirzt Feuer herab, unten fallen alle Gebaude zusammen. 

Rechts: Zerstorung Sodoms. Links die Stadt, auf 
die Feuer herabstromt; es sind mehrere Menschen in ihr 
sichtbar; rechts oben Loth, von zwei Engeln gefLihrt, und 
seine in die Salzsaule verwandelte Frau. 

Unten: Links: Das Urteii Salomons. Links Salomon 
mit Spruchband: afferte mihi gladio; vor ihm zwei Frauen: 
zwischen ihnen ein Mann mit einem Schwert, links vorn 
liegt ein eingewickeltes Kind. 

Mitte: Vier Propheten. Jungstes Gericht. Christus 
in der Mandorla, in den beiden Handen halt er die Schwerter, 
die ihm vom Mund ausgehen. Links und rechts von ihm 
Engel mit den Marterinstrumenten und mit Tuben. Links: 
venite benedicti, rechts: ite maledicti. Unten Auferstehung, 
mehrere Graber, in denen sich kleine nackte Figuren 
aufrichten. Viele Heilige knien am untern Ehde der 
Mandorla, darunter Johannes und Maria. Links unten die 
Paradiesespforte, davor ein Engel, der mehrere Selige em- 
pfangt. Rechts unten der Hollenrachen, davor zwei Teufel, 
die an einem Stricke fiinf nackte Verdammte hineinziehen. 

Rechts: Susanna. Rechts sitzt Daniel, vor ihm Susanna, 

hinter der die zwei Greise stehen. Unausgefiillte Spruchbander. 

Literatur: Heider, Beitragc zur mittelalterlichen Typologie 
aus Bilderhandschriften im Jahrbuch der k. k. Zentral-Komm. z. Erh. u. 
Krf. usw. V, p. 15. Heitz (Schreiber), Biblia paupcrum, Strassburg 1903, 
No. 14, p. 30. 



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23 No 23. [a IX 15.] Biblia pauperum, lateinisch, 4°, XV. Jahrh. 



Deutsches m., 210x269, i6\ Miniaturen; Cursive. Kinband modern; Leincn. Schnitt glatt. 
Suddeutsche Arbeit vom Anfang des XV. Jahrh. (Laut Schreiber nacb 1425) 



Die Blatter in falscher Reihenfolge geheftet. Richtig 
ware: /, 7, <?, J, 2, 15, 14, 9, fo, 16, 4, 5, 6, u, 12, 13. 
Das Blatt mit den Bildern: Dornenkronung und Kreuztragung 
scheint herausgefallen zu sein. Bis auf kleine Unterschiede 
entspricht die Anordnung der von a IX 12. Auch der Text 
ist vollig gleich und die rubrizierten gereimten Uberschriften 
decken sich vollig. Die allgemeine Anordnung ist insofern 
anders, als sich hier auf jeder Seite nur je eine Gruppe von 
drei Darstellungen befindet, in der Mitte die neutestamentarische 
Darstellung, zu beiden Seiten die aus dem alten Testament. 
Uber und unter der Mitteldarstellung je zwei Propheten mit 
Spruchbandern. 

/. /; Gott Vater, in der Krone des Baumes, um 
dessen Stamm sich die Schlange windet. — Verkiindigung; 
der Engel kniet links von Maria, die sich nach ihm urn- 
wendet. — Der Engel spricht von links oben zu Gideon, der 
mit langem Rock und Turban bekleidet ist. 

/. /'; Moses, nimbiert, kniet vor Gott Vater, der in 
der Krone des Baumes sichtbar wird. — Das Mittelbild (Ge- 
burt Christi) ist nicht ausgefiihrt, man sieht nur den Kopf 
der Jungfrau und den des Kindes. — Aaron und mehrere 
Juden betrachten den erbluten Stab. Sehr fliichtig. 

/. 2: Das Bild durch eine Diagonailinie geteilt; 
oben die Juden; unten ein Wagen mit Agyptern im Wasser 
versinkend. — Taufe Christi; das Wasser geht bis zur Scham; 
links der Taufer; rechts ein Engel, der das Gewand halt. — 
Die Kundschafter tragen die grosse Weintraube an einer 
Stange auf ihren Schultern. 

f. 2 1 : Esau und Jakob, unten stehen zwei grosse 
Gefasse an einem offenen Feuer. — Versuchung Christi. 
Satan, Fratze mit aufgestiilpter Nase, ein zweites Gesicht auf 
dem Bauch. — Adam und Eva. 

/. j: Saul lasst die Propheten toten. Der Kdnig 
steht links und erteilt den Befehl; ein Henker enthauptet 
gerade einen der Propheten, wahrend auf dem Boden bereits 
mehrere Kopfe liegen. — Kindermord in Bethlehem. — 
Athalia lasst die konigliche Nachkommenschaft toten. 

/. j': Gott erscheint links oben in einer Wolke und 
befiehlt David nach Hause zuriickzukehren. — Riickkehr aus 
Agypten. — Josef geht voran und fiihrt den Esel, auf dem 
die Jungfrau mit dem Kinde sitzt, hinter sich. — Riickkehr 
Jakobs. Er geht mit einer Geissel zwischen mehreren Haus- 
tieren, Ziegen, Schafen, Rindern usw. 

f. 4': Der Engel kommt von links oben aus Wolken 
und hindert Abraham, den kieinen vor ihm stehenden Isaak 
zu toten. Links hangt der Widder mit den Hornem in den 
Zweigen eines Baumes. — Christus am Kreuz zwischen Maria 
und Johannes. — Die eherne Schlange an einem Kreuz herab- 
hangend, davor steht Moses mit Nimbus. 



/. 4 f : Schopfung der Eva. Adam sitzt zuriickgelehnt 
auf einem Lager, vor ihm Gott mit Christustypus, der in den 
Armen eine kleine Eva wie eine Puppe halt — Christus am 
Kreuz; links Longinus mit spitzer Miitze und der Lanze, rechts 
der Mann mit dem Essigschwamm. — Moses schlagt mit dem 
Stab das Wasser aus dem Felsen; er ist ohne Nimbus; unten 
drei Kopfe von Leuten aus dem Volk. 

/. j: Josef wird von zwei Frauen (!) in die Grube, 
eine Art Fass, gelegt. — Grablegung. Christus in Tiicher 
gehiillt, wird in das Grab gelegt; hinter dem Leichnam in 
der Mitte Maria, rechts von ihr ein junger Mann, links eine 
Frau, beide ohne Nimbus. — Jonas wird aus dem Kahn, in 
dem zwei junge Manner sitzen, herausgestiirzt; von rechts 
unten schwimmt das Ungeheuer heran. 

/. 3': Simson, mit sehr langem Haar, tragt auf den 
Schultern die beiden schon beschlagenen Torflugel. — Christus 
in langem Gewande, mit Kreuzesfahne in der Hand, auf- 
erstehend, neben dem Grabe zwei kleine schlafende Wachter. 
— Jonas von dem Ungeheuer ausgestossen ; es ist nur der 
Kopf des Fisches zu sehen, in dessen offenem Rachen Jonas 
betend steht. 

/. 6: David, ganz jugendiich, in langem wallendem 
Gewand, schlagt dem sitzenden Goliath mit dem Schwert das 
behelmte Haupt ab. — Christus, in der Hand die Fahne, erlbst 
die nackten ersten Menschen aus dem gahnenden Hollen- 
rachen (der wie der Rachen eines Ungeheuers gebildet ist). — 
Simson, mit sehr langem Haar, reisst dem Lowen den Rachen 
auseinander. 

/. 6': Ruben, mit Vollbart, spricht auf zwei der 
Brtider ein. — Zwei heilige -Frauen kommen von links. Am 
offenen Grab steht ein Engel und halt das Lendentuch 
Christi in der Hand. — Die Sponsa und zwei Wachter. Die 
Sponsa spricht mit flehender Gebarde zu den ganz geriisteten 
Kriegern. 

/. 7: Abner vor David. David mit Krone auf dem sehr 
hohen Throne, vor ihm Abner, hinter dem noch mehrere Juden 
stehen. — Maria rechts, mit Krone auf dem Haupt, auf einem 
thronartigen Sitze, auf den Knien das nackte nimbierte Kind; 
davor kniet ein alter Konig ohne Krone, neben ihm stehen 
zwei junge mit Kronen, alle drei mit Geschenken in der 
Hand. — Die Konigin von Saba mit mehreren Dienerinnen 
vor Salomon, der auf hohem Throne sitzt. 

/. 7'; Drei Frauen bringen ihre Kinder im Tempel 
dem Hohenpriester dar, der in einem faltenreichen Gewand 
vor ihnen steht. — Maria, hinter der Josef (jung) steht, reicht 
dem Hohenpriester das nimbierte Kind iiber den Altar. — 
Der kleine Samuel steht vor seiner Mutter; hinter dem Altar 
der Priester und noch zwei Juden. 



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23 
















/". <? (Fig> 10): Rebekka, mit Krone, schickt Jakob 
fort (nach dem Text); sie steht in der Mitte zvvischen zwei 
in lange • Gewander , gehuUten Frauen. Auf /. 2 von a IX 12 
tragt Rebekka eine flache Mtitze, Esau und Jakob tragen 
lange Rocke; vielieicht ist ein ahnliches Bild vom Kopisten 
missverstanden worden. Auch im Text heisst es: et inquit 
statt relinquit. — Flucht nach Agypten; voran geht Josef, in 
der Linken an einer Stange ein Biindel iiber der Schulter 
tragend, mit der Rechten fuhrt er den Esel, auf dem die 
Jungfrau mit dem Kinde 
sitzt. — Sechs vollig be- 
wafTnete Krieger. (Der 
eigentliche Vorgang, die 
Flucht Davids, ist nicht 
dargestellt.) 

f. 8': Moses, mit 
Nimbus, mit den Ge- 
setzestafeln rechts oben. 
Links vier Juden, von 
denen einer das kleine 
goldene Kalb tragt, wah- 
rend die anderen Per- 
sonen es kniend anbeten. 
— Auf einer Saule das 
wie ein kleiner Bar ge- 
staltete Idol, rechts von 
drei Personen angebetet, 
links die Madonna mit 
dem Kind. — Auf dem 
Altar die Bundeslade (wie 
ein Ciborium), von drei 
Personen angebetet, das 
Haus unter gotischen 
Architekturbogen, unten 
in einem Halbkreis die 
Triimmer des Gotzen. 

/. o: Hier sind 
die beiden Textkolonnen 
umgestellt; die Bilder 
aber sind in der nor- 
malen Ordnung geblie- 

ben; ferner ist der KOnig mit Judas und Judas mit rex darius 
bezeichnet. — Links ein Mann in Krone; er spricht mit zwei 
Juden, die vor ihm stehen. Von spaterer Hand nach dem 
dariiber stehenden Text als Judas Machabeus bezeichnet. — 
Christus mit der Geissel verjagt. vier nebeneinander stehende 
Handler aus dem Tempel; von einem funften und sechsten 
noch die Beine sichtbar. — Ein Mann in langem Gewand 
mit einem aufgekrempelten Hut redet mit zwei Mannem, da- 
zwischen ein unbeschriebenes Spruchband. Oben am Rand 
ein nimbierter Kopf mit Flugeln, ein Schweisstuch, eine Ma- 
donna unter einem Rundbogen von anderer Hand. 

/. g 4 : Melchisedek mit einer flachen Kappe, in der 
Hand einen Kelch mit Hostie; vor ihm drei Bewaffnete, von 
denen der erste (Abraham) eine Fahne tragt. — Abendmahl; 



v rtWr fn~£ /V«r*~ . 













Fig. 10 zu No. 23, Stift St. Peter, a IX 15, /. S. 



auf einem Tisch, von dem das Tafeltuch in langen Falten 
herabhangt, verschiedene Speisen und Messer, dahinter steht 
Christus, neben ihm auf jeder Seite zwei Apostel in lebhafter 
Bewegung. — Moses, mit einer turbanartigen Kopfbedeckung, 
mit einem Spruchband, auf dem von spaterer Hand die Worte 
stehen: Mannam vobis dedit deus; ihm gegeniiber mehrere 
Juden, alle stehend und in langen Gewandern. Manna regnet 
in grossen Stiicken herab. 

/. to: Ein Mann mit Spitzbart, mit einem Nimbus, 

spricht mit drei vor ihm 
stehenden Personen in 
langen Gewandern, von 
denen der vorderste eine 
Krone tragt. (Auch dieses 
Bild entspricht nicht dem 
Text, in dem von dem 
Boten die Rede ist, der 
Jakob Josefs blutigen 
Rock bringt. — Kaiphas 
verhandelt mit mehreren 
Juden iiber den Tod 
Christi (iiberall unausge- 
fiillte Spruchbander), — 
Absalon spricht mit zwei 
vorihmstehenden Frauen. 
/ 10*: Der Ver- 
kauf Josefs; in der Mitte 
Josef, nimbiert, in langem 
Gewand, links von ihm 
zwei ebenso gekleidete 
Personen, von denen 
der erste mehrere Mun- 
zen halt, rechts zwei 
junge Manner mit spitzen 
Mutzen. — Judas em- 
pfangt die nebeneinander 
liegenden dreissig Mun- 
zen; vor ihm fiinf junge 
Leute in hohen spitzen 
Mutzen. — Josef wird 
in Agypten verkauft; links 
ein schlanker Mann mit einer Art Turban, auf Josef zeigend; 
rechts ein vollbartiger Mann mit einer Wage, in der Mitte 
Josef, nimbiert, die Hande gefaltet. 

/. //: Daniel in der Lowengrube; links das Dach 
eines gotischen Gebaudes, unter dem der Konig, ganz jugend- 
lich, steht. Rechts sitzt Daniel, mit hoher Mtitze, unten 
mehrere kleine Lowen. — Noli me tangere. Magdalena kniet 
vor Christus, der sie segnet. — Sponsus und Sponsa, er mit 
Krone, in Gesicht und Kleidung ganz weiblich gebildet. 

/. //'; Josef und die Briider; rechts Josef mit rlacher 
Mtitze, links fiinf junge Leute in langen Gewandern. — Jesus 
eschctnt den Jiingern, acht an der Zahl, alle nimbiert, er steht 
in ihrer Mitte mit einem Buch unter dem Arm. — Der ver- 
lorene Sohn. Zwei Manner einander an der Schulter urn- 



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fassend, beide ganz jugendlich; daneben einer mit hoher 
Miitze und einem Becher in der Hand. (Auf diesem Blatt 
sind die Propheten ganz weggelassen, bez. mit ganz leisen, 
kaum sichtbaren Linien vorgezeichnet.) 

f. 12: Der Engel ermahnt den Gideon. Links der 
Engel, rechts Gideon, ganz geriistet, mit kieinem Schild. — 
Thomas kniet vor dem rechts stehenden Christus und legt 
die Hand in dessen Seitenvvunde. — Jakob ringt mit dem Engel. 

/. 12*: Enoch betet; ein Engel schwebt von oben 
herab und fasst sein Haar an. — Christi Himmelfahrt; man 
sieht die Flisse des Emporschwebenden, auch deren Spuren 
auf dem Felsen; links Maria, rechts Johannes. — Eiias, nim- 
biert, bartig, von einem feurigen Wagen entfiihrt; unten kniet 
Elyseus, jung, gleichfalls mit Nimbus. 

/. ij: Gott, aus Wolken herabschwebend, ubergibt 
Moses die Gesetzestafeln. — Pfingsten; fiinf Personen in 
langen Gewandern sitzen zusammen, von oben schwebt die 
Taube herbei; in der Mitte die heilige Jungfrau. — Elias 
fleht das Feuer auf sein Opfer herab; auf dem Altar liegt ein 
Rind, dahinter steht der Prophet, jung, bartlos, in langem Gewand. 

f. ij': David und Bethsaba; sie links, er rechts, 
sitzen einander gegenuber, beide gekront, er mit Szepter. — 
Christus, mit Krone und Nimbus, setzt der Maria, die neben 
ihm sitzt, die Krone auf. — Ahasver und Esther. 

/. 14: Elias links, die Sunamitin rechts, zwischen 
beiden das Kind, das Elias erweckt. — Auferweckung des 
Lazarus; Christus in der Mitte, hinter ihm eine Frau; vor ihm 
steht Lazarus mit geschlossenen Augen, sehr kieinem Kopf, 
in einem langen Hemd. — Links die Witwe, rechts Elisaus, 
ihr Kind, das er auferweckt, auf dem Arm haltend. 

/. 14': David, ganz als Mann, mit der Krone, das 
Haupt des Goliath in der Rechten; vor ihm Saul (?), auch 
gekront, bartlos, hinter diesem eine Frau. — Einzug Christi 
in Jerusalem; Christus auf der Eselin, segnet mit der Rechten; 
rechts ein Baum, auf dem ein Knabe sitzt und einen Zweig 
schwingt; unten breitet ein anderer ein Kieid aus. — Rechts 
Elisaus in langem Kleid, links begriissen ihn zwei Kinder, 
iiber ihnen ein gotisches Gebaude. 

/. 15: Die drei Engel bei Abraham. Links die Engel, 
rechts Abraham, nimbiert. — Christus zwischen Moses und 
Elias. Christus halt ein Buch, die beiden anderen sind etwas 



kleiner, ganz jugendlich und weiblich gebildet,. einer hat 
Nimbus. — Hebraer im Feuerofen. Links unten der Konig 
mit Krone, hinter ihm Kopfe von zwei Begleitern. Rechts 
oben unter gotischer Architektur die Oberkorper der drei 
Junglinge, 

/. ij': Nathan vor David. Beide mit weiblichen 
Gesichtsziigen. — Gastmahl im Hause des Pharisaers. Christus 
am Ende des Tisches, neben ihm noch zwei Personen; vorn 
auf dem Boden liegt Magdalena und trocknet ihm die Fiisse. 
— Moses nimbiert; vor ihm, etwas kleiner, Mirjam und hinter 
ihr, bartlos, mit einer phrygischen Miitze, Aaron. 

/. 16: Joab totet den Abner. Links Joab, mit der 
Linken den gleichfalls bartlosen Abner umarmend und mit 
der Rechten ihn durchbohrend. — Gefangennahme Christi. 
Christus von Judas gekiisst, links ein Knabe mit einer Fackel, 
rechts drei BewarTnete mit spitzen Miitzen. — Die List Triphons. 
Vier und drei vollig geriistete Krieger stehen einander gegen- 
uber; in der Mitte ein unbeschriebenes Spruchband. 

/. 16': Text und Uberschriften ; die Bilder fehlen. 
Oben eine kleine Federzeichnung, Verkundigung ; links in 
einem Quadrat der Engel, rechts unter einem Rundbogen die 
Jungfrau, mit einem Blumengefass neben sich; dazwischen 
fliegt die nimbierte Taube; unter dieser ein Spruchband: ave 
gratia plena, dominus tecum. 

Es handelt sich bei dieser Handschrift auf alle 
Falle um eine Nachzeichnung. Manchmal sind Bild und 
Text gar nicht zusammengehorig; auffallend ist, dass eine 
Anzahi von Personen statt mannlich weiblich erscheinen. — 
Die raannlichen Typen fast vollig gleich mit spitzem 
Bart und langem Haar, so Christus, Moses, Abraham; die 
Propheten, mit Ausnahme der ersten Folien, fast immer 
bartlos und madchenhaft. Die Zeichnungen zeigen eine 
sichere und geiibte Hand. — Die Augen ganz klein und nur 
durch einen Punkt bezeichnet. Die Gestalten ausserordentlich 
lang und schlank. — Manches, besonders Details, absichdich 
skizzenhaft behandelt; im ganzen sind die Vorgange, 
anderen Biblien pauperum gegenuber, vereinfacht. 

Literatur: Heider, im Jahrbuch der Zentral-Kommission zur 
Erh. u. Erf. der Bau- und Kunstdenkm. V, p. 16. — Hcitz (Schreiber), 
Biblia pauperum, Strassburg, 1903, No. 26, p. 32. 



24 No. 24. [a X 1.] Textus sententiarum, lateinisch, kl. Folio, XIII. Jahrh. 



Italienischcs ra., 215x320. /jy; Initialcn; Minuskel. Einband: einfacher Lederband mit aufgeklebtcm Zettel mit dem Titel in einer 
Schrift des XV. oder XVI. Jahrh. 

Italienische Arbeit vom Ende des XI II. Jahrh. 

/. 2: Init. C; einfache Goldinitiale, die nachsten 
Buchstaben abwechseind rot und blau. 
/. j 1 : Init. U; silbern. 
/. 47': Init. C; gold. 
/. 86: Init. D; silbern. 



/. 11 J 1 : Init. S in Gold mit Silberenden. 
Die ubrigen Initialen sind rot oder blau. 
Kapiteluberschriften und andere wichtige Stellen sind 
durch Rubrizierung ausgezeichnet. 



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25 



No. 25. [a X 6.] Vier Evangelien, lateinisch, kl. Polio, XI. Jahrh. 

Deutsches m.; 256X342, 226; Miniaturen, Initialen, Canonesbogen; Minuskel. Einband: Molz, dariiber gepresster roter Samt. 
Deutsche Arbeit vom Anfang des XL Jahrh. Nach Dr. Swarzenskis Mitteilung von gleicher Hand wie eine Handschrift, die fiir 
Heinrich II. (1002 — 1024) gesichert ist, in Bamberg. Vielleicht aus Bamberg. 

/. /; Init. / (Incipiunt capitula evangelii per circu- 
lum anni). Die Zeitbestimmung beginnt immer mit einer 
rubrizierten Initiale. 

/. 17: Init. P; Anfang des Prologus IV evangeliorum. 

/. i8': Init. B; Ende des Prologus. Brief des hei- 
ligen Hieronymus. 

/. 20': Register zum Evang. Matthaei. 

/. 23—23: Leer. 

/. 26 — 34': 
Canonesbogen I — X; 
vier oder drei Bogen, 
zwei oder vier immer 
von einem grosseren 

Bogen zusammenge- 
fasst, auf Saulen in ver- 
schiedenen Farben mit 
korinthisierenden Kapi- 
talen und Basen; die 
Stelle, wo zwei Bogen zu- 
sammenstossen, immer 
durch ein Tiirmchen 
verziert. 

/. 33: Incipit 
prologus secundum Ma- 
th eum. 

f. 36' :Der Evan- 
gelist Matthaus schrei- 
bend (Fig. II). Archi- 
tektur von roten Saulen 
mit Blutenkapitalen ge- 
tragen, auf einem grauen 
welligen Boden mit 
weissen Blumchen ; tiber 
den Saulen ein blau- 
licher Architravbalken, 
der in Stierkopfe aus- 
geht; dariiber ein gelber 
flacher Giebel, hinter 
dem kleine Gebaude 
und Tiirmchen sichtbar 
sind und in dem ein ge- 

flugelter nimbierter Engel in einem Buch liess. Unten der 
Evangelist auf einem Stuhl in Gebaudeform auf einem graven 
Polster sitzend; er ist ganz bartlos, hat schwarzlich graues 
Haar und blickt nach aufwarts gegen den Engel; die nackten 
Fusse ruhen auf einem Schemel; grimes Kleid, weinroter 
Mantel; in der rechten Hand halt er die Feder, die linke 
(mit einem Messer oder einem Lineal) hat er auf das Buch 
gelegt; das Buch liegt auf dem Pult, das aus einem drei- 
fiissigen Stander besteht und oben drei Arme hat, die das 
Pultbrett tragen. 
Bd. 11. 



25 



r 



Fig. 11 zu No. 25, Stift St. Peter, a VIII 26, /. j6' . 



f. 37 : Ganze Seite; Deck farben ; zwischen Silber und 
Goldleiste ein bunter Rahmen mit verschiedenen Mustern. Innen 
Purpurgrund. Initium sci evangelii secundum mattheum. Liber 
generationis. Die Buchstaben entweder rot konturiert oder 
die ganz kleinen ganz golden auf den Purpurgrund gesetzt. 
Besonders gross das Li auf griinem, innen blauem Grund, 
Goldranken, die beiden Buchstaben ganz ineinander ver- 
schlungen; die Spalten des Buchstabenkorpers rot ausgefullt. 

/. 38: Init. C; 
das ziemlich kleine Ini- 
tial in Gold und Silber 
auf Blau; die einzelnen 
Teile des Buchstaben 
durch rote Linien von- 
einander getrennt. 

/. 39: Anbetung 
der Konige. Architek- 
tur von zwei braunen 

Tiirmchen flankiert, 
griiner Giebel mit rot 
und blauen Eckturm- 
chen, Silbergrund. Der 
Boden ein breiter griiner 
Streifen mit roten Blum- 
chen. Die Madonna 
rechts auf einem archi- 
tektonischen Sitze mit 
orangem Polster in 

weissem Kleid mit 
blauem, rot gesaumtem 
Mantel sitzend, halt das 
sehr entwickelte, mit 
einer violetten Tunika 
bekleidete Kind mit 
beiden Handen auf den 
Knien fest; vor ihr die 
drei Konige, alle mit 
Vollbarten (rot, blond, 
blau), mit Lilienkronen, 
beschuht, eng anliegen- 
dem Beinkleid, weiten 
bunten Manteln; sie tragen in Tiichern die Goldschalen mit 
den Geschenken fiir das Kind. 

/. 39': Init. D; Blau, Silber, Gold, Griin, mit roten 
Konturen. 

/. 40': Taufe Christi. Von Tiirmchen flankiert, oben 
flach abgeschlossen. Der Boden mit dem Fiuss durch blau- 
graue, einander zum Teil schneidende Halbkreise mit roten 
Bliiten gebildet; graugruner Grund. Links Johannes, mit 
braunem Mantel bekleidet, Vollbart; die Rechte gegen das 
Haupt Christi erhebend, der nackt, die Scham mit der Linken 

4 




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deckend, ebenfalls bartig, in hellgriinem, bis zu seinen Huften 
reichendem Jordanwasser steht. Auf dem Haupt Christi sitzt 
die violette Taube ink gelben Fliigeln und Nimbus. 

/. 4 i y Init. T; / 42, Init. V; /. 44', Init. E; /. *j, 
Init. P; f y 46, Init. N; /. </7, Init. ^; / 48, Init. j£; /. 48*, 
Init. ^; /. 50', Init. E; /. J2, Init. E; / jj, Init. /; /. jf, 
Init. /; /. s#\ Init. /; /. <5tf, Init. T; /. 6/, Init. /; /. 62, 
Init. F; /. 6 j, Init. j£; /. 64', Init. /; /. 6/, Init. J/. 

/. 69: Einzug in Jerusalem. Halbe Seite, Deckfarben, 
architektonische Umrahmung wie oben. Christus von links, 
in vioiettem Kieid auf der Eselin reitend, hinter ihm zwei 
Junger, einer jung und bartlos, der andere mit grauem Haar 
und Bart; rechts ein Baum, auf den ein Jiingling geklettert 
1st, der mit einem Palmzweig winkt. Unter dem Baum ein 
junger Mann ein graues Gewandstuck . ausbreitend. 

/. 69', Init. E; /. 7/, Init. A; /. 72, Init. T; /. 7 J, 
Init. V: /. 75, Init, H; /. 79, Init. E. 

/. 82: Gefangennahme Christi. Architektur wie oben. 
Brauner Boden mit gelblichen Bliiten, Silbergrund. Links 
Christus mit blaulich schwarzem Haar und Bart in griinem 
Kleid und rotlichem Mantel, hinter ihm ein bartloser Junger. 
Judas umarmt von rechts den Heiland. Daneben ein bart- 
loser Scherge in braunem weltlichen Kleid, die Hand Christi 
fassend. Hinter diesem, so dass nur der vollbartige Kopf 
sichtbar ist, ein Scherge, der auf den daneben stehenden 
Petrus hinweist. Petrus, bartig in gelbbraunem Kieid und 
blauem Mantel, in der Hand das Schwert; mit der andern 
greift er nach dem Kopf des vor ihm niedergeknieten ganz 
jugendlichen Malchus in rotem Rock; hinter ihm noch ein 
Scherge in vioiettem Mantel, in der Hand eine gelbliche Keule. 

/. 84 1 : Architektur ahnlich wie oben. Silbergrund. 
Dornenkronung. Christus in geibem Kleid und vioiettem 
Mantel, barfuss, bartig, auf einem breiten Sitz, rechts und 
links von ihm je ein Scherge, junge Manner, links in vio- 
iettem, rechts in griinem Kleid mit vioiettem Mantel. Beide 
setzen ihm eine Dornenkrone auf, die als breiter roter Streifen 
mit vielen kleinen schwarzen Kreuzen gezeichnet ist. Starre, 
runde, herausqueliende Augen bei alien drei Personen. 

/. 86*: Halbe Seite; Architektur, Silbergrund. Piia- 
tus befiehlt zwei Soldaten, das Grab zu bewachen. Links 
Pilatus, reich gekleidet, auf einem griinen Thron mit Krone 
und Szepter; vor ihm rechts die beiden Soldaten, die auf- 
merksam zuhoren; beide sind mit einer Art phrygischer Miitze, 
Rock und Mantel bekleidet; der eine mit rotem Schild, den 
er auf dem Boden aufstiitzt, und Speer, der andere mit blauem 
Schild und Schwert. 

/. 87: Ganze Seite. Auferstehung. Sehr sorgfaltige 
Architektur, die Saulen mit blauen korinthisierenden Kapitalen 
und Basen; unten breiter rotbrauner Streifen mit Biischeln 
von Blumen. Goldgrund. In der Mitte ein schlankes Ge- 
baude, blau mit griinem Dach; durch die offene Tiire sieht 
man den Goldgrund und darauf zwei griine Tiicher. Links 
auf dem griinen, mit Punkten verzierten Streifen der Engel, 
sitzend, in langem Kleid, geflugelt, mit einer weissen Binde 
urn das Haar, Nimbus: in der Hnken Hand halt er einen 



schwarzen Stab mit einem roten Kreuz am oberen Ende, mit der 
Rechten macht er eine Gebiirde des Schreibens. Von rechts 
kommen zwei Frauen, die erste in ein langes, weinrotes Gewand 
gehullt, in der Linken ein Salbgefass tragend, mit der Rechten 
ein Rauchergefass schwingend. Hinter ihr die zweite in vio- 
iettem Mantel, in der Linken ein Salbgefass. Oben rechts 
und links von dem Dach, ohne eine Andeutung von Land- 
schaft oder Boden, zwei Krieger mit phrygischen Miitzen in 
roten Manteln mit Lanzen und grossen Schiiden. 

/. 87% Init. V; /. 89, Init. M. 

/. 90: Init. D. Hier beginnt das Inhaitsverzeichnis 
des Evangeliums Markus. 

/. 92': Eine phantastische Architektur gleicher Art 
wie oben. Der Architrav, der das Hauptfeld von dem Giebel 
trennt, endet beiderseits in Tierkopfe. Goldgrund. Der Evange- 
list Markus sitzt nach vorn auf einem rosa Architekturglied, 
die nackten Fiisse auf einen violetten Schemel gestellt; gelbes 
Kleid, violetter Mantel, in der Linken eine Schreibtafel, in 
der Rechten die Feder, die er nach dem rechts stehenden 
Tischchen ausstreckt. Das Tischchen besteht aus einem ge- 
kriimmten Fuss, der sich oben in drei Arme teilt, die die 
Platte tragen, auf der zwei Tintenfasser stehen, in denen je 
eine Feder steckt. Der Heilige bartig. Im Giebel Oberleib 
eines geflugelten Lowen mit Buch und Nimbus. 

/. 93: Ganzseitig; sehr feine Umrahmung in buntem 
Muster; abwechselnd in den Ecken punktiert; anschliessend 
Blumenornament. Purpurgrund, der mit kleinen roten Kreisen 
und Kreuzen, sowie mit einem kleinen Goldornament ge- 
mustert ist. Initium (evangelii Jesu Christi fiiii dei), die 
letzten Worte mit roten Konturen auf den Grund gesetzt; 
das / ist besonders hervorgehoben, grosstenteils in Gold und 
Silber ausgefuhrt, die verschiedenen Teile des Buchstabens rot 
ausgefiillt, etwas kleiner die ubrigen Buchstaben des ersten 
Wortes, in Gold, Griin und Blau mit roten Konturlinien ausgefuhrt. 

/. 93 \ Init. E; f. 04* , Init. E; /. 96% Init. E: f. 98, 
Init. E; /. 10 1, Init E; /. ioj', io8 t 109, U2> 114, u6\ Init. E. 

/. 72 j: Init. M; auf griinem Grund, daneben kleiner 

(M)2X\2l. 

/. 124: Ganze Seite; der auferstehende Christus er- 
scheint zwei Jiingern. Silbergrund, sehr breiter, brauner, ge- 
wellter Bodenstreifen mit weissen Blutenbuscheln in einem 
von zwei Saulen flankierten Rahmen. Christus von links in 
griinem Kleid und blauem Mantel, ohne Wundmale, mit 
Kreuznimbus, weist mit der Rechten auf eine aufgerollte griine 
Schriftrolle hin, die er in der Linken halt. Auf der Rolle 
steht: nonne sic opportuit pati und unten XPm. Gegenuber 
von ihm zwei Junger in langem Mantel, nimbiert, bartlos, die 
ihn verwundert ansehen. Der rechte halt in beiden Handen 
ein braunes aufgerolltes Schriftband mit den Worten: tu solum 
peregrinus es in ierusolyma et non cognovisti que facta sunt. 
Der andere halt in der Hand einen roten Kreuzstab. Rechts 
eine Stadt, durch einen Bau in mehreren Stockwerken und 
daruber kleinen Turmchen angedeutet. 

/. 124 1 : Remben .... besonders hervorgehoben die 
Init. R y Gold und Silber auf Blau und Griin, die Spalten rot. 



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/. 12 j: Init. Z. 

/. 129; Architektur so wie bei den andern Evange- 
listenbildern. Goldgrund. Der Evangelist Lukas init schon 
gepflegtem Haupt- und Barthaar auf einem roten Sitz mit 
buntem Polster in gelbem Kleid und blauen Mantel; in der 
Linken halt er eine Schreibtafel mit rotem Rand. Mit der 
Rechten greift er mit einer natiirlichen Bewegung iiber seinen 
Leib zum Tintenfass, das auf einem ahnlichen Tischchen steht 
wie auf f. 92*. Im Giebel Brustbild des Stiers mit P'liigeln, 
Nimbus und Buch. 

/. ijo: Reiche ornamentale Umrahmung. Purpur- 
grund mit schonem Bliitenmuster. Quoniam. Init. Q sehr 



weissen Bltiten zu einem kleinen Hiigel ansteigt, aus dem ein 
dreiteiliger Stamm herauswachst; jeder Ast teiit sich noch 
einmal und tragt eine violette Bliitenkrone. Auch zwischen 
den einander umarmenden Frauen noch ein kleines Gestrauch. 
/. 134: Geburt Christi (Fig. 12); Goldgrund. Josef 
und Maria sitzen zu beiden Seiten auf thronartigen Sitzen. 
Josef mit violettem Mantel und gelbem Kleid, den linken 
Ellbogen in die rechte Hand gestiitzt und das Gesicht in 
der linken Hand verborgen; rechts Maria in blauem Kleid, 
ebenso sitzend; zwischen beiden liegt auf einem bunten Lager 
das eingewickelte Kind. Auf dieses blickt der Esel, von 
dem nur der Kopf sichtbar ist, wahrend der Ochs vorn 




Fig. 12 zu No. 25, Stift St. Peter, a VIII 26, /. /jy. 



gross, in den ftinf Farben ausgefiihrt, die anderen Buchstaben 
kleiner, aber in gleicher Art. Quidem multi conati sunt, 
direkt in Gold auf den Grund gestellt. 

/ ijo: Init. F. 

f. ij2: Halbe Seite; Verkiindigung. Architektur; 
Silbergrund. Links der Engel mit grossen Fliigeln, rechts 
Maria, kleiner als er, in gelbem Kleid und blauem Mantel, 
sichtbaren, beschuhten Fiissen, mit aufgehobenen Hiinden die 
Rede des Engels anhorend. Init. E. 

f. ijj: Halbe Seite; Heimsuchung. Architektur; Silber- 
grund. In der Mitte die beiden Frauen; Elisabeth mit Silber- 
nimbus, rotem Mantel, links, die heilige Jungfrau mit Gold- 
nimbus, blauem Mantel, rechts. Auf beiden Seiten Landschaft 
angedeutet durch einen stilisierten Strauch, der mit griin und 



zwischen Josef und Maria auf dem Boden liegt. Oben aus 
dem Himmel, der durch blaue Wolken mit rotem Saum an- 
gedeutet ist, schweben vier Engel herab in verschiedenfarbigen 
Gewandern und dergl. Fliigeln. Von jedem Engel ist immer 
nur ein Fliigel zu sehen. 

/. IJ4*: Init. /: 

/. ijj: Verkiindigung an die Hirten. Architektur; 
Goldgrund. Links zwei Hirten, davon einer mit blondem 
Vollbart, eine Keule in der Hand, der andere bartlos, beide 
in grosser Bewegung nach oben blickend, wo aus dem Himmel 
(wie /. IJ4) vier bunt gekleidete Engel mit je einem bunten 
Fliigel bis zum Oberkorper sichtbar sind. Zwischen den 
Hirten eine gelbe, eine blaue, eine braune Ziege. Braun- 
roter Bodenstreifen, dahinter griine Biische, in der Mitte ein 



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Hiigel mit Blumen, von denen die Ziegen fressen. Der Hiigel 
ist von einem Baum (wie f. 133) gekrbnt. 

/. 135*1 Darstellung im Tempel. Architektur; Gold- 
grund. Die heilige Jungfrau in blauem Mantel in der Mitte; 
sie halt das Kind auf den Handen und gibt es dem voll- 
bartigen Hohenpriester mit Siibernimbus und rotem Mantel, 
der aus der geoffneten Tiir des Tempels herausgetreten ist. 
H inter Maria eine braun gekleidete Frau, die zwei Tauben tragt. 

/. 136, Init. E; /. 137, Init A; /. 13c), Init. /; 
/ 141*, Init. E; f. I45\ Init. C; f. 151, Init. C; f. 132% 
Init. F; /. 156% Init. C; f. 160', Init. A; /. 162', Init. E; 
/. 164, Init. B: /. 1 66', Init. If; /. i6g ', Init. A; /. 172, 
Init. E; f. 174', Init. A: f. 176, Init. A. 

f. 178': Christus auf dem VVeg zur Kreuzigung. 
Architektur; Silbergrund. In der Mitte Christus, bartig, nur 
mit einem weinroten Schurz bekleidet, rechts neben ihm ein 
Krieger mit Schild und Lanze, neben ihm ein anderer, bart- 
los, mit grtinem Haar, der Christus die Hande bindet. Von 
links bringt ein bartloser Krieger das Kreuz, Gold mit blauem 
Rand, herbei; links, viel kleiner als alle andern Personen, ein 
Mann und eine Frau, mit ausgestreckten Handen dem Vor- 
gang foigend. 

/. 181': Christus erscheint den Jtingern in Emaus. 
Silbergrund. Von rechts Christus mit Kreuzstab, ohne Wund- 
male, die Rechte gegen die von links kommenden Jiinger 
ausgestreckt; der eine mit schwarzem, der andere mit braunem 
Haupt- und Barthaar. In den Handen Schalen. Bodenstreifen 
mit Bliiten. 

/. 184': Incipit prologus in ev. Joh. 

/. 187 1 : Architektur w. o. Die Saulen sind ohne 
Basen, aber mit sehr reichen Kapitalen. Goldgrund. Johannes 
als Greis, bartig, schreibt seitlich gewendet und nach oben 
blickend; oben der Adler mit biauen Fliigeln und Buch. 

/. 188: Buntes Rankenornament. Purpurgrund mit 
Bliiten und Kreismuster. In prin . . . Init. / sehr gross, rot 
und gold, die ubrigen Buchstaben kleiner in diesen Farben 
und blau. . . . cipio erat verbum in Gold auf dem Grund. 

/. 190, Init. E; f. 792, Init. P; /. 192', Init. V; 
f. 193, Init. H; /. 196', Init. P; /. 199', Init. P; f. 202', 
Init. D; /. 206, Init. A; f. 209 s , Init. P. 

f. 21 j 1 : Fusswaschung. Halbe Seite; Silbergrund. 
Innerhalb der iiblichen Architektur ein rotes Rechteck mit 
Goldgrund, in dem sich die Hauptgruppe befindet. Petrus in 
sitzender Haltung ohne Andeutung eines Sitzes, Christus kniet 
vor ihm, um seinen rechten Fuss aus einem kleinen Ge- 
fass zu waschen. Ringsum elf Apostel sitzend und den ganzen 
Raum austiillend. Sie sind in verschiedenfarbigen Kleidern, 
schurzen sich gerade oder befassen sich sonst mit ihren 
Fiissen; alle barfuss. 

/. 212: Init. A. 

/. 214': Ausgiessung des heiligen Geistes. Halbe 
Seite; Goldgrund. Auf gelben Stufen sitzen zwolf Apostel 
mit Nimben; alle bunt gekleidet, teils mit Barten, teils bartlos; 
Haupt- und Barthaar in den verschiedensten Farben. Von 



oben her zwolf dicke rote Strahlen, die zum Haupt jedes 
Apostels ftihren. Der Himmel ist durch stark gewellte und 
ausgezackte blaue, griine, rote Streifen gebildet. 

/. 217 1 , Init. H; f. 220, Init A. 

f. 222': Ganze Seite; Architektur, Goldgrund. Kreuz- 
abnahme. Das Kreuz, mit starken griinen Konturen, golden, 
mit griinem Suppedaneum, Inschrifttafel. Die rote Leiter 
quer iiber das Bild gelegt, auf ihr zwei Manner, einer in kurzem 
braunem Gewand, schwarzem Haar, ohne Nimbus, die linke 
Hand Christi haltend, einer in langem Gewand mit Nimbus 
den Leib Christi mit beiden Armen auffangend. Christus nur 
mit blauem Schurz bekleidet, mit Stigmen, die Augen gc- 
schlossen; das Haupt und der rechte Arm hangen herunter. 
Links Maria in blauem Kleid, hinaufblickend, ein gelbes Tuch 
in beiden Handen haltend. Rechts Johannes, bartig, audi 
hinaufblickend, mit einem biauen Tuch. Um das untere 
Ende des Kreuzes ringelt sich eine bunte Schlange. 

/. 224: Halbe Seite. Silbergrund. Christus und 
Thomas. Christus in blauem Mantel mit alien Stigmen, die 
rechte Brust entblosst, die der kniende Thomas beruhrt. 
Bartig, Nimbus. Kleiner griiner Hiigel mit Blumen. 

/. 226': Von anderer Schrift Aufzahlung der Privi- 
legien von St. Peter in einer Hand aus der ersten Halfte 
des XII. Jahrh. 

Die Miniaturen sehr sorgfiiltig ausgefuhrt. Die Figuren 
sehr lang und schmal, ebenso einzelne Details, Hande, Fiisse; 
besonders Hande, die greifen oder auf etwas zeigen. Starke 
Bewegungen; die Bewegung manchmal sehr gliicklich aus- 
gedriickt; so zweimal bei Evangelisten, die iiber ihren Leib 
hinweggreifen. Die Szenen sind alle so angeordnet, dass sie 
innerhalb einer phantastischen Architektur vor sich gehen. 
Jedes Bild von je zwei Tiirmchen flank iert, zwischen den 
beiden erhebt sich ein verschieden gebildeter Giebelaufbau. 
Der Grund, auf dem die Figuren stehen, ist ein mehr oder 
weniger breiter Bodenstreifen, in dem sich kleine stilisierte 
Blumenbuschel befinden. An einigen Stellen ist der Versuch 
gemacht, Landschaft darzustellen. Kleine griine Hiigel, am 
weitesten gegangen bei der Verkiindigung. 

Die Augen sind starr und herausquellend, bei nackten 
Kbrpern die Rippen angedeutet, auch tritt dann die Schlank- 
heit besonders hervor. Die Darstellung der Baulichkeiten ist 
die iibliche. 

Besonders fein sind die vier Evangelistenbilder aus- 
gefuhrt, die auch ornamental besonders reich und sorgsam 
behandelt sind. Die Saulen mit sehr reichen Kapitalen ge- 
schmuckt, darauf ein Architrav, der in Tierkopfen endet; dar- 
iiber ein Giebel mit Zinnen, in dem sich das betrerTende 
Evangelistensymbol befindet. 

Die grossen seitenfiillenden Evangelienanfange auf 
Purpurgrund sehr sorgfiiltig. Die Buchstaben in Gold und 
Silber; die Liicken mit Blau und Griin ausgefiilit, die Spalten 
im Buchstabenkorper mit Rot. Die kleineren Initialen sind 
ziemlich einfach, rote Konturen, der Kbrper hat mehrere 
Farben; kein besonderer Grund 



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No. 26. [a X 7.] S. Bernhardi Opus in canticis canticorum, gross 4°, lateinisch, XV. Jahrh. 

m., 245x347i I 79\ Initialen, Randleisten; Miniaturcn; Cursive. Kinband: gepresster Lederband mit einfachem Linienschema; 
Spuren einstigen Metallbeschlags ; aufgeklebter Zettel mit dem Titel in einer Schrift des XVI. Jahrh. 
Osterreichische, vielleicht Salzburger Arbeit aus der 1. Halfte des XV. Jahrh. 

f. 1: Init. Q blau, mit roten Federstrichen ausgefiillt das Haupt Gottes sichtbar, von dem aus die Taube in einem 

und umgeben; Init. A rot mit blauen Ornamenten. Lichtstreif auf den Heiligen zufliegt. Init. U in pracht- 

/. // (Flgf. 13): Links oben in der Ecke aufGoldgrund vollem Blau auf Goldgrund, der ein eingestanztes Muster 

in Deckfarben sehr sorgfaltig ausgefiihrt der heilige Bernhard, zeigt. Von dem Init. U aus geht eine Zierranke urn die 



26 






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Fig. 13 zu No. 26, Stift St. Peter, a X 7, /. //. 



in einem gotischen Chorgestuhl sitzend; vor ihm kniet ein 
gekronter Mann in Purpurmantel mit einem offenen Buch; 
hinter ihm, zum Teil kniend, zum Teil stehend, Geistliche 
verschiedenen Ranges: Kardinal, Bischof und mehrere Monche; 
ganz hinten auch Laien. Rechts oben ist in blauem Gewolk 



ganze Seite. Schlanke Blattranken in Griin, Blau, Gold usw.; 
sie laufen in breite Blatter aus, die zum Teil wie Gesichts- 
masken behandelt sind. 

/. 178: Expliciunt sermones beati Bernhardi Abbatis 
Claravallensis super canticis canticorum. 



No. 27. [a XI 3.] Missale, fol., lateinisch, erste Halfte des XV. Jahrh. 



27 



Deutsches m., 273x397, 2oj\ Initialen und Miniaturen; 
Salzburger Arbeit aus dem Stift St. Peter, nach f. 178 im 

f. 1: Init. H; der Stamm in violetter Farbe, Ge- 
sichter und Gliedmassen hineingezeichnet, auf blauem Grund 
mit Goldornament; herum Goldrand. — Oben und links freie 
Ranken, griiner Zweig mit verschiedenfarbigen Blattern; eines 
davon wie eine Gesichtsmaske gebildet. 

/. 2': Init. D; Deckfarben, Gold auf Blau mit zartem 
weissem Ornament. Am Rande wieder eine griine Ranke, 
die in eine Anzahl bunter Blatter auslauft. 

/. 5: Init. L; Blau auf Gold, griiner Rand; Ranke 
griin, in zwei menschliche Kopfe ausgehend. 



Minuskel ; Samtband mit gepresstcn Ornamenten. 
Jahre 1432 (3. August) geschrieben. 

f. 7: Init. P; Blau, eine Schlange mit einer Katze 
kampfend; griine Ranke mit bunten Blattern und Masken. 

/. ij': Mehrere kampfende Tiere auf Purpur mit 
Goldornament; Ranke w. o. 

/. 6f : Init. B; Blau; aus lauter Drachen und halb 
mensch-, halb afienartigen Wesen gebildet, innen Goldgrund, 
aussen Purpurrand. Grosse Ranken. 

/. 75: Init. S; zwei kampfende Kinder (?), Blau; 
purpurroter Grund. Aussen Goldrand. 

/. 89 beginnen Noten. 



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3° 



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/. 114': Grosse Minia- 
tur uber die ganze Seite 
(T. III). In der Mitte auf 
Goldgrund, der ein gestanz- 
tes Ornament zeigt, Christus 
am Kreuz, nackt, mit einem 
durcbscheinenden Schurz be- 
kleidet, Dornenkrone, drei 
Nagel, geschlossene Augen. 
Links die Madonna, die 
Hande zum Gebet gefaltet, 
rechts Johannes, jugendlich, 
in rotem Kleid mit hell- 
griinem Mantel, ein Buch 
in Handen. Am Rande be- 
finden sich zwei sehr reiche, 
kraftige Ornamentranken, ziemlich naturalistisch gebildet. Zwolf 
Medaillons, audi alle auf Goldgrund. In den Ecken die vier 
Evangelistensymbole mit Spruchbandern: links oben Adler, 
rechts Engel, links unten Lowe, rechts Stier. Oben in der 
Mitte der heilige Petrus, gewohnlicher Typus, Schliissel, Spruch- 
band. Unten in der Mitte der heilige Paulus, mit Kahlkopf 
und langem spitzen Bart, das Schwert in der Hand. Links 
durch Namen und Spruchband gekennzeichnet Isaias, Jeremias, 
Hiob; rechts David, Salomon, Zacharias; auf dem Spruchband 
immer cine auf die Heilslehre beziigliche Weissagung. 

/. 7/5: Init. T (Fig. 14); Blau mit Rankenwerk auf 
Purpurgrund. Zwei Goldriinder in verschiedenen Mustern; urn 
die ganze Seite Ranken mit jenen Gesichtsmasken. 



Fig. 14 zu No. 27, Stift St. Peter, 
a XI 3, /. uj. 



/. 130: Init. S; Violett ; zwei ringende Manner oder 
menschenahnliche Wesen; auf Goldgrund, blauer Rand, Ranke 
wie oben. 

/. ij2'r Init. S; Blau; drei Engel in der Mitte, die 
gemeinsam aus einem Buch lesen, Goldgrund, violetter Rand. 
Ranke w. o. 

/. 133: Init. T; Violett: drei Mause oder Maulwiirfe. 
Goldgrund. Ranke w. o. 

/. 165' : Init. R; Purpur auf Gold mit blauem Rand. 
Die Ranken beginnen immer griin, etwa wie ein Stengel, und 
laufen in blattartige Verbreiterungen aus, von denen einige 
wie Gesichtsmasken aussehen. 

/. 191: Init. S; Blau; wieder durch ein Tier ge- 
bildet, Goldgrund, bunter Rand. Ranken, die in Bluten 
ausgehen. 

Von den Initialen in Deckfarben ist nur eine Anzahl 
besonders charakteristischer erwahnt; bei ihrer Bildung spielen 
Tierleiber eine besondere Rolle. Diese Tiere sind ganz 
phantastisch behandelt, ein oder mehrere Gliedmassen sind 
in beliebiger Weise ausgedehnt, urn den ganzen Raum des 
Buchstabens auszufullen. Ferner finden sich noch sehr viele 
Initialen in teii weise sehr sorgfaltiger Federzeichnung; rot oder 
blau, das Innere, auch der Aussenrand, mit zierlichen Orna- 
menten in der entsprechenden andern Farbe ausgefullt. Auch 
Griin und Schwarz wird in verschiedenen Kombinationen 
herangezogen. 

Litcratur: J. Neuwirth in Sitzungsberichtcn der Wiener Aka- 
dcmie; hist.-phil. Klasse, 113. Janitschek, Geschichtc der deutschen 
Malerei, pag. 298. Missale Romanum, Vindobonae, 1862. 



28 No. 28. [a XI 4.] Augustinus de civitate dei. (In ultima pagina continet brevem tractatum de 

coloribus pro picturis librorum etc.) Polio, lateinisch, XII. Jahrh. 

Deutsches m., 300X396, 241; Initialen; Minuskel; gepresster Lederband. Muster mit Blumenornamenten. 
Siiddeutsche, vielleicht Salzburger Arbeit aus der Mitte des XII. Jahrh. 



/. /'.* Init. G; Riemenwerk; der Grund besteht aus 
blauen und griinen Kreisen, dazwischen gelb; der Buchstabe 
selbst ist in roter Federzeichnung ausgefuhrt und durch einen 
Drachen mit mehrfach geringeltem Schweif gebildet. 

/. //: Init S; aus sehr kompliziertem Riemen- und 
Rankenwerk bestehend, einfaclie Schnallen; schwarze Feder- 
zeichnung. 

/. 20: Init. /; Ranken nach oben und unten in je 
einen Drachenkopf ausgehend; schwarze Bleistiftzeichnung 
(scheint spater eingefligt zu sein). 

/. 29 1 : Init. D; schwarze Federzeichnung, reiches 
Rankenwerk w. o. 

/. jS': Init. (^; Bleistiftzeichnung, spater eingefligt, 
der untere Teil durch einen Drachenleib gebildet. 

/. 4S: Init. Q; Federzeichnung, der untere Schaft 
ein langer Drache, dessen Hals mit einer Schnur am Buch- 
staben befestigt ist. 

/. jj': Init. D; Federzeichnunir. 



/. 62: Init. N; Federzeichnung, schwarz und rot. 

/. 7/ : Init. E; schwarze Federzeichnung ohne Grund, 
nur aus Rankenwerk zusammengesetzt. 

/. J/': Init. O; w. o. 

/. 89 1 : Init. E: besonders gross, Riemenwerk, Schnallen, 
aus dem blau und roten Grund ausgespart, schwarze Konturen. 

/. yq 1 : Init. A; schwarze Federzeichnung ohne Grund. 

/. 107', Init. E, w. o.; /. it6' } Init. D, w. o. 

/. 127: Init. D: schwarze Federzeichnung, die Spalten 
schwarz ausgefullt, sonst kein Grund. 

/. 139: Init. P; in ganz abweichender Weise aus- 
gefuhrt, der Korper ist rot, mit einem weissen Ornament aus- 
gefullt; alles iibrige besteht aus abwechselnd griinen und gelben 
Blattern ; die griinen energisch eingerollt, die gelben mit roten 
Konturen, zart gerippt, den ganzen Grund ausfiillend. 

/. 134 : Init. P; gross, ganz in roter Federzeichnung, 
ohne Grund; die Ranken gehen in krautartige Blatter iiber, 
die Schnallen sind mit einem netzformigen Muster bedeckt. 



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Tat. Ill 




SALZni/RGKR ARHKIT VON 1452. MISSALF,. 

Tlbl IOI HI'.K M> sUKIS ST. PKH.K, ((){). ., XI .{, /. nr.i 



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/ i66': Init. D; der Korper ist rot, mit weissem 
Zickzackmuster, das Innere mit griinen und gelben Blattern 
wie /. ijo. 

f. 184*: Init. Q; rote Federzeichnung; der untere 
Teil durch einen Drachenleib gebildet. 

/. 196': Init. D; der Schaft rot mit weissem Muster; 
der Bauch weiss mit einer grossen roten Spalte mit einer 
Schnalle mit einem roten Netz; das Innere wie f. ijg. 

f. 212: Init. C ; roter Stamm mit weissem Zickzack- 
linienmuster, sonst wie /. ijo. 

f. 224: Init. S; sehr gross, sehr reiche weisse 
Ranken, ausgespart aus dem teils blauen, teils violetten Grund. 
Die Ranken enden teilweise in blattartige Erweiterungen. 

/. 241: Hi sunt omnes colores, quibus utimur in 
picturis librorum atque murorum, laqueariorum et lignorum, 
qui verniso firmanda sunt, ne assidua tractatione manuum 
violentur, vel deleantur, ut sunt tabulae et cruces atque scu- 
tellae et cetera ornamenta. Lazur grecum, cinobrium viride 



ex cupro, cerosa, minium, sinopide, lac, auripicmentum, carmin, 
oger, prunrot, niger color, qui sumitur de caldariis. Hi omnes 
colores inducantur libris depingendis, temperatis autem claro 
et vitello vel gummi cerasi, quod gu(m)mi debet mollificari 
in aqua per integram noctem, et in crastinum, cum bene 
liquefactum fuerit, colatur per nitidum pannum, et sic misceatur 
coloribus, vel etiam, cum liquefactum fuerit in aqua vel vino, 
tunc coquatur cum eodem vino in olla, non in patella, et 
sinatur aliquamdiu ebullire et despumetur; caveatur tamen, 
nequid gummi cum spuma exeat. Cum vero gummi coctum 
et liquefactum fuerit ad instar aquae, nihil coagulationis habens, 
refrigeretur, et uteretur eo in coloribus. Durat enim in annum, 
si bene servatur, vires non perdens. Quidquid enim ex hoc 
glutine in libris pingitur, firmum erit. In laquearibus et in 
muris non valet, quia humidae naturae est. 

Litcratur: Giinthner, Gesch. d. literar. Anstalten in Bayern. 
Miinchen 1810, I, 398f. Westenrieder, Bcitrage VI. 



No. 29. [a XII 4.] Hrabanus Maurus, De laudibus sanctae cruris, Folio, lateinisch, Ende des 
XV. Jahrh. 

m., 350X482, p. &2\ Miniaturen (Bildcrgedichtc) ; Minuskel; gcpresstcr Lederband mit reicbcm Muster, Metallschliessen. 

Osterreichische Kopie tines nicht bezeichenbaren Originals, beendet am 28. J anner 1481; der Wiener Codex 911, eine Kopie des 
IX. Jahrh., stammt aus Salzburg und stimmt mit diescr Handschrift in der Anordnung iiberein. (Eingeklebt ein Zettel: Ex Bibliotheca antiqua nova 
Monasterii ad sanctum Petrum Salisburgi O. S. Bencdicti ab anno 1767 in alium ordinem redacta.) 



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pag. 2: Griechisches Alphabet mit den beigeschriebe- 
nen Namen, den entsprechenden lateinischen Buchstaben und 
dem Zahlenwert der einzelnen Lettern. 

P a S' 3 : VVidmung an Hatto (abgedruckt bei Schlosser 
pag. 24, Anm. 1); darunter eine „Nota de Hrabano huius libri 
compositore" nach Vincentius, Speculum doctrinale 1. XVIII, c. 59. 

pag. 6: Kbnig Ludvvig mit Schild und Kreuz (vgl. 
Schlosser, Fig. 9). 

pag. o: In regelmassigen Abstanden sind innerhalb 
des Textes Buchstaben durch rote Farbe besonders hervor- 
gehoben und bilden, separat gelesen, die Worte: Magnentinus 
Hrabanus Maurus hoc opus fecit. 

pag. 10: Christus mit ausgestreckten Armen ohne An- 
deutung des Kreuzes (vgl. Schlosser, T. I). 

pag. 72: Kreuz mit O an jedem Ende und im Zen- 
trum (vgl. Schlosser, 14). 

pag. 14: Die Worte crux salus (vgl. Schlosser, 15). 

pag. 16: Die vier Seraphim und Cherubim (vgl. 
Schlosser, 1 2). 

pag. 18: Vier Quadrate (vgl. Schlosser, 16). 

pag. 20: Vier kreuzformig angeordnete Polygone 
(vgl. Schlosser, 17). 

pag. 22: Vier Kreise (vgl. Schlosser, 18). 

pag. 24: Zwolffach geteilte Figur (vgl. Schlosser, 19). 

pag. 26: Vier kreuzformig gelegte Sechsecke (vgl. 
Schlosser, 20). 

pag. 28: Ftinf regelmassige Gruppen von je 1 4 Buch- 
staben (vgl. Schlosser, 21). 



pag. jo: Ftinf kreuzformig geordnete Quadrate (vgl. 
Schlosser, 22). 

pag. J2: Die griechischen Buchstaben von Adam 
(vgl. Schlosser, 23). 

pag. J4: Vier Kreuze (vgl. Schlosser, 24). 

P a S- 3^'- Die mystische Zahl 5231 (v. Schlosser 25). 

pag. .j8: Die Evangelistensymbole, in der Mitte das 
nimbierte Lamm (vgl. Schlosser, 13). 

pag. 40: Ein Kreuz aus Rosetten gebildet (vgl. 
Schlosser, 26). 

pag. 42: Ein Kreuz aus acht Achtecken (vgl. 
Schlosser, 27). 

pag. 44: Vier Gruppen von je zehn Buchstaben 
(vgl. Schlosser 28). 

pag. 46; Fiinf X (vgl. Schlosser, 29). 

pag. 48: Vier Lamdas (vgl. Schlosser, 30). 

pag. 50: Die mystische Zahl 72 (vgl. Schlosser, 31). 

pag. J2: Das Monogramm Christi (vgl. Schlosser, 32). 

pag. J4: Die mystische Zahl 24 (vgl. Schlosser, 33). 

P a £- 56: Die mystische Zahl 144 (vgl. Schlosser, 34). 

pag. 58: Alleluja und Amen (vgl. Schlosser, 35). 

pag. 60: Das Kreuz vom Autor angebetet (vgl. 
Schlosser 36). 

Literatur: Julius von Schlosser, Eine Fuldaer Miniaturhand- 
schrift der k. k. Hofbibliothck in Jahrbuch der Kunstsammlungen des 
Allerh. Kaiscrhauses XIU, p. 24. — Im Verzeichnis bei Clemen, Studien 
zur Gesch. der karol. Kunst, I, im Repcrtorium fdr Kunstwissenschaft XIII, 
p. 124 ff., fehlt diesc Handschrift. 



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Bibliothck dcs Stifts St. Peter. 



30 No. 30. [a XII 7.] Antiphonar, lateinisch, Folio, XII. Jahrh. 

Deutsches m., 298x418, /. S46; Miniaturcn, Initialen; karolingische Minuskel (nach Chroust drei Hande: A pag. 3 — 163, B 168 
bis 470, 479—80, 663 — 798, 817 — 839, C 471—478, 481—661, 802—816). Einband: Holzdeckel rait SchweinslederUberzug. Vorderseite: ge- 
presstes Linienschema, dreifacbes Rechteck mil dreifachen Diagonalen. 

Salzburger Arbeit aus St. Peter von der Mitte des XII. Jahrh. (Cber die Datierung 1064 bei Lind a. a. O. siehe Chroust a. a. ( ). 
Nach Dr. Swarzenskis Mitteilung Salzburger Arbeit bald nach der Mitte des XII. Jahrh., vielleicht unter Erzbischof Eberhard 1 147— 64.) In ciner 
Schrifl des XV. Jahrh. im Codex angegeben: Anno partus virginei m° hie liber se scriptum esse refert. 

pag. 19: Init. S. 

pag. 20: Init. D; zwei symmetrisch angeordnete Vogel. 

pag. 23: Init. D (Fig. J 5); zwei ineinander ver- 
schlungene Kreise, rot auf teils griinem, teils blauem Grund. 
Symmetr. Vogel- und Drachenpaar; oben und unten je ein 
Lowe. — Init. / und S einfacher gebildet. 

Auf den folgenden Pag. sind die Initialen nur rubri- 
ziert bis 

pag. 29: Init. P; w. o. 

pag. 30: Init. P; symmetrische Drachen. 

pag. 31: Init M; zwei Vogel und zwei Drachen. 

pag. J2: Init. E; die Enden der Ranken sind sehr 
sorgfiiltig behandelt. 

peg. 3S : Init. E. 

pag. 36: Init. Q; symmetrische Drachen. 

pag. J7, Init. V; pag. 39, Init. Q: pag. 40, Init. L; 
ein Drache und ein VogeL 

pag. 42 , Init. E: pag. 43, Init. C; pag. 44: Init. S; 
pag. 43, Init. E: unten ein Lowe. 

pag. 46, Init. O: pag. 47, Init. D; pag. 4$, Init. O, 
O: pag. 49, Init. E; pag. 30, Init. D; ein Vogel. 

pag. 31: Init. L; ein Fuchs oder Hund; Init. D. 

pag. 32: Init. C y C: ein Drachen. 

pag. 33: Init. H; oben unci unten je ein symme- 
trisches Vogelpaar. 

pag. 36, Init. D; pag. 63, Init. A'; pag. 69, Init. A'. 

pag. 71: Init. S; zwei Baren; Init. E; zwei Drachen, 
ein Hase, ein Lowe. 

pag. 72: Init. D: vier Vogel; am untern Rand der 
Pag. eine schwarze Federzeichnung eines liegenden Drachen. 

P a 8> 77 y I mt - Of P a g- $ J > I mt - X? Drache, Vogel, 
Hase, Hund. Der Hund schnappt nach dem Hasen, sonst 
besteht zwischen den Tieren kein Zusammenhang. 

pag. S3, Init. C r ; pag, 84, Init. P; ein Drache. 

pag. 87: Init. E, D: zwei Vogel, in der Mitte eine 
Art Satyrkopf mit herausgestreckter Zunge. 

pag. 88, Init. D; pag. 91: Init. O: vier paarweise 
symmetrische Vogel. 

pag. 92, Init. D; ein Lowe; pag. 96, Init. P; pag. 9J> 
Init. A: ein Vogel (im allgemeinen sind die ausseren Teile 
des Grundes blau, die inneren griin). 

pag. 98, Init. P; pag. 99, Init. M; zwei Paare von 
Vogeln; die einzelnen Teile des Buchstabens hier wie auch 
sonst durch breite Schnallen mit Punkten, die Nieten oder 
Nagelkopfen ahnlich sind, verbunden. 

pag. 100: Init. D; zwei Drachen. 

pag. 102: Init. /; um den Schaft ringelt sich ein 
Drache. 




Fig. 15 zu No. 30, Stift St. Peter, a XII 7, pag. 2j. 

pag. 3: In princ(ipio); besonders das / hervor- 
gehoben. Oben Christus mit Kreuznimbus, segnend, zwei 
Vogel links und rechts. Darunter zwei Engel mit Lanzen, 
einen Teufel hinabstossend. Zu unterst weist ein Prophet mit 
erhobener Hand nach oben. Lowen und Vogel innerhalb 
der verschlungenen Ranken. Federzeichnung in Rot und 
Schwarz. Christus und der Prophet auf griinem, alles iibrige 
auf blauem Grund. 

pag. 6: Init. A T : Federzeichnung rot, die Ranken 
enden blau, der Grund griin. 

pag. 9: Abraham (Prophet?); Federzeichnung schwarz 
und rot mit Spruchband: ne legas in diebus illis. (Dies ist 
der Titel des Absatzes; am Rand von spiiterer Hand rubriziert: 
Titulus non legitur). — Trinitate, rot, blau auf griinem Grund. 

pag. 11: Init. F; Rot auf Griin. 

pag. 12: Init. N. 

pag. 13: Init. A. 

pag. 13: Init. F; sehr ahnlich dem auf pag. 11, nur 
ist unten ein Drache. 

pag. 16: Init. A; zwei Vogel. 

pag. 17: Init. D. 

pag. 18: Init. F; noch reicher als oben, ausser dem 
Drachen noch zwei Vogel. 



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Taf. IV. 




SAL/BURGER ARBEIT TM DIK MITTK DKS XII. JAHRH.: ANTIPHONAR 

HiBiiorm.K hi > suns si. n ikk. cod. a xu :, />>■ !.;•■..; 



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Taf. V. 




SALZHURGKR ARIiKJT I'M DIK MITTK DES XII. JAHRH.: AXTII'HOXAR. 

.lur.i.ivi m.K ms mitts si. imtt.r, con. a \n 7, /.^. 1 ••.;.. 



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Ribliothck des Stifts St. Peter. 



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pag. ioj, Init. (): flag- fo6, Init. S; pag. ioy, 
Init /, zwei Drachen, einer nach oben, der andere nach 
unten sich um den Schaft ringelnd. 

pag. m: Init. P>, zwei Vogel. 

pag. 112: Init. F t ein Vogel. 

pag, 114: Init. P. 

pag. 1 13: Init. /*, im Mittelquerbalken ein Hase, 
unten ein Hund, der nach ihm jagt. 

pag. 117: Init. V, ein Vogel; Init. O. 

pag. 118: Init. D; pag. 120: Init. E: pag. 121: 
Init. H; pag. 132: Init. V, ein Lowe. 

pag. 130: Beginn des Kalendars. 

Jedes Blatt enthalt eine dreiteilige romanische Bogen- 
architektur mit phantastischen Blumenakroterien; die aussersten 
Stiitzen bilden die Umrahmung fiir das ganze Blatt. Im ersten 
Bogen das Kalendarium, im zweiten je zwei Heilige. — 
1 9 jahriger Cyklus, Tagesbuchstaben, romischer Kalender, Feste, 
dann rubriziert kalendarische Bemerkungen; die Tagesbuch- 
staben in Silber, Gold und Blau-, die wichtigsten Feste in 
Silber. In der Mitte des Blattes ein Medaillon mit einem 
Sternbild des Tierkreises. Unter den beiden Heiligen ein Vers, 
darunter eine Bemerkung liber die Anzahl der Tage des 
Sonnen- und Mondmonats. Die drei Bogen und das Medaillon 
haben blauen Grund, manchmal blau und grim, darauf in Gold 
und Deckfarben mit roten Konturen die Darstellung. 

pag. IJO: Januar Sea Agnes Virgo, s. Paul us apostol , Wassermann. 

Pag. 1 31 : Februar Sea Maria Virgo, s. Matthias ap M Fische. 

Pag. IS2: Miirz S. Gregorius papa, s. Be ned ictus abbas, VVidder. 

pag. 1 3 3 : April S. Marcus cv., s. Gcorgius Martyr, Stier. 

pag. 1 54: Mai S. Philippus ap., s. Jacobus ap., Zwillinge. 

pag. IJS : J u "i S. Petrus ap., s. Johannes Bap., Krebs. 

pag. 136: Juli Sea Maria Magdalena, s. Jacobus ap., Lowe. 

pag. 137: August S. Laurentius Martyr, s. Bartholom.ap., Jungfrau. 

pag. 138: September S. MatthaeusAp., s.Rodbertus papa (?) Wage. 

pag. I3ty: Oktober S. Dyonisius Mart., s. Amandus p., Skorpion. 

pag. 160: November S. Martinus Ep., s. Andreas ap., Schiitze. 

pag. 161: Dezembcr S Thomas, s. Johannes ev., Stcinbock. 

pag. 162: Reich umrahmte chronologische Berech- 
nung fur den 532Jahrigen Cyklus, beginnt 1064. 

pag. 163: Noch eine Kalenderberechnung. 

pag: n66: Dedikation (T» IV) Goldgrund, bunter 
Rahmen. Oben heiliger Petrus, sitzend, mit niedriger Mitra 
und Pallium, in der Rechten den Schlussel, in der Linken ein 
Buch haltend. Zu beiden Seiten heilige Biscliofe (Rupertus und 
Amandus, letzteres wahrscheinlicher als Wolfgang oder Virgil), 
Krummstabe und einfache Aurifrisia an den Mitren. Unten, 
kleiner, kniet ein Abt, den Krummstab in der Linken, in der 
Rechten das Antiphonal; an der Seite zwei griingekleidete 
Diakonen. Der Grund, auf dem die Personen stehen, ist ein 
roter gewellter Streifen mit blauen Blumen. 

pag. 16 7 : Init. A iiber die ganze Seite (T» V*); 
viereckiger, am obern Rand ausgebauchter Rahmen, Gold und 
dazwischen Blau und Rot, Purpurgrund im iiussern Raum. 
Innerhalb des aussern Rahmens (A)d te levavi auf blau- 
griinem Grund. Im A sitzt der heilige Gregor, eine nim- 
Bd. 11. 



bierte Taube fliegt zu seinem Ohr. Auf dem Pergament- 
grund links David nimbiert, spielt Harfe, rechts eine andere 
nimbierte Figur mit einer Querstange mit Glocklein, an die 
sie schliigt. Die Goldranken des A enthalten noch zwei 
symmetrisch angeordnete Tauben. 

pag. 168: Von hier an sind die Neumen eingezeichnet. 

pag. 169, Init. P: pag. ijo, Init. D; pag. 77/, Init. E; 
pag. IJ2, Init. R; pag. 173, Init. P. 

pag. 1 j 4: Init. V, in der Mitte eine Taube. 

pag. IJ3> Init. B; pag. 17 j> Init. T; pag. 178. Init. H; 
pag. 779, Init. £), G; pag. 180, Init. L. 

pag. 182: Geburt Christi. Deckfarben, Goldgrund. 
Aussenrand Blattwerk in verschiedenen Farben, blau, violett, 
griin, rot; die Jungfrau auf einem Ruhelager, das in Gold 
und Blau gemustert ist; blaues Unter-, rotes Obergewand. 
Neben ihr sitzt aufgestiitzt und nachdenklich der heilige Josef; 
dariiber eine dreifache romanische Bogenarchitektur, auf der 
das Kind liegt, in ein blauliches, rot verschnurtes Tuch ge- 
wickelt; Kopf von Ochs und Esel blicken dahin. Links 
Wolkenstreifen in mehreren Farben, rechts zwei Engel herab- 
schwebend; unten zwei Hirten, die der Verkundigung lauschen; 
unter ihnen Ziegen und Lammer; ganz unten unter einem 
wellig abgegrenzten Bogen baden zwei Frauen das Kind. 

pag. 183. Init. H; pag. 184, Init. P iiber die ganze 
Seite. Der aussere Rahmen wieder ein Blumenmuster in ver- 
schiedenen Farben, Purpurgrund in helleren und dunkleren 
Quadraten quadriert. (P)uer natus est nobis. Init. P mit 
eigenem blauem und teilweise griinem Grund. 

pag. 183: Steinigung des heiligen Stefan. Feder- 
zeichnung, rot und schwarz. Dreifacher roter Linienrahmen, 
dann ein breiter griiner Streifen, in der Mitte ein blaues 
Rechteck. Der Heilige kniet in der Mitte, von mehreren 
Steinen getroffen und aus mehreren Wunden blutend. Uber 
ihm ist ein griiner Randstreifen, in dem Christus segnend er- 
scheint. Links ein Mann init einer spitzen Mutze und ein 
Krieger, der auf einigen Kleidungsstiicken steht. Rechts eine 
Volksmenge, darunter auch ein Mann mit einer spitzen Mutze. 

pag. 187, Init. E; pag. /88, Init. £. 

pag. 189: Federzeichnung, halbe Seite; Tod des 
heiligen Johannes Evangelista, rot und schwarz; Grund wieder 
blau und griin. 

pag. T92: Kindermord zu Bethlehem; Federzeich- 
nung, rot und schwarz; Grund w. o.; Init. E. 

pag. 193, Init. D; pag. 196, Init. V. 

pag. 198: Deckfarben, Goldgrund; buntes Rand- 
muster; Doppelbild. Unter einer zweifachen Architektur Ma- 
donna mit dem Kinde, davor die drei Konige mit Geschenken 
in offenen Schusseln, zwei mit spitzer Kopfbedeckung, einer 
mit einer Art Mauerkrone. Unten Taufe Christi im Jordan; 
ohne Schurz, der Jordan kegelformig bis zu den Schultern 
Christi aufsteigend, darinnen vier Fische. Links von ihm 
steht Johannes in einem bunten Mantel, die Taube fliegt 
direkt von oben herab. Der Engel mit einem bunten Tuch 
von rechts oben; links Jiinger und Volk. 

pag. 199: Init. E: in Deckfarben, Gold und Blau; 



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Bibiiothek dcs Stifts St. Peter. 



Ranken ofifnen sich zu phantastischen Blumen. (E)cce mit 
gelbem Grand. 

pag. 200 , Init. /; pag. 202, Init. O, S; pag. 204, 
Init. L; pag. 203, Init. /; pag. 206, Init. Af; pag. 207, Init. Z,, 
O; pag. 209, Init. A; pag. 210, Init. V; pag. 2ii % Init. A, A; 
pag. 2 J J, Init. R. 

pag. 212; Halbe untere Seite, Deckfarben, Darstellung 
im Tempel. Umrahmung grim unci blau, Goldgrund. Der 
Tempel durch einen romanischen Bogen mit Zinnen dargestellt, 
darunter der Altar. Durch den Bogen reicht Maria Christus 
dem Priester, links Hannah, rechts Josef mit Tauben in 
einem Tuch. 

pag. 21 3; Init. S(uscepimus deum) w. o.; oben in Gold 
zwei grosse Vogel. 

pag. 216: Init. cV, ein Vogel, ein Drache. 

pag. 218: Init./, zvveiineinanderverschlungene Drachen. 

pag. 219: Init. S, I. 

pag. 220: Oben Federzeichnung. Randl. in Rot und 
Schwarz; Verkiindigung, links der Engel, rechts die Jungfrau 
unter einem Bogen, Init. R. 

pag. 22i y Init. E, Vogel: pag. 223, Init. E; pag. 22s, 
Init. E. 

pag. 22 7 : Init. E; nur in roter Federzeichnung ohne 
Grand, sonst in der Art der iibrigen Initialen in Federzeichnung. 

pag. 228, Init. Af; pag. 2jo, Init. D; pag. 231 } Init. A f 
oben ein Vogel. 

pag. 2J2, Init. /; pag. 235, Init. S; pag. 236, Init. D; 
pag- 237: Init. R; pag. 239, Init. C; pag. 241, Init. D; 
pag. 243, Init /, O; pag. 243, Init. R; pag. 246, Init. R; 
pag. 24J, Init. T, ein Vogel; pag. 248, Init. A r , zwei Vogel; 
pag. 249, Init. D; pag. 231, Init. E; pag. 232, Init. L; pag. 234, 
Init. L y zwei Vogel; pag. 236, Init. /; pag. 237, Init. E; pag. 238, 
Init. E: pag. 239, Init. S: pag. 261, Init. F; pag. 262, Init. \\ 
ein Vogel. 

pag. 264: Init. L(etare Jerusalem); Aussenrand Gold, 
dann Blumenmuster in vier Farben. Der Goldkorper des 
Buchstaben enthalt einen Vogel, einen Hasen, einen Baren 
und einen sehr grossen Drachen, ausserdem einen Menschen, 
der in naturlicherStellung sitzt, mit weissem, ausgespartemGesicht. 

pag. 266, Init. D; pag. 267, Init. E y ein symme- 
trisches Vogelpaar; pag. 269, Init. D; pag. 27/, Init. L; 
pag. 272, Init. Af; pag. 274, Init. S; pag. 273, Init. /, vier 
Vogel; pag. 278, Init. Af y zwei Vogel; pag. 279, Init. E; 
pag. 281, Init. L; pag. 282 t Init. O; pag. 284, Init. Af. 

pag. 286: Palmsonntag. Halbe Seite, Federzeich- 
nung. Gemusterter Rand in Rot und Schwarz, zweiteiliger 
romanischer Bogen mit blauem Grand ; hinter den Aposteln 
griiner Grand. Christus reitet auf der Eselin; Menschen 
breiten Tiicher vor ihm aus; einer ist auf einen Baum ge- 
klettert und winkt mit einem Palmzweig. 

pag. 287, Init. Q C; pag. 288 , Init. C; pag. 289, 
Init. A % G; pag. 290, Init. D } zwei syrnmetrische Vogel; 
pag. 293 , Init. /; pag. 293 f Init. A r , drei Vogel; pag. 296, 
Init. /: pag. 298 ', halbe Seite, Federzeichnung, Fusswaschung; 
pag. 299, Init. D. 



pag. 300: Kreuzigung (Fig> J 6); die Umstehenden 
kleiner als Christus. Dieser hat Kreuznimbus, keine Dornen- 
krone. Links Maria und Ecclesia, das stromende Blut mit 
einem Becher auffangend; rechts Synagoge, das Kopftuch 
iiber die Augen gezogen und mit der Linken ein Joch 
haltend und Johannes, ein Buch in der Hand. Oben Sonne 
(mannliche Figur), Mond (weiblich) weinend. Init. D. 

pag. 302, Init. P; pag. 304, Init. C: pag. 303, Init. C; 
pag. 308, Init. V, zwei Vogel. 

pag. 3 to: Christus in der Vorholle; er hat in der 
Linken eine lange Fahne, iiber der zwei Engel schweben. 
Die Pforten der Holle stiirzen mit herausgerissenen Schlossern 
und Riegeln herab Unter einem mit Zinnen gekronten Bogen 
Adam und Eva in Flammen, nackt, viel grosser als die 
iibrigen in den Flammen befindlichen Personen. Init. C. 

pag. 31 t : Init. .V, rote Federzeichnung ohne Grand. 

pag. 3/2: Init. P. 

pag. 314: Ganzseitig, Deckfarben, Goldgrund. Oben 
die Marien am Grabe; unten Christus und die Jiinger 
in Emaus. 

pag. 313: Resurrexi; Deckfarben, Goldgrund. 

P a 8- J J 7> I™*- A' pag. 319, Init. A y zwei Vogel, 
unten ein Drache. 

pag. 321: Init. V; zwei Drachen und zwei Vogel, 
symmetrisch angeordnet. 

pag. 322, Init. V t zwei Vogel; pag. 324, Init. E: 
P<*g- J25> Init- E: p<*g> 3*7> In it. Q; pag. 328 t Init. Af, zwei 
syrnmetrische Vogel; pag. 329, Init. /; pag. 331 , Init. C; 
pag- 332, Init. V; pag. 333, Init. S, P; pag. 336, Init. P; 
pag- 337> Init. E. 

pag. 338: Kreuzauffindung. Die heilige Helena und 
Kaiser Konstantin halten das mit Aufschrift und Suppedaneum 
versehene Kreuz. Federzeichnung, ohne Hintergrund. 

pag- 340, Init. C, .V; pag. 34/, Init. E: pag. 342 y 
Init. D t Vy ein Vogel. 

pag. 343: Christi Himmelfahrt; grun-blauer Grand. 
Christus steht ganz in der Mandorla, die von vier Engeln 
getragen ist; unten Maria und die Apostel. Die Mandorla 
hat einen separaten griinen und blauen Grand. Feder- 
zeichnung. 

pag. 344: Viri Galilei; Deckfarben; jeder Buchstabe 
in Gold auf grun-rotem Grund; in der Init. V ein grosser Vogel. 
Die nachsten Buchstaben kleiner und jeder fiir sich allein 
ohne Grund. 

pag. 343: Init. Ey zwei Vogel, Init. S. 

pag. 348: Deckfarben, Goldgrund. Ausgiessung des 
heiligen Geistes. 

pag. 349: Spirilus domini. Deckfarben. Goldrand, 
Blumenumrahmung, Purpurmuster, blauer Grand. Der Buch- 
stabenkorper golden, im Innern zum Teil griin und mit blauen 
und roten Bliiten. 

pag. 33 1 y Init. C; pag. 332, Init. A f zwei syrnme- 
trische Vogel; pag. 33 3, Init. D. 

pag. 334: Init. S % Ry oben ein Vdgel, unten ein Lowe. 

pag. 333: Init. Ky zwei syrnmetrische Vogel. 



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Bibliolhek des Stifts St. Peter. 



35 



pag- S56, Init. E y S zwei Vogel; pag. 357, Init. I; 
pag> 3S#> Init. 5, ein Vogel. 

/^. J59: Init. L y ein Vogel; unten am Rand Feder- 
zeichnung: Verkiindigung der Geburt des Johannes. 

pag. 360: Init. A T ; zwei Vogel. 

pag- 3& 1 •' Federzeichnung; Zacharias gibt seinem 
Sohn den Namen Johannes; unten Init. D, zwei Vogel. 

pag. 364: Init. D, der obere Schaft (d) durch einen 
Drachen gebildet. 

pag. 366: Halbseitiges Bild, Deckfarben, Goldgrund; 
bunter Rahmen. Kreuzi- 
gung des heiligen Petrus. 
Init. N y zwei Drachen und 
zwei Vogel; die Leiter, die 
am Kreuz lehnt, ist in 
den Goldgrund eingeritzt. 

pag. 368: Feder- 
zeichnung,Enthauptungdes 
heiligen Paulus. 

pag. Sty* Init - *> 
zwei Vogel; pag. 370, 
Init. /., S; pag. 371, 
Init. L, ein Vogel, Init. L, S. 

pag. 372: Init. 
.V, /: rote Federzeichnung, 
sehr klein. 

pag- 373, Init. /, 
T; pag. 374, Init. D. 

pag. 376: Marter 
des heiligen Laurentius ; ge- 
musterter Rahmen, griiner 
Streifen , blauer Grund. 
Init. E. zwei Vogel. 

pag- 377- Init. /; 
aus lauter Rechtecken ge- 
bildet, in jedem Rechteck 
ein Vogel. 

pag- 378: Init. O, zwei symmetrische Vogel; Init I), 
zwei Hunde oder Fiichse. 

Pag- 379: Deckfarben, Goldgrund, blumiger Rahmen; 
oben der Tod Mariae; Christus halt sie. Unten noch inner- 
halb des Rahmens \ r ultum tuum etc. Unten Purpur-, oben 
Goldgrund. 

pag. 380: Init. P. 

pag^ 3S1: Init. Z, S t I, mehrere Vogel. 

pag. 382: Init. /, rote Federzeichnung; Init. C, Drache, 
zwei Vogel; Init. .V. 

Pag- 3^3- Federzeichnung, rotschwarzer Rahmen, 
griiner Bodenstreifen, blauer Grund. Wurzel Jesse, unten 
Halbfigur, wohl nicht Abraham, eher Jesse, dann Moses, 
Aaron, oben zwei Konige (David und Salomon), dazwischen 
eine gekrbnte weibliche Gestalt, Maria? — Init. G. 

pag. 384: Init. A, Drache; Init. G. 

pag- 385: Init. /; der Korper des Buchstaben von 
zwei langen ineinander verschlungenen Drachenleibern ge- 




Fig. 16 zu No. 30, Stift St. Peter a XII 7, pag. joo. 



bildet. Dann drei ubereinander stehende Buchstaben mit ge- 
meinsamem blauen Hintergrund. Init. A r , S, L. 

pag. 386: Federzeichnung; der Erzengel Michael totet 
mit Hilfe von zwei andern Engeln den Drachen. 
pag. 387: Init. B y ein Vogel. 

pag. 388: Init. S, S, /, letzteres setzt sich nach oben 
fort; herum schlingen sich die beiden S; unten noch ein I 
in roter Federzeichnung. 

pag. 389: Init. My oben und unten je zwei sym- 
metrische Vogel, in der Mitte noch ein einzelner; 

Init. Ty zwei Vogel. 

pag. 390: Feder- 
zeichnung. Allerheiligen. 
Grosser rechteckiger Rah- 
men mit einer Ausbauch- 
ung oben, in der sich 
die Taube befindet. In 
der Mitte Mandorla mit 
Christus, der auf dem Regen- 
bogen sitzt. Die Mandorla 
von vier Engeln gehalten 
unter einem Rundbogen. 
Blauer und griiner Hinter- 
grund. Etwa dreissig Hei- 
lige, die Kopfe sind sorg- 
faltig behandelt. Die Hei- 
ligen haben nicht siimtlich 
Attribute, es sind aber 
mehrere Klassen zu unter- 
scheiden. — Init. G. 

P«g- 39 1 •' In it. /, 
nach oben in ein C\ nach 
unten in ein () ubergehend. 

Unten Federzeichnung; 
Tod des heiligen Martin; 
ein Engel nimmt seine 
Seele in Empfang. 
pag. 392: Init. Sy ein kleiner Lowe. 
pag. 393: Init. Dy ein Lowe und ein Vogel; Init. 7, 
Federzeichnung; Init. D } zwei symmetrische Vogel. 

pag. 394: Tod des heiligen Andreas, Federzeich- 
nung; der Erdboden besteht aus abwechselnd roten und 
schwarzen Schollen; Init. M. 

pag. 393: Federzeichnung, der Traum Jakobs. 
pag. 396y Init. T; pag. 397, Init. /?, ein Lowe. 
pag. 399 , Init. D; pag. 400 ', Init. F % ein Vogel, 
Init. R; pag. 40 /, Init. Dy die ineinander geringelten Schweife 
gehen in das Geranke des Buchstaben iiber. 

pag. 40 2 y Init. E; pag. 40 3 y Init. I); pag. 404 , Init O y 
zwei symmetrische Vogel, unten zwei liegende symmetrische 
Hunde; pag. 406 , Init. D; pag. 407 , Init. Dy im Buchstaben 
ein Vogel, einer darauf sitzend. 

pag. 4o8y Init. R; pag. 409, Init. P; pag. 410, Init. /, 
darauf ein Vogel, Init. M; pag. 4/1, Init. /; pag. 41 2 , Init. E y 
ein Vogel; pag. 41 J, Init. L, V, ein Vogel; f>ag. 414, Init. Dy 



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Bibliothek dcs Stifts St. Peter. 



ein Vogel; pag. 416, Init. S, O, I> auf letzterem ein Vogel 
mit einem Zvveig im Schnabel. 

pag. 418, Init. S; pag. 419, Init. D. 

pag. 428: Von hier an beginnen ausser den ganz 
roten Initialen in Federzeichnung auch solche in Blau. 

pag. 439, Init. G y E; pag. 440, Init. D t H. 

pag. 441: Init. /, der ganze Buchstabe von einem 
Stamm, auf dem ein Vogel sitzt, gebildet. Init. L. 

pag. 442, Init. F; pag. 443, Init. C, C; pag. 444, 
Init. Z, auf dem Bauch ein Vogel; pag. 44 j, Init. P; pag. 446, 
Init. A y G y ein Vogel; pag. 447 y Init. L; pag. 448, Init. V y 
ein Vogel, Init. /, zwei Vogel, Init. H; pag. 449, Init. S, 
zwei Vogel, Init. S; pag. 430, Init. B; pag. 431, Init. *S", P; 
P°g- 45 2 y Init. S, zwei Vogel; pag. 43 3 y Init. L y L; pag. 434, 
Init. C: pag. 433, Init. S 9 G; pag. 436, Init. X; pag. 437, 
Init. Q; pag. 438, Init. M y O y zwei symmetrische Vogel. 

pag. 439: Init. S f der ganze Buchstaben von einem 
Drachen gebildet, auf dessen Riicken ein Vogel sitzt; Init. D. 

pag. 460, Init. P, C; pag. 46 /, Init. C; pag. 462, 
Init. A; pag. 463: Init. E y A. 

pag. 464: Init. V 9 A\ der linke Schaft von einem 
Drachen gebildet, auf dessen Schultern ein Vogel sitzt und 
nach ihm hackt. 

pag. 46 5, Init. G; pag. 468, Deckfarben, E(cce); 
die letzten Buchstaben in roter Federzeichnung. Der Init. E 
in Gold und Blau ; die Ranken laufen in sehr reiche Blumen aus. 

pag. 469: Ganzseitig; Deckfarben. Zwischen zwei 
Goldleisten Blumenranke. Purpurgrund. A(spiciens); im Korper 
des Init. A ein Prophet in ganzer Figur, der auf das iiber 
ihm befindliche Haupt Christi hinzeigt. Rechts und links 
zwei Engel, nur die Oberkorper sichtbar. 

pag. 47 4 , Init. C: pag. 478, Init. H; pag. 482, 
Init. E; pag. 486, Init. E, Drache; pag. 489, Init. C. 

pag. 493: Traum des heiligen Josef. Federzeich- 
nung; Grund unten griin, oben blau. Josef liegt auf einem 
Ruhelager; ein Engel, der von rechts aus einer Wolke 
herausschwebt, spricht zu ihm. 

pag. 497: Madonna mit dem Kind von zwei Engeln 
angebetet; der Grund aussen grim, innen blau. 

pag. 304: Grablegung des heiligen Stefan; Feder 
zeichnung. 

pag. 303: Init. //; unten ein Drache. 

pag. 309: Federzeichnung; Jesus nimmt zwei Jiinger 
auf; er hat Kreuznimbus, sie einfache Nimben. H inter Jesus 
noch zwei nimbierte Jiinger. 

pag. 310: Init. /', ein Vogel. 

P a £- 5 T 3 : Auf einem Flammenhugel das Lamm; aus 
den Flammen ragen, bis zum halben Leib sichtbar, Kinder- 
gestalten heraus, die bittend die Hande erheben. Links, 
rechts und vorn je ein jugendlicher Heiliger in ganzer Ge- 
stalt mit je einem Palmzweig. (In nativitatem sanctorum 
Innocentium.) 

pag. 314, Init. S; pag. 319, Beschneidung Christi; 
Federzeichnung; Christus hat Kreuznimbus, die anderen Per- 
sonen einfachen Nimbus. 



pag. 320: Init. Q. 

pag. 323: Hochzeit zu Kana: Federzeichnung. 

pag. 324: Init. H y zwei Paar symmetrische Vogel. 

P°g' 5J 2 > Imt - & : Mt- 53$> * mt - S* °ben ein Bar, 
unten ein Drache, die einander anfauchen. 

pag. 342, Init. D; pag. 343, Init. O. 

pag. 346: Federzeichnung; Bekehrung des heiligen 
Paulus. Der Heilige, der eine Schriftrolle in der Hand halt, 
wird von einem Engel auf ein Gebaude aufmerksam gemacht, 
das mit einem Tor geschlossen ist und iiber dem sich die 
Biiste Christi in einem Rundbogen befindet. 

pag. 347: Init. A y langs des linken Schaftes ein 
feuerspeiender Drache. 

pag. 332, Init. D; pag. 336, Init. F. 

pag. 361: Tod des heiligen Benedikt; Federzeich- 
nung, der Heilige liegt in einem Grabe, von dem sich ein ge- 
musterter, von zwei Engeln gehaltener Streifen in Form einer 
Leiter zum Himmel erhebt. Ringsum fiinf trauernde Monche. 

pag. 363: Weissagung des Jesaias; Federzeichnuirg. 

pag. 370: Ganzseitige Federzeichnung; ein gemein- 
samer ornamentierter Rahmen. Oben St. Rupert, Heiden 
taufend. Unten Bestattung des Heiligen. 

pag. 37 1 y Init. G; pag. 37 6 y Init. /; pag. 38/, Init. Q; 
pag. 386 y Init. E; pag. 391 , Init. T: pag. 396, Init. V; 
pag. 60 iy Init. Ly ein Vogel; pag. 61 2y Init. /; pag. <52j>, Init. O y 
liegender Lowe. 

pag. 626: Init. S y der ganze Buchstabe durch einen 
Drachen gebildet ; rote Federzeichnung auf blauem und 
griinem Grund. 

pag. 629: Zwei Federzeichnungen in gemeinsamem 
Rahmen; oben Gefangennahme Christi, unten Christus vor Annas. 

pag. 630: Zwei Federzeichnungen w. o.; oben Geisse- 
lung Christi, der an eine Saule gebunden ist, unten Kreuz- 
abnahme, an der Seite ein weinender junger Mann. 

pag. 631: Zwei Federzeichnungen w. o.; oben Grab- 
legung, unten Christus im Garten vor Magdalena. 

pag. 632: Init. /', die beiden Schafte durch Drachen- 
korper gebildet. Init. M. 

pag. 644: Init. D y ein paar symmetrische Vogel. 

pag. 648, , Init. S; pag. 63 2 , Init. P; pag. 634 y Init. P f 
unten ein Vogel. 

pag. 662: Zwei Federzeichnungen w. o. ; oben: der 
auferstandene Christus erscheint den Jiingern, unten: er er- 
scheint ihnen auf dem Berg. 

pag. 663: Init. P. 

pag. 668: Petrus, von den ubrigen Aposteln gefolgt, 
predigt einer Gruppe von Juden, die zum Teil spitze Mutzen 
tragen. 

pag. 669: Init. Uy der linke Schaft lixuft in einen 
Drachenkopf aus; Init. /. 

P°g- 675> Init - ^ fag. 676, Init. F; pag. 68o y Init. /, 
von einem langen Drachen gebildet, aus dessen Rachen eine 
Art stilisierter Blume herauswachst. 

pag. 682: Federzeichnung; Petrus halt ein Lamm; 
ein Tempel durch einen doppelten Rundbogen angedeutet, 



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37 



der zinnengekrdnt ist und in den Ecken zwei kleine Tiirm- 
chen hat. 

pag. 684: Simon; die Init. S mit einem Vogel auf 
blauem und griinem Grand. Die anderen kleineren Buch- 
staben mit der Init. S und ineinander verschlungen auf ab- 
wechselnd griinem und rotem Grand. Die Ranken laufen durch. 

pag. 688: Init. Q, der Querbalken ein Drache. 

pag. 689, Init. O; pag. 69 J, Init. F: pag. 687 y Init. C; 
pag. 698, Init. L. 

pag. 704: Init. V f zwei symmetrisch gegeneinander 
gekehrte Drachen. 

pag. 7/1: Init. // zwei gegeneinander gekehrte Baren; 
Init. M y zwei Drachen mit ineinander verschlungenen Halsen. 

pag. 7/3: Federzeichnung ; Geburt Mariae. 

pag. 7/4: Init. U % zwei Vogel, die miteinander 
schnabeln, links ein Vogel, rechts ein Bar. 

pag. 7/5: Init. H y oben und unten je ein Vogelpaar. 

pag. 720: Init. P. 

pag. 724: Federzeichnung; Christus als Weltenrichter. 

pag. 72 3 : Init. O, zwei Vogel. 

pag. 726: Init. F sehr gross, ein Drache, eine 
Schlange, vier Vogel an verschiedenen Stellen in sehr natur- 
lichen Bewegungen. 

pag. 734: In con . . . .; die Init. / besteht aus zwei 
nebeneinander stehenden Schaften, je zwei Drachen und ein 
Bar, die anderen Buchstaben kleiner, zusammenhangend. 

pag. 736: Init. B y drei Vogel, auf den unteren Bauch 
ein Bar gestellt. 

pag. 739: Messe des heiligen Martin; Federzeichnung. 

pag. 740: Init. Oy unten ein Drache, oben ein Vogel- 
paar; Init. By E. 

pag. 741: Init. Hy oben ein Vogelpaar, unten 
ein Drache. 

pag. 746; Init. P; pag. 747: Init. C r , zwei Vogel; 
pag. 731: Init. O f rote Federzeichnung, in der Mitte ein 
Vogel auf einem Baum. 

pag. 752 f Init. 0; pag. 734, Init. A, zwei Vogelpaare; 
pag. 737, Init. D: pag. 739, Init. /; pag. 760, Init. FJ, drei 
Vogel; pag. 763, Init. /; pag. 766, Init. Ay zwei Vogelpaare; 
pag. 772, Init. B; pag. 77 j, Init. /; pag. 777, Init. S: pag. 778^ 
Init. E; pag. 784, Init. S f zwei Vogel; Init. U f ein Vogelpaar; 
pag. 788, Init. P; pag. 789, Init. /, ein Vogelpaar; pag. 793 y 
Init. Gy ein Drache; pag. 794, Init. By im Bauch zwei Vogel, 
den Schaft bildet ein Drache. 

pag. 800: Federzeichnungen in gemeinsamem Rahmen; 
oben David zum Konig gesalbt, unten David als Konig thronend. 

pag. 801: D(eus omnium); Deckfarben, Goldrand, 
Blumenranken, innen noch ein Silberrand; gemusterter Purpur- 
grund. Das D grosstenteils aus Gold auf blauem und zum 
Teil griinem Grand in phantastische Blumen auslaufend, die 
anderen Buchstaben haben griinen oder blauen Grand. 

pag. 803: Federzeichnung; Salbung Salomons. 

pag. 806: Init /. 

pag. 809: Federzeichnung; Hiob von seiner Frau 
verspottet. Hiob sitzt mit Wunden bedeckt unter einem 



zinnengekronten Rundbogen. Nimbus. Vor ihm die Frau 
mit einer hohnischen Geste. Init. S f zwei Vogel. 

pag. 814: Der junge Tobias heilt seinen Vater, Init. P. 

pag. 817, Init. A t ein Vogelpaar; pag. 819, Init. D y 
ein Drache. 

pag. 820 y Init. A, zwei Vogel; pag. 823, Init. U, ein 
Drache, der nach einem Vogel ziingelt. 

pag. 826 y Init. Ty zwei Vogel; pag. 82 7 , Init. H; 
pag. 836, Init. By ein Vogel. 

Inhalt: 

P a S' 3 — 22: Die zwolf Prophetien des Karsamstags. 

pag. 23 — 148: Vesperale (ohne Neumen). 

pag. 132 — 163: Kalendar. 

pag. 166 — 437: Graduate Officiorum (die gesungene 
Messe des ganzen Jahres) mit Neumen. 

pag. 439 — 467: Sequentiale ohne Neumen. 

pag. 468 — 843: Nocturnale und Antiphonal mit neu- 
miertem Antiphonal und Responsorien. 

Die Initialen sind grosstenteils rote Federzeichnungen 
auf blauem oder griinem Grand, einige ohne Grand. Der 
Schaft manchmal gespalten und die Spalten rot ausgefullt; 
die Ranken sind breite Riemen in zahlreichen phantastischen 
Verschlingen ; diese Ranken sind an den Hauptschaft durch 
breite Riemen oder Klammern mit Nieten oder Nageln be- 
festigt (auch Schafte untereinander sind auf diese Art ver- 
bunden). Die Ranken haben zahlreiche Auslaufer, die sich 
zu stilisierten Bliiten erweitern. Diese sind bei den ersten 
Initialen in der Regel blau. 

Sehr mannigfach ist die Verwendung der Tiere bei 
den Initialen. Sie werden entweder unzusammenhangend in 
das Gerank hineingestellt oder damit verbunden, gewohnlich 
paarweise. Die Tiere sind meist ohne Zusammenhang unter- 
einander, nur bei einigen Ausnahmen ist ein solcher Zu- 
sammenhang angestrebt. Bei einigen Buchstaben wird der 
Leib des Tieres zur Bildung eines Teils des Buchstabens ver- 
wendet, hie und da ist der Buchstabe sogar vollig aus einem 
derartigen Tierkorper gebildet. Die Tiere zum Teil stilisiert, 
zum Teil in naturlichen, lebendigen Stellungen. 

Ausserdem Initialen, die nicht besonders hervor- 
gehoben sind, ganz rot oder blau oder schwarz mit grossen 
roten Tupfen verziert. Der Grand ist anfangs sehr diinn, 
erst spater wird er kraftig und intensiv. 

Die Initialen in Deckfarben sind mit den unmittelbar 
folgenden kleiner geformten Buchstaben in einem die ganze 
Seite umgebenden Rahmen verbunden. Zwischen einer Gold- 
und einer Silberleiste ein sehr prachtiges Muster mit Pflanzen- 
ornamenten; innen Purpurgrund, der entweder einfach oder 
in verschiedener Weise gemustert ist. Die Buchstaben haben 
ihren gesonderten blauen und griinen Hintergrund, sind in 
Gold und in der Form meist in ahnlicher Weise gebildet wie 
die in Federzeichnung; die Ranken laufen nach innen in 
bunte Blumen aus. Tiere und Personen kommen vor. Einige 
Initialen auch allein, ohne mit anderen im Rahmen vereinigt 
zu sein. 



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33 



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Die Miniaturen in Deckfarben haben einen Rand 
ahnlich wie die Initialen. Goldgrund, in den die Nimben 
eingeritzt werden. 

Die Miniaturen in Federzeichnung von einem roten 
oder rot-schwarz gemusterten Rand umgeben. Der Grund 
ist griin und blau und zvvar so, dass ein ausserer Streifen 
griin und die Mitte blau ist; Ausnahmen davon bei Man- 
dorlen, Rundbogen, die ihren besonderen, von der Umgebung 
abvveichenden Grund haben. 

Die Figuren sind in Rot und Schwarz; die Kon- 
turen des Korpers, der Unterkleider gewohniich schwarz, 



Mantel, Kopfbedeckungen, Wangen, Nimben gewohniich rot 
das Kreuz im Kreuznimbus schwarz. Die stilisierten Baume 
in beiden Farben. Der Boden ganz eben oder von wellen- 
formiger Formation. 

Litcratur: Lind, in Mitteilungen der k. k. Zentralkommission 
XIV, 167 ff. — Derselbe, Ein Antiphonarium mit Bilderschmuck im Stift 
St. Peter zu Salzburg, Wien 1870. — Neuwirth, Sitzungsberichte der 
Wiener Akademie, 113. — Hacker, in Mitteilungen d. Gcsellsch. f. Salz- 
burger Landeskunde, XI, 232 ff. — Chroust, Monumenta palacographica, 
8. Licferung, Nr. 6, 7. — Janitschek, Geschichte der deutschen Malerei, 
1 00 — 103. — Woltmann-Worraann, Geschichte der Malerei I, 272, u. a. 



31 No. 31. [a XU 8.] Gregorii IX P. M. Decretales, lateinisch, XIV. Jahrh. 

Ital. m , 287X442, jiS; Miniaturen, Initialen; Minuskcl; ein Teil der Glossc und auch ein Teil des Textes cursiv. Ledereinband ; 
Spuren von Beschlag noch sichtbar. 

Italienische (Bologneser?) Arbeit vom Anfang des XIV. Jahrh. 

/. /'; Innenarchitektur, hinten griin und rote Tapeten Polster der Papst mit Tiara, in der Linken ein Buch haltend, 
mit einem Rautenmuster, in* der Mitte eine Art Baldachin, mit der Rechten einem vor ihm stehenden Bischof eine 
darunter Christus, nimbiert, in rotem Gewand, die Fusse Rolle ubergebend, dahinter noch mehrere Monche. 



auf einem blauen 
Polster; die Rechte 
zur Brust erhoben, 
in der Linken ein 
Buch, junges bart- 
losesGesicht; links 
und rechts von ihm 
je ein Engel; der 
hintereFliigelunge- 
schickt angebracht; 
vor den Engeln 
knien links Geist- 
liche, deren erstem 
der Engel eine 
Tiara aufsetzt, da- 
hinter zvveiBischofe 
und mehrere Mon- 
che, rechts Welt- 
liche; dem ersten 
setzt der Engel 
eine Krone auf, 
dahinter noch meh- 
rere Weltliche ver- 
schiedenen Alters 
in langen Gewan- 
dern. Sehr plumpc 
Ausfiihrung. 

/. 2: Init. G } Rot auf blauem Grund. Gregorius eps 
servus servorum dei dilectis filiis doctoribus et scolaribus uni- 
versis Bononiae commorantibus salutem et apostolicam bene- 
dictionem. 

/. 8j': Innenraum durch eine Tiire angedeutet, hinten 
Tapete mit Rautenmuster. Vor dem Vorhang auf blauem 




Fig. 17 zu No. 31, Stift St. Peter, a XII 8, /. 246 



f. 84: Init. 
D; violetter Stamm, 
innen blau und rot 
ausgefullt, blauer 
Grund. 

/. is 1 ': Ein 
Geistlicher in vol- 
lem Ornat die 
Messe lesend; er 
steht hinter dem 
einfachen Mensa- 
Altar, auf dem Buch, 
Leuchterund Kelch 
stehen und hebt 
gerade die Hostie 
empor. Ganz miss- 
lungene Perspek- 
tive. Hinter ihm 
knien zwei Geist- 
liche, einer mit 
einer Kerze; da- 
hinter stehen zwei 

Monche hinter 
einem Pult mit 
Buch. Ganz hinten 
knien weltliche Per- 
sonen, Manner und 
Frauen, der erste mit einem Kronreifen auf dem Haupt. Hinten 
violetter Grund mit Goldmuster, oben ein Baldachin. 

/. ij2: Init. U; Violett und Griin auf Blau und Gold. 
/. 220': Init. D: violetter Stamm, daran eine rote 
Ranke und griine Blattornamente; blauer Grund. 

f. 22r : Eheschliessung. Innenraum. In der Mitte 



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39 



das Brautpaar, links der Mann in sehr reicher Tracht mit 
Hermelinkragen und -mutze, die Braut mit einer Krone. 
Zwischen den beiden steht ein ganz rot Gekleideter mit einer 
Mutze, der anscheinend die Ringe wechselt. Links drei Manner, 
rechts drei Frauen, alle in reichen langen Gewandern. Hinten 
eine Tiire, an den Seiten Vorhang. Abschluss nach hinten 
durch Tapeten mit Goldmuster. 

/. 246* (Fig. J 7): Der Papst sitzt auf einem Thron 
mit mehreren Stufen. Hintergrund wie bei den anderen Bil- 
dern. Links eine Tiire. Vor dem Papst ein Mann in langem 
violettem Kleid mit roterKapuze mit einer Rolle, dah inter mehrere 



Monche, ganz links ein Bischof in vollem Ornat, mit einer 
aufgerollten Schriftrolle, in die ein Monch hineinblickt, in 
der Hand. 

/. 247: Init. S; violett auf blauem Grund, dazwischen 
rot und griines Blattornament. 

/. jiy' und 3/8: arbor consanguinitatis und affini- 
tatis, nur die geometrische Vorzeichnung mit Angabe der 
verschiedenen Verwandtschaftsgrade ; der Raum fur ein Bild 
ist nicht ausgefullt. 

/. 318* : explicit compilatio domini Joannis (Andreae) 
doctoris excellentissimi decretorum. liber est (unausgefullt). 



No. 32. [a XII 10.] Liber sextus Decretalium, lateinisch, Gross-Folio, XIV. Jahrh. 

Italienisches m., 292x480, iSj\ Miniaturen, Initial en; Minuskel; Glosse in Cursive, dann nurmchr Cursive; Einband: IIolz- 
deckcl, gepresstes Leder, Parallelogramme, in dencn ein Muster ist, abwechselnd eine Bliite und ein Stierkopf mit einem Stern zwischen den Hornern. 
ItaUenische (Bologneser) Arbeit cms der Mitte des XIV. Jahrh. (1355?). 

Der unterste Streifen enthalt 



32 



/. 2: Init. Q, B. Halbseitiges Bild in Deckfarben 
auf Goldgrund. Bonifacius, mehrere Geistliche belehrend. Er 
sitzt mit der Tiara auf dem Haupt, eine aufgerollte Schriftrolle 
in der Hand auf einem Thronsessel. Unter und neben ihm 
in einem Chorgestuhl zwei Kardinale, zwei Bischofe, zwei 
Weltliche zuhorend, zum Teil auch mit Schriftrollen. Weiter 
unten noch Monche und andere junge Manner, von denen die 
zwei innen Biicher zu ihm hinaufreichen. Ganz unten an einer 
Schranke schreiben drei Monche; Abschluss nach vorn durch 
eine kleine Bogenarchitektur. Darunter mit der Miniatur zu- 
sammenhangend das Wort Bonifacius in Goldbuchstaben, die 
rot und griin auslaufen, auf blauem Grund. 

/. 1 1 8* (T. VI): Arbor consanguinitatis. Aus einem 
Wappenschild am untern Rand der Seite (blau, darauf eine 
Kirch e mit Kreuz und einem Hahn) wachst ein Baum heraus. 
Wo er den untern Bildrand beriihrt, teilt er sich in zwei Aste, 
von denen jeder in drei schon geformte bunte Ranken endet. 
Der Bildgrund hat einen breiten Bodenstreifen, aus dem links 
und rechts je ein Baum herauswachsen und auf dem in der 
Mitte zwei Kinder spielen; links eines in einem Hemd auf 
einem Steckenpferd reitend und mit einem Fahnchen; rechts 
ein etwas alterer Knabe; er kniet und spielt mit einem Ball 
und einem Schild. Daruber Purpurgrund mit Goldmusterung. 
In der Mitte in einer spitzzulaufenden Anordnung in weissen 
Scheiben die Verwandtschaftsgrade. Daruber Gott als Greis 
mit langem grauen Bart, Oberleib sichtbar in einem rotlichen 
Kleid mit goldenen und blauen Ornamenten, halt in jeder 
Hand einen der Aste. In den drei Blumenranken links die 
Oberkorper von Knabe, Mann und Greis, rechts Madchen, 
Frau, Greisin; links oben in der Ecke Sundenfall, rechts die 
Vertreibung aus dem Paradies. Das Bild ist rechts unten be- 
zeichnet M III L°II1I Ego Nicholaus de Bononia feci. 

/. 119; Unten der Vermerk dominus Joannes andree 
decretorum. 

/. 1 /<?'; Arbor affinitatis. Das Bild, das auf Gold- 
grund ausgefiihrt ist, zerfallt in mehrere Streifen und ist von 



einem kleinen Turm gekront. 
auf weissen Scheiben die verschiedenen Verwandtschaftsgrade 
und -verhaltnisse. Die einzelnen Scheibenkolonnen sind von- 
einander durch Heiligengestalten getrennt. Florian, Erasmus, 
Martin, Stephan. Die einzelnen verwandtschaftlichen Be- 
ziehungen sind auch zusammengefasst durch grosse Bogen, 
die den oberen Streifen in mehrere Teile zerschneiden. In 
der Mitte die Kreuzigung auf blauem Grund. Zu Fussen des 
Kreuzes, auf Felsen sitzend (aus Raummangel), Maria und 
Johannes. Das Kreuz reicht bis zum untern Rand des Bildes, 
unter dem noch der blutbesprengte Schadel Adams sichtbar 
ist und darunter ein betender Monch in rotem Habit. — Der 
Rest des (oberen) Streifens hat rotlichen Grund mit Gold- 
mustern und enthalt im nachsten Kreisring vier Engel in ver- 
schiedenen Farben mit je vier Fltigeln, die den Kreuzstamm 
halten. Links und rechts in den Zwickeln die Verkiindigung. 
Links der Engel auf Wolken kniend und das Haupt Gott 
Vaters, rechts die Jungfrau, neben ihr das aufgeschlagene 
Buch; sie empfangt die Botschaft mit auf der Brust gekreuzten 
Armen, neben ihr die Taube. Zu oberst eine Eheschliessung: 
in der Mitte der Priester, links und rechts von ihm das 
Brautpaar, links Manner, rechts Frauen, alle in Zeittracht. 

/. 122: Hier beginnt eine zweite Hand. Prachtvolle 
Init. C. Der Korper des Buchstabens in Rosa geht in der 
Mitte in die rosa gekleidete heilige Elisabeth uber, die an der 
Brust der heiligen Jungfrau trinkt. Die Mitte des Buch- 
stabens ist blau und enthalt das Bild der Jungfrau mit einem 
Blumenkorbchen und einem Palmenzweig in der Hand. Uber 
dem Buchstaben schweben zwei Engel, die Krone uber das 
Haupt der Jungfrau halten d. Links verlauft der Buchstabe in 
schone bunte Blumenranken, deren eine einen Engelskopf ent- 
halt. Daneben in der zwei ten Schrift: assit principio sancta 
Maria meo. 

/. 138: Hier beginnt eine dritte Hand. Oben ein 
breiter Streifen ; links die Anbetung der Konige. Unter einem 
Strohdach sitzt Maria, mit der Linken das Kind festhaltend, 



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Bibliothek dcs Stifts St. Peter. 



wahrend sie mit der Rechten nach dem Goldbecher greift, 
den Josef (mit schwarzer Miitze) halt. Zwischen Josef und 
Maria sind die Kopfe von Ochs und Esel sichtbar. Der erste 
Konig (Greis) kniet vor dem Kind und kiisst dessen Fuss; 
er hat seine Krone zu Fiissen der heiligen Jungfrau auf den 
Boden gestellt; ist mit einem Hermelinmantel bekleidet. 
Neben ihm ein jungerer bartiger Konig, Krone auf dem 
Haupt, ein Goldgefiiss in der Hand, blickt mit heftiger Be- 
vvegung nach oben. Hinter diesem der dritte Konig, der aus 
einem Kastchen, das ein vor ihm kniender Diener halt, einen 
goldenen Gegenstand nimmt. Dahinter ist ein Diener zu 
Pferde sichtbar, der noch zwei Pferde am Zugel halt; hinter 
ihm, halb unter dem Torbogen verschwindend, mehrere 
Kamele und ein kleiner Hund. Uber der Hiitte der Stern. 
In demselben Streifen anschliessend der heilige Christoph, 
das Kind durch den Fluss tragend, daneben eine weibliche 
Heilige und ein heiliger Krieger (vielleicht Maria Magdalena 
und Gereon). — Darunter Init. N; in der Mitte auf blauem 
Grund ein griingekleideter alterer Mann mit rotweisser Kapuze, 
ein aufgeschlagenes Buch vor sich haltend. 

/. 183: Explicit novella domini Johannis Andree 
super VI ° libro decretalium parte tamen prima usque vide- 
licet ad regulas iuris per modum apostillaris in sexto intexta 
finita cum laude in die beati Gereonis currentibus annis mil- 



lesimo trecentesimo quinquagesimo quinto, de quo graciarum 
actio existat cum gaudio viventi per omnia seculorum secula. 
Amen Scripta sunt autem supradicta per me Johannem theo- 
tonicum tunc in studio Bono degentem. 

Darunter eine Federzeichnung: Auf einem Esel, dessen 
Beine als menschliche Gliedmassen gestaltet sind, reitet eine 
junge Frau; bei dem Esel steht victus amoris, bei der Frau 
amor vincens. 

Weitere Vermerke: 

Auf / / anno ab incarnatione ...,-. anno domini 
MCCC XLV die IIII Junio ego dominus seyfrid Holzman 
de natione Theutonicorum vendidi textum etc. cf. Neuwirth a. a. O. 
Anno vero LIII emptus et per Johannem Hofsteterum pro 
XXIX libris dum monete predicte et hoc in die sancti Severi. 

Der erste Teil hat zweierlei Initialen, die alle ziem- 
lich klein sind: In Deckfarben in ein Rechteck mit Gold- 
grund hineinkomponiert, der Buchstabe ziemlich einfach, hell- 
rot, innen rot, blau oder griin ausgefiillt. Dann solche in 
Federzeichnung, da rot mit schwarzem Linienornament oder 
blau mit rot. Bei der zweiten und dritten Hand gibt es nur 
mehr Initialen der zweiten Art. 

Literatur: Hacker, in Mitllgn. der Gesellschaft fdr Salz- 
burgcr Landeskunde, IX, pag. 249. — Neuwirth, in Repertorium f. Kunst- 
wissenschaft, IX, pag. 391 ff. u. Allgemeine Zeitung 1871. — Foltz, Gesch. 
d. Salzb. Bibl. 108. 



33 No. 33. [a XII 12.] Duranti Guillelmi Speculum judicii, lateinisch, Folio, Anfang des XVI. Jahrh. 

Deutsches m., 270x435; jn\ Initialen; Minuskcl ; Einband: Holzdeckel mit Metallschliessen ; aufgeklebt ein Zettel rait dem Titel 
Speculum Guillelmi in Schrift des XVI. Jahrh. Auf der Innenseite des Deckels vorn ein Kalendar fiir Juni und Juli (Kalender der Salzburger 
Diozese) in einer cursiven Schrift des XIII — XIV. Jahrh. Hinten ein Streifen von demselben Kalender und ein Pcrgamentblatt mit einem kirchlichen 
Text in Schrift des XV. Jahrh. 

Suddeutsche, wahrscheitllich Salzburger Arbeit von 1505. (Auf/. / in Cursive etwa derselben Zeit: lste liber est ecclesiae Salzcb.) 

der Buchstabe ist in Blau und Griin ferner ein Mann in rosa Gewand, der einen vor ihm kauernden 



/. /: Init. R; 

auf Goldgrund; Deckfarben. Innen ist blauer Grund. Ein 
Bischof mit der Tiara, thronend, vor ihm kniet ein Monch, 
ihm ein Buch utyerreichend; dahinter sehen noch drei 
Monche zu. Reverendo in Christo patri suo domino dei gratia 
sancti adriani dyacono cardinali guillelmus duranti domini 
pape subdyaconus et cappellanus inter decretorum professores 
minimus cum recommendatione sui utriusque hominis sospi- 
tatem et cum debita correctione, perspicaciter speculari ac 
salubriter attendere praesens opus. 

/. 2: Init. Q: der Korper graugriin auf Goldgrund; 
vor einem Bischof in Tiara sitzend ein Monch, der eine 
Schrift ubergibt; hinten zwei Monche. 

/. 8s: Init. S; in gleicher Art; ein Richter auf einem 
Lehnstuhl sitzend, neben ihm ein Mann in blauem Kleid, 



Mann mit einem in der Rechten erhobenen Kniittel schliigt 
/. 2 if 1 : Init. F; Gott Vater, jugendlicher Typus, in 
rotem Mantel mit etwas verschobenem Nimbus, vor ihm liegt 
auf einer Art Hugel ein nackter Mensch, uber den Gott mit 
der Rechten ein Zeichen macht (zum Text; formulavit deus 
hominem ad ymaginem et similitudinem suam). 

/. jog': explicit speculum iudiciale magistri Guillelmi 
Duranti. Deo gratias; benedictum sit nomen domini dei nostri 
Jesu Christi CCCCCV. 

Die vielen anderen Initialen in dem Codex sind 
mehr oder weniger sorgfaltig behandelt; sie bestehen alle aus 
einem abwechselnd roten oder blauen Buchstabenkorper mit 
gestrichelten Ornamenten in der andern Farbe. Die Orna- 
mente zum Teil zierleistenartig ziemlich in die Lange gezogen. 



34 No. 34. [a XII 13.] Decretale Papae Gregorii IX, lateinisch, Folio, XIV. Jahrh. 

Ital. m., 265x446, joo (Paginicrungsfehlcr); Miniaturcn, Randleistcn, Initialen; Minuskel; die Glossen Cursive von verschiedencn 
II linden; moderner Einband, Holzdeckel mit Papier. 

Franzdsische Arbeit (Avignon?) aus dem Anfang des XIV. Jahrh. (Auf der Riickseitc des letzten Blattes verschiedene Notizen, worunter 
eine Antiphone und Oration in hon. Urban. V. [362 — 1370, herausgeg. von Denifle ,,im Archiv fiir Literatur und Kirchengeschichte" 1888 IV 349/50). 



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Taf. V[. 




ARP.FIT DKS XICOLAUS I)K BOLOC.NA VON 1354: LIBKR SKXTL'S DKCRK I \LIUM. 

Hir.I IOIHKK DI.S SUITS ST. PKTER, C«U>. a XII I0. /. I is '.) 



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Bibliothek dcs Stifts St. Peter. 



41 



/. /; Von viel spiiterer Hand Inhaltsverzeichnis. 

/. j (Fig. IS): Gregor thront und erlasst die De- 
kretalen; um ihn mehrere Gei.stli.che; er ist init rotem Mantel 
und roter spitzer Tiara bekleidet, vor ihm kniet ein Geist- 
licher mit einem Buch in der 
Hand; ein anderer mit einer 
Bischofsmiitze steht an seiner 
Seite; ferner zwei Kardinale 
und noch zwei junge Geistliche, 
einer in violettem, der andere 
in rotem Habit mit schwarzer 
Miitze; Goldgrund. 

Darunter in einer bunten 
Einfassung Init. G (roter Buch- 
stabenkorper in Dornblattranken 
auslaufend, Grund innen Gold, 
aussen Blau), Gregorius epis- 
copus servus servorum dei 
dilectis filiis doctoribus et sco- 
laribus universis parisinus com- 
morantibus salutem et apo- 
stolicam benedictionem etc. 

Init. R: die bunte Umrahmung dieses Buchstaben, 
die grosstenteils aus verschiedenfarbigen Quadraten gold, blau, 
rot gebildet ist, setzt sich bis zum untern Rand der Seite 
fort und endet dort in einem blauen Schild mit a und w; 
rechts und links davon Dornblattornament; links oben audi 
eine blau-goldene Randl. Ganz oben iiber dem Papst ein 
kleiner Kruzifixus in Federzeichnung. 

/. 4*: Init. F; blatter Stamm auf Gold und Rot, 
oben und unten in Dornblatt endend, darin das Haupt Christi. 

/. j8: Ein junger Mann mit spitzer Tiara halt in 
der Linken ein Buch, mit der Rechten begleitet er sein 
Sprcchen; um ihn drei jugendliche Manner mit bischoflicher 




Fig. 18 zu No. 34, Stift St. Peter, a XII 13, / 



Kopfbedeckung; blauer, schwarz gemusterter Grund. Dar- 
unter Init. D. 

/. 151: Ein Viereck, dessen Grund in drei senkrechte 
Streifen, rot, gold und blau, geteilt ist; ein Priester am Altar 

die Messe celebrierend, halt die 
Hostie empor; auf dem Altar 
steht der Kelch; hinter ihm ein 
ministrierender Knabe, dahinter 
noch drei kleiner gebildete Zu- 
htirer. Init. U. 

f. 2/j: Viereck mit halb 
goldenem, halb blauem Grund. 
In der Mitte ein Zeuge, ein 
Geistlicher, rechts und links 
von ihm, viel kleiner als er, 
ein junges Paar, dem er die 
Hande zusammenlegt; auf bei- 
den Seiten noch je ein Zeuge. 
Init. D, D. 

f. 240: Anfang des 
V. Buchs; der Papst sitzt, das 
Buch in der Rechten haltend, 
mit der Linken gestikulierend; links von ihm zwei weiss, rechts 
zwei schwarz gekleidete Monche. Init. S, S. 

/. joo 1 : Eine grosse Anzahl verschiedener Be- 
merkungen, die aber iiber die Provenienz des Codex keinerlei 
Auskunft geben. Gebete. 

Die zahlreichen, zum Teil fast unleserlichen Initialen 
sind meist in ein Rechteck komponiert, Rot auf Blau und 
Gold und es geht von ihnen eine grossere oder kleinere in 
ein Dornblatt auslaufende Ranke aus; hier sind nur einige 
angefuhrt. Ausserdem Initialen, die mit der Feder gezeichnet 
sind, gewohnlich Blau mit roter Innenzeichnung, oder ganz 
Rot oder ganz Blau. 



No. 35. [a XII 18/20.] Biblia sacra, 3 vol., lateinisch, Folio, XII. Jahrh. 



35 



Dcutsches m., 355X487, igj, ijS, ij 7; Initialen; Minuskel; 
Inncnseite ein aufgeklebter Zettel: Ex Bibliotheca Sti Petri etc. 
Salzburger Arbeit vom Anfang des XII. Jahrh. 

Vol. I. /. /': Init. F; rote Konturen, Ranken und 
Schnallen; blauer und griiner Grund; in den Ranken zahl- 
reiche Vogel und Drachen. Die Ranken gehen in Laub aus. 

/. 4'; Init. D. 

/. 6 (Fig 1 , i 9): Init. /; iiber die ganze Seite in 
Deckfarben; sehr sorgfaltiger und reicher breiter Goldkorper; 
der ganze Buchstabe in einzelne Kompartimente geteilt, die 
mit sehr zierlichen blauen, griinen, roten Ornamenten an- 
gefiillt sind. Um den Buchstaben lierum Federzeichnung. 
In dem von den anderen Initialen nicht abweichenden Ranken- 
werk ganz oben Gott Vater mit dem Kreuznimbus; Christus- 
typus. Darunter, durch die einzelnen Aste getrennt, vier 
Szenen; je cine rechts und links vom Hauptstamm immer 
Bd. 11. 



Einband : gepresstes Leder, in der Mitte Wappen von St. Peter, auf der 



zusammengehorend. Ein Erzengel in langem Gewand und 
langen Flugeln mit errTer langen Lanze einen gefliigelten 
Damon erstechend. 

Gott Vater (w. o.) den ersten (ganz nackten) Men- 
schen Befehle erteilend, Sundenfall; Eva links, Adam rechts, 
je mit einer Frucht in der Hand; z,wischen beiden hinter dem 
Stamm des Init. / die Schlange mit der Frucht im Rachen. 

Vertreibung aus dem Paradies: Links ein Engel mit 
gezogenem Schwert, rechts Adam und Eva mit Feigenblattern, 
in erschreckter und schamhafter Haltung das Paradies verlassend. 

Init. A r P R I A 7 , kleine rote Federzeichnung; die 
nachsten Buchstaben bis Terra incl. abwechselnd blau oder 
rot mit blauen Punkten. 

6 



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42 



Bibliothek des Stifts St. I'cter. 



<$*f- — <*^ 



• 




Fig. 19 zu No. 35, Stift St. Peter, a XII 1 8, /. 6. 

f. 29: Init. H; Federzeichnung auf blauem und 
grunem Grund. 

/. 83: Init. H; die Schaft e links und rechts von 
einer Schlange umwickelt, oben im Rankenwerk ein Mann 
kletternd; blauer und griiner Grund. 

/. 114*: Federzeichiuing; ein Mnnnindem Init. /'stehend. 

/. 12 7 : Init. / auf blaugriinem Grund ; die folgenden 
Buchstaben (n diebus) einfache rote Federzeichnung ohne Grund. 



/. 129: Init. U; in der Mitte, von Ranken urn- 
sclilungen, eine nackte Frauengestalt. 

/. 1 jo 1 : Init. F; die Ranken sehr breit und voll; 
grosse Schlangen; links oben ein Greis (Prophet) mit langem 
Bart, ohne Nimbus, barfuss. 

f. 148 1 : Init. F: darinnen ein Bar im Kampf mit 
einem Mann mit einer Keule. 

Vol. II. /. /'; Init. S: Federzeichnung auf blauem 
und grunem Grund; zwei sehr grosse Vogel. 

/. 2*: Init. C; auf Griin und Blau; rote Schlangen. 

/. 33: Init. C: das Rot, das die Spalten des Buch- 
stabens ausfiillt, ist viel weniger hell als bei den anderen 
verwandten Handschriften und hat einen Stich ins Purpurne. 

/. 33 1 : Init. P (Anfang der Parabolen Salomons); 
oben liegt ein Kbnig (Salomon) mit Krone; ganz breite Ranken, 
die in Lappen auslaufen. 

f. 96: Init. A: der ganze Schaft von einem Drachen 
gcbildet. 

/. 153: Init. C, P; die Ranken gehen besonders in 
der Mitte der Buchstaben in eine Art krautartiger Er- 
weiterung aus. 

f. 174: Init. Pj I: ganz aus einem Schlangenkbrper 
auf griin-blauem Grund gebildet. 

Vol. III. /. /'; Init. N y ein Vogel; Init. C r t im Buch- 
staben ein junger Mann in langem Gewand, bartlos, ohne 
Nimbus, unbeschuht, mit einer Binde im Haar (Hoseas). 

/. o': Init. /; blauer und griiner Grund; darinnen 
steckt ein junger Mann (Amos), bartlos, ohne Nimbus, auf 
einen Stab gestiitzt, in langem Gewand. Init. C: alter Mann 
mit Vollbart, den Hauptschaft des U haltend (Abdias?). 

/. 22': Init. O; oben ein Paar schwarze Vogel, unten 
ein Lowe. 

/. 23 1 : Init. U: ein Drache, unten ein Vogel. Uber 
die grosste Ausbauchung des roten Schaftcs des Init. U ist 
ein schwarz gelappter Beschlag gezeichnet. 

/. 1 20: Init. N y I; letzteres auf griin-blauem Grund 
durch die Gestalt eines Propheten mit langem Bart, ge- 
scheiteltem langem Haar, aufwarts gewendetem Blick, ohne 
Nimbus (Jakobus nach dem Text) gebildet. 

/. 120': Init. /; an dem Schaft des / zwei sehr 
grosse Schlangen mit Drachenkbpfen. 

/. 129: Init. F, S (ein sich ringelnder Drache); Init. /. 

/. 129 1 : Init. J; Johannes auf grunem und blauem 
Grund mit Vollbart, langem Gewand, ohne Nimbus. 

/. 130: Init. /: Johannes als Greis in langem Ge- 
wand herschreitend, mit erhobenem Finger. 

/. 130 1 : Init, A; der Vorderschaft von einem Drachen- 
kbrper gebildet; Init. A. 

Ausserdem eine grosse Anzahl von Initialen in Feder- 
zeichnung, in ihren verschiedenen Typen denen des Anti- 
phonars (s. o.) sehr nahestehend; auch hier die reiche Ver- 
wendung von Tierkbrpem. 



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Bibliothck dcs Stifts St. Peter. 



43 



No. 36. [a XII 21 23.] Biblia sacra, 3 vol., lateinisch, Folio, XII. Jahrh. 

Deutschcs m., 297x40$, 2oo y 26S, 196; Initialen; Minuskel; gepresster Lederband, in der Mitte in Gold das Wappen von St. Peter; 
innen ein gedruckter Zettel: Ex Bibliotheca antiquo-nova Monasterii ad sanctum Petrum Salisburgi O. S. Benedicti ab anno 1767 in alium 
ordincm redacta. 

Salzburger Arbeit vom Anfang des XII. Jahrh, wahrscheinlich aus St. Peter. 



36 



Vol. I. /. /: In abwechselnd rot und schwarzer 
Majuskel: Incipit cpistola sancti Hieronymi Presbyteri ad 
Paulum Presbyterum de omnibus divinae historiae libris. 

/ /': Frater Ambrosius tua munuscula mini . . .; be- 
sonders das F grosse Init., Konturen rot, breites Ranken- 
geschlinge. Grund aussen blau, innen griin, viel Schnallen mit 
dem mehrfach erwahnten Nietenzierrat, oben ein Vogelpaar; 
das r in gleicher Art, nur etwas kleiner. Bis tua (inkl.) rot 
in einem blauen Kreis mit grtinem Kern, die iibrigen Buch- 
staben nur rot. — Der hervorzuhebende Buchstabe ist immer 
am Rand vorgeschrieben. 

f. 6: Init. D; ganz rot, reich verschlungcn, zwei 
Vogel, viele Schnallen. 

/. /': Sehr schone Init. /; oben ein aufwiirts fliegen- 
der Vogel, unten laufen zwei Ranken in Kopfe aus; in grie- 
chischen Buchstaben: incipit liber Genesis. 

/. 8: Init. / geht der Liinge nach iiber die ganze 
Seite: die schoncn reichen Ranken lassen drei medaillonartige 
Stellen frei; oben Moses mit einer Tafel in der Hand, auf 
der sein Name stent. , In der Mitte ein vollbartiger Mann 
mit einer Tonsur sitzend, in beiden Handen eine Schriftrolle: 
... ositas inimica est anime/. Ganz unten der heilige Hiero- 
nymus, welcher Name im Nimbus steht; er sitzt auf einer 
Truhe, ein Buch im Schoss und sttitzt mit beiden Handen 
den ganzen Buchstaben; alles in roter Federzeichnung, die 
weiteren Anfangsbuchstaben rot und schwarz in Majuskeln. 

/. j6': Anfang des II. Buches Moses. Init. // in 
roter Federzeichnung ohne besondcren Grund. 

f. 47*: Am Rand Federzeichnung einesjungen Mannes, 
nicht zum Text gehorig, wohl von spiiterer Hand. 

/. ijj'; Anfang des Buches Ruth; der Raum fur 
das Anfangs / ist freigelassen, aber nicht ausgefuHt. 

/. /j8: Init. X; Rot mit rot ausgefiillten Spalten, 
die Ranken laufen blau aus; oben zwei Adler. Beginn von 
Biichern des Neuen Testaments, mit einem Prologus ein- 
geleitet. Init. /. 

/. ij)S*: Anfang des Briefs des Jakobus. Das Init. / 
des Namens wird durch den Heiligen selbst gebildet. Feder- 
zeichnung in Schwarz und Rot, nimbiert, die Linke ausgestreckt 

/. 76 j ; Init. /?, (J: der untcre Teil dcs Buchstaben 
wird durch den Korper eines Drachen gebildet. 

/. 167': Init. .V; Rot mit einigen Ranken, die blau- 
schwarz enden; ferner in dieser Farbe unten ein Vogel. 

/. Jjq: Init. L in Farben; der Buchstabe in Gold 
auf einem griinen, aussen blauen Grund. 

/. 200': Enthiilt in einer Schrift des XIII. Jahrh. 
zwei Briefer der erste spricht von der Schlacht bei Saphora 
im heiligen Land, der andere ist ein Brief Gregor VIII., 
(29. October 1187.) Der erste Brief koinmt im Chronicon 



Reichenbergense (M. G. SS. XVIII 508) vor, der andere in 
Mansi, Collectio Conciliorum, 22, 527, 28 mit mehreren ab- 
weichenden Stellen. 

Vol. II. /. /: Init. /; ganz von der sonstigen Art 
dieses Codex verschieden. In dem Rahmen des /, fast 
gerade so gross, ein junger Mann in blauem Kleid und 
roten Strtimpfen. Init. U; in der gewohnlichen Art; mit 
den klatfenden rot ausgefiillten Stellen, nur sind hier die 
Schnallen sehr reich dekoriert. 

/. 2': Init. /'; auch hier sind die Schnallen sehr 
reich mit Ornamenten, Buckeln usw. verziert. Am untern 
Teil des Buchstaben ein Mann emporkletternd, nur mit einem 
roten Schurz bekleidet. (Zeichnung.) 

/. 60; Init. P; der Schaft und die Schnallen sehr 
reich in Schwarz und Weiss; zwei Vogel. 

/. j8': Init. S; auch dies in der neuen Art aus- 
gefuhrt; der rote Mittelschaft des Buchstaben ist von schwarzen 
Zacken umgeben: die Schnallen sind reicher behandelt als 
friiher; die Ranken laufen in ein blaues Blumenornament aus. 

/. g6: Der Raum fur die Init. C, den ersten Buch- 
staben des II. Buchs Parallipomena ist freigelassen und nicht 
ausgefullt worden. 

/. ij8': Init. O (Anfang des Hohen Liedes); Deck- 
farben; blauer Grund, darinnen die heilige Jungfrau sitzend 
in rotem Kleid, mit dem Kind auf dem Schoss. 

/. 182: Init. C; Federzeichnung ohne Grund; der 
Hauptteil rot, innen von roten Ranken angefiillt. Hier be- 
ginnt eine neue Schrift. Die halbe Seite davor ist leer und 
es sind noch Spuren einer Skizze zu sehen. 

/. 2 no 4 : Init. T; rote Federzeichnung; die Formen- 
gebung ist im allgemeinen die gleiche wie bei den andern 
Buchstaben; oben ein Vogelpaar. 

/. 220': Init. /: blauer Grund; ein rot konturierter 
Rahmen umgibt den BuLhstaben, urn den sich in gleicher 
Art behandelte Ranken ziehen ; aus dem Rankenwerk ent- 
wickelt sich ein nackter Mensch. 

Vol. III. /. /; Init. IV; der Buchstabe grunlich, mit 
den gewohnlichen Ranken; der Grund hellgriin, etwas ver- 
waschen, der Korper und die Ranken dunkelgrun, schwarzlich 
silbern auslaufend. 

/. 3: Init. V: auf Blau und Griin; der Korper Griin- 
Gold, die Ranken laufen in spitzausgehende Blatter (etwa wie 
Lindenblatter) aus. 

/. 72; Init. K; der Grund wird jetzt immer blasser 
und verschwommener, die ziemlich reichen Goldranken gehen 
in eine Art dunkelsilbrigen Knopf iiber. 

f. tj8: Init. /); von einem Drachen gebildet, in 
den ein vierfiissiges Tier verbissen ist. 



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44 



Bibliothck dcs Stifts St. Peter. 



/. /jo: Neue Schrift; Init. E in roter Federzeich- 
nung, blaue Rankenenden in drei Lappen, auf den Schnallen 
kleine blaue Kreise. 

/. i ^o 4 : Init. P; in Federzeichnung Rot und Blau, 
der ganze Schaft mit kleinen blauen Kreisen verziert; ein 
Vogel (Zeichner von Vol. II, Anfang). 

/. fj/: Init. R; der untere Teil des Buchstaben 
durch einen langen Vogel mit langem Schweif gebildet. 

/. 152: Init. P; sehr gross und reich in Federzeich- 
nung. Vier Vogel. 

/. 160: Sehr reiche Schnallen. Init. P: sehr gross, 
drei Vogel; die Vogel, die Lappen, in denen die Ranken 
endigen, und die Schnallen sind blau; das ubrige rot. 



/. i 'j 8*: Init. P; sehr gross; drei verschiedene 
Vogel, unten ein Lowe, die Schnallen sehr reich, rote Feder- 
zeichnung. 

/. i So 1 : Init. C; Federzeichnung; zwei verschlungene 
Drachenkorper; Init. P, unten ein Lowe. 

/. 182 '; Init. T y zwei Vogel; Init. P, Federzeich- 
nung, von einem Mann in langem Gewande auf den Schultern 
getragen; der Kopf ist entweder ganz verzeichnet oder es 
ist ein Enthaupteter (Text: Paulus Ep. ad Thessalonicos). 

Die zahlreichen weiteren Initialen in Federzeichnung 
den beschriebenen entsprechend und mit denen von a XII 18/20 
verwandt. 



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Studicnbibliothek . 



45 



Studienbibliothek. 



Die Studienbibliothek, 1 ) urspriinglich Bibiliothek der vom Erzbischof Marcus Sitticus gegriindeten Universitat und 
ihres Professoren-Kollegiums wuchs durch Geschenke, durch Vereinigung mit den Resten der ehemaligen Hofbibliothek 
(1807), durch Zuwendung der Biicher und Handschriften der Propstei Berchtesgaden und mehrerer aufgehobener Kloster zu 
einer ansehnlichen Sammlung. Ihre Einbusse an Bernhart (181 5) betrug 27 Handschriften und 108 Druckwerke. Die 
jetzige Organisation sowie der Name gehen auf Dekrete des Jahres 1825 und 26 zuriick. Unter ihren seit damals noch 
erheblich gewachsenen Bestiinden nehmen die Handschriften in der Zahl von etwa 1300 eine hervorragende Stelle ein; ein 
neuer Katalog ist in Vorbereitung. Aus der Art der Entstehung dieser Bibliothek erklart es sich, dass nur ein relativ ge- 
ringer Teil der Handschriften iiber das spate Mittelalter zuriickreicht. Von den Miniaturhandschriften ist am wichtigsten 
eine Gruppe von Codices, die fur den Erzbischof Bernhard von Rohr gcschrieben wurden und z. T. nahe Verwandtschaft 
mit gleichzeitiger Regensburger Buchmalerei aufwcisen. 



No. 37. [VIA t] Gregorii IX Papae Decretales, lateinisch, Folio, XIII. Jahrh. 



37 



m., 288x459, 264; Miniaturen, Initialen, Randleisten; Minuskel; Holzdeckel mit Lcdcrilberzug ; 
Oberitalienische Arbeit aus der zweiten Halfte des XIII. Jahrh. (Auf/. 263*1 liber Sanctc Marie in 



/. j': Unter einer 
angedeuteten gotischen 
Architekur sitzt in der 
Mitte der Papst in blauem 
Kleid mit rotem Mantel, 
und spitzer Miitze; die 
Rechte ist dozierend er- 
hoben, mit der Linken 
reicht er einem vor ihm 
knienden Monch ein Buch. 
Hinter . dem Knienden 
stehen noch mehrere 
junge Geistliche, des- 
gleichen auf der andern 
Seite des Papstes. Oben 
und links heruntcr eine 

vegetabilische Ranke. 
Init. F: hellviolett auf 
Gold und Blau; innen 
ein jugendlicher Geist- 
licher. 

/. 68: Unter einerSpitz- 
bogenarchitektur wieder 
der Papst in blauem Kleid 
und rotem Mantel, do- 




Fig. 20 zu No. 37, Studienbibliothek V 1 A 1, / 799'. 



glatter Schnitt. 
Wilhering. 147 1.) 

zierend; zu beiden Seiten 
stehen als Zuhorer Geist- 
liche verschiedenen Alters 
und verschiedenen Rangs. 
Init. D: wie die meisten 
Buchstaben gelbbraun in 
ein blaues Quadrat hinein- 
komponiert; im Innem 
des Buchstaben sehr 
buntes Blattwerk. 

/. 7/': Init./; gross- 
tenteils durch den Leib 
eines ganz verkriimmten 
Mannes gebildet; Init. C. 

/. 12 j: Spitzbogen- 
architektur in drei Teilen ; 
ganz rechts eine mensa 
mit Kelch, davor ein 
Geistlicher Messe lesend; 
iiber ihm eine rote 
Ampel ; im zweiten Teile 
Geistliche, im dritten 
Weltliche, die der Messe 
beiwohnen ; blauer Hin- 
tenrrund. 



l ) Foltz, a. a. ( ). pag. 75 tT., 99, 105. 



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46 



Studicnbibliothek. 



/. i8t: In der mittlern Abteilung einer dreiteiligen 
Architektur ein jugendlicher Geistlicher mit blauem Pallium, 
beide Hande mit einer Rednergeste ausgestreckt; auf beiden 
Seiten zahlreiche Zuhorer, Geistliche und Weltliche beiderlei 
Geschlechts; in der Mitte Gold-, sonst blauer Grund; Init. O; 
innen klettert ein Mann; am Rand des Buchstaben eine 
weitere mannliche Halbfigur. 

/. ityg* (Fig> 20): In der Mitte einer dreiteiligen 
Spitzbogenarchitektur sitzt ein vollbiirtiger Mann (der Richter?) 
in blauem Kleid und rotem Mantel mit spitzer rotweisser 



Miitze; urn ihn mehrere Personen, Geistliche und Weltliche 
mit lebhaften Gebarden; Init. S. 

Ausserdem eine sehr grosse Anzahl mehr oder weniger 
verzierter Initialen; bei den meisten hebt sich einfach der 
farbige Buchstabenkorper von dem andersgefarbten Grund ab. 
Viele haben aber noch ein besonderes Ornament, etwa indem 
im Innern des Buchstabens eine menschliche Gestalt, eine 
Halbfigur, ein Profilkopf dargestellt ist, oder indem die Buch- 
stabenform selbst durch Stilisierung eines Drachenkorpers usw. 
gebildet wird. 



38 No. 38. [VIA 2.] Archidiaconum super decretalium, lateinisch, Folio, XIV. Jahrh. 

m., 259x439,^^0; Miniaturcn, Zierleistcn, Initialen; Minuskcl ; abgewetzter Lederband mit Mctallschliesscn; unter Hornplattchen 
der Titel. Schnitt glatt. 

Italienische Arbeit vom Ende des XIV. Jahrh. 



f. 3 (Fig> 21)' Deckfarben; oben zweiteilige Dar- 
stellung in einem gemeinsamen braunem Rahmen mit Gold- 
ornament. Init. L; Goldgrund; der Papst auf einem griinen 
Thron in Purpurmantel mit der Tiara, die rechte Hand aus- 
gestreckt; vor ihm knien zwei Monche mit Buchern in der 
Hand; dahinter sitzt ein junger Mann mit einem beschriebenen 
Blatt; hinten im Halbkreis mehrere Zuhorer: zwei Kardiniile, 
zwei Monche, zwei Weltliche mit Vollbarten. 

Rechts ganz ahnliche Komposition; auf einem Ka- 
theder mit Baldachin sitzt ein junger Mann, Geistlicher, der 
aus einem aufgeschlagenen Buch doziert; zu Fiissen seines 
Sitzes ein Monch, nachdenkend, das Gesicht in die Hand 
gestutzt. Vor ihm im Halbkreis auf einer Bank, vor der ein 
langer Tisch steht, mehrere Monche, alle mit aufgeschlagenen 
Buchern. Mehrere sehen sich nach der Szene links urn. 
Teppichmuster als Grund. Init. R; Goldgrund; rotlich, innen 
blau; darin Kopf eines alteren Mannes mit dichtem Haupt- 
und Barthaar in rotem Mantel. Der untere Teil der Seite 
ist durch ein breites blaues Band in vertikaler Richtung in 
zwei Teile geteilt; in diesem Band befinden sich sieben Medall- 
ions von verschiedener Gestalt mit Goldgrund; darinnen drei 
Brustbilder von vollbartigen Mannern, und vier nachdenk- 
liche jugendliche Personen. Dieses Band geht nach unten in 
ein Blattornament auf dem Rand der Seite iiber. Links ist 
die Zierleiste von einer Ranke gebildet, die durch zwei 
menschliche Gestalten unterbrochen ist: ein junger Mann mit 
entblosstem Oberlcib schlingt einen blauen Mantel urn sich; 
unten ein junger Geistlicher mit rotem Mantel, der mit der 
rechten Hand nach der Ranke iiber ihm greift. 

Rechts eben falls eine Ranke mit zwei Mannern; ein 
ganz junger Mann oder Knabe mit schwarzen Striimpfen, 
einem kurzen blauen Rock und grosser blauer Kapuze; unter 
ihm, vom Rucken gesehen, ein junger Mann in einem 
griinem Rock. Reverendo in C hristo patri suo domino Ge- 
rardo dei gratia episcopo Sabiniensi Guido de Baysio Bono- 
niensis archidiaconus suus clericus et capellanus. 



/. j': Init. /; Goldgrund; darinnen steht ein Geist- 
licher in rotem Mantel mit Vollbart. Init. N; Violett auf Blau, 
innen auf Goldgrund der Oberkbrper eines jungen Geistlichen 
in rotem Gewand, der die Rechte ausstreckt und sie auf das 
Haupt eines auf dem Rand daneben stehenden Geistlichen 
legt; dieser ist ganz blau gekleidet und hat die Arme auf 
der Brust gekreuzt. 

/. 6: Init. 0; Violett auf Gold, innen auf Blau rote 
und griine Halbkreise. Am Rand zwischen den zwei Ko- 
lumnen ein junger Mann in griinem Kleid mit rotem Mantel. 

/. 6*; Oben Brustbild eines nimbierten Engels mit 
sehr grossen silbernen Fliigeln. 

/. 7'; Init. N; ein Geistlicher in Profil. 

/. 8: Init. Q auf Gold, innen ein bartloser Mann in 
rotem Kleid. 

/. 9; Am Rand ein nimbierter Engel mit einem 
grossen Buch. Init. D } darinnen ein Betender in Profil. 

/. 10': Am Rand ein vollig geriisteter Krieger mit 
breiter Sturmhaube. 

/. //.* Am Rand ein Engel mit bartlosem, aber 
ziemlich altem Gesicht in langem blauen Kleid und mit 
roten Fliigeln. 

/. 12: Ein junger Mann in kurzem roten Rock und 
schwarzen Striimpfen am Rande. 

f.i 3': Init. Q; innen ein Mann in Profil auf blauem Grund. 

f. 16; Am Rand ein Geistlicher in griinem Kleid 
init flatterndem roten Mantel, die gefaltcten Hande nach 
oben erhebend. 

/. 16 ': Am Rand ein junger Heiliger und ein Diakon. 

f. ij: Am Rand ein junger Mann mit holier griiner 
Miitze, in einem Buch lesend. 

/. 1 j': Am Rand in einem Rechteck auf Blau Brust- 
bild eines biirtigen Heiligen, mit der Rechten segnend. 

/. 21: Am Rand ein rot gekleideter Mann, ganz 
verdreht, in der Hand eine Randleiste haltend. 



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cptifatfc ccmortribittfirriciiic phftiic ftitir 

mUTlfld fl» it aitofupi 9 mfM n fin i n«p qp tatf 

pictr ocoimin ^tHtt cw ibii ptiapw utma» 

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mau,Uif,wmIniln5'pn'putfirticten#ni^! 

biilnii* crrfirurn.1 ^1111^0^™**^.^. 

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|wicTOtP!-ilhpiiI^tpibi>(rafeffu>:iDioi^ 

I fiqct aimpti .id ntc piitnn* pi umttii»fut tef 

ItWToCiruumwiipiiT.iitfiojrtpCim^orth^ 

I flo:c6 c^ptuwf pita pi ttlfini roeitttmi»«ilf 

I vrmiri Mt mr'.iai opnf«iU^»in.imoOtptf 

I inqnofiipftuinti^ctmI(Wn^tani»|rrimf 

letnitunuqp\lci.riniu(tott>eftrit^4a>io 

1 rumour mi f(T7n:lnt?.inTn*meouit»m©,. 

liMii #m«» mr-.it 1 aiti|» cViiim ftniptintrt 

1 — rnnu Dianf igmu- pnnpto m^m-4ftn» 

fcmAM.n»piW0$in»*AnTTftiii i(Hr 
[1 Jft;mcr-trmii tucin ibii xpu &bctt tflinw 
I meoTto hpttcmin* nit ^ inn .lUquai' art cif» 
I um 1 iir p fcKCT.Uu ton i qurfttrihn tn bxniti 
I in cell? pMTin^ a s t \ n vrlio n>Hottirmmn<» m 
I ntntoutPtno ace ivquinmAnifivhct^ ue 
I mm c(Ku\ttmRfl?nfamtipnow(hrin* fti 
liruan.inhur. 





W 



Fig. 21 zu No. 38, STUD1ENBIBLIOTHEK, V 1 A 2, /. 



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4 8 



Studienbibliothek. 



/. 28*: Init. Q; innen ein geriisteter Mann. 

/. 29: Am Rand ein Geistlicher in griinem Kleid, 
mit rotem Mantel und blauer Kapuze. 

f. J2: Am Rand ein junger Heiliger im Diakonenkleid. 

/. 33: Ein junger Mann in fliegendem blauen Mantel, 
mit der Linken auf die Init. E wcisend, neben der er am 
Rande steht. 

/. 34*: Init. /; geht nach oben in eine Zierleiste iiber. 

/. 36 s : Am Rand ein vollig geriisteter Krieger mit 
einem Federbusch auf dem Helm. 

/. 38': Am Rand ein griiner feuerspeiender Drache. 

/. 43*: Am Rand steht ein Bischof in vollem Ornat. 

/. 49 : Am Rand ein junger Mann in reicher welt- 
licher Kleidung in rotem Mantel mit Hermelinkragen und 
rotem Barett. 

/. 93: Links oben: der Papst auf griinem Thronsitz, 
vor ihm ein Bischof und fiinf andere Geistliche, die in einer 
Reihe hintereinander stehen. Goldgrund; Init. Q: Violett 
auf Gold, innen Blau; ein junger Mann mit Hermelin und 
griiner Miitze streckt die rechte Hand aus; links und unten 
Randleiste. Links eine Blattranke, darinnen ein junger Mann 
in violettem Kleid; unten zwei Medallions, im linken Petrus 
mit kurzem krausem Bart- und Haupthaar, mit Buch und 
Schliissel, rechts Paulus mit langem Bart, kahlem Haupt, 
Buch und Schwert. 

/. 106*: Init. Q; Violett auf Gold und Blau; Brust- 
bild eines Papstes. 

/. 129: Init. Q w. o.; Papstbild. Links Blattranken. 

/. 134: Links oben ein junger Mann, nur mit einem 
vveissen Schurz bekleidet, mit hoher roter Miitze; er blast 
auf einem schwarzen Horn. 

/. 136: Am Rand ein junger Mann in rotem Kleid 
mit blauem Mantel. 

/. 137': Init. Q w. o.; am Rand steht ein junger 
Mann und beugt sich mit dem Oberleib in den Buch- 
staben hinein. 

/. 138: Init. Q w. o.; Brustbild eines jungen Mannes; 
daneben ein Krieger mit hohem roten Hut. 

f. 140*: Am Rand ein vollig geriisteter Krieger. 

/. 143: Links oben ein Mann in rotem Kleid mit 
fliegendem blauen Mantel; er fasst mit beiden Handen das 
Randornament iiber ihm. 

/. T46': Am Rand ein ganz geriisteter Mann mit 
Schild, in der Rechten das gezogcne Schwert schwingend; 
Init. A: darinnen ein Mann mit Kapuze. 

/. 133: Links oben: Brustbild eines hciligen Papstes, 
beide Hande nach der Seite ausgestreckt. 

/. 136: Init. S; auf Gold und Blau; darin ein bart- 
loser Mann mit Hermelinkragen und schwarzem Barett. 

/. 138 1 : Init. Q; Papstbild. 

f. 160: Brustbild eines reich gekleideten Weltlichen 
am Rande. 



/• f 7S' : I n ^« Qy im Innern Halbfigur eines Papstes, 
der mit der Rechten auf das aufgeschlagene Buch in seiner 
Linken deutet. 

/. 190': Init. C; im Innern ein junger, sitzender 
Geistlicher. 

/. 19 J : Am Rand ein fast nackter junger Mann, nur 
mit einem weissen Tuch umwickelt, auf dem Kopf hohe 
schwarze Miitze. 

/. 194: Am Rand ein heiliger Bischof mit Nimbus; 
in der Linken halt er ein grosses Buch. 

/. 19 7': Am Rand ein Engel; Init. Q sehr gross, 
ganz ornamental, rein gcometrisch auf blauem Grund. 

f. 2J2 1 : Init. Q auf Gold; ein sehr reich gekleideter 
Mann in Hermelin und schwarzer Miitze, vor dem kleiner 
(vielleicht kniend) ein junger Mann in Violett, der nach 
seiner Hand fasst, dahinter ein brauner Vorhang. 

J\ 2/9: Init. (>; Halbfigur eines Papstes en face; in 
der Linken ein aufgeschlagenes Buch, die Rechte segnend 
erhoben; oben am Rand ein geriisteter Krieger. 

f.222\ Init. D; auf Gold, innen Blau; vor dem sitzen- 
den Papst stehen zwei Monche mit iiber der Brust gekreuz- 
ten Armen. 

/. 222*: Am Rand ein Krieger mit roter Miitze. 

/. 223: Init. D; darinnen Halbfigur eines Kardinals. 

/. 223: Links oben ein junger Mann mit fliegendem 
blauen Mantel, die linke Hand ausgestreckt. — Init. A; 
darinnen ein junger, bartloser, rot gekleideter Geistlicher. 

/. 226': Am Rand ein Krieger mit einer dreiwimpe- 
ligen Fahne; dann auf blauem Grund ein heiliger Bischof in 
vollem Ornat; Init. Q: ein lehrender Bischof, vor dem ein 
junger Monch kniet. 

/. 233'; Am Rand ein Apostel in griinem Kleid mit 
rotem Mantel, barfussig, vollbartig, in der Hand ein Buch. 

/. 247: Init. E: auf blauem Grund; segnender Bischof 
im Ornat, in der andern Hand ein Buch. 

/. 230: Auf der Zierranke ein junger Mann in rotem 
Mantel mit griiner Kapuze. 

/. 233: Am Rand ein junger Mann mit einem Buch. 

/. 236*: Init. S: innen ein junger, bartloser Geist- 
licher in Ornat. 

/. $6o: Init. Q: Brustbild eines Bischofs in Ornat. 

/. 269: Am Rand links oben steht auf einer Ranke 
Johannes der Taufer, in der linken Hand ein Medaillon mit 
dem kreuztragenden Lamm haltend und mit der Rechten darauf 
zeigend. Init. Q; ein alter Mann mit weissem Vollbart. 

/. 270: Ein biirtiger Monch mit einem Buch. 

/. 27 2': Halbfigur eines jungen bartlosen Geistlichen. 

/. 273': Ein Heiliger in rotem Mantel und init er- 
hobenen Handen am Rand. 

/. 283: Init. //; innen auf blauem Grund ein Munch, 
der mehrere vor ihm kniende Kinder lehrt. 

/. 293': Am Rand ein Mann in voller Riistung. 



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Taf. VII. 



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ITALIENISCHK ARBEIT VOX i 4 ig: HALDUS I)K I'EKUSIO, LECTl'RA SUPER LIBRO V 

SlLf|MI'.M:!l;i,K»l HIK. ((»!>. V 1 A m, t\ \. 



i. codicjs. 



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Studicnbibliothck. 



49 



/. joo: Bischof in Ornat, die Hiinde zum Segen er- 



/. 326: Am Rand ein Greis, der mit emporgehobenen 



hoben; /. jo/\ Krieger mit* hoher Miitze. Handen nach oben blickt. 

/• J°S' : Zweiteilige Architektur; links ein Bischof Die letzten drei Folien sind leer. 

Messe lesend, rechts auf Goldgrund die kniende Gemeinde; Literatur: Hacker, in Mitteilungen der Gesellschaft fur Salz- 

hinter dem Bischof kniet ein kleinererweissgekleideterGeistlicher. burger Landcsk. XI. pag. 244. 



No, 39. [VIA 6.] Joannis Andree additiones super speculo Duranti, lateinisch, Folio, XV. Jahrh. 

ch., 296X406, 2i*j\ Initialen; Cursiv (geschrieben von Johannes olim Coluphi de Arqua in civitate Florentie); Holzdeckel mit beschadigtem 
Lederiiberzug ; abgerissene Metallschliessen ; glatter SchnitL 

Florentinische Arbeit, begqnnen am 16. April 1433, beendet 1435; auf/. / ist ein fruherer Besitzer. Petrus de Breboliis (?), 1468 
Dec. 18, genannt. 

/. 3: Init. R; sehr bunt; der Buchstabe rot, gelb, Blau; Schnorkel nach mehreren Richtungen in derselben grellen 

blau; der Grund blau, braun, grim; links unten Ubergang in Buntheit. 
eine vegetabile Randleiste mit Bliiten an fadendiinnen Stielen. Die ubrigen zahlreichen Initialen einfarbig rot oder 

/. 40 4 : Init. S; Orange und Gelb auf Grim; innen blau mit Linienornamenten in denselben Farben, in Feder- 

blaurotes Blattornament. zeichnung durchgefuhrt. 

/. T22*: Init. S; Gelb und Violett auf Orange, Griin, 



39 



No. 40. [VIA 8.] Baldus de Perusio. Lectura super libro VI Codicis, lateinisch, Folio, Anfang 
des XV. Jahrh. 

ch. (Wasserzeichen, eine dreilappige Krone), 280X408, 41 4\ Initialen, Zierleisten; Cursive; gepresster Lcderband aus viel spaterer 
Zeit. Spatrenaissanceornaraent ; in der Mitte ein Rahmen aus Rollwerk mit der AufschriU: Viech und Fleisch Aufschlag Buech; oben steht 1642. 
Italienische Arbeit von 1419; geschrieben fiir Nicolaus Contarini in Venedig. 



40 



/. /.• (T« VII*) Das ganze Blatt von einer pracht- 
vollen Zierleiste umgeben. Deckfarben. Reiche Pflanzenranken, 
die durch ihre Windungen kleine Medaillons bilden, in denen 
sich die Darstellungen befinden; ausserdem das Ganze von 
kleinen Blumen, Tieren, Goldmustern und Droleries umgeben. 
In den Ranken Putten, allein oder mehrere zusammen, mit 
verschiedenen Instrumenten ; oder Kopfe mit Barten, nackte 
Manner mit langen Barten oder ein Brustbild; einmal zwei 
Frauen im Gesprach. Ein nackter Mann mit einem Tuch, 
vor ihm ein Hund; eine nackte Frau mit einem Spiegel; 
unten in der Mitte von zwei kleinen nackten Puttis gehalten 
ein ganz venvischtes Wappen. Dariiber sitzt unter einem 
Baum ein junger Mann in weltlicher Tracht und spielt auf 
einer Harfe. Neben dem rechten Teil der Randl. sitzt eine 
Frau auf einem Stuhl; sie ist in Zeittracht und blickt 
in einen Spiegel. Init. S auf Goldgrund, darinnen in reichem 
Gestiihl ein junger bartloser Geistlicher mit Hermelinkragen, 
mit einem kleinen Buch in der Hand, lehrend; um ihn, viel 
kleiner, vier zuhorende Monche. Incipit lectura super libro 
sexto codicis compilata per Baldum de perusio ingeniosissimum 
legum omnium interpretem. 

/. 7': Init. S; Deckfarben auf Goldgrund; violett, 
griin und rot; lappige Ranken; geht in ein Randornament iiber, 
das ebenfalls aus solchen Lappen besteht. Goldtupfen an 
diinnen Faden. 

/. 18: Init. S; in mehreren Farben auf Goldgrund; 
Randleiste. 
Bd. 11. 



/• 2 JS : Unten. Scriptor qui scripsit, cum Christo 
regnare possit etc. — Johannes de Argentina etc. — O scriptor 
cessa, quia manus est tibi crivessa. — Melius scripsissem, si 
bonam pennam habuissem. — Penna non valuit dicit ille qui 
scribere nescit etc. — Laus tibi Christe etc. — Davor: Baldus 
de Perusio utriusque juris doctor et sic est finis, deo gratia 
amen. Anno domini MCCCCX Villi die VII mensis Julii etc. 
— ego Johannes doldo de Argentina hoc opus scripsi pro 
nobili et egregio viro domino Nicolao de Conterinis de Venetiis. 

/. 236: Links schone Randl.; sehr bunte Prlanzen- 
ornamente mit grossen Lappen um einen langen griinen Stil 
gerankt; Goldtupfen. — Codicis Justiniani incipit lectura domini 
Baldi de Perusio super septimo de vindicta Iibertate rubrica. 

f. 258: Randl. wie auf/. 236; incipit lectura domini 
Baldi de Perusio super VII. cod. quomodo et quando iudex 
debet ferre summa praesentibus partibus vel altera parte etc. 

/. 366 1 : et ego Johannes scriptor de Argentina im- 
plevi lecturam domini Baldi de Perusio super VII° codicis die 
VI. Novembris pro nobili domino Nicolao de Contrinis. Ad 
honorem dei et beatae Mariae semper virginis et beati Petri 
principis apostolorum et ecclesiae tarn triumphantis quam 
militantis etc. 

Ausserdem eine sehr grosse Anzahl sorgsam ausge- 
fuhrter Initialen; der Buchstabenkorper ist aus kraftigen, in 
satten Farben ausgefiihrten Rauten gebildet und hebt sich von 
einem farbigen oder Goldgrunde ab; manche Initialen setzen 
ihre Ornamente in Randleisten fort. 



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Fig. 22 zu No. 42, STUDIENBIBLIOTHKK, V 1 A 11, /. ijj' 



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Studienbibliothek. 



51 



No. 41. [VIA 9.] Rationale divinorum officiorum, Folio, Pergament, XIII. Jahrh. 

m., 265X405, 261; Initialen; Minuskel ; Lcderband. Auf der Vorderseite untcr einem Hornplattchen der Titel. 



41 



Italienlsche Arbeit vom Ende des XIII. Jahrh. 

/. 2: Init. Q; Deckfarben, sehr zierlich ausgeftihrt; 
Rosa auf blauem Grund; in der Mitte ein Bischof, jung, bart- 
los, in der Linken ein Buch haltend, die Rechte zum Segnen 
erhoben. Der Buchstabe setzt sich nach unten in ein Rand- 
ornament fort. 

/. 2j: Init. /; Deckfarben; Rot auf Blau; unten geht 
es in eine Randl. liber. 

/• 35* - Init /; sehr zierlich auf blauem Grund; der 
Buchstabenkorper rosa, am umtern Ende umgeschlagen und 
geht dort in ein gelbliches Blatt iiber; unten Zierleiste. 

/. 48*: Init. /; blau und rotlich, lauft nach oben und 
unten in ein gebogenes Blatt aus. 



f. 118': Init. L; violett auf blauem Grund, links unten 
in einer Zierranke fortgesetzt. 

/. 142: Init. /; auf Blau; der rotliche Buchstaben- 
korper vvieder zu einem Blatt umgeschlagen. 

/. 238: Init. P; violett mit Goldornament; blauer Grund. 

/. 261': Der Schluss der Handschrift fehlt; schliesst 
jetzt mit dem Capitel de confessoribus des VII. Buches. 

Diese Initialen schmucken die Buchanfange; die 
iibrigen hervorgehobenen Initialen sind einfarbig rot oder 
blau mit feinen Ornamentlinien in der andern Farbe herum. 

Literatur: Hacker in Mitteilungen der Gesellschaft fur Salz- 
burger Landeskunde IX, pag. 245. 



No. 42. [VIA 11.] Missale, lateinisch, Folio, XV. Jahrh. 

Deutsches m., 291x391, 2j/ ; Initialen, Randleisten; Minuskel; Schweinslederband mit gepresstem Rcnaissanceor nament ; Metall- 
ecken und -schliessen. 

Salzburger Arbeit VOtn Ende des XV. Jalirh. Der Codex enthalt ein Salzburger Kalendar; auf dem Innendeckel steht von spaterer 
Hand: Schloss Radegg. (Die Radecker sind um 1 360 in mannlicher Linie ausgestorben ; Schloss Radcck kam an die Hohenfelder.) Der Codex ge- 
hort zu der gleichen Gruppe wie V 1 A 12, V 1 B 23, V 1 G no 



42 



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Fig. 23 zu No. 42, Studienbibliothek, V1A11,/. 



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207 . 



f. 5: Deckfarben; Die Init. A blau mit Innenornamen- Lilie bei seinem Haupt. Randl. um die ganze Seite, natura- 

tierung, in ein Quadrat mit breitem, halb griinem, halb violettem listische Blumen, ein Pfau, unten in der Mitte steht ein gelb- 

Rand eingefugt; Innen Goldgrund. Christus thront, nur mit einem gekleideter Engel mit einem Wappenschild. 
roten Mantel bekleidet auf dem Regenbogen; Schwert und /. 15': rotblauer Rahmen; Init. P; Griin, Goldgrund. 



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5 2 



Studienbibliothek. 



Maria mit dem Nimbus kniet vor dem Kind, das, nimbiert, 
eingewickelt auf einem Heuhaufen liegt; hinten Blick iiber 
eine niedrige Mauer in eine weite Landschaft; Randl. w. o.; 
Nelken. 

/. 88': griinroter Rahmen, Goldgrund, Init. R; mit aus- 
gespartem weissem Ornament; innen auf dem Rand des Grabes 
Christus in rotem Mantel, die Rechte erhoben, in der Linken 
die Kreuzfahne; Randornament. 

/. 99': blaugriiner Rand, Goldgrund; Init. U; purpurn; 
in der Mitte kleiner runder Hugel, auf dem die Fussspuren- 
Christi sichtbar sind; man sieht nur noch die Fiisse des 
Emporschwebenden; unten betend Maria und Johannes; Randl. 

/. 102: blauroter Rand; Goldgrund. Pfingstfest. Maria 
zwischen den Aposteln Petrus und Johannes; iiber ihnen 
schwebt die Taube; zu Haupten eines jeden eine kleine rote 
Flamme. — Init. S; Griin. — Randornament. 

/. 108': griinroter Rand, Goldgrund; Init. D; Blau; 
innen Christus unbekleidet im Grab stehend, Dornenkrone, 
Stigmen; Randornament. 

/• T 55* (Fig> 22): Kreuzigung Christi; der Rand ist 
mit zwei roten Streifen eingefasst, blau mit Blumenornament 



in Gold; in den Ecken Medaillons in Gold mit den Evange- 
listensymbolen. Goldgrund mit Rautenornament. Crux com- 
missa. Drei Nagel, Lendentuch, Dornenkrone; links steht 
Maria, die Hiinde gefaltet, rechts Johannes mit rotem Mantel, 
ganz jugendlich, die Linke an die Brust gelegt, in der Rechten ein 
Buch haltend. Zu Fiissen des Kreuzes kniet Magdalena in sehr 
reichem Gewand, ein weisses Tuch um den Kopf geschlungen, 
beide Hande an das Kreuz gelegt. Unten Pflanzenornament. 

/. /j6 : griinroter Rand; Goldgrund; Init. 7; Blau; an 
alien Randern naturalistische Pflanzen. 

/. 160 ': Kleines Medaillon init dem Schweisstuch mit 
dem Antlitz Christi. Dornenkrone uud Strahlenglorie. 

/. 162: griinroter Rand, Goldgrund; Init. D y blau; innen 
Andreas, in den Handen das Kreuz haltend; Randornament. 

/. 20 j (Fig* 23): rotblauer Rand, Goldgrund; Init. E; 
griin; Petrus, kahl, mit kurzem runden Vollbart, halt in der 
Linken den Schlussel. 

Ausserdem mehrere Initialen buntfarbig auf Goldgrund 
innerhalb einer zweifarbigen, gewohnlich griinroten Umrahmung. 

Literatur: Hacker in Mittcilungen der Gesellschaft fiir Salz- 
burgcr Landeskunde IX pag. 245 ff. 



43 No. 43. [VIA 12.] Missale, lateinisch, Fol., XV. Jahrh. 

Deutsches m., 277x390, 24s; Miniaturen, Initialen; Minuskel ; gepresster Lederband; gotisierend mit Metallbeschlagen an den Ecken ; 
einige davon fehlen. Metallschliessen. 

Osterreichische, wohl Salzburger Arbeit des XV. Jahrh. Georg Bischof von Seckau war 1476 der Besitzer des Codex (s. /. /). 

comparavit hunc presentem missalem librum in remedium et 
salutum anime sue. 

/. 2: Es beginnt das Kalendar. (Salzburger Diozese.) 

/. 8: Init. A (Fig. 24); Deckfarben, Goldgrund; 
dicker Rahmen, dessen vier Seiten in je eine grime und eine 
rosa Halfte zerfallen. Die Init. A blau mit Schattierungen; auf 
dem Querbalken sitzt Christus mit entblosstem Oberkorper in 
rotem Mantel mit alien Wundmalen, hinter seinem Haupt rechts 
ein Schwert, links eine Lilie. Randl. links, oben und unten, 
naturalistische Bliiten, dazwischen ein langer goldener Stengel. 

f. 1 J*: Init. P; Goldgrund; Rahmen w. o. in Blau 
und Rot; der Buchstabe griin; innen sitzt auf rosa Bolster 
Christus als Kind, ganz nackt; lijiks Randl.; auch Goldtupfen 
mit kleinen radialen Strichen angewendet. 

/. 9J: Init. R; Goldgrund; Rahmen w. o. blau und 
griin; der Buchstabe violett; innen erhebt sich Christus nur 
mit einem rotem Mantel bekleidet, mit der Kreuzfahne in der 
Hand aus dem rosa Sarg. Naturalistische Randl. 

/. 104: Init. C r ; auf Goldgrund, Rahmen w. o. blau 
und rot; der Buchstabe rosa. Innen Himmelfahrt; man sieht 
den runden griinen Hugel, darauf noch dia Fussspuren von 
Christus und die Fiisse des Emporschwebenden. Ohne Randl. 

/. joj: Init. .S'; Goldgrund; Rahmen w. o. blau und 
Rot; der Buchstabe griin. Ein Haus, an dessen Fenster man 
zwei Kopfe sieht, iiber denen je eine kleine Flamme schwebt. 
Uber dem Haus die Taube, von der Strahlen nach unten 
fiihrcn. Randl. 




mam m&jDCtis metis m vcconfcco 

Fig. 24 zu No. 43, Studiinbiblioihck, V 1 A 12, /. >'. 



/. /: rubriziert: Anno doniini MCCCCLXXVI vice- 
sima quarta die mensis octobris Reverendus in Christo pater 
et dominus (ieorgius Episcopus Seccoviniensis genere vberacker 



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I 




i* 



Fig. 25 zu Xo. 43, STUDIEXB1BLIOTHEK, V I A 12, /. //.?. 



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54 



Studienbibliothek. 



/. 118 (Fig;. 25): Kreuzigung, ganzseitig; Deck- 
farben. Ringsum ein breiter blauer Rahmen zwischen zwei 
roten Konturen; in jeder Ecke ein Goldmedaillon. Christus 
am Kreuz rait geschlossenen Augen; drei Nagel, alle Stigmen, 
Lendentuch. Daneben die beiden Schacher, die Arme iiber den 
Querbalken gebunden, die Fiisse um den Kreuzstaram ge- 
wunden, in schmerzhafter Kriimmung. Zu Fussen des Kreuzes 
steht links und rechts je eine Gruppe von drei Personen. 
Links Maria in blauem Kleid, von Johannes gestiitzt, wabrend 
Magdalena am Fusse des Kreuzes steht und mit gefalteten 
Handen emporblickt; rechts vorn ein alter Mann in reicher 
Tracht, hinaufzeigend (Centurio), dahinter ein Krieger mit 
einer Waflfe in der Hand und ein zweiter Krieger, der eine 
Binde um das Haar gewickelt hat und auch mit andachtigem 
Blick nach oben sieht. Der Boden mit Gras und Krautern 
bewachsen, zu Fussen des Kreuzes liegen Steine. 

/. 119: Init. T; Goldgrund; Rahmen w. o. rot und 
griin. Der Buchstabe blau. Rankenwerk aus naturalistischen 
Prlanzen an alien Seiten. 



/. 12 j 1 : Unten am Rande der Seite ein rot ein- 
gefasstes Medaillon, darinnen auf Goldgrund das Schweiss- 
tuch mit dem Haupte Christi mit Dornenkrone. 

/. 126: Init. G; Goldgrund, Rahmen w. o. rot, griin. 
Init. D; Blau. Christus steht zur Halfte sichtbar im rotlichen 
Grabe; der Oberleib entblosst; Dornenkrone. Randleisten. 

/. 158: Init. T; Goldgrund, w. o., griin; Init. Trot; 
Randleisten. 

/. 159 4 : Init. S; Goldgrund, w. o., griin, rot. Buch- 
stabe blau. Innen Papst in vollem Ornat mit Tiara, Kreuz- 
stab. Randleiste. Text sacerdotes. 

/. 213: Init. E; Goldgrund, w. o., griin, rot. Buch- 
stabe violett. Innen auf Grasboden der heilige Petrus ohne 
Nimbus, mit kahlem Haupt, in der Hand grosse Schliissel 
haltend. Randornament. 

Literatur: Hacker in Mitteilungen der Gesellschaft filr Salz- 
burger Landeskunde, IX, pag. 248. 



44 No. 44. [VIA 13.] Novella Domini Johannis Andree super libro secundo decretalium, lateinisch. 

Folio, XV. Jahrh. 

ch., 288x410, 2is\ Initial e; Minuskel; mit cursiven Elementen, ab J. 12Q ganz cursiv. Beschadigter Ledcrband mit abgerissenem Metall- 
beschlag und Metallschliesscn. 

Deutsche (?) Arbeit des XV. Jahrh. Alter Salzburger Besitz; beigebunden cine Salzburger Notariatsurkunde des XV. Jahrh. 

/. 2; Init. E; Silber auf Goldgrund; rot-weiss-silberner Streifen als Umrahmung; diese geht in eine silberne mehrfach 
verknotete kurze Randl. iiber. 



45 No. 45. [V 1 B 18.] Tractatus Hieronymi de libro psalmorum, lateinisch, Folio, IX. Jahrh. 

Deutsches m. f 257x368, 138 \ Initialen; karolingische Minuskel mit merovingischen Nachklangen; Holzdeckel mit Leder Ubcrspannt, in 
das ein Rautenmuster eingepresst ist; unter cinem Horntafelchen der Titel; Metallschliessen. 

Fr&nkiscke Arbeit VOm Anfang des IX. Jahrh. Alter Salzburger Besitz; vielleicht eine der Handschriften , die unter Am hier ge- 
schrieben wurden (Foltz p. 9); im Verzeichnis von Holveld von 1433 als Nummer 108 erwahnt. 

/. 8j: Init. B; der Schaft enthalt in drei Farben ein 



/. 2: Init. P; durch den dunkelgrauen Buchstaben- 
korper zieht sich ein karminrotes Band; Init. B; durch den 
Schaft ist ein Flechtband in Rot-griin-gelb gezogen; der obere 
Bauch ist ichthyomorph gebildet und besteht vollig aus einem 
Fischkorper; der untere griin-gelb-rosa hat nur mehrere orna- 
mentale Verknotungen; die folgenden Buchstaben eatus sind 
alternierend gelb, griin, rot. 

f. 30: Init. /; rot; der Schaft besteht aus zwei gegen- 
einander gewendeten Keilen, die jeder aus einem tetragramm- 
artig verflochtenen Band gebildet sind. 

/. 64: Init. /; im oberen Teil des Schaftes griin-gelb- 
rotes Flechtband; die nachsten Buchstaben (ncipit de psalmo 
centesimo primo) sehr gross, zum Teil rubriziert. 

/. 65: Init. B; der Schaft enthalt griin-rot-gelb ein 
Maanderornament; beide Bauche ichthyomorph. 

/. j 1 : Init. C; sehr buntes Hackenkreuzmuster. 

/. 7 4: Init. C; gelbgriines Flechtband, roter Grund. 



sehr kompliziertes Plechtbandmuster; auch die Bauche sehr 
bunt mit ichthyomorphen Reminiszenzen. 

/. 99: Init. B; griin-rot-gelbes Flechtwerk, die Bauche 
vegetabilisch. 

/. 119: Init. P; rautenartiges Ornament in den drei 
Farben im gelb geranderten Schaft; ichthyomorpher Bauch. 

/. 129: Init. L; kompliziertes Flechtwerkornament in 
drei Farben, in denen auch die vorhergehenden Buchstaben 
(Incipit de psalmo) alternieren. 

Ausserdem eine grosse Anzahl weiterer Initialen, bei 
denen vegetabile und ichthyomorphe Bildungen mit Flecht- 
werk und Hakenkreuzmotiven kombiniert sind; die Farben 
sind gelb, griin, rot; eine Anzahl kleinerer Initialen sind nur 
durch diese Farben ausgezeichnet. 

Literatur: Foltz, Geschichte derSalzburgerBibliotheken,p.9,36. 



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Studienbibliothck. 



55 



No. 46. [V 1 B 19.] Expositio beati Brunonis, lateinisch, Folio, XIV. Jahrh. 

Deutsches m., 266x365, ig2\ Initialen; Minuskel; einfacher, stark bcschadigter Lederband. 

Suddeutsche Arbeit ailS dent XIV. Jahrh. (Auf dem Innendeckel in Cursive von der Wende dcs XV. und XVI. Jahrh. ; liber Caroli 
Stefel canonicii luaradiensis. Da ru liter von alterer Schrift: Bruno episcopus super quinque libros Moysi et Josuam prophetam.) 

Die Initialen sind in unkolorierter Federzeichnung 
zierlich und zum Teil sehr reich ausgeftihrt. 

/. 2: Ink. P; der ganze Schaft mit Ornament bedeckt; 
im Innern des Buchstabens sehr feine Ornamentzeichnung. Die 
angewendeten Farben sind rot, blau, violett, in verschiedenen 
Verbindungen. 

/. oj: Init. L; die rubrizierte Schlusszeile und Uber- 
schrift ist am Rand immer vorgeschrieben. 



46 



Die zahlreichen Initialen sind immer vollstandig in der 
betreffenden Farbe ausgeftihrt; innen und aussen in diinner 
Federzeichnung das Ornament, das sich auch bisweilen am 

Rande nach oben und unten fortsetzt. 

« 

Lite rat ur: Hacker in Mitteilungen der Gesellschaft fttr Salz- 
burger Landeskunde. IX, pag. 247. — Vicrthaler, Reisen durch Salzburg, 
1799, P. 105. 



No. 47. [V 1 B 20.] Psalterauslegung 
XIV./XV. Jahrh. 



des Nicolaus von Lyra; deutsch-lateinisch, Folio, 47 



Deutsches m. t 255x365, 2?o\ Randleisten, Initialen, Minuskel; stark hergenommener Lederband, Hornplattchcn fiber dem Titel: 
Psalterium Theotunicale mixtum unus versus in latino, alius Theotunico, in nigra cute; die Schliessen sind abgerissen. 
Bohmische Arbeit von der Wende des XIV. zum XV. Jahrh. (Fur Konig Wcnzel I geschrieben.) 



/. /: (Abb. bei Schlosser, Tafel XXIII.) Reiche Urn- 
rahmung der ganzen Seite mit einer bunten Ranke mit grossen 
blauen und roten Bluten. Die Ranke enthalt auch die be- 
kannten Embleme Konig Wenzels: Links oben violettes Init. W 
mit dem Gefangenen, der die Fiisse durch dessen Schafte 
hindurchsteckt. Rechts oben und rechts in der Mitte der 
wilde Mann mit Helm, Speer und Wappenschild, jener mit 
dem Wappen von Schlesien, dieser mit dem von Bohmen; 
rechts unten das Bademadchen mit dem Schaff am Arm. 
Init. P; rot, innerhalb eines griinen Rahmens; innen auf Gold- 
grund ein junger Geistlicher, wohl der Verfasser Nicolaus von 
Lyra selbst, vor einem Lesepult sitzend. Init. R, blau auf 
Gold, in einer roten geflochtenen Umrahmung; innen Konig 
David, Harfe spielend. 

/. 5/': Init. D; rot, innen ein Blinder, der sich auf 
einen Stock stiitzt und mit der andern Hand auf sein Auge 
weist. (Dominus meus illuminatio mea et salus mea, quem 
timebo? Ps. 26, 1.) 

/. So': Init. D; blau auf Gold, innen sitzt ein junger 
Mann auf einer Bank und weist auf seinen Mund. (Dixi 
custodiam vias meas ut non delinquam in lingua mea.) Am 
Rand eine reiche vegetabile Ranke. 

/. log*: Init. D; rot auf Gold, innen ein violett- 
gekleideter Narr mit einer griinen Keule (dixit insipiens in 



corde suo: non est deus. Ps. 13, 1), breite Randl. um die 
ganze Seite mit Goldornament; darin acht Medaillons mit 
Eisvogel, Init. IV, E, WasserschafT. 

/. 136: Init. S; griin auf Gold, Konig David mit der 
Krone auf dem Haupt, nackt im VVasser stehend; dariiber die 
Halbfigur Gott Vaters (blau). (Salvum me fac deus, quoniam 
intraverunt aque usque ad animam meam. Ps. 68, 2.) (Abb. bei 
Schlosser, p. 256.) Reiche Schmuckranke am Rand. 

/. 16 7 : Init. E; griin auf Gold, David ein Glocken- 
spiel anschlagend, (sumite psalmum, date tympanum psalterium 
iocundum cum cythara. Ps. 80, 3); reiche Randverzierung. 

/. 10 j: Init C; rot, drei reich gekleidete Geistliche, 
die aus einem vor ihnen auf einem Pult liegenden Buch 
singen (cantate Domino canticum novum, quia mirabilia fecit. 
Ps. 97, 1); Randl. 

/. 214': Init. D; rot, in dem Balken und in dem 
Bauch je ein Engel; Grund schwarz mit zartem Goldornament; 
innen Gott Vater und Christus thronend (dixit Dominus Domino 
meo, sede a dextris meis. Ps. 109, 1); Randl. 

Literatur: Julius von Schlosser, Die Bilderhandschriften Konig 
Wenzel I. im Jahrbuch der kunsthist. Sammlungen des allerh. Kaiser- 
hauses. XIV, p. 256. Hacker in Mitteilungen der Gesellschaft fur Salz- 
burger Landeskunde, IX, p. 249. Vierthaler, Reisen durch Salzburg, 
1799, p. 106 ff. 



No 48. [V 1 B 21.] Breviarium Romanum (Salisburgense) Praec. Calendarium, lateinisch, Folio, 
2. Hftlfte des XV. Jahrh. 

Deutsches m., 275x359, 402 \ Initialen, Randleisten; Minuskel; gepresster Lcderdeckel mit verschiedenen Ornamentcn; reicher 
Metallbesehlag. 

Suddeutsche Arbeit vor 1475. Auf/. / nachgetragen : Sancte Brigide sic fuit rcvelatum quod plage Christi fuerunt 1475. (Fur den Erz- 
bischof Bernhard von Rohr geschrieben.) 



48 



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56 



Studicnbihliothck. 



/. 2 — 8: Salzburger Kalendar. 

f. 9: Init. D: blau, innen grim und rosa eine Art 
Granatapfelornament. 

/. g': Init. A: blau, innen ein griines Rautenmuster, 
links ein Kopf in Profil. 

/. 10: Init. C r ; Deckfarben, griin auf blau; innen auf 
violett Halbfigur eines Mannes in violettem Gewand und mit 
blauem Barett; in der Hand halt er ein breites Spruchband 
mit den Worten: Septies in die laudem dixi tibi deo super 
iudicia iustitiae tuae. 

/. io* (Fig;, 26): Init. B; in griinera Rahmen violett- 
rosa auf Blattgold; innen violett mit reichem Goldranken- 
ornament; innen sitzt Konig David als Greis mit Krone und 
Purpurmantel, ein Triangel in Handen haltend. Am Rand 
sehr reiche Zierranke mit naturalistischen Blumen; unten 
Wappen des Erzbisch. Bernhard. 

f. ij 1 : Init. D: rot, innen innerhalb eines Ornaments 
eine violette Gesichtsmaske. 

/. 20: Init. D; griin, innen eine sehr sorgfaltig ge- 
zeichnete Blume, links ein mannlicher Kopf in Profil. 

f. jj': Init. .V; blau, den Grund bildet ein Gitter, 
von dem sich eine Mohnblume abhebt; links ein mannlicher 
Profilkopf. 

f. 43: Init. E; griin, den Grund bildet ein violettes 
Rautenmuster. 

f. 51*: Init. C: rot, innen eine grosse Karde. 

f. 39': Init. D; blau, innen ein griines Af> durch- 




Fig. 26 zu No. 48, Studienbibliothek, V 1 B 20, /. jo' . 



schlungen von einem Spruchband mit den Worten unica spes 
mea, daruber eine Krone; links ein Kopf in Profil. 

/. 66*: Init. L; violett, innen auf griinem Ranken- 
werk eine mannliche Buste in Profil. 

/. 68: Init. D: rot, innen eine grosse Distel. 

f. 69: Init. Af: braunrot, innen blaues Rankenwerk 
(Federzeichnung). 

/. yo : Init. D: blau, aufgebliihte Blume. 

/. 7/': Init. D; blau, innen eine grosse Blume. 

/. 72'; Init. L; griin, innen eine Mohnblume. 

/. 7j: Init. N; blau, Blume, Profilgesicht. 

/. j 4: Init. Af: rot, innen in Federzeichnung vio- 
lette Ranken. 

/. 75': Init. C: blau, grosse Blume. 

/. jj: Init. B; griin, violettes Rankenwerk. 

/. 79; Init. C; griin, innen ein Kopf. 

/". Sj: Init. C; griin, innen Af mit Spruchband mit den 
Buchstaben : u. s. m., den Initialen der Devise unica spes mea, 
daruber die Krone. 

/ 88 : Init. E: braunrot, innen blaues Ornament in 
Federzeichnung. 

/. 91: Init. E: blau; innen ein grosses griines Blatt. 

/. 9J: Init. D: griin auf gold, innen hellviolett; 
roter Rahmen. 

/. 93 : Init. U: rot, darinnen ein mannlicher Kopf 
mit blauem Barett. 

/. rj9 4 : Init. U: blau, grosse Blume, Profilkopf. 

/. 1 54': Init. O; blau, innen im Kelch einer grossen 
Blume die heilige Jungfrau mit dem Kinde; dariiber die 
Buchstaben MM. 

f. 226*: Init. A; griin, innen blaues Linienornament, 
links Profilkopf. ' 

/ 232: Init../; griin, roter gegitterter Grund, grosse 
aufgebliihte Ulume. 

/• 2 33 : I mt - d; blau, grosse distelartige Blume, 
Profilgesicht. 

/. 244: Init. A: innen dunkelblauer ornamentierter 
( irund, Profilgesicht. 

/. 280: Init. D: griin, grosse aufgebliihte Blume. 

/ JAVA* Init. I r : rot, innerhalb griinerWellenranken Halb- 
figur des heiligen Andreas aus einem Blumenkelch auftauchend. 
W'citer zahlreiche Initialen in einer lebhaften Farbe, 

zumeist mit einer 
Blume oder einem 
Kopf in Profilstel- 
lung verziert; auch 
feine Linienorna- 
mente ziehen sich 
bisweilen um den 
Buchstabenkorper. 



Litcratur : 
Hacker in Mittcilun- 
gen der Gesellschaft 
fiir Salzburger Landes- 
kunde. IX, pag. 248. 



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Studicnbibliothek. 



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No. 49. [V 1 B 23.] Missale, lateinisch. Polio, XV. Jahrh. 

Deutsches' m., 297x385, Jyo; Initialen, Zierleisten; Minuskel; Holzdeckcl mit einem grosstenteilt abgerissenen Leinentibcrzug. Metall- 
beschlage in Renaissanceformen. Metallschliesscn. 

Deutsche Arbeit vom Anfang des XV. Jahrh. 

f. 77; Init. A; Deckfarben, Goldgrund; Rahmen, der 
auf jeder Seite der Lange nach in eine rosa und eine griine 
Halfte geteilt ist. Der Buchstabe ist blau mit Innenschattierung. 
Innen thront Christus als Weltenrichter, nur mit einem roten 
Mantel bekleidet, auf dem Regenbogen. Das Haupt in Strahlen- 
glorie; vom Haupt ausgehend Schwert und Lilie, die Fiisse 



49 



/. jj'; Rand griin, rot; Goldgrund, Init. A y rot; Randl. 
mit verschiedenen naturalistischen Blumen. 

/. ij2': Rand blau, griin; Goldgrund; Init. R, violett, 
Christus auferstehend, nur mit einem roten Mantel bekleidet; 
er ist mit einem Fuss bereits aus dem Grabe gestiegen und 
halt in der Hand die Kreuzfahne. Randl. w. o. 



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am oliiia friirtiriraui in 
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Fig. 27 zu No. 49, Studienbibliothek, V I B 23, /. 2?o . 



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corappa 
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auf der Weltkugel; in dem griinen Erdboden zwei offene 
Graber, aus denen zwei kleine betende Gestalten nackt 
auferstehen. 

Die Zierleiste geht urn die ganze Seite, in Deckfarben 
ohne Grund direkt auf das Pergament gesetzt. Naturalistische 
Ranken, mehrfache Anwendung eines Granatapfelmotivs. Gold- 
tupfen mit kleinen Strichen herum, dunkelrot und blau. 

/. 18: Quadrat, griiner Rand, Goldgrund mit Ornament, 
Init. T 5 , rosa. Die beiden Kolumnen durch einen langen Stiel 
getrennt, der am unteren Rand der Seite nach rechts und links 
in Ranken iibergeht. Letztere w. o. 

/. 27: Rand violett, griin; Goldgrund; unten Leiste 
mit Kornblumen. 

/. 28 : Rand blau, rot; Goldgrund; Init. P y griin, darin 
Christus als Kind ganz nackt auf einem rotlichen Polster, in 
der Hand die Weltkugel haltend. Zierleisten. 
Bd. 11. 



/. 145: Rand blau, griin; Goldgrund; Init. C] rot. Innen 
ein griiner Hiigel, der mit verschiedenen Kriiutern bewachsen 
ist; Fussspuren und Fiisse des emporschwebenden Christus. 
Randl. w. o. 

/. 149: Rand griin, rot; Goldgrund; Init. S, blau. Im 
Innern die untere Halfte durch ein griinrotes Rautenmuster 
ausgefiillt; oben die weisse Taube des heiligen Geistes mit 
Kreuznimbus und ausgebreiteten Fliigeln (Pfingstfest). Randl. 
rechts und unten. 

/. ij~: Rand griin, rot; Goldgrund; Init. Z>, blau. Im 
roten Grab steht Christus, dessen entblosster Oberleib sichtbar 
ist; Strahlenglorie, Nimbus, Dornen krone, Blutstropfen ; Zierleisten. 

/. 20 1 4 : Rand rot, griin; Goldgrund; Init. T, blau. 
Innen eine romanische Kirche; aus einem Turmfenster eine 
Kreuzfahne ausgesteckt. Zierleisten. 

8 



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Studienbibliothek. 



/. 202': Rand rot, grim; Goldgrund; Init. D, blau. 
Innen Andreas ohne Nimbus, in der Hand das schiefe Kreuz 
haltend; Randornament mit Kornblumen. 

/. 2 jo': (Fig;. 27) Rand griin, blau; Goldgrund; Init. E, 
blau. Innen Petrus rait kahlem Kopf und kurzem krausem 
Vollbart mit dem Schliissel in der Hand. Randl. 



Ausserdem zahlreiche Initialen in bunten Deckfarben 
auf Goldgrund innerhalb einer andersfarbigen Umrahmung; 
zumeist auch Zierranken am Rand oder zwischen den beiden 
Kolumnen in it vegetabilen, z. T. naturalistischen Motiven. 

Literatur: Hacker in Mittcilungen der Gescllschaft ftir Salz- 
burger Landeskunde. IX. pag. 248 f. 



50 No. 50. [5 1 B 22.] Missale, lateinisch, Folio, XIII. XIV. Jahrh. 

Deutsches m., 285x365, 97 (die letzten 6 unbeschrieben). Initialen, Randleisten; Minuskel ; Lcderband mit gcpresstem Renaissance- 
ornament. Metallschliessen. 

Suddeutsche (wahrscheinUch Salzburger) Arbeit yon der Wende des XIII. Jahrh. 

/. 48: Deckfarben, Goldrand; blauer Grund. Init. 7) /. 52': Am Rand oben ohne Grund direkt auf das 

zierliches Muster in Gold. Naturalistische Randl. rechts und Pergament gezeichnet Kopf Christi mit Dornenkrone und 

oben. Streublumen, Veilchen, Maiglockchen, Kornblumen, Strahlenglorie. 

Knzian etc.; spater dazugezeichnet. Zahlreiche plumpe Initialen in Blau, Griin und Rot. 



51 No. 51. [V 1 B 24 (2).] Summa Gofredi super libros decretalium, lateinisch, Folio, XII. XIII. Jahrh. 

Italienisches m., 240X296, /jS; Initialen; Minuskel; Lederband mit Metal schlicssen, oben unter einem Hornplattchen der Titel. Unten 
in Cursive des XIV. Jahrh. eine kurze Inhaltsangabe. 

Italienische Arbeit von der Wende des XII. zum XIII. Jahrh. -oder Anfang des XIII. Jahrh. Auf der Innenseite des Deckels zahl- 
reiche Rechnungen eincs friiheren Besitzers, auf J. j» unten die Bemerkung, dass der Codex im Jahre 1359, indictione XII, am 4. November vor dem 
Notar Rudolf Egidius von Petrus de Bostu domini pape scriptor gekauft wurde, woriiber auf J. j die Notariatsurkundc ; der Name des Verkaufers 
fehlt; der Preis ist getilgt; auch auf der Innenseite des Riickdeckels mehrere Notizen, die alteste von 1273 von Nicolaus Andredet; auf dem Deckel 
unterhalb des Titels: Pilgrimus archiepiscopus Salzburgcnsis. Der Codex ist vielleicht No. 374 in Holvelds Katalog und war als H. 130 in der 
Salzburger Hofbibliothek. 



/. j: Deckfarben; Init. G, Rot auf Blau; in Goldgrund 
das Bild eines Bischofs in vollem Ornat. Links am Rande 
ein Krieger mit Schild, Speerfahne und Helm; er ist nach 
unten in eine Zierranke fortgesetzt. Init. P. 

/. j': Init. D\ diese und die folgenden Initialen sind 
in Deckfarben ausgefuhrt, sehr klein und in ein Quadrat ein- 
gefiigt, aus dem die Ober- und Unterschafte hervorstehen. 
Zumeist blau mit diinnen weissen Ornamentlinien. 

/. 8': Init. D t Blau auf Braun; das Innere durch einen 
Kopf ausgefullt. 



/. 16: Init. D, Blau auf Gold; das Innere des Buch- 
staben wieder durch einen Kopf en face gebildet. 

Eine ziemliche Anzahl recht kleiner Initialen, die auf 
die gleiche Form zuruckgehen; teilweise verwischt. 

Schlanke Tierfiguren, halb als Initiale, halb als Rand- 
ornament verwendet (Drachen). 

Literatur: Hacker in Mitteilungen der Gesellschaft fiir Salz- 
burger Landeskunde, IX, pag. 245. Foltz, Gesch. d. Salzb. Bibl., p. 39 f. 



52 No. 52. [V 1 B 33.] Novella (Bonifacii VIII super eius lib. VI. decret.), lateinisch, Folio, XV. Jahrh. 

ch., 300x404; 2j2\ Initialen; Cursive; Holzdeckel, Lederbczug, Metallbeschlag. 
Deutsche (?) Arbeit des XV. Jahrh. 



f. j: Init. J; blauer Rand, Goldgrund, Schaft blau, 
von einem roten Band mehrfach durchzogen. 



Init. N; schwarzer Grund, rot. 

Die iibrigen Initialen nur rubriziert. 



53 No. 53. [V 1 B 36/8.] Sermones postillares Antonii Parmensis. — Admonitiones S. Bonaventurae ad 

sacerdotes de celebratore. — Albertus Magnus, Signa, Calendaria etc., lat., Polio, XV. Jahrh. 

ch. (zwei gekreuzte Schliissel als Wasserzeichen) ; 281x407; J20 (unvollstandig); Miniaturcn, Initialen; Cursive; Holzdeckel. 
Siiddeutsche, wohl baierische Arbeit aus der ersten Hdlfte des XV. Jahrh. Auf /. 1 ein Vermerk: Anno domini millesimo quadringen- 



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Studienbibliothek. 



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tesimo quinquagcsimo primo die quarto mensis Octobris ego Fridericus de Tegenhart presbyter Constanticnsis diocesis manu mea hie propria recog- 
nosco me inpignorasse librum praescntem vencrabili et religioso priori et conventui ordinis beatae Mariae virginis de monte Carmeli in VVyena 
Pataviensis diocesis pro florenis ungaricis sex etc.). 



/. //; Init. C; Rot in einem blauen Quadrat, dessen 
Bander sich zu einem dornblattahnlichen Ornament fortsetzen. 

/. io2*: Init. A r ; Blau auf Rot; nach oben und unten 
Fortsetzung in einem Dornblattmuster. 

/. 175 1 : Init. R; Rotbraun auf einem sehr reich orna- 
mentierten blauen Grund; Pflanzenranke . 



/. 236: Mars, Widder, Skorpion, Virilitas, None. 
/. 236 1 : Sol, Lowe, Widder, Adolescentia, Sexte. 
/. 237: (Fig;. 28) Venus, Stier, Wage, Iuventus, Tertie. 
/. 237': Mercurius, Jungfrau, Zwillinge, Senium, Vesper. 
/. 238: Luna, Krebs, Senectus, Complet. 
DiePlaneten sind samtlich nackt mit entsprechenden 





X[\§v piftajDMf 




Fig. 28 zu No. 53, Studienbibliothek, V 1 B 36/8, /. »j~. 



Fig. 29 zu No. 53, Studienbibliothek, V 1 B 36/8, /. 241. 



f. 2Gt): Init. U: Blau auf Karmin und Purpurrot; ganz 
bedeckt mit vegetabilen Ornamenten; rechts und unten 
Blutenranke. 

/. 233: Beginn der Kalenderbilder. Auf jeder Seite 
vier Medaillons; oben im grdssten das Planetenbild; darunter 
zwei kleine Medaillons mit je einem Sternbild des Zodiakus; 
unten ein mittelgrosses mit den wechselnden Lebensaltern, 
immer eine Person mannlichen, eine weiblichen Geschlechts. 
Zuoberst lateinisch und deutsch ein astrologischer Spruch. 
Ferner eine Einteilung des kirchlichen Tags. 

Saturnus, Steinbock und Wassermann, Infancia, Metten. 
Unter dem untersten Medaillon folgende Bemerkung: Ista in- 
ferior figura debet esse ultima et store sub luna et econverso 
ultima figura, que est sub luna, debet hie stare sub saturno. 

/. 233 1 : Jupiter, Schutze, Fische, Pueritia, Prime. Unter 
dem untersten Medaillon (Pueritia): Hec figura inferior debet 
esse penultima et stare sub planeta Mercurio et que stat sub 
Mercurio debet hie stare sub Jove etc. Vicium fuit de- 
pingentis. 



Attributen und dem Bild eines Sterns im Schoss; die Lebens- 
alter sind durch Genreszenen reprasentiert, die die beiden 
Geschlechter in den verschiedensten, mit dem Alter wechseln- 
den Beziehungen zeigen. 

Auf /. 238* beginnt eine neue Reihe. Auf jeder 
Seite zwei Medaillons; im obern die weibliche allegorische 
Figur einer der freien Kiinste, unten ein beruhmter Vertreter 
derselben aus dem Altertum. Uber und unter dem obern 
Medaillon ein deutscher, bez. ein lateinischer kurzer Vers. 

Grammatica; ein Baume fallendes Weib; Magister 
Priscianus. 

/. 239: Retorica; eine Frau haut einen Baumstamm 
zurecht; Magister Tulius. 

/ 239*: Loyca: eine Frau zerbricht ein Rad; Magister 
Aristoteles, wie die ubrigen in Zeittracht. 

/. 240: Arithmetica; eine Frau treibt ein Rad vor sich 
her: Magister Boetius. 

/. 240*: Geometria; eine Frau misst ein Rad mit 
einem Zirkel ab; Magister Euclides. 



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Studienbibliothek. 



/. 241: (Fig;. 29) Musica; eine Frau halt mit der 
linken Hand ein Rad, an dessen Reifen Glocken hangen, und 
schlagt mit einera Hammer daran; Magister Pittagoras. 

/. 241 4 : Astronomia; eine Frau beobachtet mit Hilfe 
eines astronomischen Instruments, einer Art Quadranten, einen 
Kreis mit Sternen; Magister Kunig Ptolomeus. 

/. 242: Die sieben weiblichen Gestalten der freien 
Kiinste ziehen und stossen einen vierriiderigen Wagen, auf dem 
eine achte, die gekronte Sacra Theologia mit dem Haupte 
Christi sitzt; von hinten treibt ein Monch, der „Magister 
sententiarum Magister Petrus Lambardus" mit einer Geissel an. 



/. 242': Oben eine Anzahl konzentrischer Kreise in 
verschiedenen Parben, den Lauf der Planeten darstellend; 
herum die Kopfe der vier Hauptwinde, bez. Himmelsrichtungen; 
unten sitzt Albertus Magnus im Dominikanergevvand mit der 
bischof lichen Inful vor einem Lesepult; daneben auf vier 
Spruchbiindern: Diser gottes knecht genant der gross Albrecht 
— Ueber alle meister vvol geleret. — Albrecht der gross, in den 
got sin wissheit besloss — Der kunsten ist er geeret. 

/. 248: Ink. R; Rot auf Blau, mit reichen Innen- 
ornamenten; nach oben und unten in eine Wellenranke mit 
dornblattahnlichen Elementen fortgesetzt. 



54 No. 54. [VIC 40.] Antiphonarium chorale, lateinisch, Polio, XV. Jahrh. 

Deutsches m., 232x334; 48 \ Initialen; gotisicrcnde Minuskel; Lederband, Mctallschliessen. 
Deutsche Arbeit des XV. Jahrh. 

Der Korper der zahlreichen Initialen ist einfach blau, einer zarten, sehr reichen Linienornamentik in Rot oder 
griin oder rot, laviert: das Innere der Buchstaben ist mit Blau ausgefiillt. 



55 No. 55. [VIC 44.] Altertumer von Rom und Verona, italienisch, Pol., erste Halfte des XVII. Jahrh. 

ch., 240x345; JS- Architektonische Aufnahmen; Cursive; Pergamentband , marmoriertcr Schnitt. Kopicn aus der ersten Halfte des 
XVII. Jahrh. nach den Aufnahmen und Rekonstruktionen eines Architekten aus der zweiten H&lfte des XVI. Jahrh. aus dem Kreis des Panvinius, 
Marliani etc. Ein Terminus ad quem fiir das Original ergibt sich aus der Nennung des Obelisken dietro a la ecclesia di sancto Pietro und aus der 
Erwahnung des Septizonium Severi als eines noch bestchenden Gebaudes; also vor 1586. 

/. j': Rekonstruktion und Durchschnitt des Kolosseums /. 19: Desgleichen. 

in Rom. /. 19 4 : Desgleichen. 

/. 4: Grundriss des Kolosseums. f. 20 4 : „Obilischo posto in Vatichano in Roma dietro 

/. 6 1 : Grundriss und Durchschnitt des Amphitheaters a la ecclesia de Sancto Pietro"; Zeichnung des 1586 auf den 

in Verona. Platz vor der Peterskirche gebrachten Obelisken. 

/. 7; Rekonstruktion des Amphitheaters. /. 21: Rekonstruktion des Septizoniums Severi, das 

/. 7': Bogenstellungen und Architravdetails vom damals noch teilweise bestancj; im Text heisst es „. . . . uno 



Kolosseum. 

/. 8: Details von den Gesimsen. 

/. 8 4 : Bogenstellungen vom Amphitheater. 

/. 9: Kapitale von demselben. 

/. 9'; Rekonstruktion des Zirkus des Maxentius. 

/. 10: Grundriss und Querschnitt davon. 

/. //; Grundriss, Durchschnitt, Aussenansicht des 
rekonstruierten Circo agonale. 

/. ij: Sechs verschiedene Kapitale (zum Teil Re- 
naissanceformen, zum Teil aus antiken Motiven kombiniert). 

f. ij 4 : Vier weitere Kapitale. 

/. 14: Vier Basen. 

/. 14': Vier weitere Basen. 

/. ij': Zeichnung der Trajanssiiule. 

/. 16: Acht Kapitale. 

/. i6 % : Sechs Kapitale. 

/. ij: „Arco triumphale posto in Roma apresso a Santa 
Giorgio", ein Rekonstruktionsversuch des Janus quadrifrons. 

/. 18: Architravdetail. 

/. 18 4 : Desgleichen. 



di essi lochi sirvino a tempo mio quando el ducha 
Galeazo fu morto per la neve e ghiazi che fu a Roma in 
quelli tempi (?). 

/. 21*: Gebalkdetails davon. 

/. 23: Rekonstruktion der Aussenansicht, des Quer- 
schnitts, des Grundrisses des Circus maximus. 

/. 24: Zeichnungen nach den Konstruktionen an der 
Sudseite des Palatin. 

/. 2j: Grundriss und Querschnitt eines weitern Theaters. 

/. 26': Grundriss der Diocletiansthermen (terme do 
Cliciano). 

/. 2j: Rekonstruktion verschiedener Details bei der- 
selben Anlage. 

/. 27': Weitere Detailbauten. 

/. 28 s : Caracallatherrnen, Durchschnitt. 

/. 29: Details davon. 

f. 29 s : Grundriss der Constantins- (irrtiimlich nero- 
nianischen) Thermen. 

/. jo: Rekonstruktionen von Detailbauten davon. 

/. ji: Grundriss eines Zirkus. 



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Studienbibliothek. 



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No. 56. [V 1 D 47.] Breviarium maioris Ecclesiae Salisburgensis (potius instructio liturgica pro 
functionibus ecclesiasticis) Praec. Calendarium, lateinisch, kl. Folio, XII. Jahrh. 

Deutsches m., 220x314; n°\ Initialen, Randleisten; Minuskel, Lederband, Metallschliessen. 

SalzbllTger Arbeit vom Anfang des XII. Jahrh. (Der 11 52 canonisierte Heinrich ist nachgetragen.) Dcr Codex stammt aus dem Hoch- 
stift Salzburg. /. 169 ': iste liber certe Rudberte pcrtinet ad te. 



56 



/. /: In Schrift des XIV. Jahrh. eine Aufzahlung der 
Begrabnisstatten der Salzburger Erzbischofe; der letzte erwahnte 
ist Heinrich von Piernbrunn (f 1343). 

/. /'; Hier beginnt ein sehr ausftihrliches Kalendar 
der Salzburger Diozese. 

/. 24': Am Rand in brauner Federzeichnung ein aus 
Blattwerk gebildetes Ornament. 

/. 23: Init. S; Federzeichnung, rubriziert; die Schlitze 



des Buchstabenkorpers rot ausgefullt, breite Schnallen; die viel 
verschlungenen Ranken laufen in Lappen aus. 

/. ii6 4 : Init. P; wie oben, sehr reiches Ranken- 
werk mit vegetabilen Auslaufern. 

Ausserdem mehrere Initialen mit reichem Rankenwerk, 
das gewohnlich in vegetabile Endungen auslauft. 

Literatur: Foltz, Gesch. d. Salzb. Bibl., p. 21. 



No. 57. [V 1 D 50 (2 vol).] Biblia sacra, lateinisch, Folio, Ende des XIII. Jahrh. 

Deutsches m., 242X334; 424 (jjo); Initialen; Zierleistcn; Minuskel; Holzdeckel mit Leder; teilweise abgcrissener Metallbeschlag; 
durch eine Lederspange geschlossen. 

Deutsche Arbeit vom Ende des XIII. Jahrh. Ehemals Besitz 



57 



/. 2: Jnit. F; der Schaft rot mit einem blauen Blattorna- 
ment; an alien Seiten sehr reiches Linienornament, blau mit roten 
Punkten dazwischen; hindurch kriecht unten ein gelber Drache. 

/. 5: Init. /; Der Schaft rot und blau mit Blattwerk 
in der andern Farbe; am Rand in feiner Federzeichnung 
blaues und rotes Rankenwerk; ein solches Ornament auch als 
Zierleiste zwischen beiden Textkolumnen. 



der St. Vcitskirche, montis sancti Viti prope Lewben. 

/. 59: Init. U; In dem blauen Buchstabenkorper ein 
weisses Blattornament ausgespart. 

Vol. II. /. 349 : Finito libro sit laus et gloria Christo. 
Scriptori munus detur bos aut equus unus. amen. amen. amen. 

Ausserdem in beiden Banden eine sehr grosse Anzahl 
von Initialen, die den beschriebenen in der Ausfiihrung ent- 
sprechen. 



No. 58. [VIE 52.] Messceremoniale, lateinisch, Anfang des XV. Jahrh. 

Deutsches m., 264x368; 30 ; Initiale, Randleiste; gotisierendc Minuskel. Holzdeckel rait schwarzem Leineniiberzug. 
Osterreichische Arbeit vom Beginn des XV. Jahrh. 



58 



/. /; Deckfarben; Init. A, Blau auf Blattgoldgrund 
mit eingepresstem Muster; die blauen Innenranken der Initiale 
setzen sich zu einer Randl. fort, die zwei Seiten des Textes 
umgibt. Am unteren Rande innerhalb einer griinen kreis- 
formigen Zierranke auf Goldgrund ein Wappen. 



Die ersten Zeilen des Textes: „Incipit ordo qualiter 
pontifex se preparare debeat quando missam celebraturus est. 
In primis dicat quindecim gradus qui sic incipiunt" rubriziert. 
Sonst nur die Initialen in verschiedener Grosse, rot oder 
blau. Hier und da eine Schlusszeile oder Uberschrift rubriziert. 



No. 59. [VIE 55.] Summa Goffredi (de Trano) super libris decretalium, lat., Pol., XIII. Jahrh. 



59 



Italienisches m., 241x358; ///; Initialen, Randleisten; 
Italienische Arbeit aus der ersten Halfte des XIII. Jahrh. 

/. j: Init. G; Deckfarben, Rot auf blauem Grund; 
innen sitzt ein junger Mann in braunem Kleid und grunem 
Mantel auf einer Bank. 

Unten zwei kleinere Initialen P in Federzeichnung, 
die in je ein Randornament ubergehen; eines endet in einem 
Menschenkopf, das andere in einem ziingelnden Drachen. 

/. 4: Init. D; in ein rotes Randornament mit einem 
Menschenkopf und einem Vogel ausgehend. 

/. 20: Init. Q; iibergehend in einen kolorierten, lang- 
gezogenen griinen Drachen. 

/. 26 *: Unten am Rand eine Federzeichnung, die in 
karikierter Weise einen Monch darstellt. 



Minuskel. Glattcr Lederband, Metallbeschlag abgcrissen, Schliessen. 

/. jj: Deckfarben; Init. E: Rot auf Blau; das Rand- 
ornament endet unten in einem Tierleib; gegeniiber davon eine 
Karikatur eines Jiinglings oder jugendlichen Damons. 

/. jj 4 : Init. Q; der untere Teil durch einen lang- 
gezogenen griinen Vogel gebildet. 

/. 43 : Init. D; unten am Rand blaue Federzeichnung, 
zwei Manner im Gesprach. 

/. 55: Init. F; auf blauem Grund ein griines katzen- 
artiges Raubtier. 

f. 6j: Init. /: von einem Mannchen in roter Kappe 
und mit rotem Schweif gebildet. 



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Studienbibliothek. 



/. 7 4: Init P; Deckfarben, Blau auf Scharlachrot. 
innen griin und braunes Blattwerk; unten am Rand mit dem 
Buchstaben durch einen Strich verbunden eine mannliche 
Grotteske. 

/. 86; Init. P: Deckfarben, Rot auf Blau, innen 
grimes Blattwerk. 

/. 87': Init. J; ein Mann in phantastischer Tracht. 

/. too: Init. /; gebildet durch einen Jiingling mit 
griinem Kleid und spitzer blauer Miitze. 



/. too' : Init. J; gebildet von einem braun und griinen 
Ungetiim. 

/. no: Explicit Summa Goffredi. Gloria sit Christo, 
de cuius munere sisto. 

Das Charakteristische des Ornamentationsystems der 
in Federzeichnung ausgefuhrten Initialen — es sind hier nur 
einige besonders bezeichnende erwahnt — ist folgendes: Es 
setzt sich der Buchstabe durch einen Strich bis an einen 
Blattrand fort und verlauft hier in einer menschlichen oder 
tierischen Grotteske oder einem karikierten Kopf. 



60 No. 60. [VIE 56.] Mesne, Johannis Grabadini. liber medicinalis tribus sermonibus constans, 

lateinisch, Polio, XV. Jahrh. 

ch. (mit zwei gekreuzten Pfeilen als Wasserzeichen) ; 236x340; jo2\ Initialen, Randleisten; Cursive; gepresster Lederband, Rauten- 
muster; innerhalb jeder Raute ein Hirsch; Mctallbeschlag an den Kcken und in der Mitte; Metallschliessen abgerissen. Auf der Vordcrseite ein 

aufgeklebter Titel mit der gleichzeitigen Aufschrift: Liber Grabadini Jo. 
Mesne. Avicenna de medicinis cordialibus. Antidotarius generalis et cetera 
Goldschnitt; vorn eine Krone gemalt; darunter in einem Schriflband die 
Worte „unica spes mea". Auf den Innendeckeln sind Rezepte notie.t. 

Italienische Arbeit (auf f 222 von Neapel datiert) von 1469 
(f 186', 222 ', 246', 293'). (Nach der Devise fur Erzbischof Bernhard 
von Rohr von Salzburg ausgefiihrt.) 

/. j: Init. D\ Deckfarben, Rosa mit Innenranken auf 
hellgriinem Grund; innen blauer Grund mit Musterung; der 
Buchstabe verlauft am Rand in einer kurzen Randl. 

/. 14: (Fig> 30) Init. /; Deckfarben, Goldgrund; in 
einem gotischen steinfarbenen Gebaude steht ein Mann in langem 
roten Gewand und roter Miitze mit einer dozierenden Gebarde. 
Um das ganze Blatt Zierleisten, verschlungene Pflanzenranken, 
von Tieren belebt; oben ein Schosshundchen; unten ein Fink, 
ein Jagdhund, ein Wiesel (?). Links ein Band mit den VVorten: 
unica spes mea, dariiber eine Krone; rechts halb verdeckt 
Wappen des Erzbischofs. 

/. 6g* : Init. G; Blau, innen rot-weisses Rankenwerk. 

/. ioj* : J; der Schaft blau-rot-vveiss; griin und rotes 
Rankenornament herum. 

/. 1 jo: Init. *V; Blau auf rot-weiss gemustertem Grund. 

/. 104: Init. C; Blau auf rot-weissem Grund. 

/. 107: Im Text ein in Deckfarben ausgefuhrter Lowe mit 
der Randbemerkung: Nota quod medicus debet habere cor leonis. 

/. 220: Init. C: Blau auf rot-weissem Grund. 

/. 246: Init. E; Blau -Rot auf einem mit hellgriinen 
Ranken erfullten Grund. 

Ausserdem viele kleine Initialen, Rot, Blau oder in 
beiden Farben. 




Aangth 

-bitut$ gfofutjga* 

j4^ tzina hm<ri% <iil ajcpUtniut 

Fig. 30 zu No. 60, Studienbibliothek, V I E^, /. 14. 



61 No. 61. [VIE 57.] Epistolae apostolorum (Bruchstflck), lateinisch, Polio, XV. Jahrh. 

Deutsches m., 268x361, /j; Initialen, Minuskel mit cursiven Elementen; in Papier geheftet. 
Salzburger Arbeit vom Anfang des XV. Jahrh. 

/. /: Init. P; Griin auf Gold mit Innenornament, unten Ansatz einer Randl. mit Halbfigur des Evangelisten 

rosa Rand, Deckfarben. Johannes, ganz jugendlich, in der Hand .einen goldenen Kelch. 

/. j: Init. A; Deckfarben, griiner Rahmen, hellviolett /. <?': Init. P } Griin auf Silbergrau; innen aufblauem 

auf Gold; innen ein blonder, sehr zart ausgefuhrter Engel in Grund eine aufgebliihte Blume. 
griinem Mantel. Ausserdem mehrere in zarten Deckfarben ausgefuhrte 

/. 5': Init. /, blaulich auf Gold, griiner Rand; links Initialen auf Blattgoldgrund mit eingepriigten Ornamenten. 



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No. 62. [V 1 E 59.] Missale, lateinisch, Folio, XIV. Jahrh. 

Deutschcs m., 261x355; 436', Initialen, Miniaturen; Minuskel. Lederband rait gepresstem Ornament mit derUmschrift: Iste liber 
certe Rudberte pertinet ad te. 

Salzburger Arbeit vom Anfang des XIV. Jahrh. (Von den Radekem gestiftct.) 

Das Kalendar ist das der Diozese Salzburg. 

Februar 9: am Rande: Katharina uxor Rugcri dc Radck. 

(Ein Rugcrus von R. war Domherr zu Salzburg, cf. Salz- 
burger Intelligenzblatt. 11. VI. 1808. 1324 kampfte ein 
Rugerus von R. die Schlacht von Ampfing mit, nachdem 
er kurz vorher von Friedrich III. zum Ritter geschlagen 
worden war.) 

Unter Februar steht Otto de Weizzeneck. (Ein Otto 
von Weisseneck ist 1288 — 1304 bekannt.) 

September 5: Dimudis uxor ekkonis de Velben. 

October 6: Margareta Graeusium (die Graus von Mendorf sind um 1 450 
ausgestorben). 

Das Kl im Kalendar ist gross, rot oder blau, mit 
Ornament in der andern Farbe. 

/. 9: Init. A; kolorierte Federzeichnung mit Ranken 
in verschiedenen Farben. Rote und violette Schnorkel, die 
sich am rechten Rand der Seite herunterziehen. 

/. 1 01: Init. O; sehr reich. 

/. 104: Init. T; Deckfarben auf Goldgrund. Der 



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Buchstabe blau mit Schattierungen. Oben um die beiden 
Balken gelegt ein roter Kreis, darinnen Christus mit blauem 
Nimbus, in der Linken ein Buch haltend, die Rechte segnend 
erhoben. Darunter zwei anbetende Engel, Halbfiguren. Ganz 
unten links ein vollbartiger Mann mit spitzer Mutze und un- 
ausgefulltem Spruchband; rechts ein Greis mit Nimbus und 
gleichfalls unausgefLilltem Spruchband (Prophet und Apostel?), 
gleichfalls Halbfiguren; dazwischen naturalistische Ranken. 

/. 106' : Unten in Deckfarben ohne Grund Crucifixus. 
Christus an das aus Baumstammen gezimmerte Kreuz ge- 
schlagen; Aufschrift; Christus tot, das Haupt mit dem Kreuz- 
nimbus gesenkt; alle Stigmen, drei Nagel, Schurz bis zu den Knien. 

Ausserdem sehr zahlreiche Initialen in Federzeichnung 
mit Rankenwerk in verschiedenen Farben, von dem sich rote 
und violette Schnorkel am Blattrand herunterziehen. 

Literatur: Hacker in Mitteilungen der Gesellschaft fiir Salz- 
burger Landeskunde, IX, pag. 249 f. 



No. 63. [VIE 60.] Breviarium romanum, lateinisch, Polio, XV. Jahrh. 

Dcutsches m., 225x322; 4QJ\ Initialen, Kandlcisten, Miniaturen; Minuskel. Gepresster Lederband mit verschiedenen Mustern; 
in einem oft wiederholten Band das Wort Maria. 

Osterreichische, nach dem Kalendar vielleicht dem Kreis Konig Sigmunds entstammende Arbeit aus der ersten Halfte des XV. Jahrh. 
(Auf dem Innendeckcl ein unlcserlicher, schcinbar ungarischer Name.) 



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/. 2: Deck- 
farben; Das Kl (im 
Kalendar) in Gold 
auf blauem und 

violettem Grund 
mit reichem Muster; 
ebenso auf den 
folgenden Seiten. 



Fig. 31 zu No. 63, Studienbibl., V 1 E 60, /. S. 



Deckfarben; Init./?; 
Blau auf Gold; 
innenrosa, darinnen 
Konig David mit 
Krone und Herme- 
lin; er sitzt auf 
einer Bank und 
spielt Harfe. Links und oben Ranke mit Bliiten und Gold- 
tupfen. Rechts ein Randornament in Gold und Rot; am untern 
Rand zwei Engel, die auf Wolken stehen und innerhalb eines 
roten Rahmens ein Wappen halten; dasWappen zeigt in blauem 
Feld die Halbfigur eines Monchsheiligen mit einem roten 
Buch, darunter eine Krone; das Wappen ist von einer bischof- 
lichen Inful gekront. 

/. 2j: Init. D; Rot in griinem Rahmen; innen blau- 
lich mit Goldornamenten. 



/. 29: Init. D; Rot auf Goldgrund innerhalb eines 
griinen Rahmens; innen blau mit reichem Ornament. 

f.34 4 : Init. D; Griin auf Goldgrund in rotemRahmen; 
innen blaulich mit Goldornament. 

/. 86: Init. S; Rot auf Gold; griiner Rand; innen 
Goldornament; am Rand links eine kurze Zierleiste. 

f. 94: Init. A; Rot auf Gold; blauer Rand, innen auf 
Blau ein knieender Bischof in vollem Ornat im Gebet; um 
/. 8 (Fig. Zl)x die ganze Seite Zierleisten mit Bliiten. 

/. no': Init. A; Griin auf Gold; blauer Rand; innen 
die Madonna im Gebet vor dem eingewickelten Christuskind; 
zwischen den Textkolumnen und an den Randern reiche 
Blutenranken. 

/. Jjr': Init. O; Rot auf Gold; blauer Rand; innen 
auf Schwarz mit Goldrautenmuster Johannes in braunem Kleid 
und blauem Mantel, der den vor ihm im Jordan stehenden 
halb sichtbaren Christus tauft. In der Mitte Zierranke. 

/. 208: Init. A: Griin auf Gold; innen weinrot mit 
Goldornament; Christus, mit rotlichem Mantel bekleidet, erhebt 
sich, alle Stigmen zeigend aus dem violetten Grab; um die 
ganze Seite Zierleiste. 

/. 226: Init. P; Violett auf Gold; innen Christi Auf- 
erstehung; uber einem griinen Hiigel mit den Fussspuren 
Christi rote Luft; blauer Himmel; Christus in violettem Gewand 
von den Knieen abvvarts sichtbar. 



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6 4 



Studienbibliothek. 



/. 2ji: Init. U; Deckfarben, Violett auf Blattgold- 
grund; innen Ausgiessung des heiligen Geistes; in der Mitte 
kniet Maria, blau gekleidet, urn sie die Apostel, von denen 
nur die zwei vordersten (wohl Petrus und Johannes) ganz 
sichtbar sind; oben ein Biindel roter und goldener Strahlen; 
links und zwischen den Textkolumnen Blattranken. 

/. 233': Init. G: Griin auf Gold; innen purpurviolett 
mit Goldornament; am untern Rand der Seite in einem violett 
eingefassten kreisrunden Medaillon mit blauem Grund und 
einem intermittierenden Rankenornament in Goldlinien die 
Halbfigur eines vollbartigen Monchs, der die eine Hand an 
das Kinn fuhrt, in der andern ein Buch halt; unter ihm eine 
Krone. Wiederholung der Monchsfigur auf / 8. Urn das 
Medaillon Goldlinien-Ornament. 

/. 2jj 4 : Init. S; Rosa auf Gold; innen ein Priester 
in Weiss und Griin gekleidet, mit beiden Handen die Hostie 
emporhaltend; er steht vor einer einfachen mensa, auf der 
der Kelch steht. 

/' J25: Init. O; Rosa auf Gold; innen blau mit Gold- 
ornament; die Madonna rosa und der heilige Joseph violett 
gekleidet, halten zwischen sich auf einem Tuch das zwerghaft 
klein gebildete nackte Christuskind. 

Zwischen den Textkolumnen, sowie am obern und 
untern Blattrand reiches vegetabilisches Ornament. 

/. 342: Init. U: Rosa auf Gold; innen auf Schwarz 
mit Goldrauten die Madonna mit dem Kind; die Jungfrau in 
violettem Gewand mit einer Krone halt das nackte Kind mit 
Kreuznimbus. Sehr fein ausgefiihrt. 

/. 344*: Init. O: Rosa auf Gold; griiner Rahmen; 



innen blauer Grund mit Goldrauten; darin ein jugendlicher 
heiliger Bischof, in der Linken den Krummstab, in der Rechten 
die Martyrerpalme haitend (Albertus). 

/. 359: Init. D: Griin auf Gold; innen schwarz mit 
Goldranken; vollbartiger Heiliger in braunem Rock und blauem 
Mantel, deutet mit der Rechten auf eine helle Scheibe, die 
er in der Linken halt (Zacharias?). 

/. 362: Init. F; Rot auf Gold und Schwarz mit Gold- 
rautenmuster; heiliger Konig mit Krone und Nimbus, mit 
Streitaxt und Reichsapfel, in Purpur gekleidet (Ladislaus). 

/. 401: Init. U: Violett auf Gold in griineni Rahmen; 
innen schwarz mit Goldranken; Madonna in violettem Kleid 
und mit Krone thronend, halt in den Armen das nackte Kind; 
Hintergrund blauer Himmel. 

f. 40s': Init. C: Rosa auf Gold; innen schwarz mit 
Goldranken; heiliger vollbartiger Konig mit Krone und Purpur- 
mantel, in der Hand den Reichsapfel (Stephanus). 

/. 41 8* : Init. S; Rot auf Gold und Blau in griinem 
Rahmen; innen Halbfigur der heiligen Jungfrau als Himmels- 
konigin mit dem nackten Kind. 

f. 489: Init. U; Griin auf Gold; innen Purpur mit 
fortlaufender Goldranke. 

Ferner eine grosse Anzahl in Deckfarben ausgefiihrter, 
reicher Initialen; sie sind in lebhafter Farbe auf Goldgrund 
innerhalb einer ebenfalls bunten Umrahmung; das Innere zeigt 
eine kraftige Farbe, meist Purpur, Blau oder Schwarz, und 
darin zartes Linienornament entweder in Gold oder in Weiss. 

Liter atur: Hacker in Mitteilungen der Gesellschaft fiir Salz- 
burger Landeskunde. IX, pag. 250. 



64 No. 64. [V 1 F 97.] Leo Belgicus, opera AL Joannis Burggraff, Archiepiscopi Salisb. Crae. (?) 

grammateo, lateinisch, 4°, zweite Hfllfte des XVII. Jahrh. 



ch. t 199X292; 162 Pag. (die eraten 16 unbezeichnet) ; eine Mini atur, Wappen; Cursive; Pergamentband. 
Salzburger Arbeit, beendet 20. Mdrz 1674. 

Vorn ist ein grosseres Blatt eingeheftet, auf dem Nach pag. 13 ist ein grosseres Blatt mit den kolo- 

Belgien in Gestalt eines Lb'wen dargestellt ist, der der karto- rierten Wappen der einzelnen niederlandischen Provinzen 

graphischen Form des Landes ungefahr angepasst ist und auf eingeheftet. 
den die Namen der einzelnen Stadte geschrieben sind. 



65 No. 65. [V 1 G 110.] Missale, lateinisch, 4°, XIV. Jahrh. 

Deutsches m., 230x282; jg\ Initialen, Randleisten, Minuskel. Lederband mit gepressten Diagonalen und Rautenmuster. Metall- 
beschlag. Metallschliessen. 

Osterreichische Arbeit von der Wende des XIV. zum XV. Jahrh. 

f. 1: In kursiver Schrift von spiiterer Hand eine /. 4: Init. .V; Rosa auf Purpur; innen Griin mit Gold; 

Exorzisionsformel. Randleisten. 

/. 2: Deckfarben; Init. G; Blau auf Goldgrund; das /. 5': Init. R; In den Ranken grosse blaue Blumen, 

Innere des Buchstabens griin mit Goldornament. An alleir oben ein Vogel (Distelfink?). 

Randern Randl. in verschiedenen Farben, naturalistisch, direkt f. 29 s : Am Rand Kreuzigung auf Purpurgrund inner- 

auf das Pergament gesetzt; auf der untern ein Stieglitz. halb eines griinen Rahmens; das Kreuz steht auf einem kleinen 



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Studienbibliothek. 



65 



Hugel; drei Nagel, alle Stigmen; der Leib Christi etwas zur 
Seite gebogen; kleiner Schurz. 

Ausserdem viele reiche Initialen in Deckfarben, zu- 
meist auf Goldgrund, wahrend das bunte Innere des Buch- 



staben mit einem Goldmuster verziert ist; die Ranken am Rand, 
meist von einem Buchstaben ausgehend, zeichnen sich durch 
ein sehr saftiges Hellgriin, auch schemes Hellblau und Rosa aus; 
diese Farben und Gold sind die einzigen angewendeten. 



No. 66. [V 1 G 117.] Nicolaus de Dunkelsbfihl, Tractatus varii de poenitentia, decern praeceptis, 
octo beatitudinibus, lateinisch, 4°, XV. Jahrh. 

ch. (Wasserzcichen ein Ochsenkopf mit einer Blume zwischen den Ilornern), 215x298; 22g\ Initialen; Cursive. Holzdeckcl mit Leder- 
tiberzug. Metallbeschlag, Schliessen; glatter Schnitt. 

Suddeutsche Arbeit a us der Mitte des XV. Jahrh. 

/. / — 12: leer. /. 6j: Ink. T; Rot, links ein Gesicht in Profil. 

/. ij': Init. S; Federzeichnung in Rot und Schwarz, /. 78: Init. *S7 den Buchstaben bildet ein griinliches 

mit unklarer Uberladung an allerlei Ornament. Ungeheuer auf violett laviertem Grund. 

/. ij 4 : Init. J; w. o.; an einer Seite zwei mannliche /. 81 : Init. S; ein vierfiissiges geflecktes pferde- 

Kopfe en face. ahnliches Tier auf Violett. 

/, ig 1 : Init. D; Federzeichnung mit Uberfiille von Ausserdem viele ahnlich ausgefuhrte und andere ein- 

Ornament. farbige Initialen. 



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No. 67. [V 1 H 131.] Calendarium ecclesiasticum ecclesiae Salisburgensis supra annum domini 
MDCXXXI, lateinisch, 4°, XVII. Jahrh. 

ch., (Wasserzeichen eine Sichel); 190x275; .//; Miniatureni Cursive. Pcrgamentband mit Goldpressung; auf beiden Dcckcln in der 
Mitte das Salzburger Wappen. Goldschnitt. 

Salzburger Arbeit von 1630J31. (Dera Erzbischof Paris Lodron gewidmet von Albcrtus Priamus.) 



67 



/. j: Lavierte Federzeichnung. Oben das Salzburger 
Wappen; unten auf einer von Kartuschewerk umrahmten 
Tafel die Widmung an den Erzbischof. 

/. 4: Ein Huldigungsgedicht an den Erzbischof, urn- 
geben von einem Sternenkranz und vier Korben mit Trauben, 
Garben, Obst, Blumen. 

/. 4 1 : Reiches Kartuschewerk umgibt einen quadra- 
tischen Rahmen; innerhalb dieses sieht man ein Segelschiff, 
das ein kleines Boot nachzieht. 

/. 8: Vignette; Engelskopf mit Fliigeln. 

y*. 10: Schlussvignette ; ein Lowe. 

/". 1 j 4 : Barockes Schnitzwerk; ein Mittelsockel mit 
einer Blumenvase; rechts und links je ein Engel mit Musik- 
instrumenten. 

/. 16 ': Weibliche Allegorie auf einer Kugel stehend; 
in einer Hand ein Kreuz, in der anderen ein Fullhorn. 

/. 19*; Engel tragen das Kreuz auf Wolken; einer 
von ihnen halt eine Krone daruber. 

/. 22': Die heiligen Petrus und Paulus im Gesprach; 
ersterer mit dem Schlussel, letzterer mit Schwert und Buch. 

/. 25': Heimsuchung; rechts umarmen einander die 
Bd. 11. 



heiligen Frauen; links ein Torweg, unter dem in einiger 
Entfernung ein alter Mann — Joseph oder Zacharias — 
sichtbar ist. 

/. 28': Taufe Christi. Rechts Christus im Jordan 
stehend; links halb stehend, halb aufgekniet Johannes; oben 
die Taube des heiligen Geistes. 

/. J4 4 : Stigmatisierung des heiligen Franziskus; der 
Heilige empfangt im Gebet die Stigmen von einem in einer 
Glorie schwebenden Kruzifixus durch gerade Strahlen; rechts 
hinten eine Kirche und ein lesender Monch. 

/. j/ 4 : Verkiindigung. Maria kniet vor einem Bet- 
schemel; neben ihr die Lilie; hinter der sich umwendenden 
heiligen Jungfrau der Engel; die Taube des heiligen Geistes 
fliegt auf das Haupt Mariae zu. 

/. 41: Geburt Christi. In der Mitte das Kind in 
der Krippe; links vorn Maria, rechts Joseph anbetend. Weiter 
zuriick Ochs und Esel; oben drei Engel. 

/. 41 4 : Ein Postament mit einem Medaillon, auf dem 
eine an einem Brunnen sitzende nackte Frau mit einem Kreuz 
zu sehen ist. Oben ein. nackter Knabe. Auf dem Postament 
die Buchstaben BF. 

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Studienbibliothek. 



68 No. 68. [V 1 H 139.] Famlglie piu antiche e nobili Romane, italienisch, 8°, Bnde des XVII. Jahrh. 

ch., 186x255; So; eine Kartusche, Wappen. Pergamcntband mit clem eingepragten Wappen des Erzbischofs Franz Anton Fiirstcn von Harrach. 
Excerpt aus einem genealogischen Werk von 1689 (Innocent XL wird 78 Jahre alt genannt.) 



Auf dem Blatt, das dem nummerierten vorangeht, der 
Titel von einer in Tuschzeichnung ausgefuhrten reichen 
Kartusche eingerahmt. Weiter dann in gleicher Ausfiihrung 
die Wappen der Familien Orsini, Colonna, Savelli, Conti, 
Frangipani, Cesarini, Cesi, Anguillara, Gaetani, Mattei, Sforza, 



Farnese, Bonelli, Buoncompagni, Peretti, Aldobrandini , Bor- 
ghese, Ludovisi, Barberini, Pamphili, Chigi, Rospigliosi, Altieri, 
Odescalchi; bei jedem Wappen eine kurze Geschichte der 
Familie mit besonderer Beriicksichtigung der betreffenden 
Papste. 



6Q No. 69. [V 1 H 149.] Computus cyrometralis maior per manus Johannis Reijsoldi. 

Salisburgense, lateinisch, stellenweise deutsch, 8°, XV. Jahrh. 

ch., 149X209; ioS\ Miniaturen; Cursive; in Pergament geheftct, sehr beschadigt. 

Salzburger Arbeit von 1402 (?). Die Innenseite des Umschlags ganz mit allerhand Notizen bedeckt. 



Calendariumi 



/. 20; Schematische Darstellung der Stellung von 
Sonne, Mond, Erde. 

f. 33- Widder in einem Medaillon; Federzeichnung, 
der Grund gelblich laviert. 

/• 33* : Stier ebenso. 

/. 34: Zwilhnge. 

/. 34': Krebs. 

/. 3j: Lowe. 

/• 35': Jungfrau. 

/ 36: Wage. 



/. 36 ': Skorpion. 

/. 3j : Schiitze. 

/. 3i': Steinbock. 

/. 38: Wassermann. 

/. 38': Fische. 

/*. 60: Federzeichnung iiber die ganze Seite; Illustration 
zu einem deutschen Traktat iibers Aderlassen; ein nackter 
junger Mann, an dessen Korper viele Stellen durch rote 
Punkte bezeichnet sind; der Text gibt dazu die Erlauterung. 



70 No. 70. [V 1 H 153.] Eusebii Epistola ad Damasum de Vita Hieronymi. — Epistola beati Augustini 

ad s. Cyrillum. — Liber Soliloquiorum beati Isidori episcopi, lat., 4°, Ende des XV. Jahrh. 

ch , 167x237; i4o\ Initialen; Minuskcl mit stark cursiven Elementen ; gcpresster Lederband mit Rautenmuster. Metallschliessen. Glattt-r Schnitt. 



Salzburger Arbeit von 1470 (13. Dezember). 

f. 2: Init. P; Deckfarben; der Buchstabe blaulich 
mit Innenranken. Der Grund aussen griin, innen rotbraun 
mit Goldornamenten. 

/. 33': Init. G; Federzeichnung blau und rot, 
die Ornamente weiss ausgespart; aussen griines Linien- 
ornament. 



/. 64: Init. U; blau, rot; innen griines Ornament, 
links ein Gesicht in Profil. 

/. 103: Init. i r ; Deckfarben; weinrot, der Grund 
unten blau, innen griin, darinnen eine naturalistisch gebildete 
enzianartige Blume mit drei Bliiten. Init. A blau, aussen 
purpurn mit Goldwellenranken, innen Gold; am Rand in eine 
Pflanzenranke fortgesetzt. 



71 No. 71. [V 1 H 154.] Liber visionum fratris Johannis; liber florinus celestis doctrine, 

apparitionum vel visionum B. Mariae, lateinisch, 8°, Anfang des XV. Jahrh. 



Liber 



Deutsches m., 184X243; S6\ Miniaturen, Initialen; Cursive; Holzdeckel mit Lederuberzug und cinfachem Metallbeschlag. 
Salzburger Arbeit von 1410 (auf f. 84 vom 21. VI. datiert); geschrieben von Nicola us de Cubito. (Aus dem Besitz Bernhards von 
Rohr. /. j : Iste liber est domini Pernhardi de Ror Canonici Regularis ecclesiae Salzburgensis et est sibi prcsentatus in anno MCCCCL. 



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Studienbibliothck. 



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/. 75; Deckfarben, Init. O; 
griines Quadrat, darin der Buch- 
stabe violett; innen blauer Grund, 
Christus thront auf doppeltem 
Regenbogeri; um ' ihn sieben 
Lampen und sieben Leuchter; in 
der Linken halt er ein Buch, 
in der Rechten sieben Sterne; 
von seinem Munde gehen zwei 
Schwerter aus. 

/ 76 (Fi£. 32): Hohes 
Rechteck mit rotem und griinem 
Rand; innen die Madonna mit 
Krone und Nimbus, auf dem rech- 
ten Arm das Kind, in der Linken 
eine Lilie haltend; in jeder Ecke 
ein rotes Kreuz; Aufschrift: Alma 
Maria. 

f. 76 ': Rechteck, griin. 
gelber Rand. Maria gekront, in 
der Linken das nackte Kind, in 
der Rechten einen Blumenkranz 
haltend. 




Fig. 32 zu No. 71, Studienbibliothek, V I H 154, /. 76. 



f. 77: Blauroter Rand, 
Maria mit dem Kind und einer 
Weinrebe. 

/. 77': Griinroter Rand; 
Maria mit dem Kind und einem 
Zweig, auf dem ein Vogel (eine 
Taube) sitzt; gelbgriiner Rand; 
Maria mit dem Kind und einem 
Palmzweig, auf dem ein Papagei 
sitzt. 

/. 78': Rotgruner Band; 
Maria mit dem Kind und einem 
Busch Rosen, auf denen ein 
Adler sitzt. 

/. 79: Blaugelber Rand; 
Maria mit dem Kinde und einem 
Baum, an dessen Spitze sich 
ein Vogelnest und ein Pelikan, 
der sich die Brust aufschlitzt, 
befinden. 

Litcratur: Foltz, Gesch. d. 
Salzb. Bibl. p. 55. 



No. 72. [V 1 H 162.] Opusculum de fructu carnis et spiritus, lateinisch, 8°, XI. Jahrh. 72 

Deutsches ra., 154x237; 81 ; Miniaturen; Minuskel; Holzdeckel mit gepresstem Lcderiiberzug. Titcl unter Marienglas. Metallschliessen ; 
Rest der Kette. 

Suddeutsche Arbeit vom Ende des XI. Jahrh. Friiher Salzburger Hofbibliothck B. 3. 11, im Jahre 1433 in der Domkapitelbibliothek 
No. 145; auf/. So* am Rand der Name Cbunradus, viclleicht mit Bezug auf F.rzbischof Konrad IV. 

/. 75': Allegorische Darstellung der Laster in Form /. 76: In ahnlicher Weise dargestellt die Tugenden; 

eines Baumes mit Halbfiguren der verschiedenen Laster an hier zuunterst Humilitas und oben Caritas, daruber novlis Adam 

den Enden der Aste. Zuunterst Superbia, oben Luxuria und (Christus); die Federzeichnung hie und da leicht koloriert. 
daruber vetUS Adam. Federzeichnung. Litcratur: Foltz, Gesch. d. Salzb. Bibliotheken; p. 39. 

No. 73. [V 1 H 164.] Speculum ecclesiae Honorii papae (spftter zugeffigt), lateinisch, 8°, XI. Jahrh. 73 

Deutsches m., 162x233; ij6; Iinitialen; Karolingische Minuskel ; gepresster Lederband mit spatgotischer Ornamentik. Metallschliessen. 
Deutsche Arbeit des XI. Jahrh. 

/. 2: Init. P; sehr verschlungenes Rankenwerk; die Lticken dazwischen rot und schwarz ausgefiillt; Auslaufen in 
mehrteilige Lappen. 

Sonst einfarbige Initialen. 

No. 74. [V 1 H 167.] Tractatus contra omnem pestem et epidemiam cum omnibus suis appendiciis 74 

et clausulis opportunis (sieben verschiedene medizinische Schriften), lateinisch, 8°, Ende 
des XV. Jahrh. 

ch., 174x236; 274; Initialen; Cursive; gepresster Lederband mit Rauten- und Blattmuster, am Rand eine Wellenranke. Metallschliessen. 
Salzburger Arbeit vom 1. Dezember 1475— 1478 geschrieben. (Aus dem Besitz des Erzbischofs Bemhard von Rohr.) 

f. 3: Init. F; Federzeichnung, rot; innen eine Distel, /. 186: per Ulricum Sattner presbyt. . . . asscriptum. 

links ein Gesicht in Profil; von derselben Hand gezeichnet 1476. Sonst nur einfache einfarbige Initialen. 
wie die Init. in V 1 B 21. 



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Studienbibliothck. 



75 No. 75. [V 1 H 170.] Ceremoniale seu Pontificate, lateinisch, 8°, Anfang des XIV. Jahrh. 

Deutsches m., 174x238; 4J\ Initialen; Minuskel; glatter roter Ledcrband. 
Italienische Arbeit vom Anfang des XIV. Jahrh. 

f. 1: Init. /; laviert, blau und rot mit langer roter f. 26: Init. /; ahnlich wie auf /. /; Init. A. 

Wellenranke, aus der blau gezeichnete Tierkopfe hervorziingeln. Ausserdem zahlreiche einfarbige Initialen in Blau 

/. 2*: Init. D; rot, innen blaue Wellenranke. • oder rot, bisweilen mit rudimentaren Ornamenten in der 

/. 9: Init. Q; blaurot, innen Ornament, rote Feder- andern Farbe. 
zeichnung. 



76 No. 76. I V 1 H 172.] Modus procedendi in Sermones de Sacramento Corporis Christi, lateinisch, 4°, 

Ende des XIV. Jahrh. 

m., 174x251; 200 \ Initialen, Zierleisten; Minuskel; gepresster Lederband mit Metallbeschlagen, die Scbliessen sind abgerissen. 
Osterreichische Arbeit unter franzosischem Einfluss von 1386. 



/. 2: Init. D; in Deckfarben; Blau innerhalb einer Gold- 
umrahmung auf buntem gemustertem Grund; die ganze Seite 
ist von einer reichen Zierleiste umgeben, bei der Blattgold 
mit alternierend griinen, roten oder blauen Partien verbunden 
erscheint. An verschiedenen Stellen zweigen kleine Dorn- 
blatter ab. Oben geht die Leiste in einen sehr bunten Drachen, 
links in ein phantastisches zweifarbiges Ungetiim iiberein; unten 
bildet eine stilisierte rote Maske das Mitteimotiv. 

/. 3': Init. D; Gold auf einem halb blauen, halb 



violetten Grund, der mit einem zarten weissen Ornament ver- 
ziert ist; den Buchstaben umgibt ein rotes Linienornament, 
das die linke Seite ganz bedeckt und oben in einen Kopf 
mit einer Lilienkrone iibergeht. 

Ausserdem zahlreiche Initialen in Federzeichnung, der 
Korper blau oder rot; innen und aussen rotes, blaues oder 
auch violettes Linienornament, zwischen dessen Windungen 
und dadurch gebildet allerhand Grotesken, besonders mensch- 
liche Kopfe in Profil, zu sehen sind. 



77 No. 77. [V 1 J 200.] Psalterium, lateinisch, 12°, Anfang des XIV. Jahrh. 

Deutsches m., 95x125; 2j6\ Initialen; Minuskel; Lederband mit gepresstem Rautenornament. 



Salzburger Arbeit vom Anfang des XIV. Jahrh. 

Salzburger Kalendar. 

/. //; Ein Gebet mit Hinweis auf die Indulgenz 
Innocenz' IV. fur das Veronicagebet. 

/. 20 ': Zwei Wappen; eines mit weissem Kreuz auf 
rotem P'eld, das andere mit weissrotem Schild, darliber ein 
Bischofshut und gekreuzt Bischofsstab und Kreuzstab; Feder- 
zeichnung koloriert, direkt auf das Pergament gesetzt. (Kein 
Salzburger Wappen.) 



f. 21 : Quadrat auf Goldgrund; Init. D; griine Rand- 
leiste, naturalistisch, um die ganze Seite. 

/. 233: Deutsches Gebet an Christus von spaterer Hand. 

Ausserdem zahlreiche Initialen in Deckfarben auf 
Gold- oder farbigem Grund; hie und da eine naturalistische 
Randleiste; viele Initialen sind einfarbig mit langgezogenen 
Schnorkeln, die sich auch auf den Rand erstrecken. 



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No. 78. [V 1 J 201.] Liber precum, lateinisch, 12°, XIV. Jahrh. 



Deutsches m., 75x113; Sj\ Initialen; Minuskel; moderner marmorierter 
Lothringische Arbeit vom Ende des XIV. Jahrh. 

/. j: Init. P; Gold auf Violett, innen blau mit einer 
kleinen weissen Blume; am Rand kleines Randornament mit 
Goldtupfen. 

/. 14: Init. D; Gold auf Blau mit weissem Ornament. 

/. 16: Init. D; Gold auf Hellviolett mit Weiss. 

/. 22: Init. D; Gold auf Blau, innen eine weisse Bliite. 

/. 27 1 : Init. /J; Gold auf Hellviolett mit Weiss; Rand- 
ornament in Gold und Griin. 

f* 33'. Init. S; Gold auf Blau mit Weiss; Zierleistenansatz. 

/. 40': Init. E: (iold auf Hellviolett. 



Lcinenband mit Lederriicken und Lederecken. 



/. 46: Init. C; Gold auf Blau mit Weiss. 

/. sj: Init. D; Gold auf Hellviolett. 

/. 34*: Init. D; Gold auf Blau, innen eine weisse Bliite. 

/. 60: Init. L; Gold auf Hellviolett. 

/. 61: Init. A 7 ; Gold auf Blau. 

/. 61 ■'; Init. M; Gold auf Violett. 

/. 63': Init. C: Gold auf Blau. 

/. 65*: Init. B; Gold auf Violett. 

/. 68: Init. C: Gold auf Blau. 

/. jj': Init. C; Gold auf Violett. 



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Studicnbibliothck. 



69 



No. 79. [V 1 J b 224.| Lamspring, Libellus de lapide philosophies Ex Germanicis rythmis carmine 
latino redditus per Nicolaum Maium Sacrae Cesareae Maiestatis Consiliarium, lateinisch, 8°, 
und deutsch; Anfang des XVII. Jahrh. 



79 



ch. (undcutliches VVasserzeichen mit schwer deutbaren Buchstaben), 
Deutsche Arbeit von 1607. (Dem Erzbischof Ernst von Koln 

/ 3: Wappen des Autors; ein Lamm in rotem Feld; 
auch als Kleinod ein kleines Lamm. 

/. 10: Kreisrunde Miniatur eingeklebt; Meerlandschaft 
mit steilen Bergen im Hintergrund; in der Mitte ein Segel- 
schiff; ganz vorn zwei Fisehe; dazu der Text. Prima figura. 
Hoc in mari vident Sophi Pisces duos natantes. 

/. 13: Waldige Landschaft; hinten steiles Gebirge. 
Vorn ein gerusteter Ritter im Kampf mit einem schwarzen 
wilden Tier. Text: Secunda figura: Hie sylva monstrat ob- 
viam nigro feram colore. 

/ Ij: Waldlandschait, in der ein Hirsch und ein 
Rinhorn zu sehen sind. Text: Tenia figura: In sylva dein- 
ceps occulit et cervum et unicornum. 

/. 19: In waldiger Landschaft ein Lowe und eine 
Lowin. Text: Quarta figura: Rst maximum miraculum, Quod 
nemo cogitavit, Duobus ex leonibus — Unum dari leonem. 

/. 22: Ein Wolf ervviirgt einen Hund; waldiger Hinter- 
grund. Text: Quinta figura: Una domo lupus Canis Ex his 
tarn en fit unum. 

/. 23; Landschaft mit Palmen, Schneegebirge im 
Hintergrund; vorn ein Drache, der den eigenen Schweif im 
Rachen hat. Text: Sexta figura. Hoc maximum miraculum 
— Astuque res referta — Summum Draconi pharmacum — 
Jnesse virulento. 

/. 28: Zwei fliegende Vogel, von denen einer den 
andern mit dem Schnabel am Fuss fasst. Text: Septima 
figura. Aves duae sunt nomine — Sed una cogitatur. 

/ 31: Waldlandschaft; ein roter Vogel totet einen 
weissen, der auf dem Boden liegt. Text: Octava figuara. 
Aves duae sunt nobiles et pluris aestimandae. Et corpus est 
et spiritus sese invicem vocantes. 

/. 34: Unter einem Siiulenbau, zu dem mehrere 
Stufen emporfiihren, sitzt auf einem Thronsessel ein Konig in 
rotem Gewand mit Szepter und phrygischer Mutze. Nona 



160 x 188; Sj (die letzten 40 leer); Miniaturen; Cursive; Pergamentband. 
gewidmet.) 

figura: Sylvanus ut regno suo potitus est, ab imo Gradu, 
theatra coelitum conscendit ad suprema. 

/. 3j: Ein Mann in blauen Hosen und violettem 
Warns sticht mit einer langen speerartigen WafTe einen im 
Feuer flicgenden weissen Vogel in die Brust, so dass Blut in 
starkem Fluss herausstromt. Decima figura: Salamandra fert 
hoc propirum — Ut vivat igne solo — Ignisque vis hunc 
optimum — Mutavit in colorem. 

f. 40: Vorn ein greiser Konig, der einen neben ihm 
stehenden jungen Konig an der Hand halt; neben diesem 
ein Greis in grauem Gewand und mit Flugeln; im Hinter- 
grund mehrere Gebiiude, eins mit einer Balustrade, von der 
ein alter Mann herabblickt. Text: Undecima figura. Hie 
Filius, Dux et Pater — Sese manu prehendunt. 

/. 43; Felsinsel im Meer; auf ihrem hochsten Punkt 
stehen der jungere Konig und der Greis mit den Flugeln; 
am Himmel sieht man Sonne, Mond und Sterne. Text: Duo- 
decima figura. Altissimus mons Indiae in vasculo iacebat — 
Cum Dux et ipse filius, conscenderant seorsim. 

/ 46: Der alte Konig umarmt auf dem Thron 
sitzend seinen Sohn und beisst ihn; hinter diesem steht der 
gefliigelte Greis. Text: Decimatertia figura. Hie devorat 
Natum Pater (Res mira, visa nulli) Et spiritus de corpore — 
Anima nitente manat. 

/. 49: Der alte Konig liegt halb zugedeckt im Bett. 
Text: Decimaquarta figura. Hinc sudat anxius pater — Vi 
maxima cravatus — Tinctura recta et balsarnum — Ex hoc 
fluunt sophorum. 

/. 32: Der alte und der junge Konig sitzen zu- 
sammen auf einem Thron mit Baldachin; hinter ihnen der 
geflugelte Fiihrer. Text: Decimaquinta figura. Hie Dux, 
Pater cum Filio — In pace coputantur — Ut sint simul et 
perpetim — Aeterna saecla vivant. 



No. 80. [V 1J S., 237.] Khurze Beschreubung aller unnd jeder Hochwiirdigsten Fursten und Herrn 
Herrn Bischoven unnd Brzbischoven zu Saltzburg, deutsch, 8°; Anfang des XVII. Jahrh. 



ch., 144x179; 4j\ Wappen; Cursive; Pappendeckcl mit Lederrucken. 
Salzburger Arbeit von 1622. 



/. 3 und 3 4 : Wappen von Salzburg und der urn- 
liegenden Bistiimer und Orte. 

/. 4 — J 2: Wappen der Erzbisch ufe bis Paris Lodron. 

/. 13: Wappen des Stifts St. Peter. 

/ 15* — 2 4- Wappen der Priilaten von St. Peter. 

/. 24': Wappen des Domstifts. 

/• 2j' — 30': Wappen der Dompropste. 



/. 31: Wa[)j)en des Bistums Chiemsee. 

/ 32 — 36: Wappen der Bischofe von Chiemsee. 

/. j6*: Wappen des Klosters Nonnberg. 

/ 3$ — 43*' VV r appen der Abtissinnen von Nonnberg. 

Der Codex ist mit einem gedruckten Buch: Series ac 
Successio Salisburgensium antistium etc. 1682 zusammen- 
gebunden. 



80 



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7o 



Studienbibliothek. 



81 



No. 81. [V 2 A t] Gregorii papae liber moralium in librum Job, Folio, lateinisch, XV. Jahrh. 



Dcutsches m., 324X490, /-??; Miniaturcn, Randleisten, Initialen; Cursive; Lederband mit Pressung. 
doppcltc Diagonalen; Metallbeschlag an den Ecken und in der Mitte, teilweise abgerissen; Metallschliessen. 
Deutsche Arbeit unter italienischem Einfluss von der Wende des XIV. zum XV. Jahrh. 



Doppeltes Rechteck und 



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Fig. 33 zu No. 81, Studienbibliothek V 2 A 1, / 4$'. 



/. 2; Anfang des Buches Hiob. Init. U; ein Quadrat 
mit breitem griinen Rand, der ein Maanderornament aus schwarzen 
Linien hat; innen blauer Grund mit zartem Ornament und 
Abschattierungen. Die Init. U violett mit Blattranken, in der 
Init. U steht Hiob in einem violetten Mantel, grauem Haar 
und Vollbart, beide Hande erhoben. — Zierleiste links und 
oben; gerade lange Stengel, daran blattartige Erweiterungen 
in verschiedenen Farben. 

/. 6: Incipit epistola Beati Gregorii papae urbis ad 
Leandrum episcopum in explanacionem beati Job, que pro- 
ponitur libris moralium beati Gregorii. — Init. R in einem 
blauen an den Ecken abgerundeten Quadrat, innen schwarz 
und weisses Maandermuster, der Buchstabe rot und rosa; im 
Innern auf Goldgrund der Papst, ganz jung und bartlos, mit 
Tiara und violettem Kleid auf einem griinen Lehnstuhl, in 
der Hand eine Schrifttafel mit dem Anfangswort des Briefes: 
Reverentissimo. Verwischte Deckfarben. Links und oben Zier- 
leisten; lange blaue, griine oder rote Stengel, die sich er- 
weitern, durchkreuzen; klirbisartige Erweiterungen und Blatt- 
werk; audi Goldtupfen. 

/. 8: Anfang des I. Buches. Rosa Rand mit Gold- 
grund; Init. L r blau, innen griin, darin Hiob ahnlich wie auf 



/. 2 in blauem Kleid und rotem Mantel, beide 
Hande gefaltet. Randl. nur links. 

/. //: Init. S; Quadrat mit blauem Rand, 
rot Ranken, griiner Grund. Innen ziemlich ver- 
wischt mehrere knieende Manner in bunten Ge- 
wandern. Randl. links \v. o. 

Jeder Buchanfang ist durch ein grosses 
Initial mit einer damit verkniipften Randleiste aus- 
gezeichnet. 

/. 16: Init. /v\- blauer Rand mit goldenen 
Ecken; rotlicher Grund; Init. B griin, innen wieder 
Hiob in grunem Mantel, die Linke auf einen Stock 
gestiitzt, die Rechte erhoben. Randl. links. 

/. 20: Init. Q: blauer Rand; der Buchstabe 
violett; an den Ranken Schnallen mit grossen Niet- 
kopfen; innen griiner Grund; Hiob; Alter, Gesichts- 
ziige, Bart etc. sind immer anders; die Linke ruht 
auf dem Stock, die Rechte ist erhoben. Randl. 

/. 26: Blauer Rand; Doppelmiiander schwarz- 
weiss oder ganz schwarz; Init. C griin; Grund violett. 
Hiob. Links und oben Zierleiste. 

/. 32: Blauer Rand; Init. .V grun; Gold- 
grund; in der Mitte eine breite blaue Schnalle, innen 
roter und rosa Grund; links Zierleiste. 

/. 3j: Blauer Rand, innen rot und rosa. 

Init. O griin mit grossen Schnallen. Innen auf blauem 

Grund Hiob jung und bartlos, auf einem Lager 

liegend, bis zum Oberkorper mit einer violetten 

Decke zugedeckt; er ist voll Schwaren; hinter ihm ein 

kleiner schwarzer Teufel, der eine weisse Geissel schwingt, 

links Zierleiste. 

f.41: Init. P; rosa Rand, Goldgrund; der Buchstabe 
blau mit grossen griinen Schnallen. Hiob mit grossem Voll- 
bart liegt mit einer violetten Decke zugedeckt; dahinter drei 
Freunde, die zu ihm sprechen. Zierleiste. 

/. 48': Init. P (Fig. 33); rosa Rand, Goldgrund; der 
Buchstabe blau, innen griin; ein junger Mann in blauem Kleid 
mit rosa Mantel, aur dem Haupt ein Barett, mit den Handen 
gestikulierend; hinter ihm stehen zwei Knaben. Links Randl. 
/. j6: Rosa Rand, Goldgrund; Init. Q; blau mit 
zwei grossen griinen Schnallen, innen rotlicher Grund. Wieder- 
um Hiob in grunem Mantel, den Stock in der Linken haltend, 
die Rechte erhoben. Links und oben Zierleisten. 

/. 60: Rosa Rand, Goldgrund; Init. Q blau, innen 
griin; darinnen der Papst jugendlich und bartlos, mit Tiara, 
die rechte Hand erhoben. Zierleiste. 

/. 64: Rosa Rand, herum ein Purpurstreifen. Gold- 
grund. Init. M blau, innen rosa, links Zierleiste. 

/. 68: Rosa Rand, herum ein Purpurstreifen; Gold- 
grund. Init. E blau, innen rotliches Ornament; links Zierleiste. 



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Studienbibliothek. 



71 



f. jo 4 : Rosa Rand, Purpurstreifen, Goldgrund. Init. S 
griin auf Blau. Links Zierleiste. 

/. 7j ': Rosa Rand, Goldgrund, blaue Init. Q: innen 
vielleicht wieder Hiob; der Kopf ist ganz zerstort, die 
Stellung w. o. Links Zierleiste. 

/. 80: Rosa Rand, Goldgrund, Init. Q blau, innen 
griin. Zierleiste. 

f. 85: Blauer Rand mit einem Randornarnent; rosa 
Grund mit Goldecken; Init. Q griin; innen Hiob in blauer 
Kapuze, Stellung w. o. Links Zierleiste. 

/. 88': Blauer Rand mit Maanderornament, Gold- 
grund. Init. P rosa, innen griin; darinnen wieder Hiob, dies- 
mal mit spitzem Bart, die Rechte erhoben. Links eine Zierleiste. 

/. 06: Rosa Rand, blauer Grund mit Goldecken; 
Init. Q griin, darinnen Hiob; links Zierleiste. 

/.99V Rosa Rand. Purpurstreifen; Goldgrund. Init. Q 
blau, darinnen steht Hiob; Zierleiste. 

/. J04 4 : Init. /; nicht in einem Quadrat; Blau auf 
Rosa; links Zierleiste. 

/. 106 4 : Wieder wie friiher. Rosa Rand, Goldgrund; 
Init. Q blau, innen griin, darinnen der Papst, ganz jung mit 
Tiara, die Rechte erhoben. Zierleiste. 

/. no: Griiner Rand, Goldecken. Init. R rosa auf 
Purpur, innen blau, darinnen Hiob w. o. Links Zierleiste. 

/. 114': Griiner Rand, rosa Grund. Init. D blau. 
Zierleiste. 

/. 118: Init. /; wieder ohne Quadrat, orange, dar- 
innen schwarze Kreuze und Palmetten als Ornament. 

/. 120 4 : Init. /; in ein grosses schmales Rechteck 
mit griinem Rand eingefugt, rosa Grund; der Buchstabe blau, 
nach oben und unten zu einer Zierleiste fortgesetzt. 

/. 125': Rosa Rand, blauer Grund mit Goldecken. 
Init. Q, griin auf Rosa, Hiob; Zierleiste links. 

/. 1 jo 1 : Griiner Rand, blauer Grund. Init. P rotlich, 
darinnen auf Blau der Papst (?), jung, griin gekleidet und mit 
griiner Miitze. Links Zierleiste. 



/. 1 J J': Rosa Rand, blauer Grund, Goldecken. Init. D 
griin. Darinnen: Christus in rotlichem Gewand mit Kreuz- 
nimbus, die Hand lehrend erhoben. Links Zierleiste. 

/. 138*: Rosa Rand mit einem Purpurstreifen. Gold- 
grund. Init. B griin, innen blau. Darinnen steht Hiob mit 
griiner Miitze, die Hiinde emporgehoben. Links eine Leiste. 

/. 143': Init. /, in einem steilen hohen Rechteck. 
Blauer Rand, Goldgrund. Der Buchstabe rotlich, links eine 
Zierleiste. 

/. 150: Rosa Rand, Goldgrund. Init. .S' griin, innen 
rotlich. Links Zierleiste. 

/. 134: Griiner Rand, Goldgrund. Init. A rosa und 
purpurn, innen blau, links eine Zierleiste. 

/. 150: Init. Q: rosa Rand, blauer Grund, Goldecken. 
Init. (J Griin auf Blau. Hiob w. o. Links Zierleiste. 

/. 163; Rosa Rand, Goldgrund. Init. Q; griin mit 
grossen rosa Schnallen. Innen der Papst mit Vollbart, Tiara, 
die Rechte erhoben. Zierleiste. 

/. 1 66': Blauer Rand, Goldgrund; Init. E; rosa, 
innen blau. Der Buchstabe setzt sich nach oben und unten 
in eine Zierleiste fort. 

Die Figuren sind sehr roh ausgeftihrt. Hiob und 
der Papst erscheinen jedesmal in anderer Gestalt. Die Ge- 
sichter zumeist miirrisch und eisgrau, die Korper plump 
und derb. Das Faltenwerk ganz schematisch durch hineinge- 
zeichnete weisse Striche angedeutet. Die Extremitaten gross und 
unformig. Die ornamentalen Teile sind sorgfaltiger ausgefiihrt; 
manchmal sehr feine Schattierungen innerhalb der einzelnen 
Farben. Der Rand des Quadrats hat als Ornament gewohn- 
lich einen doppelten Maander, der weiss-schwarz oder nur 
schwarz ist. Die Zierleisten am Rand sind alle nach einem 
Schema: ein langer Stengel von verschiedener Farbe, daran 
Abzweigungen und Erweiterungen ; kiirbisformige Blatter; auch 
Goldtupfen an feinen Faden. 

Literatur: Hacker in Mitteilungen der Gcsellschaft fiir Salz- 
burger Landeskunde, IX, pag. 247. 



No. 82. [V 2 A 2(2).] Johannis Andreae Bononiensis liber de sexto Decretalium, lateinisch, Folio, 
XIV. Jahrh. 



82 



Italienisches m., 302x485, ioj\ Miniaturen, Initialcn; Minuskel; einfacher Lederband, der Titcl unter einem Hornplattchen. 



Bologneser Arbeit des XIV. Jahrh. 

/. 2: Init. X; rosa und grau, auf Gold und Blau; 
zarte reiche Ornamentlinien. Darinnen ein bartloser Mann in 
rotem Mantel mit Hermelinkragen und roter Miitze. Init. C; 
Rosa auf Gold, innen auf blauem Grund ein Kinder- 
k op fch en. 

/. 4 1 und 3: Arbores consanguinitatis und affinitatis. 
Nur das geometrische Schema vorgezeichnet, fiir ein Bild ist 
Platz gelassen. 

f. 6 (Fig> 34): Deckfarben. Innenraum; auf einem 
griinen Thron mit blauem Polster sitzt Bonifatius in vollem 
Ornat, die Fiisse auf einen roten Schemel gestutzt, hinter ihm 



halten fiinf nimbierte Engel ein violettes Tuch. Zu jeder 
Seite von ihm noch je ein Engel. Links knien und stehen 
mehrere Geistliche verschiedenen Ranges, rechts Weltliche 
verschiedenen Alters, mehrere mit Biichern. Das Ganze von 
einem Mann auf den Schultern getragen, der mit alien Zeichen 
starker Anstrengung die Last mit beiden Handen zu stiitzen 
scheint und in starker Verkiirzung gesehen vvird. Unten Land- 
schaft mit Felsen und Baunien. Oben gleichfalls in einer 
Landschaft mit kleinen Baumen der heilige Michael auf dem 
Drachen stehend, ganz geriistet, die Rechte mit dem Speer 
zum Stoss erhoben. Oben Blattornament. 



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72 



Studicnbibliothek. 



Init. Q; rosa auf Gold und Blau, innen ein jugend- 
licher Kopf en face; unten Init. B violett auf Gold und 
Blau, darinnen ein kleiner alter Mann mit Vollbart. Das 
B bildet vier Schlingen, in denen die Evangelistensymbole 
mit menschlichen Korpern stehen. 



15 und 20 mm, in Deckfarben. Gewohnlich Goldgrund mit 
einem schwarzen Rand. Der Buchstabenkorper ganz massiv 
in Rosa, Griin oder Grau ausgefuhrt, innen mit einem blauen 
Gruhd, der manchmal noch feine weisse Ornamentlinien enthalt. 
Innen oft ein Kopf oder eine Halbfigur en face, meist in weltlicher 




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Fig. 34 zu No. 82, Studicnbibliothek, V 2 A 2, /. 6. 



Bonifacius episcopus servus servorum dei dilectis 
filiis doctoribus et scolaribus universis Bononiae commorantibus 
salutem et apostolicam benedictionem. 

Die weiteren Initialen sind nicht sehr gross, zwischen 



Tracht, einige mit Hermelinmantel, mit Kopfbedeckung oder 
langem Haar; manche als Krieger oder Fursten charakterisiert. 

Litcratur: Hacker in Mittcilungen der Gesellschaft fiir Salz- 
burger Landeskunde, IX, pag. 251. 



83 No. 83. [V 2 A 5.] Baldus de Perusio. Lectura super IX. libro codicis, lateinisch, Folio, XV. Jahrh. 

ch. (Wasserzeichen eine Art dreilappiger Krone mit einem langen Krcuz); 295x436, ij2 (die letzten leer); Initialen; Cursive; Holzdeckel, 
stark beschiidigt, die Schliessen abgerissen. 

It alien ische Arbeit vom Anfang des XV. Jahrh. (Auf/. / mchrerc Vermerke: Domini Antonii de Royzellis; spater: Hoc volumen . . . 
emi ego Petnis de Barbus . . . quod fiebat de libris famossissimi doctoris domini Antonii de Rosellis 1460, 16. Dez.) 

/. 5: Init. E; Deckfarben; hellviolett, Grund aussen Blattgold, innen blau mit rot und griinem ^lattwerk. 
/. 95; Init. /; Deckfarben; hellviolett auf Gold, blau und griinrotes Blattwerk. 
Ausserdem zahlreiche Initialen in Blau oder Rot. Scheinbar die gleiche Hand wie V 2 A 11. 



84 No. 84. [V 2 A 6.] Nicolaus abbas Siculus super libris decretalium, lateinisch, Folio, XV. Jahrh, 

ch.; 296x431, 26/; Initialen (bis /. ij alle und spater viele herausgeschnitten) ; Cursive, spiitcr Minuskel; Holzdeckel zur Halftc abgebrochen. 
Osterreichische Arbeit vom Anfang des XV. Jahrh. (Der Schreiber ist ein Guilhelmus; der Codex ist sehr beschadigt; vorn mehrere 
Blatter herausgerissen und verbrannt.) 



/. /j'; Init. N; Deckfarben; Hellviolett auf Gold; 
innen auf Blau rot und grimes Blattwerk. 



/. 22: Init. P: Deckfarben, Violett, Gold, Blau, Rot, Griin. 
In der gleichen Art noch zahlreiche Initialen. 



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Studienbibliothek. 



73 



No. 85. [V 2 A 10.] Decretales Gregorii IX. papae, Folio, lateinisch, XIV. Jahrh. 

Dcutschcs m., 287x452, J4\ Initialen; Minuskcl, die Glosse Cursive; Holzdeckel mit Lederiiberzug. Metallbeschlag. 
Deutsche Arbeit des XIV. Jahrh. 

/. 2: Init. B; rot, Hauptornament eine fortlaufende Wellenranke, innen unten Halbfigur eines heiligen Bischofs in 
vollem Ornat, oben ein Adler; sehr rob ausgeftihrt. 

Sonst nur einfarbige ziemlich kleine Initialen, meistens rot. 



85 



No. 86. [V 2 A 11.] Baldus de Perusio: Lectura super quarto libro Codicis, lateinisch, Folio, 
1. Hftlfte des XV. Jahrh. 

ch., 243X428, 301; Randleiste, Initiate; Minuskel mit stark kursiven Elementen; Holzdeckel. 
Deutsche Arbeit von 1430. (Johannes Falkenstein de Altkelch miniavit.) 



86 



/. ijj: Deckfarben; reiche Zierranke am linken Rand; 
aus Blattern verschiedener Farben bestehend, besonders Blau 
und Griin. In Zusammenhang mit dieser Leiste die Init. A; 
Griin auf Goldgrund; innen blauer Grund und ein grosses 
rotes weissgerandertes Blatt. Unten am Rand auf einem 



Rasenhiigel ein junger Mann und eine junge Frau in vor- 
nehmer Tracht, die ein Wappen halten, auf dem ein Eber 
mit einem breiten Gurt dargestellt ist. 

Die iibrigen ziemlich grossen Initialen einfarbig blau 
oder rot. 



No. 87. [V 2 B 19 (1).] Montignano: Consilia medicinal ia, lateinisch, Folio, 2. Hftlfte des XV. Jahrh. 87 

ch. (Wasserzeichen zwei gekreuzte Pfeile); 239X339, 42o\ Initialen, Randleiste, Minuskel; gepresster Lederband mit reichem Metall- 
beschlag, Schliessen. Schnitt vergoldet; vorn ist eine naturalistische Wellenranke gemalt. 

Suddeutsche, Arbeit von 1471. Schreiber ist Ulrich Sattner, genannt Stokel, Presbyter aus Regensburg (/. jy6). Besteller des Codex ist 
dcr Erzbischof Bernhard von Rohr, dessen Wappen im Codex und auf dem Metallbeschlag vorkoramt. 



/. 7: Init. P; Deckfarben, der Buchstabe violett auf 
Purpur; innen griin der halb in Profil gesehene Kopf eines 
bartlosen Mannes. 

/. 25: Deckfarben, Zierranken um das ganze Blatt, 
das Blattwerk und die Stengel lichtblau, rosa und griin, mit 
leisen Ubergangen, die Leiste zwischen den beiden Text- 
kolumnen Gold. In dem Rankenwerk mehrere Tiere, zwei 
Eichhornchen, ein Vogel, ein Fuchs, ein Hund; links unten 
sitzt ein Dudelsack spielender Knabe, auf dessen roter Kappe ein 
Vogel sitzt. Unten rechts das Wappen des Erzbischofs Bernhard, 
links das von Salzburg, oben eine edelsteingeschmuckte Inful 
uber einem M, durch das sich ein Spruchband mit den 
Worten unica spes mea 147 1 zieht. 

Init. E; Deckfarben; hellblau auf Gold, grtiner Rand; 
innen steht der Verfasser dozierend, in langem roten Talar 
und roter Miitze. 



/. 261: Federzeichnung im Anschluss an den Text. 
Innerhalb eines Rahmens ein Lowe, eine Schlange, ein Elephant 
und ein Fuchs mit der Uberschrift: Lepra leonina, lepra tiria, 
lepra elephantina, lepra alopicia. 

/. 2ji: Init. /; rot und blau, daneben eine Feder- 
zeichnung, Halbfigur eines jungen Mannes mit hoher Miitze, 
der den Finger nachdenklich an die Stirn legt. 

f. 27 j 1 : Init. M; rot, griin, blau; dariiber Feder- 
zeichnung; links sitzt auf einer Bank die heilige Jungfrau mit 
dem Kind auf den Knien; Spruchband: Transite ad me omnes, 
qui concupiscitis me etc.; rechts ein Bischof in vollem Ornat 
kniend, Spruchband: Sancta unica spes tu mea adiutrix es. 

Die iibrigen Initialen recht plump, meist blau oder 
rot, mit diirftigen Ornamenten in Federzeichnung, manchmal 
leicht laviert. — Als Verweisungszeichen sind am Rand Hande 
und Kronen verwendet. 



No. 88. [V 2 B 20.] Lectionar, Grossquart, lateinisch, Ende des XIV. Jahrh. 

Dcutsches m., 228x334, j*/?; Initialen, Minuskel; Holzdeckel mit Papier beklebt, ziemlich beschiidigt. 

Suddeutsche Arbeit von 1388. (Auf dem Innendeckel in Cursive: MCCCLXXXVIIII feria sexta post festum Joh. Bapt. (25. Juni) intravit 
dominus Fridericus de Pernekk electus ct confirmatus ecclesiae Secoviensis consecratus dominica proxima sequente. — Anno domini MCCLXX1I 
Friderici IX. prcparata et dedicata est capella antiqua in domenica a domino Burchardo Episcopo Seccoviensi.) 

Bd. II. IO 



88 



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74 



Studienbibliothck. 



/. /': Anno domini MCCCLXXXVIII prima die Maii 
in Christo patre et domino domino Johanne episcopo eccle- 
siae Seccoviensis oriundus de Neidpletus completus est liber 
iste et constat in pecunia prompta libros XXXV. 

Kalendar der Salzburger Diozese. 

/. to: Sehr zierliche Init. U; Gold direkt ohne Grund 
auf das Pergament gesetzt, Innenranken rot, blau, griin; eine 
diinne Randl., am untern Rand ein hinaufblickendes Kaninchen. 



/. 12': Init. A; gold, blau, griin; am Rand als Orna- 
ment fortgesetzt. 

/. 24: Init. K; griin; Randl. 



/. 25': Init. A. 
/. 5/': Init. K; 



violett; griine Ranken. 



Literatur: Hacker in Mittcilungen der Geselischaft fiir Salz- 
burger Landeskunde IX, pag. 247. 



89 No. 89. [V 2 B 21 (2).] Bertruccio, Liber Medicinalis; lateinisch, Folio, 2. Hftlfte des XV. Jahrh. 

ch., 239x344, jSj\ (ira Codex falsch foliiert, die letzten 34 leer); Initialen, Zierleisten, Cursive; Ledcrband mit Linienpragung und 
reichen Metallbeschlagen, sowie Schliessen. 

Osterrekhische Arbeit von 1476. (Ftir den Erzbischof Bernhard von Rohr gearbeitet). 



/. 9: Init. Q: Deckfarben, griin auf Gold innerhalb 
einer blauen Umrahmung; im Innern des Buchstaben sitzt ein 
jugendlich aussehender Kirchenfurst in einem Stuhl mit hohen 
Lehnen vor einem Lesepult, in der Rechten halt er ein auf- 
geschlagenes Buch, in der Linken ein Gefass; auf dem Pult 
liegt ein aufgeschlagenes Buch, in dem die Worte „Beren- 
hardus de Ror, do man zalt 1476" zu lesen sind. Um die 
ganze Buchseite zieht sich eine schmale Zierleiste, bestehend 



aus langen, diinnen Stengeln und schlanken Blattranken. Unten 
links das Wappen von Salzburg, rechts das des Erzbischofs 
Bernhard. 

/. 2j': Init. C; Deckfarben, Blau auf Gold in griiner 
Umrahmung, ringsum eine ahnliche Zierleiste wie auf /. 9. 

Ausserdem eine Anzahl mehr oder weniger verzierter 
Initialen in Federzeichnung, mit besonderer Bevorzugung von 
Blau und Rot. 



90 No. 90. [V 2 B 23.] Medicinarum simplicium liber ex diversis autoribus, lateinisch und deutsch, 

Folio, XV. Jahrh. 



ch. (2 Pfeile als Wasscrzeichen); 233x338, 47s', Initialen, 
Schliessen, Goldschnitt. 

Salzburger Arbeit von 1470\71 (siehe f. 262 und 345). (Far 

/. j: Init. A: Federzeichnung, griin mit roten Orna- 
menten innen und aussen. 

/. 14: Init. A: Deckfarben, Rosa auf Blattgold, griiner 
Rand. Zierranke rosa, blau, griin, unten das Wappen des 
Erzbischofs und in der Mitte unter einer Krone das M mit 
dem Spruchband: unica spes mea 

/. jj: Init. B: blau, rotes Ornament in Federzeichnung, 
links ein miinnliches Gesicht in Profil, siehe No. 48. 



Randleisten; Cursive; geprcsster Lederband , reicher Metallbeschlag, 

den Erzbischof Bernhard von Rohr geschrieben; siehe das Wappen.) 

/. iSj 1 : Init. E: Blau auf Rotweiss; innen das Wappen 
des Erzbischofs Bernhard. 

Zahlreiche Initialen in Deckfarben auf verschieden- 
farbigem Grund, z. T. mit menschlichen Kopfen in Profil- 
stellung als Verzierung; ferner viele einfarbige Initialen nur 
mit diirftigem Ornament in Federzeichnung. 



91 No. 91. [V 2 E 33] Fratris Richardi de Mediavilla liber quartus de IV° Summae complectens 

Ratocinium historico-sacramentale, lateinisch, 4°, XIV. Jahrh. 

Italienisches m., 237x336, 279', Initialen; Cursive; Holzdeckel; der Cberzug von geprcsstora Lcdcr grosstenteils abgerissen; Mctallschliessen. 



Italienische Arbeit vom Anfang des XIV. Jahrh. 

f. 2: Init. /; Deckfarben, iiber die ganze Seite her- 
untergezogen. Der Stamm abwechselnd blau, rot und Gold; 
hindurch zieht sich eine blaue Wellenranke, von der sich bei 



jeder Windung ein briiunliches oder violettes Blatt lost; oben 
endet sie mit einem rotlichen Tierkopf. Oben und unten 
Ansiitze von Randl. 



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Studicnbibliothek. 



75 



No. 92. [V 2 B 51.] Missale Romanum. Folio, lateinisch, XIII./XIV. Jahrh. 



92 



Deutsches ra., 239x328, 2o?\ Miniaturcn, Initialen; Minuskcl; gepresstcr, Lcderband mit viclcn Schriftbiindern, rcichcm Mctallbcschlag 
und (ehedcm) Schlicsscn. 

Osterreichische, nach dem Kalendar Prager, Arbeit von der Wende des XUL zum XIV. Jahrh. 

f. S: Init. A; Federzeichnung blaurot, innen rotes, Kleid, rechts Johannes, das Gesicht in die Rechtc gesttitzt, 
aussen blaues Linienornament, das sich z. T. auf den linken in der Linken ein Buch haltend. 
Rand ausdehnt. /. 104: Init. T; gegen blauen, am Rand liellbraunen 




Fig. 35 zu No. 92, Studienbibliothck, V 2 K 51, /. 



ioj. 



f. 19: Init. P; Federzeichnung blaurot, innen blaues Grund steht Christus als Schmerzcnsmann, nur mit dem Schurz 

Linienornament. bekleidet, aus alien Wunden blutend. 

/ to j (Fig. 35): Miniatur, Deckfarben; roter Rahmen, /• Io8 '> Init - ^ schwarz w. o. 

blauer punktierter Grund, Kreuzigung Christi. Das Kreuz be- Ausserdem zahlreiche in Federzeichnung ausgefuhrte 

steht aus zwei rohen Balken; Christus mit Kreuznimbus, Schurz, Initialen in verschiedenen Farben, zum Teil mit geringer 

drei Nageln, zusammengesunken. Links Maria; in sehr buntem Linienornamentik. 



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7 6 



Studicnbibliothck. 



93 No. 93. [V 2 F 61.] Rituale Romanum, lateinisch, 4°, XIV. Jahrh. 

Deutschcs ra., 201x295, 126; Miniatur, Initial en; Minuskel; geprcsster Ledcrband mit gotischem Ornament. Metallschliessen abgcrissen. 



Deutsche Arbeit vom Anfang des XIV. Jahrh. 

f. 13' (T, VIII): Miniatur liber das ganze Blatt; 
Deckfarben; zuausserst ein roter Rahmen; daran anschliessend 
ein ebenso breiter gruner Streifen; der Innengrund blau. 
Kreuzigung Christi: an dem griinen Kreuz hangt Christus; links 
steht Maria in blaulichem Kleid und rotbraunem Mantel, rechts 



Johannes, jugendlich, in griinem Kleid und rotem Mantel, ein 
Buch in der rechten Hand haltend, die linke an die Brust gelegt. 
/. 14: Init. T; roter Rahmen, blauer Grund; den 
Buchstabenstamm bilden zwei schnabelnde Tauben; iiber den 
Querbalken zieht sich eine Ranke mit weinlaubartigen Blattern. 



94 No. 94. [V 2 G 79.] Breviarium decretorum. Praec. citatio contra ducem Heinricum de Bavaria 

et resp. de duce Ludovico Bavariae Ambasciat. in concil. Constantiensi 1418. Sequ. Voca- 
bularius roman. histor. jurid., lateinisch, 4°. XV. Jahrh, 

ch. (Wasserzeichen eine Zeichnung wie bei V I A 8, dann ein Einhorn), 221x293, 2Sj\ Initialen; Cursive; Holzdeckel, Pergaraentttberzug, 
stark beschadigt; Metallschliessen; glatter Schnitt. 
Anfang des XV. Jahrh. 

/. 13: Init. S: Federzeichnung; der Hauptteil rot, sachlich rot. Die Hand stimmt mit der in V 1 G 117 
daran schwarzes Ornament, das sich am linken Rand iiber uberein. 
den Buchstaben hinaus fortsetzt. Init. H ahnlich; haupt- /. 36: Init. H. 



95 No. 95. [V 2 H 92.] Summa viciorum. Sequitur epistola Bernhardi ad Raymundum militem de 

cura rei familiaris, lateinisch, 8°, XIV, Jahrh. 

Deutsches m., 162x233, 264 , Initialen; Minuskel; Holzdeckel mit Ledertiberzug ; Titel unter einem Hornplattchen. Mit einer Leder- 
spange geschlossen. 

Deutsche Arbeit von Anfang des XIV. Jahrh. (Muss schon im XV. Jahrh. in Salzburg gewesen sein.) 



/. /; Init. D; Federzeichnung, rot, mit einer griinen 
Ranke; innen rotes Linienornament; desgleichen links am 
Rand zu einer diirftigen Zierranke fortgesetzt. 

Zahlreiche Initialen in Federzeichnung mit reicher 
Linienornamentik innen und aussen; ausserdem einfache Ini- 
tialen. (Auf der Innenseite des Vorderdeckels: Annis millenis 
quadringentenis quinquaginta quoque septem dementis festo 



Ladislaws toxatur porno rex Bohemorum, Ungarorum dux 
Austriae dominus per perfidos Hussitas hereticos et bidephistas 
in urbe Praga Katholicae fidei plaga; vindicet deus puniatur 
in hoc malo reus. De Bodabrat natus dicitur esse reus usur- 
pans regnum sibi . . . etc. Auf der Innenseite des Riick- 
deckels ein Verzeichnis der Kanoniker fur das Jahr 1457/8. 



96 No. 96. [V 3 B 15.] Gregorii IX, papae decretales, Folio, lateinisch, XIII, Jahrh. 

Italienischcs m, 255x386, 2j2\ Initialen, Zierleiste, Miniatur; Minuskel, die Marginalglosse kursiv; Holzdeckel, Lcderilberzug ab- 
gcrissen. Lederschliessen. 

Deutsche (?) Arbeit vom Anfang oder a us der Mitte des XIII. Jahrh. 



f. 6: Init. G; Deckfarben, gruner Rand, blauer Grund; 
der Buchstabe rotbraun; innen sitzt der Papst in rotem Kleid 
mit einer dozierenden Geste; das G endet in einem griinen 
Drachenkopf; daneben auf rotbraunem Grund weiss die folgen- 
den Buchstaben regorius. Zwischen den Textkolumnen eine 
kleine Zierleiste; ein langgestreckter Drache, oben ein Vogel, 
unten noch Blattwerk; alles sehr bunt in Rot, Blau, Griin. 



/. 6 J *: Init. G; Deckfarben, scharlachrot auf blauem 
Grund; innen blaugekleidet der Papst mit spitzer roter Tiara. 

j\ 122: Init. G; scharlachrot auf dunkelblauem Grund; 
innen sitzt der Papst rotgekleidet auf einer Bank. 

/. 1 So (Fig, 36): Federzeichnung, Titelbild zum 
IV. Buch de sponsalibus. Langliches Rechteck; oben ein- 



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Taf. VIII. 




DEUTSCHE ARBEIT VOM AXFANG DES XIV. JAHRH.: RITCA1.E ROMANTM. 

SirDIKM'.ir.l.KHHEK, COD. V 2 V 01, /. l:r. 



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Studicnbibliothek. 



77 



ander gegeniiber ein junger Mann und eine junge Frau; Mann, der aus einer Schale trinkt und in der andern Hand 
zwischen ihnen Rankenwerk, das sie anfassen; zu jeder Seite eine Flasche halt. Ganz unten zwei einander zugekehrte 







Fig. 36 zu No. 96, Studienbibliothck, V 3 B 15, /. /So. 

ein Ungeheuer mit langen Hornern; unter dem Paar zwei ein- Fische. Das Ganze in sehr feiner Federzeichnung, mit spar- 

ander zugekehrte Drachen, darunter ein fliegender Adler. licher Anwendung von Blau und Rot. 

Die Felder, die die verschiedenen Verwandtschaftsgrade dar- /. igS: Init. G; Deckfarben, Scharlach auf Blau, 

stellen, sind nicht ausgefullt. Unten kauert ein halbnackter innen dozierend der Papst. 



No. 97. [V 3 B 20.] Missale dioc. Salisburgensis. Praec. index missarum. Sequ. Calendarium 
ecclesiae et dein Caeremoniale ecclesiae, lateinisch, Folio, XIV. Jahrh. 

Dcutsches m., 245X339, 242 \ Initial en; Minuskel; gepresster Lederband mit spiitgotischem Ornament und reichem Metallbeschlag 
und Schlicssen. 

Salzburger (?) Arbeit aus der ersten Halfte des XIV. Jahrh, (Vielleicht aus Seckau (?); nach der Eintragung des Todes Ulrichs Bisch. 
von Seckau auf/. 7'.) 



97 



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7» 



Studienbibliothck. 



/. iy: Init. M; Federzeichnung, Rot mit ausgesparten 
blaugeranderten weissen Blattornamenten und roten Linien- 
ornamenten; am linken Rand bis heruntergezogen. 

/. 26': Init. P; Federzeichnung, blau und rot; innen 
Linienornament in den gleichen Farben. 

/. 104 : Init. R; rot und blau; innen rotes, aussen 
blaues Linienornament. 



/. j 62: Deckfarben, Init. T; Gold auf Rot; blaue 
Konturen; am linken Rand eine langgezogene Randl. 

/. 162': Eingeklebt; ein Christuskopf in Glorie sehr 
fein in Deckfarben ausgefuhrt, jedoch aus spaterer Zeit stammend. 

Ausserdem mehrere Initialen in Federzeichnung in 
verschiedenen Farben, wie die beschriebenen ausgefuhrt. 



98 



No. 98. [V 5 H 132.] Missale, lateinisch, 4°, XV. Jahrh. 



Dcutsches m., 223x304, SSJ* Initialen; Minuskel; Lcderband, 
Medallions mit dcm agnus dci. Metal Ischlicsscn abgerisscn. 

Deutsche Arbeit aus der ersten Hdlfte des- XV. Jahrh. (Auf 
antistites nostros necnon Fredericum ab omni adversitatc custodi etc.) 

/. 9: Kolorierte Federzeichnung ohne Grund. Init. A 
blau mit Innenzeichnung; in dem einen Balken steht ein 
Engel, gleichfalls blau; innen rotes federgezeichnetes Ornament 
und eine grime Ranke, oben ein roter Drudenfuss. 

/. 40: Init. S dunkelgriin, mit Ornament in roter 
Federzeichnung. 

/. 49: Init. P: Federzeichnung, der Stamm rot und 
blau; es ist ein sehr zierliches Blattornament herausgespart ; 
innen und aussen rotes und violettes Ornament in sehr feiner 
Federzeichnung. 

/. 51 ': Deckfarben; Goldgrund; Init. P rot mit weissen 
Linien, auch noch grime und blaue Ranken; oben sitzt ein 
kleiner Vogel. (Dieses Initial ist vielleicht nachgetragen.) 



gepresstes einfaches Linienrankenschema; dazwischen Rosetten und kleine 
dem Inncndeckel in der Schrift des Codex: et famulos tuos papam et 

f. 57: Init. D; Federzeichnung, rot, blau; Ornament 
innen rot, aussen violett. 

/. 7 4*: Init. P; blau, das Blattornament ausgespart; 
innen violett, aussen rot, setzt sich am Rand hinauf und hin- 
unter fort. 

/. 177 beginnt eine andere Schrift mit ganz rohen 
Initialen. Federzeichnung, der einfache Stamm blau mit 
plumpen rotem Ornament. 

Ausserdem bis /. 177 eine Reihe sorgfaltig ausge- 
fuhrter Initialen in mehreren Farben mit gleichfalls ver- 
schiedenfarbigem Ornament in Federzeichnung. 



99 



No. 99. [V 5 H 133.] Missale, lateinisch, 4°, XIII. Jahrh. 



Deutsches m., 204x300, S55', Initialen; Minuskel; Lederband, 
Siiddeutsche Arbeit vom Anfang des XIII. Jahrh.; vielleicht aus 

/. 8: Deckfarben; Init. A: Goldrand, blauer Grund; 
der Buchstabe von zwei verschlungenen griinen und roten 
Drachen gebildet; Schweife und Pranken gehen in blattartige 
Ranken aus. 

/. 13: Init. P: Goldrand, innen Purpur; der Buch- 
stabe blau, die Innnenranken grim und rot. 

/. 40 4 : Init. D; Goldrand, blauer Grund, innen Gold; 
der Buchstabenkbrper besteht aus griinen und roten Ranken. 

/. 46 1 : Init. R: griiner Rand, innen Goldgrund; der 
Buchstabe rot, der untere Teil von einem Drachen gebildet. 
(Die Ausfiihrung erinnert an den Evangeliencodex von St. Peter.) 

/. 55': Init. .V; griiner Rand, blauer Grund, innen 
Gold; der Buchstabe grosstenteils von einem Drachen ge- 
bildet, innen noch rote und grime Ranken. 

/. 59: Init. U: griiner Rand, Purpur, innen Gold; 
der Buchstabe blau. Blattartige Ranken, die sich bisweilen 
naturalistischer Bildung nahern. 



sehr beschadigt, die Metallbeschlage abgerisscn; Metallschlicssen. 
Passau, von da den nachgetragenen Notizen zufolge nach Salzburg gebpacht. 

/. 63 ; Init. D: gelber Rand; Goldgrund. Der Buch- 
stabe braun, innen griinrote Ranken. 

/. #2*: Init. G; brauner Rand, Goldgrund; der Buch- 
stabe von einem griinen Drachen gebildet. 

/. 84: Init. L; Goldgrund; der Buchstabe braun, blau, 
rote Ranken. 

/. 107: Init. T; griiner Rand; innen Gold; der Buch- 
stabe ist braun, umrankt von Blattranken in verschiedenen 
Farben; in dem T klettert ein junger Mann an dem Quer- 
balken; er hat nackte Beine, einen braunen Rock und blauen 
Mantel mit sehr spitzen Falten. 

/. 141 ': Init. D; griiner Rand, blauer Grund, innen 
Gold. Der Buchstabe rot, innen griin-blaues Pflanzenomament, 
das in dreilappige Blatter ausgeht. 

f. 336: Sequentia de S. Heinrici imperatoris, von 
einer Hand von Anfang des XIV. Jahrh. nachgetragen. 

Ausserdem mehrere Initialen in Deckfarbe in der 
Art der beschriebenen. 



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Studicnbibliothek. 



79 



No, 100, [V3H168.] Missale, lateinisch, 4°, XIV, Jahrh. 100 

Deutschcs m., 207x290, 206 \ Initial en; Minuskel; gcprcsster Lcdcrband mit einfachem Linienschema und PHanzenranken , rcichem 
Metallbcschlag und Schliessen. 

Salzburger Arbeit aus der zweiten Hdlfte des XIV. Jahrh. 

/. 5: Init. A; Deckfarben; griiner Rahmen, der Buch- /. 64': Init. R; Gelbbraun auf Gold, innen blau; 

stabe hellblau auf Blattgold ; oben und links eine bunte, etwas blauer Rand, 
plumpe Blattranke. f-9 I: I*"*- T; Hellblau auf Goldgrund, darauf grimes 

* t -. n n 1 c u r- - , o ,1 . Rankenwerk: Randl. links und oben. 

/. ij: Init. P: Deckfarben; Grun auf Gold, innen ' 

t „ • , Ai , j . * ... r,. , . A /. 200: Init. R; Orange auf Gold, blauer Rand, rechts 

hellviolett, oben und unten Ansatze von Zierleisten. J ° 

und links in eine Zierleiste auslaufend. 
/ 1 6': Init. E: Orange auf Gold, innen blau; unten Ausserdem mehrere Initialen in Deckfarben in der 

am Blattrand Zierleiste. Art der beschriebenen. 



No- 101. [V 4 F 123 (1).] Bruchstflck der Postille des Nicolaus de Lyra; lateinisch, 4°, XV- Jahrh. 101 
(zusammengehOrig mit V 4 F 128 (2). 

ch., 219x293, 2$3\ Initialen; Cursive; Ledcrband mit Linienpressung und Metallschlicsscn. 
Osterreichische Arbeit aus der zweiten Hdlfte des XV. Jahrh 

f. 83: Init. E; Grun auf Purpurrot mit zartem Gold- /. 128: Init. U; blau mit einer Innendekoration wie/. 84. 

linienornament, violette Umrahmung. f. 148 1 : Init. O; grun mit zwei Masken, auf purpur- 

/. 84: Init. P; Gelb auf griinem reich mit Ranken ver- rotem von Goldstrahlen durchzogenem Grund. 

ziertem Grund, in der untern Ecke eine Maske; innen rosa Grund /. 164: Init. N; f. 1771 Init. E. 
mit einem Goldliniengitter und dazwischen stilisierten Bliiten. 



No. 102. [V 4 F 128 (2).] Bruchstflck der Postille des Nicolaus de Lyra, lateinisch, 4°, XV. Jahrh. 102 

(zusatnmengehOrend mit V 4 F 123 (1). 

ch., 219x293, 7^9; zwei Initialen; Cursive; stark beschadigter Holzdeckel mit Lederiiberzug und stark bescbadigten Metallschlicssen. 
Osterreichische Arbeit aus der zweiten Hdlfte des XV. Jahrh. 

/. 60: Init. /; grun auf einem violetten mit Goldsternen gezierten Grunde; blaue Umrahmung. 
/. 145: Init. R; griines Rankenwerk, innen rot, aussen blau mit Goldlinienornament. 
Die iibrigen zahlreichen Initialen sind herausgeschnitten. 



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8o 



Bibliothek des Museums Carolino-Augusteum. 



Bibliothek des Museums Carolino-Augusteum. 

Unter seinen verschiedenen Sammlungen besitzt das Museum audi einige Handschriften von geringerem kunst- 
historischen Interesse; einige stammen aus der Priesterhausbibliothek. 



103 No. 103. [V 4 G 154.] Liber consonantiae graciae et naturae a magisiro Rapheli de Pornaxio 

predicatorum ordine editus, lateinisch, 4°, XV. Jahrh. 

ch., 220x290, j8j\ Initiale, Cursive; Lcderband rait Linienpressung und wohlerhaltenem Metallbeschlag und Schlicssen. 
Osterreichische Arbeit aus der zweiten Halfte des XV. Jahrh. 

f. 1: Init. F; reiche Initiale innerhalb einer griinen Umrahmung, blau auf einem rosa gemusterten Grand. 



104 No. 104. [Priesterhaus-Bibliothek S. Scriptura, XIX. B 54.] Biblia sacra, 8°, lateinisch, XIII. Jahrh. 

Deutsches ra., 96X 151, SS9\ Initialen, Randleisten; Minuskel; moderner Lederdeckel mit Metallscblicssen ; Goldschnitt. 
Siiddeii tsche Arbeit von der Wende des XIII. zum XIV. Jahrh. (Aus der Priesterhaus-Bibliothek.) 



/. /: Init. F; blau und rosa, stark verwischt. 

/. j 4 : Init. D; Violett auf Blau, innen blaue Ranken, 
die in einen Tierkopf auslaufen. 

/. 4: Leiste zwischen den beiden Textkolumnen; 
auf abwechselnd blauem und braunrotem Grand Vogel- und 
an der e Tierleiber und -kopfe in bizarren Verschlingungen; die 
Tierleiber laufen in eingerollte Ranken aus. 

f. 24': Init. H; blau und braunviolett, der Bauch 
von einer eingerollten blauen Volute erfullt; am obern Ende 
des Schafts ein Raubvogel. 

/. 41: Init. V; Blau auf Violett; im Innern ein ver- 
schnorkeltes Phantasietier. 

/. J2 4 : Init. L; blau und violett; oben und unten 
endet je eine Ranke in einem Tierkopf. 

/. 68': Init. H; blau und violent; oben ein Tierkopf, 
unten ein schreitendes wildes Tier. 

/. 94': Init. P; blau und rot; oben ein sitzender 
Singvogel. 

/. 1 os 4 : Init. /; Blau auf Violett; der Schaft zum 
Teil durch einen blauen Fisch, zum Teil durch Ranken mit 
Tierkopfen gebildet. 

/. 108: Init. P; blau, violett, rot, gelb; oben sitzt 
ein Raubvogel, zuunterst ein Drache mit eingerolltem Leib. 



/. 122: Init. F; blau und violett; innen Ranken mit 
Tierkopf; am untern Schaftende ein kauernder ArTe. 

/• I 75 4 '- 1°^- C'7 Violett auf Blau; in der Mitte ein 
Palmettenornament mit roten Bliiten. 

/. 190 4 : Init. V; Blau auf Violett; ein Tierkopf. 

/. igi: Init. /; der Schaft voll von einer blauvioletten, 
fortlaufenden Ranke, die nach oben zu in ein phantastisches 
Tier ausgeht. 

f. 201: Init. E; Blau auf Violett; der Schaft endet 
beiderseits in einen Tierkopf. 

/. 20 7': Init. C; Violett auf Blau; in der Mitte 
Palmette in Rot und Griin. Init. T; Blau auf Violett; ein 
Lovvenkopf. 

/. 212: Init. A; blau, violett; in der Mitte ein 
schreitendes wildes Tier. 

/. 2ij': Init. L; blau, zwei Tierkopfe. Init. /; im 
blauen Schaft ein sehr buntes Tier, oben ein sitzender Affe. 

/. 240: Init. D; Rot auf Blau; innen rot-blau-griines 
Bliiten ornament. 

/. 244 4 : Init. S; Violett auf Blau; der Schaft endet 
beiderseits in einen Tier-(L6\ven ?)kopf. 

/. 2 jo: Init. C: Violett auf Blau; innen sehr buntes 
Rosettenornament. 



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Hibliothek dcs Museums Carolino-Augustcum. 



8l 



/*. 233: Init. D: Blau auf Violett; der obere, nach 
rechts gebogene Schaft beginnt mit einem drachenartigen Tier. 

/. 267': Init. M: Blau auf Violett; innen eine 
I )oppel volute. 

Init. /'; Violett auf Blau; innen ein phantastisch.es 
Tier, halb Drache, halb Vogel. 

f. 2 j 2': Init. D; Blau auf Violett; ini Innern ein 
rotes Tier (Hund ?); am obern Schaftende ein Raubvogel. 

/. 279: Init. M; Violett auf Blau; zwei bunte Tiere. 

Init. O; Blau auf Violett; innen ein Drache. 

/. 3 75 '; Init. /; der ganze Schaft von einem lang- 
gestreckten Tierleib gebildet. 

Init. V; Violett auf Blau; innen ein Drache. 

f. 371: Init. R: Violett auf Blau; ein Tierkopf. 

Init. T; Violett und Rot auf Blau; Palmettenornament. 

/. j j 4: Init. S; Violett auf Blau. 

Init. /; der Schaft von einem ausgestreckten Tier- 
leib gebildet. 

/. 376: Init. V: Violett auf Blau; innen rot-blau- 
griine Palmette; links oben ein Vogel. 

/. 379: Init. /: ein langer Tierleib. 

Init. E; Violett auf Blau; zwei Tierkopfe. 

/• J&J i; I™*- ^V blau; beiderseits des vertikalen 
Schafts je eine rotblaue Halbpalmette. 

/• J$5 : 1"^- A' der Schaft besteht aus zwei anein- 
anderstossenden langgestreckten Tierleibern. 

Init. /; der Schaft aus zwei Tierleibern, der obere 
endet in einen Menschenkopf. 

/. 386: Init. /; der Schaft,- der von blauroten Ranken 
mit Tierkopf gebildet ist, wird oben durch einen Vogel mit 
Menschenkopf abgeschlossen. 

/. 404: Init. F: blau, violett, rot; in die Ranken 
mehrere Tierleiber verflochten. 

/. 413: Init. M: Blau auf Violett; innen rote Doppel- 
volute. 



Init. M; blau, violett, rot; oben sitzeod ein Hahn. 

Init. L; Violett auf Blau; oben ein Untier mit 
Menschenkopf. 

/. 460: Init. R; Violett auf Blau. 

Init. P; blau, rot, violett; unten eine langgestreckte 
Schlange; im Bauch ein V r ogel mit ausgespannten Fliigeln 
und Menschenkopf. 

/. 470: Init. P: blau, rot. 

Init. P; blau; innen auf Violett ein Adler mit aus- 
gespannten Fliigeln. 

/ 47 S 1 : Init. P; blau, rot, violett; innen ein Unge- 
heuer mit Menschenkopf. 

/. 479*: Init. T; links ein sitzender Raubvogel. 

Init. P; Blau, Rot auf Violett; innen ein Adler mit 
ausgespannten Fliigeln. 

/ 481: Init. T; Violett auf Blau und Rot; zwei 
Halbpalmetten. 

Init. P: Blau, Rot auf Violett; unten ein Drache mit 
hasenartigem Kopf; im Bauch ein Drache. 

/. 4S2 1 : Init. P; rot, blau, violett; zwei Ungeheuer, 
eines mit hasen-, das andere mit menscheniihnlichem Kopf. 

f. 48 4* -Ami./: Blau, Rot auf Violett; langgestrecktes Tier. 
Init. M: Rot, Violett auf Blau; zwei symmetrisch an- 
geordnete Tiere im Innern. 

Ausser diesen Initialen, die als charakteristische Typen 
aus der grossen Menge ausgewahlt wurden, noch eine betracht- 
liche Anzahl iihnlicher, gleichfalls in Deckfarben ausgefuhrter, 
bei denen die gleichen Elemente auf verschiedene Art kom- 
biniert erscheinen. Die angewendeten Farben sind vorwiegend 
Violett und Blau; Rot und Grim kommen nur bei Details vor; 
charakteristisch sind die volutenartig eingerollten Ranken im 
Buchstabeninnern, die oft in einen phantastischen Tierleib 
iibergehen oder in einen Tier- oder Menschenkopf endigen. 
VVeitere Initialen sind in Federzeichnung einfach rot oder 
blau ausgefuhrt, mit einem schlichten Linienornament am Blatt- 
rand in Blau, Rot oder Grim. 



No. 105. [Keine Signatur (ausgestellt).] Antidotarium Nicolai pro apoteca, lat., 8°, XIII. Jahrh. 105 

Italienischcs m., 165x219, Sj\ Initialen, Randleistc; Minuskcl rait kursiven Elemcntcn; kcin Kinband. 

It alien ische (?) Arbeit aus dem Ende des XIII, Jahrh. (Auf dem ersten Blatt in Schrift drs XV. Jahrh.: Istc liber est civitatis Salczburjjensis.) 

/. 60: Init. E: roter Rahmen, teilweise griiner Grund, bestehend; links oben an dem Stengel klettert ein nackter 

im Innern des E grosse rote und blaue Blattornamente. junger Mann mit rotein Mantel. 

Randl. linjes und oben, aus einem starken Stengel Init. /t; ausgespart auf rotem Grund; innen Blattwerk. 

mit knotenartigen Verdickungen und blattformigen Auslaufern Die weiteren Initialen nur rubriziert. 



No* 106. [Keine Signatur (ausgestellt).] Liber canonis primus quern princeps Aboreali Abisceni 106 

(Avicenni) de medicina edidit translatus a magistro Girardo Cremonensi in Tolleto, lat. 9 
Folio, XIV. Jahrh. 

Deutsches m., 242x337, 2jj\ Randleiste, Initialen; Minuskcl; Ledereinband mil Metallbeschlag und Schlicsscn. 

Italietlische (?) Arbeit des XIV. Jahrh. (Gleichcr Hcrkunft wie No. 10S; in beiden von gleichcr Hand der Titel und die Jahreszahl 
1446 in kursiver Schrift eingeschriehen.) 

Bd. II. II 



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82 Bibliothck des Museums Carolino-Augustcum. 

/. 2: RandL; Deckfarben, blauer Grund; durch die /. 106*: Init. P; Violett auf Blau; innen Halbfigur 

ganze Lange zieht sich eine rot und griine Ranke, die auch eines vollbartigen Marines mit rotem Gewand in Profilstellung. 
ein stilisierter Drachenleib sein kann, und endet im Kopf f. 121*: Init. /; Violett, Rot auf Blau, jm Buch- 

eines jungen Mannes; dariiber noch eine Art vereinfachten staben ein greifartiges Tier mit Menschenkopf. 
Palmettenmotivs. / 122: Init. /; auf blauem Grund kniet ein mit 

/. 7: Init. D\ Hellviolett auf Dunkelblau; innen eine Helm, Schild und Beil bewaffneter Krieger; der Unterleib geht 

viermal wiederholte ausgesparte Facherpalmette. in Blattranken iiber. 

/. 4J : Init. Q; Rot auf Blau; innen violett ein rosetten- Ausserdem mehrere in analoger Weise ausgefuhrte 

formiges Ornament. Initialen in zwei oder mehr hellen Farben; die ubrigen ein- 

/. Sj': Init. P; Rot auf Blau; im Bauch die Halbfigur farbig, rot oder blau; bisweilen mit einfachen Linienornamenten 

eines in Profil gesehenen vollbartigen Mannes in antiker Tracht. in Federzeichnung. 



107 No. 107. [j^r^-] Diarium und Breviarium, lateinisch, 16°, XIV. Jahrh. 

Deutsches m., 64X89, 322 \ Initialen, Randlcisten; Minuskel; Holzdeckcl , beklcbt mit einem Pergamentblatt mit Text und Notcn 
des XIV. Jahrh. 

Deutsche, nach dem Kalendar Salzburger, Arbeit vom Ende des XIV. Jahrh. 

f. 1 — a: Kalendar mit einfachem roten oder blauen Ebenso noch eine Anzahl von Initialen in Deck- 

A7; unvollstandig, von der zweiten Halfte Marz beginnend. farben (rosa oder griin) auf Blattgold; die ubrigen einfach rot 

f. 21: Init. E; Rosa auf Blattgoldgrund; urn das ganze oder blau. 
Blatt eine einfache Zierranke. 



108 No. 108. [Keine Signatur (ausgestellt).] Liber qui dicitur Almansor a magistro Gerardo Cremo- 

nensi in Toleto ab arabico in latinum translatus, lateinisch, Folio, XIV. Jahrh. 

Deutsches m., 269x416, 105; Initialen, Randleiste; Minuskel; Holzdeckel mit Lcder, Metallbcscblag, Schliessen. 
Italienische (?) Arbeit aus der ersten Halfte des XIV. Jahrh. 

/. 5: Init. C; verwaschene lavierte Federzeichnung; /. 4J: Init. Q; Violett auf Blau; innen auf Purpurrot 

hellgriiner Grund; das C ausgespart; im Innern ein junger rot griin blaues Palmettenmotiv. 

Mann mit rotem Mantel und schwarzem Barett; in der Linken /. 6j: Init. U; Hellviolett auf Dunkelblau; innen 

halt er ein Uringlas, auf das er mit der Rechten zeigt. braunrot, durchschnitten von einer griin und blauen vege- 

Randl. mit Verknotungen und Blattranken. tabilen Ranke. 

/. to: Init. C: Hellviolett auf heilgriinem Grund; Noch mehrere ahnliche Initialen, die ubrigen ein- 

innen Blattwerk; am Rand eine kurze Blattranke. farbig rot oder blau. 



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Bibliothek des adeligcn Benediktiner-Frauenstiftes Nonnberg. 



83 



Bibliothek des adeligen Benediktiner-Frauenstiftes Nonnberg. 

Die Bibliothek dieser Schwesterstiftung von St. Peter hat unter schweren Schicksalsschlagen gelitten. Der Brand 
von 1423 hat den alteren Besitz fast giinzlich zerstort; einige gerettete Bruchstticke dienen jetzt als Buchumschlage. Ahnlich 
verheerend wirkte der Besuch Bernharts im Jahre 181 5, der aus der Bibliothek 24 (odcr 25) Handschriften auf Perga- 
ment, 8 auf Papier auswahlte. 1 ) 



No. 109. [S. n.] Gebete und Ermahnungen 
XVI. Jahrh. 



der heiligen Brigitte, deutsch, 8°, Anfang des 



109 



m., 116X158, jjS; Miniaturen, Zicrleisten, Initialen; Cursive mit Minuskclelementen ; Holzdeckel mit schwarzem Stoff tiberzogen, 
Metallbeschlag an den Ecken und eine Rosette in der Mittc, Metallschliessen. 

Regensbtirger Arbeit aus dent ersten Viertel des XVI. Jahrh, An der Herstellung scheinen zwci Kiinstler bcteiligt gewesen zu sein; die 
sehr sorgfaltig ausgefUhrten ganzseitigen Miniaturen in Deckfarbcn sind von cinem Deutschen unter niederliindischem Einfluss, vielleicht nach nieder- 
landischcn Vorbildern gemalt. Ausserdem ist jede Textseite von einer Zierranke in Deckfarben umgcbcn, die hauptsachlich aus Pflanzenelcmenten zu- 
sammengesetzt ist und allerhand Grottesken, Tierc, besonders Kafer, Schmetterlinge, Vogel, dann Darstellungen aus der Tierfabel (wie der Fuchs und 
der Storch u. a.), Bluraen, Landsknechte und Baucrn in Goldfarbe enthalt; diese Darstellungen sind in der Art Altdorfers gehalten. (Die Ilandschrift 
schliesst mit einem Gebet fur die Angehorigen des Besitzers und endet mit den Wortcn: Bitt umb Hannsen Strochner sell des das puechl gewesen 
ist und umb all glaubig sell. Auf dem Innendeckel ein Wappen eingcklebt mit einer Flcdermaus im Schild und als Helrazierat.) 



/. i (T. IX): Miniatur in Deckfarben. Die heilige 
Brigitte, mit einem bliiulichen Untergewand und einem roten 
griin gefutterten Mantel bekleidet, sitzt vor einem Schreib- 
pult, auf dem das aufgeschlagene Buch, in clem sie eben 
schreibt, liegt und an das ein Pilgerstab mit darangehangtem 
Hute angelehnt ist. Vor ihr knien in kleinerer Gestalt Papst 
und Kaiser, beide mit dem Wappenschild; durch das ofTene 
Rundbogenfenster des Hintergrundes sieht man in eine tiefe 
Landschaft. Oben in den Wolken erscheint die heil. Drei- 
einigkeit in Form der dreifach wiederholten Darstellung einer 
Gestalt mit dem Christustypus. 

/. 8': Christus am Olberg; die Komposition weicht 
von der ublichen ab. Den Vordergrund nehmen die Hascher 
ein, die, von Judas gefuhrt, Christus suchen; hinter ihrer Gruppe 
ein Bach, iiber den ein Brett gelegt ist; einer der Hascher 
ist schon hiniibergegangen , hat die Ttire der Umplankung 
geoffnet und lauscht nun hinaus. Draussen kniet Christus in 
felsiger Landschaft im Gebet ; % iiber ihm steht auf einem Felsen 
der Engel mit dem Kelch. Weiter zuriick schlafen die drei 
Jlinger in verschiedenen Stellungen. 

/. 18': Kreuztragung. Christus in blauem Gewand, 
mit der Dornenkrone auf dem Haupte, ist unter der Last des 
Kreuzes zusammengebrochen; Simon versucht ihm zu helfen; 

*) Foltz, a. a. O. p. 81 u. 99. 



ringsherum Schergen in Zeittracht, einer zerrt an dem Strick, 
ein anderer schlagt von hinten auf Christus los; weiter zuriick 
ein Anfiihrer in priichtiger, orientalischer Tracht auf reich auf- 
gezaumtem Pferde. Im Torweg, durch den der Zug gekommen 
ist, die weinende Maria, neben ihr Johannes, weiter zuriick 
andere heilige Frauen. 

/. 2j l : Kreuzigung Christi. Christus am Kreuz zwischen 
den beiden Schiichern; links die Gruppe der Jiinger, in deren 
Mitte die blaugekleidete Madonna von Johannes und Magda- 
lena gestiitzt wird; auf der andern Seite die Widersacher, 
charakteristische Gestalten in Tracht und Riistung des 
XVI. Jahrh., zuvorderst ein reich gekleideter junger Mann, 
von hinten gesehen, der nach dem Kreuz hinauf gestikuliert; 
der Hintergrund eine tiefe Landschaft mit einer Kirche. 

/ j6': Verkiindigung: Maria in blauem Gewand 
kniet in ihrem Schlafgemach (links das grosse rotgedeckte 
Bett) vor einem Betpult. Vor ihr der Engel in reichem Ge- 
wand und mit bunten Fliigeln, in der Linken ein Lilienszepter 
haltend. Durch ein Rundbogenfenster hinten, durch das die 
Taube hereinschwebt, sieht man in eine weite Landschaft. 

/. 4J d : Madonna mit dem Christkind auf dem linken 
Arm und dem Szepter in der Rechten, in gelbem Kleid und 
rotem Mantel auf Wolken stehend; iiber ihrem Haupt schwebt 



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Bibliothek des adeligen Benediktiner-Krauenstiftes Nonnberg. 



die von zwei blauen Cherubim gestiitzte Krone; neben der 
Madonna stehen zwei kleine musizierende Engel. 

/. jr': Pilger an einem Brunnen. Scheme Land- 
scliaft, im Hintergrund eine Domkirche; vorn ein Brunnen, 
von dessen Strahl ein junger kniender Pilger in rotem Kleid 
sich ein Kriiglein fullt; weiter zuriick noch sieben Pilger in 
verschiedenen Lebensaltern. 

/. 5$ 4 : Anbetung der Kdnige. Maria in blauem 
Kleide sitzt init dem Christkinde auf den Knien. Der alte 
Konig in Purpur und Hermelin kniet anbetend vor dem 
Kinde; neben ihm auf dem Boden der Kronreif, auf dem 
Tisch steht seine Gabe, eine zylindrische Goldbiichse. Hinter 
jenem stehen dfe beiden anderen, Mann und Jiingling in sehr 
reicher Tracht, ihre Gesehenke in Hiinden haltend. Durch 
das Fenster sieht man eine sehr fein ausgefiihrte Landschaft 
mit verschiedenen Gebauden. 

/. 69: Madonna selbdritt. Unter einem machtigen 
Baum sitzt die heilige Anna in rotem Gewand, ein weisses 
Tuch urn die Haare geschlungen; neben ihr die heilige Jung- 
frau in blauem Kleid mit aufgelostem blonden Haar; zwischen 
den beiden steht das Christkind mit einem Apfel in der Hand. 
Hinten ein Bauemhaus, vor dem Hlihner scharren, auf dem 
First sitzen Tauben; links ein Taubenschlag. 

/. 79: Knthauptung der heiligen Barbara. Die junge 
Heilige in reicher Zeittracht mit Puffarmeln kniet vorn; ein 
Henker in blauem Warns und roten Bcinlingen hat ihre 
blonden Haare aus dem Nacken gehoben und fulirt mit der 
weit ausholenden Rechten den Todesstreich. Uber der 
Heiligen schwebt ein Kngel mit Kelch und Hostie. Links 
hinten eine stolze Burg mit machtigem Turm; weiter zuriick 
eine Flusslandschaft mit einer Briicke und einer Stadt. 



f. Sj: Die heilige Margarethe. In weiss-blaulichem 
Kleid steht die Heilige und durchbohrt den Drachen, den 
sie an einer Kette halt, mit dem Kreuzstab. Im Hintergrund 
sieht man einen Stadtplatz mit einem gotischen Brunnen und 
mehreren Personen daran; links ein Tor, rechts ein Wasser- 
graben mit einem Schwan und mehreren Enten. 

/. gg*: Taufe Christi. Christus steht, nur mit dem 
Lendentuch bekleidet, im Wasser; am felsigen Ufer kniet der 
nur mit einem roten Mantel bekleidete Johannes und segnet 
mit der Rechten den betenden Taufling, wahrend seine Linke 
das SalbgeHiss halt. Hinter Christus steht der Engel mit 
bunten Fltigeln und hiilt das Gewand Christi. Oben Gott 
Vater in Halbfigur und die Taube, hinten Berglandschaft mit 
den Turmen einer Stadt, ganz vorn zwei Enten. 

/. 106: Petrus und Paulus. Ersterer in blauem 
Kleid und rotem Mantel mit dem Schliissel in der Hand, 
letzterer blaugrau und griin mit dem Schwert; die beiden, 
den Typen entsprechend gebildet, halten das Schweisstuch mit 
dem Antlitz Christi. Dariiber spatgotische Rippenornamentik. 

/. rrS: Dreifaltigkeit. Gott Vater und Christus, 
genau gleich geformt und gekleidet, thronen nebeneinander 
und halten mit der Rechten gemeinsam ein Szepter; zwischen 
ihnen die Taube. Hinten wird von zwei Engeln ein griiner 
Vorhang zuriickgeschlagen, auf dessen oberer Bordiire die 
Worte pater filius sanctus spiritus stehen. 

/. T27: Die vierzehn Nothelfer. Die originelle Kom- 
position zeigt die vierzehn durch ihre Attribute genau charak- 
terisierten Heiligen in zwangloser Gruppierung nebenein- 
ander stehend. 



110 No. 110. [S. n.] Antiphonae de Sanctis, lateinisch, Folio, zweite H&lfte des XVI. Jahrh. 

m., 323x469,^.?; Initialen, Randleiste, Wappen; Minuskel; Ncumen; gepresster Lederband mit schonem Muster und reichem 
Metallbeschlag an den Eckcn, Metallschliessen ; in der Mitte das Wappen des Klosters; aufgeklebt ein Zettel: Antiphonae Anna Paumannin 1570. 
Salzburger Arbeit von 1570 (/. 32). (FUr das Stift gcschrieben; die erste Antiphone an die heil. Krentrud.) 

/. /: Init. K; Gold auf Blau. Pflanzenranke; unten noch zwei Wappen, u. zw. das des Stilts 

Init. U: rot; innen ein Wappen auf Goldgrund. und das der Familie Baumann. 

Urn die ganze Seite zieht sich eine naturalistische 



111 No. 111. [26 B 34.] Gebetbflchlein, deutsch, 16 °, XV. Jahrh. 

m. t 50X65, 24 j\ Wappen, Initialen; Minuskel; geprcsster Lederband mit Metallschliesse. 
Siiddeutsche Arbeit des XV. Jahrh. (Auf dem Innendeckcl: Auss der Nunbergerischen librcrej.i 
AufdemVorsatzblatt ein Wappen mit verwischtemXatnen. In Reicher Art noch Initialen. 

/. 14: Init. .V; Rot auf Gold; innen blau; der Buch- f. 242: Ein Wappen. 

stabe geht teilweise in eine Pflanzenranke uber. 



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Bibliothek des adcligen Benediktiner-Frauenstiftes Nonnberg. 



No. 112. [26 A* 11.] Beichtbuchl. Auslegung des Paternoster. Gebete fiber die Geheimnisse des 
Leidens Christi, deutsch, 12°, erste H&lfte des XV. Jahrh. 

m., 75X110, ijS\ Initialen, Randleistcn; Cursive; Pergamcntband. 

Salzburger Arbeit von 1435, (Auf dem Vorsatzblatt : Auss der Nunbcrgcrisch Librerei. Auf /. 6y\ Die gcgenburtig betrachtung des 
englischen gruess ist also gemacht worden, da gezalt ward nach der gepurd Christi Tausent vierhundert Jar und darnach in dem fiinfunddreissigsten Jar.) 



112 



/. 2; Init. U; Violett auf Gold, innen rot mit Goldoma- 
ment; Pflanzenranke mit sitzenden Vogeln belcbt urn die ganze Seite. 

/. jo: Init. U; Grtin auf Gold, innen rot. Urn die 
ganze (sehr beschnittene) Seite wieder eine Ranke mit ver- 
schiedenen Tieren, z. B. rechts einem an der Ranke klettern- 
den und Friichte essenden Alifen. 



/. 79: Von da an sind kolorierte Holzschnitte mit 
den Passionsszenen eingeklebt. 

f. 02: Kolorierte Zeichnung. Schweisstuch der 
Veronika mit dem Bildnis Christi. 

/. 156': Christus als Schmerzensmann im Sarkophag 
stehend, liinter ihm das Kreuz; roh kolorierte Zeichnung. 



No. 113. [27 C 1.] I. Martyrologium und Nekrologium. II. Kegel des heil. Benedikt, I. lateinisch, 
II. deutsch, 4°, zweite Hftlfte des XV. Jahrh. 

m., 150x225, 2j6 (i4S+9S)\ Miniatur; Minuskel; gepresster Lederband mit reichem Metallbeschlag; in der Mitte das Wappen des Klosters. 

Salzburger Arbeit von 1466. (Fiir das Kloster geschrieben; auf /. ijj (2 des zweiten Teils) das Professgeliibde der Schwestern des 
Frauenklosters auf dem Nonnberg. Daruntcr: Thomas magistcr camere dictus dc Eberspewnt natus Aschringer quoque cognominatus hunc fecit brevf 
sub stilo scribere librum 1466). 



113 




Fig. 37 zu No. 113, Bibliothek des Stifts Nonnberg, 27 C 1, /. 144' . 

/. 144' (/* des II. T.) (Figf. 37): Vollbild in Deck- einer Bank mit rotem Polster unter einer spatgotischen Archi- 
farben. Der heilige Benedikt in violettem Gewand sitzt auf tektur. Mit der Linken hiilt er ein aufgeschlagencs Buch- mit 



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Bibliothek des adeligen Bcnediktiner-Frauenstiftes Nonnberg. 



den Worten Sancte Benedicte o. p. n., in der Rechten ein 
Spruchband. Links knien anbetende Nonnen, rechts Monche. 
Urn das Bild ein blauer Rahmen, um diesen eine griine 
Ranke; unten die Halbfiguren der heiligen Rudbertus und 
Virgilius, zwischen beiden die Jahreszahl 1466. 



Die Initialen ganz einfacli in Federzeichnung, rot 
oder griin mit rotein Linienornament. 

Litcratur: Neuwirth in Sitzungsberichten der Wiener Akademie, 
113, P. 197. 



114 No. 114. [26 E l a .] Hymni per annum in dominicis et festis praetpipuis, lateinisch, Folio, XV. Jahrh. 

m., 265x352,^-9 (unvollstandig); Initiate; Minuskel; gepresster Lederband mit schonem Rautcnmuster und dem Wappen von S. Erentrud 
in der Mitte, reichem Metallbeschlag an den Ecken und verzierten Metallschliessen. 

Siiddeutsche Arbeit a US der zweiten Hdlfte des XV. Jahrh. (Auf/. / oben von spaterer Hand: Monastcrii Sanctae Erentrudis.) 

/. /; Init. D; blau; innen gekronte weibliche Heilige mit einem Kreuzstab in der Hand; neben ihr der Drache 
(Margarethe) ; ura'den Buchstabenkorper herum Ornament in roter Federzeichnung; das Ganze ziemlich roh ausgefiihrt. 
Sonst nur einfarbig rote oder blaue Initialen. 



115 No. 115. [26 E l b .] Antiphonale, lateinisch, Folio, XV. Jahrh. 

m., 242x344, SSS (unvollstandig); Initialen; Minuskel; gepresster, ziemlich abgegrilTener Lederband mit dem Wappen des Stifts in der 
Mitte; Metallschliessen. 

Osterreichische (wohl Salzburger) Arbeit aus der ersten Hdlfte des XV. Jahrh. 



f. 1: Von spaterer Hand: Dises Buech soil aufbe- 
halten werden und zvvar in grossen Ehren. 

/. 2: Init. E in Federzeichnung sehr fein ausgefiihrt; 
der Buchstabenkorper alternierend blau und rot; darinnen 
ausgespart eine phantastische jugendliche Gestalt mit einer Art 



Pansflote. Innen und aussen sehr reiches, zart ausgefuhrtes 
Linienornament, rot und violett. 

Init. A, ebenso ausgefiihrt; in jedem der Schafte eine 
phantastische greifartige Gestalt ausgespart, zwischen denen 
eine Blattranke lauft. 



116 No. 116. 26 B 29 (oder 27a II 33.) Psalterium, Hymni, Capitula, Versus et Orationes, Lectiones 

et Homiliae, lateinisch, 8°, XV. Jahrh. 

m., 100x144, j6y (unvollstiindig); Initialen; Minuskel; einfacher Lederband. 

Osterreichische, wahrscheinlich Salzburger Arbeit aus der zweiten Hdlfte des XV. Jahrh. (Auf dem Vorsaublatt: R u * in Christo pater 
Dominus de I.amburg prepositus et archidiaconus ccclesiac Saltzburgensis me sua industria partum Monasterio sanctae Erendrudis montis Xunberg- 
I). D. anno MDXXX. — Auf der Riickseite die Wortc: Arma Christofcri Ebron prepositi et archidiaconi ecclcsiac Saltzburgensis, darilber das Wappen.) 

f. /so': Init. Q; Gold; innen, sehr klein, Maria das 
eingewickelte Kind anbetend; Randl. 

/. 195: Init. (J; rot; innen sehr klein, Christus auf- 
erstehend. 



/. 7 IT.: Salzburger Kalendar, beim 7. Februar ist von 
einer Kursivhand nachgetragen : hac die dominus Christo- 
phorus Kbron est confirmatus in prepositum Saltzburgensem 
per sanctissimum sub anno etc. LXXIX (1479). 

/. /6': Init. B; Blau auf Blattgold; im Innern sitzt 
Konig David, die Harfe spielend; am Rand Pflanzenranken. 

/. j6 4 : Init. D; Weinrot auf Gold; innen griin, 
Randleiste. 

f. 59*: Init. E; Griin auf Gold; innen rotbraun mit 
Goldlinienornament, am Rand Zierleiste. 



/. 246': Init. H; Griin auf Gold; innen thront ein 
Bischof in vollem Ornat. 

/. 2yj': Init. D; Griin auf Gold; innen das Haupt 
eines heiligen Bischofs (Martin ?). 

/. JJ2: Init. J r : Violett auf Gold; innen Halbfigur 

der heiligen Jungfrau in rotem Gewand mit griinem Mantel. 

J\ 349: Init. E; Griin auf Gold; innen Halbfigur der 

/. 141: Init. D; blau; innen thront Christus in heiligen Jungfrau mit dem Kind auf dem Arme. 

blauem Untergewand und rotem Mantel; die Rechte hat er Ausserdem eine Anzahl von Initialen in hellen Deck- 

segnend erhoben, in der Linken halt er die Weltkugel; die farben meist auf Blattgoldgrund; am Rand meist eine niassig 

Zierranke zieht sich hier um das ganze Blatt. grosse Pflanzenranke. 



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Bibliotkek dcs adcligen Bcnediktiner-Frauenstiftes Nonnberg. 87 

No. 117. [26 E 9.] S. Benedict heilige Kegel. — Kegel, die S. Hieronymus den Klosterjungfrauen 117 

geschrieben hat, deutsch, gr. 4°, Ende des XV. Jahrh. 

ch., 227x300, no (und ij leerey*.); lnitialcn; Minuskel; Lcdcrband mit Linicnpressung und Metallbuckeln, in dcr Mitte das VVappen 
von S. Erentrud; mit Lcderriemchcn zugebunden. 

Salzburger Arbeit von 1490 im Charakter der fur Bernhard von Rohr angefertigten Handschriften. (Auf/. /': Das pucch hab ich 
scbreiben lasscn und gcschennckt mcinen licben Swestern auff dem Nunbercg. Barbara Schedlingerin dye Zeitt Dechanttin Anno domini im 
LXXXX Jar [1490].) 

/. j: Init. B; grim, mit dem charakteristischen Innen- /. 81: Anfang der Regel des heiligen Hieronymus, 

gerank auf Blattgold innerhalb eines roten Rahmens; innen Init. D: violetter Rahmen; der Buchstabe blaugrau; innen auf 

auf blauem Grund mit Goldsternen oben der heilige Benedikt weissem Grund mit Goldsternen eine durch eine grune Ranke 

mit Inful und Stab, ein rotes Buch in der Hand haltend; in zwei Halften geteilte Darstellung; der heilige Hieronymus 

unten stehen drei Benediktinermonche und blicken empor; in rotem Kardinalskleid und -hut (oben) reicht einer unten 

am Rand einfache Zierleiste. sitzenden Nonne ein grun gebundenes Buch herunter. 



No. 118. [S. n.] Wappenbuch, deutsch, Folio, XVII. Jahrh. 118 

ch., 248x356, 60 (soweit bcschriebcn) ; Wappcn; Cursive; gepresster Lederband mit sehr reichen Mustern, u. a. den zwolf Aposteln; in 
der Mitte das Klosterwappen; Metallschliessen. 

Salzburger Arbeit, begonnen 1647. (/. 2: Dieses Wappenbuch wurdc untcr der Regicrung der Frau Abtissin Johanna Grafin Wolken- 

stein-Lodron von P. Vitus Gandolt aus dem Klostcr Andechs O. S. B. begonnen, als er 1 647 Kaplan am Nonnberg war etc Schrift und 

Malercien von seiner Hand reichen bis Seite 16 des Buches, dam* schcint das Buch von den Fraucn weilergefiihrt worden zu sein, die Wappen sind 
von verschicdenen Handen gcmalt.) 

/. j: Aquarell; auf einem Postament steht ein Engel /. 4 ft.: Wappen der Klosterfrauen , jedes mit einer 

mit weit ausgebreiteten bunten Flugeln, mit einem Bischofs- kurzen biographischen Skizze, bis in die Gegenwart vveiter- 
stab in der Rechten; neben ihm zwei Wappen, die er an gefuhrt. 
Bandern halt. 

No. 119. [26 A* 28.] Gebetbuch der Nonnberger Nonne Margarethe von Closen; zusammengebunden 119 

mit einem gedruckten Gebetbuch eines anonymen Franziskaners (Wurtzgftrtlin), deutsch, 
8°, erste Hftlfte des XVI. Jahrh. 

m., 100x149, /?; Wappen, Miniaturcn, Initial en; Cursive; gepresster Lederband mit reichem Muster und schonem Metallbcschlag 
in den Ecken und in der Mitte; Metallschliessen. 

Osterreichische Arbeit von 1529; wohl in S. Erentrud selbst entstanden; in der kuzcn autobiographischen Xotiz am Anfang sagt die 
Schrciberin nur, sie sci „im XI. Jahr in das Kloster kummen".* (Auf der Innenseite des Deckels das Closen'sche Wappen mit dem Monogramm Christi 
und den Leidcnswerkzeugen als Helmzier; darunter kurze Notizen iibcr die Schrciberin und ihre Verwandten.) 

Auf dem Vorsatzblatt das Closen'sche und drei zeichnung, wobei Rot und Blau uberwiegen; im Inncrn bis- 

andere Wappen; dazwischen eine betende Nonne, kniend, weilen unbedeutende Ranken. 
den Rosenkranz m den Handen. /. j8: In einem grunen Reifen 1HS in Gold und 

f. /; Init. / in Federzeichnung roh verziert. das Herz Jesu. 

Weiter roh ausgefuhrte Initialen in kolorierter Feder- /. 79/ Laus deo 1529. 



No. 120. [S. n.] Der Seel' Weingarten, deutsch, 8°, Ende des XVI. Jahrh. 120 

ch., 111x147, 142 (und 7 leer); Miniaturcn; Initialen; Cursive, Holzdeckel mit zicmlich beschadigtcm Stoffiibcrzug ; abgerissene 
Metallschliessen. 

Suddeutsche Arbeit von 1568. 

f. i*: Miniatur in Gouache; in einer Landschaft /. 2: Init. O; Rot auf Violettblau mit zartem Gold- 
steht die heil. Anna in rotem Kleid und Goldmantel und ornament; Goldrahmen; innen bctet in einer gebirgigen Land- 
halt das Christkind auf den Armen; neben ihr die heilige schaft eine Nonne zu Gott Vater, der in Halbfigur oben in 
Jungfrau in blauem Kleid. Herum ein breiter blauer Rand den Wolken crscheint; am Rand naturalistisches Prlanzen- 
mit Streublumen in Blattgold. ornament. 



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Bibliothck des adeligcn Benediktiner-Frauenstiftcs Xonnberg. 



/. 21 : lnit. 0; Violett auf Gelb, in rotem Rahmen; 
innen steht Christus als Schmerzensmann in einer Landschaft, 
nur mit dem Lendentuch bekleidet, beide Anne ausgestreckt; 
aus der Seidenwundc fliesst Hlut in eincn daneben stehen- 
den Kelch. 

/. 42*: lnit. O; Blau auf rot ornamentiertem Grund. 

/. 36': Miniatur. In einer tiefen Landschaft hangt 
Christus am Kreuz, an dessen Fuss ein betender Monch kniet. 
Breiter Rand mit Streublumen. 

/. 57: lnit. O; Braun auf Violett; innen sitzt in einer 
Landschaft die heilige Jungfrau mit herabhangendem blonden 
Haar und empfiingt mit entgegengestreckten Handen das 



nackte Kind, das ihr Gott Vater aus den Wolken reicht; am 
Rand Streublumen und Frtichte. 

/. gg': lnit. O: Rot auf Blau in violetter Umrahmung; 
innen die heilige Jungfrau mit der Krone, das nackte Kind 
auf den Armen haltend; am Rand Streublumen, Frtichte, 
eine Taube. 

/. /of 4 : lnit. O: blau auf weinrotem ornamentierten 
(rrund in gelber Umrahmung; innen steht Christus als Welten- 
richter mit Szepter und Weltkugel; am Rand Streublumen. 

Nach /. tij eine spatere Miniatur eingeklebt: Das 
Christkind setzt einer anbetenden Nonne einen Kranz auf und 
reicht ihr mit der andern Hand einen kleinen Blumenstrauss. 



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Bibliothek des Kollegiatstifts Mattsec. 80 



Bibliothek des Kollegiatstifts Mattsee. 

Von den Handschriften kommt nur eine wenig bedeutende in Betracht. Ein wertvollerer Besitz der Bibliothek ist 
das Originalexemplar von Franz Christoph Graf Khevenhillers Annales Ferdinandei, in dem die Original-Miniaturportraits, die 
dann in Kupferstich reproduziert wurden, eingeklebt sind; es sind zwei Bande, die einzigen die 1721 — 26 erschienen sind. 



No. 121. [34.] Requiem und Canon, lateinisch, gr. 8°, Anfang des XVI, Jahrh. 121 

m., 173x243, /j; Miniatur, Initialen; Minuskel; gepresslcr Lederband mit eincr Metallschliesse. 

Suddeutsche (Salzburger) Arbeit von 1505. (Auf zwei vorgehefteten Papierbliitter das von den eintrctcnden Kanonikern abzulegende 
Geliibde; auf/". / unten: Liber ccclesiae Matticensis.) 

/. /: Init. 7?: Hellviolett auf Griin; geringe Arbeit; Kreuz stehen Maria und Johannes; alles in recht roher 

am Rand ein durftiges Ornament. Ausfuhrung. 

/. j 1 : Kanonbild; Christus am Kreuz auf rotem Grund /. cSV Init T; Gold auf Griin. 

mit Rautenmuster innerhalb eines blauen Rahmens; unter dem f. />': Anno domini 1505. 



Bd. 11. 



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Bibliothck des Benediktinerstifts Michaelbeuern. 



Bibliothek des Benediktinerstifts Michaelbeuern. 



Der Historiograph des Stifts Michaelbeuern, Michael Filz, in neuerer Zeit wiirdigster Vertreter vvahrhaften Benediktiner- 
fleisses in dem altehrwiirdigen Stift, leitet seincn Handschriften- und Inkunabeln- Katalog mit der Betrachtung ein, der Satz, 
dass sich die Gesinnung eines Klosters am deutlichsten in seiner Bibliothek spiegle, finde gerade in Michaelbeuern eklatante 
Bestatigung. Tatsachlich geben die Bestiinde der Bibliothek einen Kommentar zur Geschichte des Stifts; sie kiinden von 
den bliihenden ersten Jahrhunderten, von den schlimmen Zeiten im XIV., vom Wiederaufleben im XV., von dem neuerlichen 
Verfall am Antang des XVII. Jahrh., von den verheerenden Briinden, die wiederholt, besonders 1267 und 1364, das Kloster 
heimsuchten. Eine besondere Prlege der Miniatunnalerei diirfen wir zu keiner Zeit hier annehmen; unter Abt Georg VI. 
(1440 — 72) horen wir allerdings von einem Leonardus diaconus pictor, aber die meisten Codices, die aus jener Zeit her- 
riihren, sind fliichtige Papierhandschriften , die Hauptwerke der theologischen Literatur, von Monchen des Stifts oder dem 
mehrfach als Schreiber genannten Magister Wenceslaus Rlokoter geschrieben. Auch von dem, was die Zeit der schweren 
Not am Anfang des XVII. Jahrh. uberdauerte, ging spiiter noch manches verloren; so der zweite Band der grossen Bibel, 
des Hauptschatzes der Bibliothek, der im Jahre 171 1 laut Katalog noch vorhanden war. Nach Miinchen sind 181 5 nur 
zwei Handschriften auf Pergament gekommen 1 ), doch auch seitdem sind noch Verluste zu verzeichnen. Manches im Katalog 
Angefiihrte war nicht mehr auffindbar und ein von Neuwirth' 2 ) erwiihntes Missale des XVI. Jahrh. von frater Michael Veninger 
habe ich nicht zu identifizieren vermocht. 



122 No. 122. [Manuscr. pergam. 1]. S Scriptura usque ad Davidem, gr .-folio, lateinisch, XII. Jahrh. 

Deutsches m., 392x575; -V-? Initialcn, Miniaturcn; Minuskel. Einband, braunes Ledcr auf Holz, geprcsst, schwere Metallbechluge; 
zicmlich beschadigt. 

Salzburger Arbeit aus der Mitte des XII. Jahrh. Nach Dr. Swarzenskis Mittcilung zwci Iliindc, die crstc in direktem Anschluss an die 
bayrische Lokalschule in ihren Ausliiufcrn, die zweite ausgesprochen Salzburger Charakters aus der Mittc des XII. Jahrh. 



/. 2: Von spaterer Hand (etwa XIII. Jahrh.) Abbas 
Waltherus duo magna sui monumenta — Fecit in his libris 
empta per dena talenta. (Auch im alten Biicherkatalog von 
1664 und in dem von 1711 findet sich noch die Angabe 
von zwei Banden. — Abt Walther von n 60 — 1190). Dar- 
unter in Schrift des XVIII. Jahrh. Monasterii Buroni S. Michaelis. 
Deckfarben; eine zwei Finger breite Umrahmung mit rot-griinem 
Maandermuster, die Ecken blau; innen Purpurgrund tiber die 
ganze Seite; die Schrift fehlt. 

/. 2': Rand mit einem Blumenmuster, rote Palmetten 
von griinen Blattern in Halbkreisform umgeben und zwischen 
je zwei solchen Motiven braungelbes Ornament; innen heller 
Purpurgrund mit ausgesparten weissen Streifen, auf denen in 
roten Majuskeln: Incipit epistola etc. 



/. j: Init. /** in Deckfarben, Goldranken, die Spalten 
rot ausgefiillt, der Grund blau und griin; die Ranken gehen in 
bunte lappenartige Kweiterungen oder in ein traubenformiges 
Ornament aus. Die Goldteile haben rote Konturen. 

f. 3: Init. D: Deckfarben; Goldranken; Silberschnallen; 
der Grund blau und griin; die Ranken endigen in silbernen 
Verdickungen oder bunten Palmetten. 

f.6 4 (Figf. 38)*. Ganzseitige kolorierte Federzeichnung. 
Urn das ganze Blatt fiihrt eine Goldleiste, dann ein rotliches 
Ornament, innen noch ein silbernes Band. Die ganze Seite 
ist in sechs Felder geteilt. Sie zerfallt durch breite rote 
Streifen der Hohe nach in drei, der Breite nach in zwei Ab- 
teilungen. Jedes der sechs Felder hat eine besondere Um- 
rahmung. Dargestellt ist die Schopfung alter Dinge. 



1 ) Foltz a. a. O., pag. 100. 

2 ) Wiener Sitzungsberichtc, H. 113. 



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Fig. 38 zu No. 122. STIFT MICHAELBF.LT.RX, Man. perg. I. /. 6\ 



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Hibliothek dcs Bencdiktinerstifts Michaelhcuem. 



1. Links oben die Scheidung von Licht und Dunkel; 
links Gott Vater jugendlich, bartlos, mit griinem Nimbus, eine 
Locke in der Stirn, in ein langes wallendes Gewand mit 
rundlichen Falten gehiillt; hinter ihm zwei Engel, vor ihm 
eine Kugel, deren obere Halfte weiss ist, in ihr fliegt die 
nimbierte Taube von oben nach unten, und neun Strahlen 
gehen von ihr aus. Die untere Halfte ist schwarz, in ihr 
drei Teufel. 

II. Die Scheidung von Wasser und Land. Gott 
Vater links mit blauern Nimbus, wieder bartlos; von zwei 
Engeln begleitet; vor ihm eine Kugel mit mehreren konzcn- 
trischen Ringen, die durch verschiedene Farben unterschieden 
sind; Braun, Gelb, Rot, Griin etc.; sie bedeuten verschiedene 
Schichten von Wasser und Land. 

2. Reihe. III. Die Schopfung der Sterne. Gott Vater 
in rotlicher Kleidung streckt die Hiinde nach beiden Seiten 
aus, er stent innerhalb eines rot umrahmten Kreises, in dem 
Blau auf Gold Sonne, Mond und vierzackige Sterne zu sehen 
sind; oben in den Zwickeln zwei Engel. 

IV. Die Schopfung der Prlanzen. Gott V T ater, hinter 
ihm zwei Engel; er halt mit der Linken eine Rolle, die 
Rechte ist befehlend ausgestreckt. Vor ihm verschieden- 
farbige Felsen, darauf zwei Biiumchen, deren Aste in stili- 
sierten Bliiten enden. 

3. Reihe. V. Schopfung der Tiere. Links Gott, von 
zwei Engeln begleitet; in der Linken halt er einen Vogel, 
den er gerade fliegen lasst; in der Rcchten einen Fisch, den 
er eben ins Wasser wirft; er steht am Rande eines bunt ein- 
gefassten Bassins, iiber dem Vogel fliegen und in dem 
mehrere Fische schwimmen. 

VI. Erschafi'ung der ersten Menschen. Gott Vater 
allein, in der Linken die Rolle, die Rechte erhoben, vor ihm 
das erste Menschenpaar; die beiden sitzen ganz nackt auf 
einem Felsen. Uberall Goldgrund. 

/. 7; Init. /; sehr gross; Gold und Silber auf Blau 
und Griin, viele Ranken, dazwischen Vogel. Die Ranken 
laufen in palmettenformige bunte Erweiterungen aus. — Da- 
neben klein Gold auf Griin und Blau (i)n principio. 

/. 24: Untergang der Agypter im roten Meer; 
doppelter Goldrand, dazwischen buntes Muster; Goldgrund. 
Rechts die Israeliten mit langen Manteln, verschiedenen Alters 
und Geschlechts. Links ein breiter von Wellenlinien ertlillter 
Streifen feuerrot gefarbt, in dem mehrere Agypter zugrundc 
gehen, einer zu Pferde, drei zu Fuss. 

/. 24 ': Init. //; Gold auf Blau; Silberschnallen w. o. 

/. 38*: Init. /'; sehr sorgfiiltig, Gold auf Blau und 
Griin; die Ranken enden in bunte Lappen oder Trauben. 

/. 48: Init. L; w. o. Anfang des IV. Buchs Moses. 

/. 62 1 : Init. //; sehr sorgfaltige Verschlingungen der 
Ranken. 

/. 7 4: Init. 7; ziemlich klein, sonst in der Art 
wie friiher. 

/. 7 4 s : Zug der Israeliten durch die Wiiste. Deck- 
farben, Goldgrund. Quer durch das Bild ein breiter griin- 



gewellter Streifen mit rotem Rand gelegt (Weg ? Wolke ?); von 
links eine Gruppe von Leuten, Manner und Frauen in Zeit- 
tracht, mehrere mit spitzer Miitze. In der Mitte vier junge 
Manner die mit Stangen auf ihren Schultern die Bundeslade 
tragen, die ein kleines mehrstockiges Gebiiude auf einem 
Teppich ist. Mehrere Haustiere; ganz rechts noch eine Gruppe 
von Juden, von denen einer zuruckwinkt. 

/. 75: Init. E; w. o. 

/ 83: Init. P; w. o. 

/. <?/': Init. /; ziemlich klein; um den Schaft schlingen 
sich zwei Schlangen. 

/. 92': Init. V. 

/. g3 l : (Anfang des Buchs der Konige), Deckfarben, 
Goldgrund. Zwei Siiulen, die in mehreren verschiedenfarbigen 
Stockwerken aufgebaut sind, tragen ein flaches Giebeldach, 
von dem eine Ampel herabhangt. Darunter schliift ein alter 
Mann auf einem Bett mit einer roten Decke zugedeckt; ein 
Arm liegt auf der Decke. 

Unten ruht ein Kind auf einem Lager; es ist nackt, 
zum Teil mit einer roten Decke zugedeckt und blickt auf; 
vor ihm ein gefliigelter Engel mit blauern Nimbus, mit beiden 
Hiinden gestikulierend. 

/. 94: Init. F. 

/. 113*: Init. /:. 

f. 12 7 : Init. C: an den Anschwellungen des Buch- 
staben eine Nachahmung von Metallbeschlag. 

/. 137': Init. C. 

/. 138: Deckfarben, Goldgrund. Doppelter Gold- 
und Silberrand, dazwischen buntes vegetabiles Ornament rot 
und griin. Das Innenfeld der Hohe nach in zwei Teile ge- 
teilt. Oben sitzt ein jugendlicher, ganz bartloser Konig mit 
einer roten Krone, ein Szepter in der Hand haltend, anf einem 
Faltstuhl; rechts ein jngendlicher Mann in rotlichem Kleid mit 
Schwert in der Scheide; links ein ebenso gekleideter Jungling, 
die Hiinde auf einander gelegt. 

Unten wird ein greiser Heiliger auseinander gesiigt. 
Die Sage wird von zwei ganz jungen Leuten gehandhabt, die 
mit kurzen, rotlichen Rocken bekleidet sind; dahinter steht 
noch ein Jungling in griinem Rock. 

Init. U w. o.; /. 134: Init. //. 

/. 134': Init. C\' Gold auf Blau w. o. 

/. 174': Init. R: ziemlich klein, unten zwei Saulen 
in drei Stockwerken von verschiedener Farbe; daruber ein 
blauer Architrav; rechts ein Gebaude mit ofTener Tiir, davor 
steht ein Mann mit Vollbart in langem blauen Gewand und 
rotem Mantel und weist mit der Rechten auf das Tor bin 
(Anfang zu Ezechiel). 

/. igi (Fig> 39): (Anfang zu Daniel). Goldgrund. 
Daniel in der Hohle, die durch einen breiten violetten Rand 
angedeutet ist, um ihn eine Anzahl von gelben und braunen 
Lowen; er hat einen Nimbus, streckt die Rechte nach Habakuk 
aus, der von dem Engel herein getragen wird. Hab. bartlos, 
ohne Nimbus, tragt eine Schiissel mit Speise und noch ein 
Laib Brot. Der Engel mit zwei Fliigeln, Goldnimbus, langen 
bunten Gewandem, halt den Propheten am Haupthaar. 



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Bibliothek dcs Benediktinerstitts Michaclbcuern. 



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/. rg8*: Gold- und Silberrand, dazwischen buntes 
Ornament. Goldgrund. Drei Querstreifen , von denen jeder 
eine vierfache griine oder blaue Arcatur enthiilt. Darunter je 
einer der zwolf kleinen Propheten durch ein Schriftband mit 
seinem Namen gekennzeichnet; alle sind in verschiedenen Lebens- 
altern, barfuss und nimbiert, in lange bunte Gewander gekleidet. 



Rechten zu ihm. Zu seinen Fussen drei Freunde, junge 
Manner, bunt gekleidet, die alle mit heftigen Gesten zu ihm 
sprechen. — Init. C 

f. 222': Init. D; unten zwei Saulen; Rundbogen mit 
einem Vorhang. Konig David mit blondem Spitzbart, drei- 
zackiger bunter Krone und sehr buntem Gewand sitzt auf 




Fig. 39 zu No. 122, Stift Michaclbcuern, Man. pcrg. I, J. ii)i. 



f. 204: Init. /, V; /. 204*: Init. S, E: f. 205: Init. T: 
der untere Schaft von einem Drachen gebildet, der den Quer- 
balken im Rachen halt, Init. V. 

f. 206 4 : Init. U: von einem langen Drachen durch- 
zogen; Init. O. 

/. 214: Anfang des Buchs Hiob. Goldgrund, blauer 
Rand. Hiob nackt, voll Schwaren, liegt auf einem gelben 
Haufen; ihm zu Haupten sitzt die Frau in blauem Kleid mit 
einem roten Tuch um den Kopf und spricht mit aufgehobener 



dem blauroten Thron und spielt mit beiden Hiinden auf 
einem Saiteninstrument. 

/. 242 : Init. /; klein, etwas verwischt, Gold auf Blau. 

Ausserdem eine Anzahl von Initialen in Deckfarben 
und in Federzeichnung, den hier erwahnten entsprechend. 

Literatur: Sitzungsberichte der Wiener Akademie 113, 139 
bis 149. Janitschek, Gcschichtc der dcutschen Malcrei, 133, 135. Katho- 
lische Kirchenzeitung. 1894, No. 41. (Ein Bibcl-Cimclion), Filz, Ge- 
schichte des Stifts Michelbeuern, p. 308. 



No. 123. [Manuscr. pergam. 2.] Antiphonale, gr.-folio, lateinisch, Mitte des XV. Jahrh. 

Deutsches m., 370x560; 240; Miniaturen, Initialen; Minuskel; Einband: brauner Ledcrband, verzierte Mctallbeschlage, auf dem 
Vorderdeckel die Jahrcszahl 1458, weiter unten 1577; Metallschliessen. 

Osterreichische (vielleicht Michdbeuerner?) Arbeit a us der Mitte des XV. Jahrh. (1458?). Unter Abt Georg (1440— 1472) lebte in M. 
ein Lconardus diaconus, der als pictor bezeichnet wird. 



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Bibliothek des Benediktinerstifts Michaelbeuern. 




Fig. 40 zu No. 123, Stift Michaelbeuern, 
Man, perg. 2, /. 2 (stark verkleinert). 



(Fig:. 40): 
[nit A: blau, 
inn en Pur- 
purgrund mit 

Goldorna- 
menten, 
aussen ( Gold- 
grund. Im 
Buchstaben 
drei Medail- 
lons; in der 
Mitte oben 
ein Prophet, 

Ausserhalb 
dem iold- 



rechts und links je ein Engel. 

des Buchstaben, aber noch auf 

grund zwei weitere Medaillons, je ein en Propheten 

V init spitzer Mutze enthaltend, alle mit unausge- 

,&JL mjf fiillten Spruchbandern. Von dem Buchstaben aus 

liber alle vier Seiten der pagina Rankenwerk ge- 

zogen; lange, ganz gerade Ranken in Rot und 

Griin, die sich von Zeit zu Zeit zu blauen, griinen, roten 

Blattern erweitern; meist auf Goldgrund; runde Goldtupfen. 

/. 2*: Init. D; Rot auf Griin, Ranken am Rand. 

/. 3*: Init. D: Ranke, auf der ein blonder, kleiner, 

nackter Putto mit einer Flute sitzt; noch zahlreiche sehr grosse 

und sorgfaltig ausget'iihrte Buchstaben mit derartigen Puttis. 

/. T2 1 : Init. D: auf Blattgold- Grund; ganz unten 

Geburt Christi. Maria kniet vor dem nackten Kinde; hinten 

ein Gebiiude, davor ein Zaun, iibcr den Ochs und Ksel 

heruberblicken; gekriimmte Ranken am Rand. 

/. 14: Init. /; daneben auf Goldgrund der heilige 
Johannes, in der Hand einen Kelch haltend, aus dem sich 
zwei kleine Schlangen erheben; mit der Rechten macht er 
das Zeichen des Kreuzes dariiber. 

f. 16': Init. V; innen Schachbrettmuster in Griin und 
Rot, beides mit Goldornament; alles auf Gold; reiche Ranken 
am Rand. 

/. 49*: Init. R: Blau auf Purpur mit Goldvierpiissen; 
auf der Ranke eine nackte menschliche Gestalt. 

/. 60'; Init. L: bei den moisten Initialen Hell auf 
Dunkel, Buchstabe und Grund in gleicher Farbe, aber ver- 
schiedener Intensitiit. 

/. 93: Init. /; im Rahmen oben ein Engel mit un- 
ausgetiillter Schriftrolle, unten taucht aus dem Ornament der 
Oberleib eines nackten Kindes empor; auf der Ranke sitzt 
ganz oben ein ArTe und bliist auf einer Trompete, unten 
schlagt ein bekleideter Knabe auf zwei Becken. Natura- 
listische Ranken. 



/. 99V Init. U: Griin auf Purpur; Christi Himmelfahrt, 
nur noch die Fiisse Christi zu sehn; unten zwei Engel mit 
unausgefullten Spruchbandern; unten um einen griinen Hiigel, 
auf dem man die Fussstapfen Christi sieht, die Apostel ohne 
Ximben in verschiedenen Altern und bunten Gewiindern; 
ganz vorn die Jungfrau mit gefalteten Hiinden. 

f. 10 /': Init. S; Blau auf Purpur mit Goldornament. 
Vier kleine Quadrate, auf Goldgrund vier Propheten, David, 
Salomon, Ezechiel, Joel mit. Spruchbandern mit ihren Namen. 
In der Mitte des .V ein Medaillon mit einem Vogel. 

/. ///: Init. I': Rot auf Gold; links ein Bauwerk 
mit einer geschlossenen Tiire; davor ein ziemlich alter Mann 
mit grauem Bart und Haar, in langem Gewand; ein Engel 
halt mit der Linken seine Hande, und beruhrt mit der Rechten 
seine Wange. Der Engel ist ohne Nimbus und in langem 
braunem Gewand. 

/. if 5: Unter einer gotischen Architektur steht der 
heilige Benedikt im Ordenskleid auf einer Wiese, in der 
Rechten ein Buch, in der Linken den Krummstab haltend; 
hinter ihm eine Mauer mit langen schmalen Bogenfenstern. 

/. f22: Init. C: Purpur auf Griin; darunter die heil. 
Sabine (nach dem Text) mit Nimbus und Krone und einem 
Palmzweig in der Hand. 

/. f2j: Init. G: Blau auf Gold; die Madonna sitzt 
in rotem Gewand auf einem blauen Polster und halt in den 
Handen zwei Kindergestalten; in der Linken Christus nackt, 
in der Rechten eine bekleidete gekronte Figur; die beiden 
strecken die Hande nach einander aus (Seele ?), rechts und 
links je ein Engel mit ausgebreiteten Handen. 

f. 1 24*; Init. B; Rot auf (iold; der P'rzengel Michael 
blau gekleidet, in der Linken die Wage haltend, in deren 
herabhiir) gender Schale eine nackte betende Seele sich be- 
findet; zwei kleine Teufel versuchen die andere Wagschale 
herabzuziehen; der Erzengel erhebt mit der Rechten das 
Sc Invert gegen sie. 

/. 12S: Init. L; (iriin auf Gold; heilige Katharina; 
unter einer Rundbogenarkatur ein Konig mit dem Szepter in 
der Linken, die Rechte mit dem Reichsapfel gegen die Brust 
gedriickt; vor ihm steht die Heilige in langem blauen Mantel 
auf dem zerbrochenen Rade; hinter ihr ein Jiingling mit 
einem Buch. 

/. 126 U : Init. D: Griin auf Blau; Petrus mit Nimbus, 
Buch und Schliissel. 

/. 1 jo*: Init. C: Messe; gotische Architektur, unter 
der ein einfacher Altar steht, darauf zwei Leuchter und ein 
Kelch. Der Geistliche wendet sich gerade um und reicht 
die Hostie einem nebst anderen Personen vor ihm knienden 
Mann; sehr zierlich und lebendig. 

/. fjf*: Init. U: Griin auf (rold, verwischt. Jakobs- 
leiter. Jakob liegt schlafend auf dem Boden, rechts und 
links je eine Leiter mit einem Engel. 

/. fj2': Init. D; Blau auf Purpur mit Goldornament, 
aussen nur Gold; Christus als Schmerzcnsmann steht im Grabe, 



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Bibliothck des Benediktinerstifts Michaelbcuern. 



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nur mit dem Schurz bekleidet, ganz mit Wunden bedeckt, mit 
Stigmen, Dornenkrone und einfachem Nimbus. Unter dem 
linken Arm halt er die Lanze, rechts die Rute, in der linken 
Hand den Kelch, in dem er das Blut auftangt; die rechte 
Hand ist segnend erhoben. 

/. 135 1 : Init D; Blau auf Grim; ein Heiliger in 
rotem Gewand, mit der Rechten segnend. 

/. 136*: Init. O; daneben auf blauem Grund ein 
Fnichte tragender Baum. 

/. 140 1 : Init. P; Grun auf Blau; ein Heiliger auf 
einer Art Kanzel von vielen Sternen umgeben. 

/. 147: Init. D: Purpur auf Blau mit Gold; ein Mann 
mit langcm spitzen Bart in einer griinen Kapuze. 

/. 154: Init. S: Rot auf Gold; Maria mit dem Kinde, 
rechts Katharina, links Barbara mit ihren Attributen; alle mit 
Strahlenkronen; das Kind nackt; oben vier kleinere Gestalten, 
Rngel oder jugendiiche Heilige mit Blumen und Friichten 
und diversen Attributen; auch diese mit Strahlenkronen. 

/. iji': Init. G; Blau auf Gold, aussen Purpur mit 
Goldomament. Das Kind nackt in einer Glorie auf einer 
Wiese innerhalb einer Umzaunung, die Weltkugel in der 
Hand haltend. Oben Gott Vater mit langem Bart, mit der 



Weltkugel in der Linken, mit der Rechten segnend; urn ihn 
zwei Engel. 

/. 172: Init. U; Blau auf Purpur; ein eingewickel- 
tes Kind. 

/. 174: Wiederum Johannes w. o. unter gotischer 
Architektur. 

/. 176': Init. D; Blau auf Griin mit Gold; Paulus 
mit kahlem Haupt, langem Bart, in der Hand Schwert 
und Buch. 

/. 177 4 : Init. C; Violett auf Grun; Madonna mit dem 
eingewickelten Kind. Auf der Ranke am Rand ein fast 
nackter Putto mit griiner Miitze, Tuba blasend. 

/. 184': In der Ranke der Init. U ein Mann, vor 
dem mehrere Instrumente liegen, Hammer, Winkelmass etc.; 
er kniet und umfasst mit beiden Handen ein grosses Kreuz. 
Eine Anzahl von Initialen in Deckfarben, Grim, 
Violett, Schwarz, Blau, Rot auf andersfarbigem Grund mit 
feinem Goldomament; innerhalb der einzelnen Farben viele 
Schattierungen. Weiter auch noch rote und blaue federge- 
zeichnete Initialen. 

Literatur: Xeuwirth in Sitzungsberichten der Wiener Akadcmie, 
113, p. 207. Filz, Geschichte von Michelbcuern, 382. 



No. 124. [Cod. pergam. 6.] Orationes piae, 4°, lateinisch, zweite Halite des XV. Jahrh. 



124 



m., 185x264; iso\ Initialen, Zierleiste; Minuskcl; gepresster Ledereinband mit Metal lschlicssen. 

Salzburger Arbeit Utn 1470. Auf der Innenseite des Vordeckels: 1508. Sum ex libris domini Bcnedicti Schon pastor in Salzburghoven. 
Weiter unten von spaterer Hand: Alonasterii Michael-Burani Ord. S. Bened. Dioces. Salisbu. — Nach dem Wappen und der Devise auf/. / wurde 
die Handschrift fiir den Erzbischof Bernhard von Rohr geschrieben. 



/. /; Init. L; rosa in einem Goldrahmen; innen Gott 
Vater in blauem grungefuttertem Mantel iiber dem roten 
Untergewand, in der rechten Hand ein Buch, in der 
linken die Weltkugel als Reichsapfel haltend. Sehr zart 
ausgefuhrte Landschaft mit befestigten Gebauden im Hinter- 
grund; auf einer Strasse mehrere Personen. Zierranke im 
Stil der Handschriften Bernhards um die gauze Seite; oben 
links das Wappen von Salzburg, rechts das des Erzbischofs, 
in der Mitte das M mit dem durchgezogenen Band mit der 



Devise Unica spes mea, daruber die Krone. Unten reiches 
Blumengeranke. 

Die librigen sehr zahlreichen Initialen sind einfach 
in Federzeichnung ausgemhrt; die Farbe des Buchstaben ist 
blau, grun oder rot; herum durftiges Linienornament in einer 
der anderen Farben; eine haufig vorkommende Verzierung ist 
der an den Hauptschaft des Buchstaben sich anschliessende 
miinnliche Kopf in Profil. 



No. 125. [S. n.] Fragment eines Graduates, Folio, lateinisch, XV. Jahrh. 



125 



m., 266x348; So (vorn fehlen 2 /.); Initialen; Minuskcl; Holzdeckel mit beschadigtem Stoffiiberzug und Metallschliessen. 
Siiddeutsche Arbeit vom Ende des XV. Jahrh. 

Eine ziemliche Anzahl von Initialen in lavierter sprechenden andern Farbe verziert; am Rand naturalistische 
Zeichnung, blau oder rot, mit Ornamentlinien in der ent- Pflanzenranken, zum Teil sehr verwischt; geringe Arbeit. 



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o6 Bibliothek des Benediktinerstifts Michaclbeuern. 

126 No. 126. [Manuscr. chartaceum 14.] Glossa super psalmos et hymnos, 4°, lateinisch, XIV. Jahrh. 

ch., 220x298;^^; Initial en; Cursive. Ledcrband mit tcilweise abgerissencn Metallschliessen. 
Deutsche Arbeit des XIV. Jahrh. Auf/. 2 in modcmcr Schrift Monasterii Burani. 

/. 2: Init. R; griine Ranken innerhalb des Buch- /. ijg: Init. O: Violett auf Griin; ornaraentierter 

stabenkorpers; der Grund rot, blau und gold; sehr feines Grund mit Vierpassen. 

Ornament. Die griinen Ranken laufen in feines blaues oder y; 2J ^ : lnit G: griin; oben p urpur m i t Gold; links 

rotes Blattwerk aus. am R an d e reiches Rankenwerk. 

/. 6: Init. B; blau mit Innenornament. Der Grund 
Purpur mit Gold; orange Randranken. 



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Register. 9 7 



Register. 

1. 



Alphabetisches Verzeichnis der beschriebenen Handschriften. 

Das folgende Register enthiilt die Titel der Handschriften in alphabetischer Anordnung. Der Bequemlichkeit des Aufsuchens halber wurde 
innerhalb einer gleichartigen Gruppe von Handschriften die im Texte gebrauchte Rcihenfolge beibehalten. 

Die fetten Ziffern vor dem Bibliotheksnamen beziehen sich auf die fortlaufenden Nummern am Rande, die cursiven Ziffern bezeichnen 
die Signatur der Handschriften, die letzten Petit- Zi f fern die Seite. 

Albertus Magnus, Signa, Calendaria etc., suddeutsch, XV. Jahrh. 53. Studienbibliothek, V 1 B 36\38, 58. 

Almansor, Liber qui dicitur — , a magistro Gerardo Cremonensi in Toleto translatus, italienisch (?) aus der 1. Halfte des 

XIV. Jahrh. 108. Museum Carolino- August eum, S. n., 82. 
Altertumer von Rom und Verona, nach einem italienischen Original, XVII. Jahrh. 55. Studienbibliothek, VIC 44, 60. 
Andreae, Joannis, additiones super Speculo Duranti, florcntinisch, 1433 — 1435 von Johannis olim Coluphi de Arqua geschrieben. 

39. Studienbibliothek, V 1 A 6, 49- 
Andreae, Novella Domini Johannis — super libro secundo decretalium, deutsch (?), XV. Jahrh. 44. Studienbibliothek, 

V 1 A 13, 54. 

Andreae, Johannis Bononiensis, liber de sexto Decretalium, bolognesische Arbeit des XIV. Jahrh. 82. Studienbibliothek, 

V 2 A 2(2), 71. 

Antiphonae de Sanctis, Salzburger Arbeit von 1570. 110. Frauenstift Nonnbcrg, 5. n. t 84. 

Antiphonarium, Salzburger Arbeit aus Stift St. Peter, Mitte des XII. Jahrh. 30. Stift St. Peter, a XII 7, 32. 

Antiphonarium Chorale, deutsche Arbeit des XV. Jahrh. 54. Studienbibliothek, V 1 C 40, 60. 

Antiphonarium, osterreichische Arbeit aus der 1. Halfte des XV. Jahrh. 115. Frauenstift Nonnberg, 26 E l h , 86. 

Antiphonarium, osterreichische, vielleicht Michaelbcuerner, Arbeit aus der Mitte des XV. Jahrh. 123. Stift Michaelbeuern, Man. perg.2, 93. 

Antonii Parmensis sermones postillares, suddeutsch, XV. Jahrh. 53. Studienbibliothek, V I B 36138, 58. 

Archidiaconum super decretalium, italienischc Arbeit vom Ende des XIV. Jahrh. 38. Studienbibliothek, V 1 A 2, 46. 

S. AugUStinus, de Civitate dei, suddeutsche, vielleicht Salzburger Arbeit aus der Mitte des XII. Jahrh. 28. Stift St. Peter, a XI 4, 30. 

S. AugUStinus, epistola ad S. Cyrillum, Salzburger Arbeit von 1470. 70. Studienbibliothek, VIM 153, 66. 

S. AugUStinus, varia opuscula, osterreichisch, 1. Halfte des XV. Jahrh. 14. Stift St. Peter, a VII 27, 10. 

Auslegung des Paternoster, Salzburger Arbeit von 1435. 112. Frauenstift Nonnberg, 26 A* 11, 85. 

Avicenna, Liber canonis primus quern princeps Aboreali Abisceni de medicina edidit, italienische (?) Arbeit des XIV. 

Jahrh. 106. Museum Carolino-Augusteum, S. n., 81. 
Baldus de Perusio, Lectura super libro VI. COdicis, italienische Arbeit von 1419. 40. Studienbibliothek, V 1 A 8, 49. 
Baldus de Perusio, Lectura super IX. libro COdicis, italienische Arbeit vom Anfang des XV. Jahrh. 83. Studienbibliothek, 

V 2 A 5, 72. 

Baldus de Perusio, Lectura super quarto libro COdicis, deutsche Arbeit von 1430, von Johannes Falkenstein de Altkelch geschrieben, 

86. Studienbibliothek, V 2 A 11, 73- 
Beichtbuchl, Salzburger Arbeit von 1435. 112. Frauenstift Nonnberg, 26 A* 11, 85. 
S. Benedikt, Regel, Salzburger Arbeit von 1466. 113. Frauenstift Nonnberg, 27 C 1, 85. 
S. Benedikt, Regel, Salzburger Arbeit von 1490 im Charakter der fiir Bernhard von Rohr angefertigten Handschriften. 117. Frauenstift 

Nonnberg, 26 E 9, 87. 
S. Bernhardi opus in canticis canti coram, osterreichische, vielleicht Salzburger Arbeit aus der 1. Halfte des XV. Jahrh. 26. Stift 

St. Peter, a X 7, 29. 
Bernhardi, epistola ad Raymundum militem de cura rei familiaris, deutsche Arbeit vom Anfang des XIV. Jahrh. 95. 

Studienbibliothek, V 2 H 92, 76. 
Bertruccio, Liber medicinalis, osterreichische Arbeit von 1476. 89. Studienbibliothek, V 2 B 21(2), 74. 
Beschreubung, Khurze, aller und jeder Hochwurdigsten Pursten und Herrn Herrn Bischoven unnd Erzbischoven 

ZU Saltzburg, Salzburger Arbeit von 1622. 80. Studienbibliothek, V 1 J S t 237, 69. 
Bd. II. I3 



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08 Register. 

Biblla pauperum, siiddcutsche, vielleicht Salzburger Arbeit vom Ende des XV. Jahrh. 15. Stift St. Peter, a VII 43,/. /J6, 10. 
Biblia pauperum, siiddeutsch, vom Ende des XIV. Jahrh. 22. Stift St Peter, a IX 12, 17. 
Biblla pauperum, siiddeutsch, vom Anfang des XV. Jahrh. 23. Stift St. Peter, a IX 15, 22. 
Biblia sacra, Salzburger Arbeit vom Anfang des XII. Jahrh. 35. Stift St. Peter, a XII 18\20, 41. 
Biblia sacra, Salzburger Arbeit vom Anfang des XII. Jahrh. 36. Stift St. Peter, a XII 21\23, 43. 
Biblia sacra, deutsch, vom Ende des XIII. Jahrh. 57. Studienbibliothek, V I D 50, 61. 

Biblia sacra, siiddeutsch, von der Wende des XIII. zum XIV. Jahrh. 104. Museum Carolino Augustcum, XIX E 54, 80. 
Biblia sacra (usque ad Davidem), Salzburger Arbeit aus der Mittc des XII. Jahrh. 122. Stift Michaelbeuern, Man. perg. I, 90. 
S. Bonaventura, Admonitlones ad sacerdotes de celebratore, siiddeutsch, aus der ersten Halfte des XV. Jahrh. 53. Studien- 
bibliothek, V I B 36J38, 58. 
Bonifacii VIII novella super eius lib. VI. decret., deutsch, XV. Jahrh. 52. Studienbibliothek, V I B 33, 58. 
Brevlarium, franzosisch, vom Ende des XIV. Jahrh. 3. Stift St. Peter, a I 4, 2. 
Breviarium, Augsburger Arbeit vom Ende des XV. Jahrh. 6. Stift St. Peter, a I 17, 3. 
Brevlarium, Salzburger Arbeit von 1498. 9. Stift St. Peter, a IV 12, 6. 
Breviarium, osterreichisch, vom Anfang des XV. Jahrh. 10. Stift St. Peter, a IV 17, 6. 

Brevlarium, Salzburger Arbeit vom Ende des XIV. Jahrh. 107. Museum Carolino Augusteum I — Tqqo I ** 2 - 

Breviarium antiquum, Arbeit aus dem Stift St. Peter von der Wende des XI. zum XII. Jahrh. 12. Stift St. Peter, a V 24, 7. 
Breviarium decretorum, siiddeutsch, Anfang des XV. Jahrh. 94. Studienbibliothek, V 2 G 79, 76. 

Breviarium Romanum, Salzburger Arbeit vor 1475 for Erzbischof Bemhard von Rohr. 48. Studienbibliothek, V 1 B 21, 55. 
Breviarium Romanum, osterreichisch, aus der 1. Hiilftc des XV. Jahrh., vielleicht aus dem Kreis Konig Sigmunds. 63. Studienbibliothek, 

V 1 E 60, 63. 
Breviarium Salisburgensis ecclesiae, Salzburger Arbeit vom Anfang des XII. Jahrh. 56. Studienbibliothek, V 1 D 47, 61. 
S. Brigitte, Gebete und Ermahnungen, Rcgensburger Arbeit aus dem 1. Viertel des XVI. Jahrh. 109. Frauenstift Nonnberg, S. ft., 83. 
S. Brunonis Exp08itiO, siiddeutsch, XIV. Jahrh. 46. Studienbibliothek, V 1 B 19, 55. 
Burggraff, Johanne8 9 Leo Belgicus, Salzburger Arbeit, am 20. Marz 1674 beendet. 64. Studienbibliothek, V 1 F 97, 64. 

Calendarium ecclesiasticum ecclesiae Salisburgensis, Salzburger Arbeit von 1631. 67. Studienbibliothek, VI H 131, 65. 

Ceremoniale, italienisch vom Anfang des XIV. Jahrh. 75. Studienbibliothek, VIM 170, 68. 

S. Chrysostomus, de dignitate sacerdotal!, Vita scT Johannis Chrysostomi, Liber de laudibus Pauli continens 

OCtO omelias, italienisch, vom Ende des XV. Jahrh. 16. Stift St. Peter, a VIII 19, n. 
CitatiO contra ducem Heinricum de Bavaria, siiddeutsch, Anfang des XV. Jahrh. 94. Studienbibliothek, V 2 G 79, 76. 
Decretalium liber sextus, bolognesisch aus der Mittc des XIV. Jahrh. 32. Stift St. Peter, a XII 10, 39 (siehe Gregorii). 

Diarium, Salzburger Arbeit vom Ende des XIV. Jahrh. 108. Museum Carolino Augusteum I I 82. 

\-pr 1892 j 

Diurnal e, nordfranzcisische Arbeit vom Anfang des XV. Jahrh. 7. Stift St. Peter, a I 21, 4. 

Dunkelsbuhl, Nicolaus de, Tractatus varii de poenitentia, decern praeceptis, octo beatudinibus, siiddeutsch aus 

der Mitte des XV. Jahrh. 66. Studienbibliothek, V 1 G 117, 65. 
Duranti Guillelmi Speculum iudicii, Salzburger (?) Arbeit von 1505. 33. Stift St. Peter, a XII 12, 40. 
Epistolae apostolorum (Bruchstfick), Salzburger Arbeit vom Anfang des XV. Jahrh. 61. Studienbibliothek, V 1 E 57, 62. 
Eusebii epistola ad Damasum de vita Hieronymi, Salzburger Arbeit von 1430. 70. Studienbibliothek, V 1 H 153, 66. 
Evangeliar, Arbeit aus Stift St. Peter aus der 2. Halfte des XI. Jahrh., von Custos Bertolt geschrieben. 13. Stift St. Peter, a VI 55, 7. 
Evangel io rum liber, Salzburger Arbeit vom Anfang des XII. Jahrh. 18. Stift St. Peter, a VIII 21, 12. 
Evangeliorum, Textus quattuor — , stiddeutschc , vielleicht Salzburger Arbeit vom Ende des XV, Jahrh. 15. Stift St. Peter, 

a VII 43, 10. 
Evangelium Jesu Christ! secundum IV Evangelistas, deutsch, vom Ende des XIII. Jahrh. 20. Stift St. Peter, a VIII 36, 13. 
Evangelien, vier, deutsche (Bamberger?) Arbeit vom Anfang des XI. Jahrh. 25. Stift St. Peter, a X 6, 25. 
Pamiglle pill antiche e nobili Romane, italienisch von 1689. 68. Studienbibliothek, V 1 H 139, 66. 
Gebetbuchlein, siiddeutsch, XV. Jahrh. 111. Frauenstift Nonnberg, 26 B 34, 84. 

Gebetbuch der Nonnberger Nonne Margarethe von Closen, osterreichisch von 1529. 119. Frauenstift Nonnberg, 26 A* 28, 87. 
Gebete fiber die Geheimnisse des Leidens Christi, Salzburger Arbeit von 1435. 112. Frauenstift Nonnberg, 26 A* 11, 85. 
Glossa super psalmos et hymnos, deutsch, XIV. Jahrh. 126. Stift Michaelbeuern, Man. chart. 14, 96. 

Goffredi Summa super libris decretalium, italienisch vom Anfang des XIII. Jahrh. 51. Studienbibliothek, V 1 B 24 (2), 58. 
Goffredi de Trano, Summa super libris decretalium, italienisch aus der 1. Hiilftc des XIH. Jahrh. 59. Studienbibliothek, 

V1E55, 61. 
Graduale, Salzburger Arbeit vom Ende des XII. Jahrh. 21. Stift St. Peter, a IX 11, 14. 
Graduale (Fragment), siiddeutsch, vom Ende des XV. Jahrh. 125. Stift Michaelbeuern. S. n., 95. 
Gregorii IX. P. M. Decretales, bolognesisch (?), vom Anfang des XIV. Jahrh. 31. Stift St. Peter, a XII 8, 38. 
Gregorii IX. Decretales, franzosisch (Avignon?), aus dem Anfang des XIV. Jahrh. 34. Stift St. Peter, a XII 13, 40. 
Gregorii IX. Papae Decretales, oberitalienisch, aus der 2. Hiilfte des XIII. Jahrh. 37. Studienbibliothek, VIA 1, 45. 
Gregorii IX. Papae Decretales, deutsche Arbeit des XIV. Jahrh. 85. Studienbibliothek, V 2 A 10, 73. 

Gregorii IX. Papae Decretales, deutsche(r) Arbeit aus der 1. Hiilftc des XIII. Jahrh. 96. Studienbibliothek, V 3 B 15, 76. 
Gregorii papae liber moral ium in lib rum Job, deutsche Arbeit unter italienischcm Einfiuss von der Wende des XIV. zum XV. Jahrh. 

81. Studienbibliothek, V 2 A 1, 79. 
S. Hieronymus, TraCtatUS de libro psalmorum, frankische Arbeit vom Anfang des IX. Jahrh. 45. Studienbibliothek, V 1 B 18, 54. 
S. Hieronymus, Regel, die — den Klosterjungfrauen geschrieben hat, Salzburger Arbeit im Charakter der fur Bernhard von 

Rohr angefertigten Handschriften. 117. Frauenstift Nonnberg, 26 E 9, 87. 



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Register. qq 

Hrabanus MauniS, de laudibus sanctae crucis, osterreichische Kopie, beendct am 28. Jiinner 1481. 29. Stift St. Peter, a XII 4, 31. 

Hymni per annum in dominicis et festis praecipuis, siiddeutsch, aus der 2. Halfte des XV. Jahrh. 114. Frauenstift Nonnberg, 26 E 1 a , 86. 

B. Isidori episcopi liber SOliloquiorum, Salzburger Arbeit von 1470. 70. Studienbibliothek, V I M 153, 66. 

Johannis, liber visionum fratris — , Salzburger Arbeit vom 21. VI. 1410 datiert. 71. Studienbibliothek, V I H 154, 66. 

Lamspring, Libellus de lapide philosophiCO, deutsch, von 1607. 79. Studienbibliothek, V 1 J h 224, 69. 

Lectionar, suddeutsche Arbeit von 1388. 88. Studienbibliothek, V 2 B 20, 73. 

Liber apparitionum vel visionum B. Mariae, Salzburger Arbeit datiert von 1410. 71. Studienbibliothek, V I M 154, 66. 

Liber precum, deutsch, vom Anfang des XV. Jahrh. 5. Stift St. Peter, a I 9, 4. 

Liber precum, lothringisch, vom Ende des XIV. Jahrh. 78. Studienbibliothek, V I J 201, 68. 

Martyrologium und Necrologium, Salzburg 1466. 113. Frauenstift Nonnberg, 27 C I, 85. 

Medicinarum Simpllcium liber ex diversis autoriDUS, Salzburger Arbeit von 1470/71. 90. Studienbibliothek, V 2 B 23, 74. 

Mesne, Johannis Grabadini, liber medicinalis tribus sermonibus constans, italienische Arbeit, datiert Neapel 1469. 60. 

Studienbibliothek, V I E 56, 62. 
Messceremoniale, osterreichische Arbeit vom Anfang des XV. Jahrh. 58. Studienbibliothek, V I E 52, 61. 
Missale, deutsche Arbeit des XIII. Jahrh. 11. Stift St. Peter, a V 12, 7. 
Missale, Salzburger Arbeit vom Ende des XII. Jahrh. 21. Stift St. Peter, a IX II, 14. 
Missale, Salzburger Arbeit aus dem Stift St. Peter von 1432. 27. Stift St. Peter, a XI 3, 29. 
Missale, Salzburger Arbeit vom Ende des XV. Jahrh. 42. Studienbibliothek, VIA II, 51. 
Missale, Salzburger (?) Arbeit des XV. Jahrh. 43. Studienbibliothek, V I A 12, 52. 
Missale, deutsch, vom Anfang des XV. Jahrh. 49. Studienbibliothek, V I B 23, 57. 

Missale, stiddeutschc (Salzburger?) Arbeit von der Wende des XIII. Jahrh. 50. Studienbibliothek, V I B 22, 58. 
Missale, Salzburger Arbeit vom Anfang des XIV. Jahrh. 62. Studienbibliothek, V I E 59, 63. 
Missale, osterreichisch, von der Wende des XIV. zum XV. Jahrh. 65. Studienbibliothek, VI G HO, 64. 
Missale, deutsch, erstc Halfte des XV. Jahrh. 98. Studienbibliothek, V 3 H 132, 78. 
Missale, siiddeutsch, vom Anfang des XIII. Jahrh. 99. Studienbibliothek, V 3 H 133, 78. 
Missale, Salzburger Arbeit aus der zweiten Halfte des XIV. Jahrh. 100. Studienbibliothek, V 3 H 168, 79. 
Missale Romanum, osterreichisch, nach dem Kalender Prager Arbeit von der Wende des XIII. zum XIV. Jahrh. 92. Studienbibliothek, 

V 2 E 51, 75. 
Missale diOC. Salisburgensis, Salzburger (?) Arbeit aus der 1. Halfte des XIV. Jahrh. 97. Studienbibliothek, V 3 B 20, 77. 
Modus procedendi in sermones de Sacramento corporis Christ!, osterreichische Arbeit unter franzosischem Einrluss von 1386. 

76. Studienbibliothek, VIM 172, 68. 
Montignano, Consilia medicinalia, siiddeutsch, von 1471, geschrieben von Ulrich Sattner. 87. Studienbibliothek, V 2 B 19 (1), 73. 
Nicolai, Antidotarium — pro apoteca, italicnisch (?) aus dem Ende des XIII. Jahrh. 105. Museum Carolino - Augusteum, S. n., 81. 
Nicolaus abbas SiCUluS super libris decretalium, osterreichische Arbeit vom Anfang des XV. Jahrh. 84. Studienbibliothek, V2A 6, 72. 
Nicolaus de Lyra, Psalterauslegung, bohmisch, von der Wende des XIV. zum XV. Jahrh., fur Konig Wcnzcl geschrieben. 47. 

Studienbibliothek, V 1 B 20, 55. 
Nicolaus de Lyra, Postille (BruchstUCk), osterreichisch, aus der 2. Halfte des XV. Jahrh. 101. Studienbibliothek, V 4 F 123 (1), 79. 
Nicolaus de Lyra, Postille (BruchstUCk), osterreichisch, aus der 2. Halfte des XV. Jahrh. 102. Studienbibliothek, V 4 F 128 (2), 79. 
Officium defunctorum, aus Mondsee von 1524. 2. Stift St. Peter, a I 2, 1. 

Opusculum de fructu earn is et spiritus, suddeutsche Arbeit vom Ende des XI. Jahrh. 72. Studienbibliothek, VIM 162, 67. 
Orationes et Officium, franzosische Arbeit des XV. Jahrh. 4. Stift St. Peter, a I 5, 3 
Orationes piae, Salzburger Arbeit von 1470. 124. Stift Michaelbeuern, Cod. perg. 6, 95. 

S. Pauli ApOStoli Bpistolae cum glossa, deutsche Arbeit von der Wende des XII. zum XIII. Jahrh. 19. Stift St. Peter, a VIII 30, 12. 
Pontificale, italienisch, vom Anfang des XIV. Jahrh. 75. Studienbibliothek, VIM 170, 68. 
Psalterium manuale Sti Rudperti, Salzburger (?) Arbeit des XII Jahrh. 1. Stift St. Peter, a I 0, 1. 
Psalterium, deutsche Arbeit des XII. Jahrh. 8. Stift St. Peter, a I 26, 6. 

Psalterium, Salzburger Arbeit vom Anfang des XIV. Jahrh. 77. Studienbibliothek, V 1 J 200, 68. 
Psalterium, Hymni, Capitula, Versus et Orationes, Lectiones et Homiliae, osterreichische, wahrscheinlich Salzburger Arbeit 

aus der 2. Halfte des XV. Jahrh. 116. Frauenstift Nonnberg, 26 B 29 (oder 27a II 33), 86. 

Rapheli de Pornaxlo, Liber consonantiae graciae et naturae, osterreichisch, aus der 2. Halfte des XV. Jahrh. 103. Museum 

Carolino-Augusteum, V 4 G 154, 80. 
Rationale divinorum officiorum, italienische Arbeit vom Ende des XIII. Jahrh. 41. Studienbibliothek, V 1 A 9, 51. 
Requiem und Canon, siiddeutsch, von 1505. 121. Kollegiatstift Mattsee, 34, 89. 

Re ij soldi Johannis computus cyrometralis maior, Salzburger Arbeit von 1402 (?). 69. Studienbibliothek, VI M 149, 66. 
Richardi de Mediavilla liber quartus de IV° Summae complectens ratocinium historlco-sacramentale, italienisch, 

vom Anfang des XIV. Jahrh. 91. Studienbibliothek, V 2 E 33, 74. 
Rituale Romanum, deutsche Arbeit vom Anfang des XIV. Jahrh. 93. Studienbibliothek, V 2 F 61, 76. 

Speculum ecclesiae Honorii papae, Salzburger Arbeit von 1475— 1478 geschrieben. 74. Studienbibliothek, V 1 M 67, 67. 
Summa viclorum, deutsch, Anfang des XIV. Jahrh. 95. Studienbibliothek, V 2 H 92, 76. 
TextUS sententlarum, italienisch, vom Ende des XIII. Jahrh. 24. Stift St. Peter, a X 1, 24. 

Tractatus contra omnem pest em et epidemiam cum omnibus suis append! ciis et clausulis opportunis (sieben ver- 

schiedene medizinische Schriften). 74. Studienbibliothek, VIM 67, 67. 
Vergilii Maronis Opera, florentinisch, aus der 2. Halfte des XV. Jahrh. 17. Stift St. Peter, a VIII 20, 11. 
Vocabularius roman. histor. jurid., siiddeutsch, Anfang des XV. Jahrh. 94. Studienbibliothek, V 2 G 79, 76. 
Wappenbuch, Salzburger Arbeit, 1647 von dem Kaplan Vitus Gandolt begonnen. 118. Frauenstift Nonnberg, S. ft., 87. 
Weingarten, der Seel — , siiddeutsch, von 1568. 120. Frauenstift Nonnberg, S. n., 87. 



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Register. 



II. 

Chronologisches Verzeichnis der beschriebenen Handschriften. 

Im folgenden stelle ich die im Texte beschriebenen Handschriften nach ihrer Schulzugehorigkeit und ihrer chronologischen Folge zusammen. 
Die Detail forschung wird im einzelnen genauere Feststellungen ergeben, immerhin wird die folgcnde Gruppicrung fiir eine rasche Orientierung erwiinscht 
sein. Dass fiir die frtthmittelalterlichen Codices eine Detailuntersuchung von kompetenter Seite dcmnachst publiziert werden diirfte, wurde schon im 
Vorwort erwahnt. Im Interesse grosserer Cbersichtlichkeit wurde in den einzelnen Gruppen die Nummernfolge beibehalten. 



Anfang des IX. Jahrh. 

Friinkisch, vielleicht eine der 



Handschriften Arns 



45. Studienbibliothek, V 1 B 18, 54. 



XI. Jahrh. 



Aus dem Stift St. Peter, 
Wende zum XII. Jahrh. 

Aus dem Stift St. Peter, 
2. Hiilfte des XI. Jahrh., 
von Custos Bertolt ge- 
geschrieben 

Deutsch, Anfang d. XI. Jahrh., 



12. Stift St. Peter, 



13. 



a V 24, 7. 



a VI 55, 7. 



vielleicht aus Bamberg 


25. 


V 


a X 6, 25. 


Stiddeutsch 


72. 


Studienbibliothek, 


VIM 162, 67. 


Deutsch 


73. 


V 


VIM 164, 67. 




XII. 


Jahrh. 




Deutsche Schulen: 


„ 


Deutsch 


8. 


Stift St. Peter, 


a I 26, 6. 


Wende zum XIII. Jahrh. 


19. 


»» 


a VI 11 30, 12. 


Vermutlich in 


Salzburg ausgefuhrte Codices: 


Vielleicht Salzburg 


1. 


Stift St. Peter, 


a I 0, 1 


Vielleicht aus St. Peter 


18. 


u 


a VIII 21, 12. 


Ende des XII. Jahrh. 


21. 


„ 


a IX 11, 14. 


Vielleicht Salzburg 


28. 


>» 


a XI 4, 30. 


Aus St. Peter, Mitte des 








XII. Jahrh., vielleicht unter 








Erzbischof Eberhard (1 147 








-1 164) 


30. 


>» 


a XII 7, 32 


Anfang des XII. Jahrh. 


35. 


,, 


a XII 18 1 20, 41. 


Anfang des XII. Jahrh., wahr- 








scheinlich aus St. Peter 


36. 


11 


a XII 21J23, 43. 


Anfang des XII. Jahrh. 


56. 


Studienbibliothek, 


V I D 47, 61. 


Mitte des XII. Jahrh. 


122. 


Stift Michaelbeuern, 


Man.perg.l, 90. 



Italienische Schulen: 



Italienisch, vielleicht schon 
Anfang des XIII. Jahrh. 



Endc des XIII. Jahrh. 
Suddeutsch , wahrscheinlich 

aus Salzburg, von der 

Wende des XIII. Jahrh. 
Ende des XIII. Jahrh. 
Osterreichisch, Prager Ka- 

lendar, Wende des XIII. 

Jahrh. 
Siiddeutsch , vielleicht aus 

Passau, vom Anfang des 

XIII. Jahrh. 
Siiddeutsch , Wende des 

XIII. Jahrh. 



itsch 


e Schulen: 




11. 


Stift St. Peter, 


a V 12, 7. 


20. 


» 


a VIII 36, 13. 


50. 


Studienbibliothek, 


V1B22, 58. 


57. 


M 


V1D50, 61. 


92. 


«» 


V2 E51, 75. 


99. 


11 

Museum Carolino- 


V3M133, 78. 


104. 


Augusteum, 


XIX E 54, 80. 



Ende des XIII. Jahrh. 
Oberitalicnisch aus der 
2. Halfte des XIII. Jahrh. 
Ende des XIII. Jahrh. 
1. Halfte des XIII. Jahrh. 
Ende des XIII. Jahrh. 



Italienische Schulen: 

24. Stift St. Peter, 



37. 
41. 
59. 



Studienbibliothek, 



a X 1, 24. 

V 1 A 1, 45. 

V 1 A 9, 51. 

V 1 E 55, 61. 



105. Museum Carolino-Augusteum, S,n^ 81. 



XIV. Jahrh. 
Deutsche Schulen: 

Vermutlich in Salzburg ausgefuhrte Codices: 



51. Studienbibliothek, V 1 B 24(2), 51. 



Vielleicht aus Salzburg, 
jedenfalls siiddeutsch vom 
Ende des XIV. Jahrh. 

Anfang des XIV. Jahrh., von 
den Radekern gestiftct 

Anfang des XIV. Jahrh., 
Salzburger Kalendar 

1. Halfte des XI V. Jahrh , aus 
Salzburg oder Seckau 

1. Halfte des XIV. Jahrh. 

Ende des XIV. Jahrh., Salz- 
burger Kalendar 



15. Stift St. Peter, 

62. Studienbibliothek, 

77. 

97. 
100. 

1A7 Museum Carolino- 
Augusteum 



a VII 43, 10. 

V 1 E59, 63. 

V1J200, 68. 

V3 B20, 77. 
V3M168, 79. 

l^Fl892A 82 ' 



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Register. 



IOI 



Suddeutsche und osterrcichische Schulcn 

Ende des XIV. Jahrh., sttd- 

deutsch 
Siiddcutsch, Ende des XIV. 

Jahrh. 
Osterreichisch , Wende vom 



a IX 12, 17. 

V 1 B 19, 55. 



XIV. zum XV. Jahrh. 
Siiddeutsch (Seckau ?) von 
1388 



V2B20, 73. 



22. Stift St. Peter, 

46. Studienbibliothek, 
65. 

88. 

Osterreichisch unter franz6sischem Einfluss: 
Von 1386 76. Studienbibliothek, VIM 172, 68. 

Deutsche Schulen: 

85. Studienbibliothek, V2 A 10, 73. 

93. „ V2 F 61, 76. 

95. „ V2H92, 76. 

126. Stift Michaelbeuern, Man. chart, 14, 96. 

Unter italienischem Einfluss: 
Von der Wende des XIV. 

zum XV. Jahrh. 81. Studienbibliothek, 

B6hmisch : 
Wende des XIV. zum XV. 
Jahrh., fiir Konig Wenzel 

47. Studienbibliothek, 



43. Studienbibliothek, 



48. 
61. 
69. 
70. 



Anfang des XIV. Jahrh. 
Anfang des XIV. Jahrh. 



geschrieben 

Italienische Schulen: 

Schule von Bologna: 

Anfang des XIV. Jahrh. 31. Stift St. Peter, 

MittedesXIV.Jahrh.(i354); 
bezeichncte Arbeit des Nico- 
laus de Bononia 



War 1476 im Besitz Georgs 

von Seckau 
3. Viertel des XV. Jahrh., 

fiir Bernhard von Rohr 

geschrieben 
Anfang des XV. Jahrh. 

V1G110, 64. Von I4 ° 2 W 

Vom 13. Dez. 1470 datiert 

Vom 21. Juni 14 10 datiert, 
von Nicolaus de Cubito 
geschrieben; war im Be- 
sitz Bernhards von Rohr 

Vom 1. Dez. 1475 — H78 
von Ulricli Sattner ge- 
schrieben; aus dem Be- 
sitz Bernhards von Rohr; 
vergl. No. 87 

Von 1470/71; fiir Bernhard 
von Rohr geschrieben 

Von 1435 

1466 im Auftrag des Thomas 
von Eberspewnt fiir das 
Frauenstift geschrieben 

1. Halfte des XV. Jahrh. 

Wahrscheinlich aus Salzburg, 
2. Halfte des XV. Jahrh. 116 

1490 von der Dechantin 
Barbara Schedlingerin den 
Sch western gestiftet 117. 

Urn 1470; fiir Bernhard 

von Rohr geschrieben 124. Stift Michaelbeuern, Man.perg.6, 95 

Osterreichisch: 



71. 



74. 



90. 



V 1 A 12, 52. 



V 1 B 21, 55. 

V 1 E57, 62. 
VIM 149, 66. 
V1M153, 66. 



VIM 154, 06. 



VI M67, 67. 
V2B23, 74. 



112. Frauenstift Nonnbcrg, 26 A* 11, 85. 



V 2 A 1, 70. 



113. 
115. 



V 1 B20, 55. 



27 C 1, 85. 
26 E 1*, 86. 

26 B 29, 86. 
26 E 9, 87. 



a XII 8, 38. 
a XII 10, 39. 



32. 

82. Studienbibliothek, V 2 A 2 (2), 71. 
Italicnisch (nicht naher lokalisierbar) : 



Ende des XIV. Jahrh. 
Anfang des XIV. Jahrh. 
Anfang des XIV. Jahrh. 

? 
1. Halfte des XIV. Jahrh. 



38. Studienbibliothek, V 1 A 2, 46. 

75. „ VIM 170, 68. 

91. „ V2 E33, 74. 

106. Museum Carolino-Augusteum, 5. ru, 81. 



108. 



Ende des XIV. Jahrh. 
Anfang des XIV. Jahrh. 

Avignon (?) 
Knde des XIV. Jahrh., loth- 

ringisch (?) 



Franzdslsche Schulen: 

3. Stift St. Peter, 



34. 

78. Studienbibliothek, 



, S.n., 82. 

a I 4, 2. 

a XII 13, 40. 

VI J 201, 68. 



XV. Jahrh. 

Deutsche Schulen: 

Vermutlich in Salzburg ausgefuhrte Codices 

Vielleicht aus St. Peter von 

9. Stift St. Teter, 



1 498, Salzburger Kalendar 

1. Halfte des XIV. Jahrh., 

vielleicht aus Salzburg, 

jedenfalls osterreichisch 

Aus St. Peter, datiert vom 

3. August 1432 
Ende des XV. Jahrh., Salz- 
burger Kalendar 



26. 
27. 

42. Studienbibliothek, 



a IV 12, 6. 

a X 7, 29. 

a XI 3, 29. 

V 1 A 11, 51. 



Anfang des XV. Jahrh. 

1. Halfte des XV. Jahrh. 

Kopie beendet am 28. Janner 
1481 

Anfang des XV. Jahrh. 

Nach dem Kalendar viel- 
leicht dem Kreis Konig 
Sigmunds cntstammende 
Arbeit aus der 1. Halfte 
des XV. Jahrh. 

Am Anfang des XV. Jahrh. 
von einem „Guilhclmus" 
geschrieben 

1476 fiir Bernhard von Rohr 
geschrieben 



10. Stift St. Peter, 
14. 

29. 

58. Studienbibliothek, 



63. 



2 Halfte des 



XV. Jahrh. j 



84. 

89. 
101. 
102. 



a IV 17, 6. 
a VII 27, 10. 

a XII 4, 31. 
V 1 E52 t 61. 



V 1 E60, 63. 



V 2 A 6, 72. 

V2B21(2), 74. 

V4F 123(1), 79. 

V4F128(2), 79. 



Vielleicht in Michaelbeuern 
in der Mitte des XV. Jahrh. 
(1458?) geschrieben 123. Stift Michaelbeuern, Man. perg. 2, 93. 

Sftddeutsch: 

Augsburg (?), Ende des XV. 

Jahrh. 6. Stift St. Peter, a 1 17, 3. 

Anfang des XV. Jahrh., siid- 
deutsch 23. „ a IX 15, 22. 

Wahrscheinlich bayrisch aus 
der I. Halfte des XV. Jahrh. 53. Studienbibliothek, VlB36j38 9 58. 

Mitte des XV. Jahrh , siid- 
deutsch 66. „ V 1 G 117, 65. 

147 ! von Ulrich Sattner aus 
Regensburg fiir Bernhard 
von Rohr geschrieben; 
^ No - 74 87. „ V2B19(1), 73. 



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Register. 



Anfang des XV. Jahrh. 

2. Halfte des XV. Jahrh. 
Ende des XV. Jahrh. 



Anfang des XV. Jahrh. 

? 
Anfang des XV. Jahrh. 



94. Studienbibliothek, 
111. Fraucnstift Nonnberg, 

11* 

125. Stift Michaelbeuern, 

Deutsch : 

5. Stift St. Peter, 
44. Studienbibliothek, 
49. 
52. 
54. 



1430 von Johannes Falken- 

stein de Altkelch gearbeitet 86. 
1. Halfte des XV. Jahrh. 98. 



Ende des XV. Jahrh. 
Florentinisch, 2. Halfte des 

XV. Jahrh. 
Florentinisch, begonnen am 

16. April 1433, bcendet 

1435 
14 1 9 fur Nicolaus Contarini 

in Venedig geschrieben 
1469 von Neapel datiert; ftir 

Bcrnhard von Rohr aus- 

gefiihrt 
Anfang des XV. Jahrh. 



Xordfranzosisch vom Anfang 
des XV. Jahrh. 



Italienlsche Schulen: 

16. Stift St. Peter, 



17. 

39. Studienbibliothek, 
40. 



60. 

83. 

Franzosisch : 
4. Stift St. Peter, 

7. 



V2G79, 

26 B 34, 

26 E 1*, 

5. ru 



a I 9, 

V 1 A 13, 

VI B23, 
VI B 33, 
VI C40, 

V2 A 11, 
V3H132, 



a VIII 19, 
a VIII 20, 

V 1 A 6, 

V 1 A 8, 



76. 

84. 
86. 

95. 



3- 
54. 
57- 
58. 
60. 

73. 
78. 



Fiir das Stift 1570 ge- 
schrieben 110. Fraucnstift Nonnberg, 

Wahrscheinlich Salzburgcr 

Arbeit von 1505 121. Kollegiatstift Mattsee, 



5. /!., 84. 
34, 89. 



Deutsch : 



Regensburger (?) Arbeit aus 
dem 1. Viertcl des XVI. 
Jahrh. 

1529; vielleicht in S. Eren- 
trud selbst cntstanden; 
aus dem Besitz der Nonne 
Margarethc von Closen 119. 

Siiddeutsch von 1568 120. 



109. Frauenstift Xonnbcrg, S. n., 83. 



26 A* 28, 87. 
5. n., 87. 



XVII. Jahrh. 

Vermutlich in Salzburg ausgefuhrtc Codices: 

Bcendet am 20. Miirz 1674, 



V 1 E 56, 

V 2 A 5, 



a I 5, 
a I 21, 



49. 
49- 

62. 
72. 

3- 
4. 



Salzburg 



64. Studienbibliothek, VI F 97, 64. 



Salzburgcr Arbeit v. 1630/31 ; 
dem Erzbischof Paris 
Lodron gewidmet 67. 

Salzburgcr Arbeit von 1622 80. 

Salzburgcr Arbeit, 1647 von 
P. Vitus Gandolt be- 



V 1 H 131, 65. 
VlJS 2 237 t 69. 



gonnen 



118. Fraucnstift Nonnberg, 



Andere Codices: 



5. n., 87. 



XVI. Jahrh. 

Vermutlich in Salzburg ausgefuhrte Codices: 

Aus Mondsce von 1524; von 

Othmar Fabel geschrieben 2. Stift St. Peter, a I 2, 1 . 

Wahrscheinlich Salzburg von 

1505 33. „ a XII 12, 40. 



Kopien aus der 1. Halfte des 

XVII. Jahrh. nach archi- 

tektonischen Aufnahmen 

aus der 2. Halfte des 

XVI. Jahrh. 55. Studienbibliothek, V 1 C 44, 60. 

Excerpt aus cincm genea- 

logischen Werk von 1689 68. „ VI H 139, 66. 

Deutsche Arbeit von 1607; 

dem Erzbischof Ernst von 

Koln gewidmet 79. „ V 1 J* 224, 69. 



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Register. 



103 



III. 



Sachregister. 



Das folgende Sachregister enthiilt die Namen der Schreiber und Miniatoren, die Namen der Bcsteller, alle ikonographisch 
irgendwie bemerkenswerteren Darstellungen, sowie die Provenienzen. Die fetten Ziffern beziehen sich auf die Randnummern im Text, die Pctitziffern 
auf die Seite. 



Abraham und die drei Manner 15, 10; 22, 18; 23, 24; — und 
Melchisedek 15, 10; 22, 19; 23, 23; — geht mil Isaak zum Opfer 
15, io; 22, 19; — will Isaak opfern 15, 10; 22, 20; 23, 22. 

A b sal on wiegelt das Volk auf 15, 10; 25, 19; 23, 23. 

Adam und Eva im Paradies 35, 41 [Fig. 19, 41); — aus dem Paradies 
vertrieben 35, 41 {Fig. 19, 41)- 

A do emus, Erzbischof 4, 3. 

Albertus Magnus 53, 60. 

Allerheiligen 30, 35. 

Anbetung des goldenen Kalbes 15, 10; 22, 18; 23, 22. 

S. Andreas, Tod des — 30, 35. 

Andredet, Nicolaus, Besitzcr einer Handschrift 51, 58. 

Anselmus Laudunensis, Vcrfasser der Glossc zum heil. Paulus 19, 12. 

Antiphonae et Oratio in honorem Urbani V. 34, 40. 

Arbor affinitatis und consanguinitatis 32, 39 (Taf. III). 

Architektonische Aufnahmen von Rom und Verona 55, 60. 

Arno, Bischof von Salzburg, Vorwort; 45, 54. 

Aron und Mirjam vom Ausschlag geheilt 15, 10; 22, 18; 23, 24; 
— 's Stab bltiht 15, 10; 22, 17; 23, 22. 

Assuerus und Esther 15, 11; 22, 21; 23, 24. 

Athalia lasst die Konigskinder toten 15, 10; 22, 18; 23, 22. 

S. Augustinus, schreibend 14, 10. 

Ausgiessung des heil. Geists 7, 5; 13, 9; 15, 10; 21, 16; 22, 21; 
23, 24; 25, 28; 42, 52; 43, 52; 49, 5 7; 63, 63. 

Barb us, Petrus de — , Besitzer einer Handschrift 83, 72. 

Baysio, Guido de, Archidiacon 38, 46. 

S. Benedikt 113, 85 (Fig. 37, 85); Tod des — 30, 36. 

S. Bernhard, Iehrend 26, 29 (Fig. 13, 29). 

Bernhard von Rohr, Erzbischof von Salzburg, Besteller und Besitzer 

von Handschriftcn, Vorwort; 48,55; 60,62; 71, 66; 74, 67; 87, 

73; 89, 74; 90, 74; 124, 95. 
Bernhart, bayrischer Kommissar 45, 81. 
Bertold, Gustos, Schreiber und Miniator 13, 7. 
Bildergedichte 29, 31. 

Bostu, Petrus de, Besitzer einer Handschrift 51, 58. 
S. Bonifacius, Iehrend 32, 39; 82, 71 (Fig. 34, 72). 
Braut, die — des Hohen Lieds sucht den Briiutigam 15, n (Taf. II); 

22, 21; 23, 22; — findet denBrautigam 15, 10; 22, 21; 23, 23. 
Breboliis, Petrus de, Besitzer einer Handschrift 39, 49. 
S. Brigitte 109, 83 (Tqf. IX). 
Biicherverzeichnis von S. Peter 1. 
Burckhard von Seckau 88, 73. 



Christus, thronend 8, 6; 43, 52 (Fig. 24, 52); 62, 63; — ange- 
betet 63, 63; — von den Weiscn aus dem Morgenland angebetet 
7, 4; 13, 8; 15, 10; 21, 15; 22, 17; 23, 22; 25, 25; 30, 33; 
32, 39; 109, 84; — lehrt im Tempel 13, 8; — nimmt zwei 
Jiinger auf 30, 36; — erweckt den Lazarus 15, 10; 22, 19; 23, 
24; — im Hause Simons 15, 10; 22, 18; 23, 24; — vertreibt 
die Handler aus dem Tempel 15, 10; 22, 19; 23, 23; — setzt 
das Abendmahl ein 13, 9; 15, 10; 22, 19; 23, 23; — bei der 
Fusswaschung 25, 28; 30, 34; — auf dem Olberg 6, 3 (Taf. I, 
3); 15, 10; 22, 18; 23, 24; 109, 83; — wird verraten 15, 10; 
22, 19; 23, 23; — vor Kaiphas 6, 4; — vor Pilatus 15, 10; 22, 
19; — in der Vorholle 15, 10; 22, 20; 23, 22; 30, 34; — cr- 
schcint der Maria Magdalena 15, 10; 22, 21; 23, 23; 25, 26; 
25, 28; 30, 34; 30, 36; — erscheint den Jungern 15, 10; 22, 
21; 23, 23; 25, 26; 30, 34; 30, 36; — und Thomas 13, 9; 15, 
10; 22, 21; 23, 24; 25, 28; Christi Geburt 7, 4; 13, 8; 15, 
10; 21, 15; 22, 17; 25, 27 (Fig. 12, 27); 30, 33; 42, 52; 123, 
94; Darstellung — im Tempel 7, 4; 13, 9; 15, 10; 21, 15; 22, 
18; 23, 22; 25, 28; 30, 34; Taufe — 13, 9; 15, 10; 21, 15; 
22, 18; 23, 23; 25, 25; 63, 63; 67, 65; 109, 84; Versuchung 

— 15, 10; 22, 19; 23, 23; Einzug — in Jerusalem 13, 9; 15, 
10; 22, 19; 23, 24; 25, 26; 30, 34; Gefangennahme — 6, 3; 
15, 10; 22, 19; 23, 24; 25, 26; 30, 36; Geisselung — 30, 36; 
Dornenkronung — 6, 4; 15, 10; 22, 19; 25, 26; Kreuztragung 
6, 4 (Taf I, 2); 15, 10; 22, 20; 25, 28; 109, 83; Kreuzigung 

— 6, 4; 11, 7; 15, 10; 21, 16; 22, 20; 23, 22; 27, 30 
(Taf III); 30, 3 4 {Fig. 16, 35); 32, 39; 42, 52 {Fig. 22, 50); 
43, 54 (Fig. 23, 53); 65, 64; 92, 75 {Fig. 35, 75); 93, 76; 
109, 83; 120, 88; 121, 89; Seitenwunde — 15, 10; 22, 20 
(Fig. 9, 20); 23, 22; Krcuzabnahme 13, 9; 25, 28; 30, 36; Be- 
weinung — 6, 4; Grablegung — 15, 10; 22, 20; 23, 22; 30, 
36; Bewachung des Grabes — 25, 26; Auferstchung — 6, 4; 8, 
6; 15, 10 (Taf II); 21, 16; 22, 21; 23, 22; 25, 26; 42, 52; 
43, 52; 49, 57; 63, 63; die Marien am Grabe — 13, 9; 15, 10 
(Taf II); 22, 21; 23, 22; 30, 34; Petrus und Johannes am Grabc 
Christi 13, 8; Himmelfahrt — 13, 9; 15, 10; 22, 21; 23, 24; 
30, 34; 42, 52; 43, 52; 49, 57; 63, 63; 123, 94. 

Closen, Margarethe von — , Besitzerin einer Handschrift 119, 87. 
Contarini, Nicolaus aus Vcnedig, Besteller einer Handschrift 40, 49. 
Cubito, Nicolaus de, Schreiber 71, 66. 
Daniel in der Lowcngrube 15, 11; 22, 21; 23, 23; 122, 92 (Fig.39, 

39); — und Susanna 22, 21; die Babylonier verlangcn — vom 

Konig 15, 10; 22, 19. 



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104 



Register. 



Darbringung eincs neugeborenen Kindes im Tempel 15, 10; 22, 17; 

23, 22. 
Darius schickt Esdra nach Jerusalem 15, 10; 22, 19; 23, 24. 
David 1, 1; 3, 2; 4, 3 (Tqf. I, 1); 7, 5; 30, 37; 47, 55; 48, 5* 

(Fig. 26 } 56); 63, 63 (Fig. 31, 63; ; 122, 93; — wird gesalbt 

30, 37; — und Goliath 15, 10; 22, 19; 23, 22; — 's Triumph 

15, 10; 22, 19; 23, 24; — 'sFlucht 15, 10 (Fig5, 11); 22, 18; 

23, 23 (Fig. 10, 23); — 's RUckkehr 15, 10; 22, 18; 23, 22; 

— und Abner 15, 10; 22, 17; 23, 22; — und Nathan 15, 10: 22, 

18; 23, 24. 
Dedikationsbild 30, 37 (Tqf. IV); 33, 40. 
Doldo, Johannes de Argentina, Schreiber 40, 49. 
Dreifaltigkeit 109, 84. 

Ebcrhard von Salzburg 30, 34. 

Eberspewnt, Thomas von, Besteller eincr Handschrift 113, 85. 

Eherne Schlange 15, 10; 22, 20; 23, 22. 

Elias erweckt ein Kind 15, 10; 22, 18; 23, 24; — und die Witwe 

von Sarepta 15, 10; 22, 20; — von Jesabel verfolgt 15, 10; 22, 

19; — entflammt das Opfer durch sein Gebet 15, 11 ; 22, 21; 23, 

24; — 's Himmelfahrt 15, 11 ; 22, 21; 23, 24. 
Elisaeus mit Ehren empfangen 15, 10; 22, 19; 23, 24; — wird verspottet 

15, 10; 22, 19; — erweckt ein Kind 15, 10; 22, 19; 23, 24. 
Engelssturz 35, 41 (Fig. 19, 41)- 
Enoch, betend 15, n; 22, 21; 23, 24. 
Ernst, Erzbischof von Koln 79, 69. 
Eva und die Schlange 15, 10; 22, 17; 23, 22; — wird erschaffen 15, 

10; 22, 19; 23, 22. 
Evangelisten 20, 13 (Fig. 7, 14); 25, 25 (Fig. 11, 2$). 

Fab el, Othmar, Schreiber und Miniator 2, 2. 

Falkenstein, Johann dc — Altkclch, Miniator eincr Handschrift 86, 73. 

Felner, Josef, Handschriften — 's I. 

Flucht nach Agypten 13, 8; 15, 10 (Fig. 5, n); 22, 18; 23, 23 

(Fig. 10, 23); Sturz derGotzen 15, 10: 22, 18; 23, 23; RUckkehr 

aus Agypten 15, 10; 22, 18; 23, 22. 
Furtmeyr, Berthold, erwahnt, Vorwort. 

Galeazo, duca 55, 60. 

Gandolt, P. Vitus, Miniator und Schreiber einer Handschrift 118, 87. 

Georg VI., Abt von Michaelbeuern go. 

Gerardus, episcopus Sabiniensis 38, 46. 

Gideon betend 15, 10; 22, 17; 23, 22; — vom Engel ermahnt 15, 

11; 22, 21; 23, 24. 
Girardus Cremoncnsis in Tolleto 106, 81; 108, 82. 
Gleichnis vom verlorenen Sohn 15, 11; 22, 21; 23, 23. 
Graeusium, Margareta 62, 63. 

Gregor VIII., Brief — 's vom 29. Oktober 11 87 36, 43- 
Greg or IX., die Dekrctalen erlassend 31, 38 (Fig. 17, 38); 32, 39; 

34, 41 (Fig 18, 41); 37, 45 (Fig 20, 45); 82, 71. 
Guilhelmus, Schreiber einer Handschrift 84, 72. 

Hebraor, drei — im Feuerofen 15, 10; 22, 18; 23, 24. 

S. Hicronymus 36, 43. 

Hiob 7, 5 (Fig. 1, 5); 30, 37; 81, 70. 

Hofstcter, Johann, Besitzer eincr Handschrift 32, 40. 

Holzman, Siegfried, Besitzer eincr Handschrift 32, 40. 

Hoi veld's Katalog von 1433 *5, 54; 51, 58. 

Jacob und Esau 15, 10; 22, 18; 23, 23; — rlieht 15, 10 (Fig. 5, 
11); 22, 18; 23, 23 (Fig. 10, 23); — ringt mit dem Engel 15, 
11; 22, 21; 23, 24; — kehrt heim 15, 10; 22, 18; 23, 22; — 
erhalt den blutigen Rock Josefs 15, 10; 22, 19; 23, 23. 

Jesse, Wurzel 30, 35. 

Innocent es 30, 36. 

Joas und Amasas 15, 10; 22, 19; 23, 22. 

S. Johannes Bapt. , VerkUndigung seiner Geburt 30, 35; — Xamen- 
gcbung 30, 35. 

S. Johannes Ev., Tod des — 30, 33. 



Johannes, Teutonicus, Schreiber einer Handschrift 32, 40. 

Jonas, verschlungen 15, 10; 22, 20; 23, 22; — ausgespieen 15, 10 

(Taf. II); 22, 20; 23, 22. 
S. Josef, Traum des — 13, 7; 30, 36. 
Josef, in die Cisterne geworfen 15, 10; 22, 20; 23, 22; — von den 

Briidern verkauft 15, 10; 22, 19; 23, 23; — in Agypten vcrkauft 

15, 10; 22, 19; 23, 23; — von Ruben gesucht 15, 11 (Taf. II); 

22, 21; 23, 22; — und die Briidcr 15, 11; 22, 21; 23, 23. 
Judas verhandelt mit Kaiphas 15, 10; 22, 19; 23, 23. 
Judas Makkabaeus befiehlt die Reinigung des Tempels 15, 10; 22, 

19; 23, 23. 
Judcn, Zug der — durch das rote Meer 15, 10; 22, 18; 23, 22; 122, 

92; Zug — durch die Wiiste 122, 92. 
Jungfrauen, mehrere heilige — 7, 5. 
Jiingstes Gericht 22, 21. 

Khevenhiller, Franz Christoph Graf — 's Annales Fcrdinandei 89. 

Kindermord in Bethlehem 15, 10; 22, 18; 23, 22; 30, 33. 

Klokoter, Wenceslaus, Schreiber 90. 

Konrad IV. von Salzburg 72, 67. 

Kreuzauffindung 30, 34. 

Kundschafter mit der Traube 15, 10; 22, 18; 23, 22. 

Kiinste, freie 53, 59 (Musica Fig. 29, 59). 

S. Ladislaus 63, 64. 

Ladislaus Posthumus, Nachricht iibcr den Tod des — 76, 95. 

Lam burg, Dominus de, Besteller einer Handschrift 116, 86. 

S. Laurentius, Marter des — 30, 35. 

Leonardus, pictor 90; 123, 93. 

Lodron, Paris, Erzbischof von Salzburg 67, 65. 

Ludwig, Konig 29, 31. 

Mannaregen in der Wiiste 15, 10; 22, 19; 23, 23. 

S. Margaretha 109, 84. 

Maria mit dem Kinde 7, 5; 30, 36; 63, 64; 71, 68 (Fig. 32, 67); 
109, 83; 120, 88; 123, 95; — selbdritt 109, 84; 120, 87; — 
Geburt 30, 37; VerkUndigung an — 7, 4; 15, 10; 21, 15; 22, 
17; 23, 22; 23, 24; 25, 27; 30, 34; 32, 39; 67, 65; 109, 
83; — Heimsuchung 7, 4; 25, 27; 67, 65; Tod der Maria 13, 
9; 30, 35; Bestattung der — 6, 4; Kronung der — 6, 4; 15, 
10; 22, 21; 23, 24. 

S. Martinus, Messe des — 30, 37; Tod des — 30, 35. 

Mayrler, Jacob, Besitzer einer Handschrift 17, 12. 

S. Michael 30, 35. 

Moses 36, 43; — vor dem Dornbusch 15, 10; 22, 17; 23, 22; — 
schlagt auf den Felsen 15, 10; 22, 20 (Fig. 9, 20); 23, 22; — 
auf dem Sinai 15, 11; 22, 21; 23, 24. 

Neidplet, Johann von, Bischof von Seckau, Besitzer einer Handschrift 

88, 74- 
Neveu, franzosischer Kommissiir, Vorwort; 1. 
Ni col aus de Bononia, Miniator 32, 39. 

Noah's Arche 15, 11; 22, 21; — 's Trunkenheit 15, 10; 22, 19. 
Nothclfer, vierzehn 109, 84. 

Obelisk bci St. Peter in Rom 55, 60. 

S. Paulus, Bckehrung des — 30, 36; Predigt des — 19, 12 u. 13; 

Hinrichtung des — 21, 16; 30, 35; — und S. Petrus 109, 84. 
Paumannin, Anna, Besitzerin einer Handschrift 110, 84. 
Per neck, Friedrich von — , Bischof von Seckau 88, 73. 
S. Petrus, Predigt des — 30, 36; Krcuzigung des — 13, 9; 21, 16; 

30, 35 
Petrus Lombardus 53, 60. 
Planetenbilder 53, 59 (Venus Fig. 28, 59). 
Priestcrhausbibliothek 104, 80. 
Privilegicn von St. Peter 25, 28. 

Radeck, Geschlecht und Schloss 42, 51; Katharina, Gemahlin des 
Rugerus von — 62, 63. 



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Register. 



I05 



Rose] lis, Antonius de, Besteller einer Handschrifl 87, 72. 

S. Rupertus, Psalter angeblich des — 1, 1; — Heiden taufend und 

seine Bestattung 30, 36. 
Rupert von Deuz, Biicherverzeichnis von St. Peter in einer Handschrifl 

des — 1. 

Salomon, gesalbt 30, 37; — und Bethsaba 15, 11; 22, 21; 23, 24; 

— und die Konigin von Saba 15, 10; 22, 17; 23, 22. 
Samuels Darbringung im Tempel 15, 10; 22, 18; 23, 22. 
Saphora, Bericht liber die Schlacht bei — 36, 40. 
Sattncr, Ulrich, Schreiber 74, 67; 87, 73. 
Saul lasst die Priester toten 15, 10; 22, 18; 23, 22. 
Schedlingerin, Barbara, BestclLcrin einer Handschrifl 117, 87. 
Sen on, Benedikt, Besitzer einer Handschrifl 124, 95. 
Schopfung aller Dinge 122, 90 (Fig. 38, 91). 
Schreibcrspruch 57, 61; 40, 49. 
Septizonium Severi in Rom 55, 60. 
Sodom wird zerstort 22, 21. 

Stefel, Carolus, Besitzer einer Handschrifl 46, 55. 
S. Stephanus, Marter des — 13, 8; 30, 33. 
S. Stephanus, Konig 63, 64. 

Strochner, Hans, Besitzer einer Handschrifl 109, 83. 
Siindenfall 15, 10; 22, 18; 23, 22; 35, 41 (Fig. 19, 41). 



Tegenhart, Fredericus von, Besitzer einer Handschrifl 53, 59. 

Tobias 30, 37. 

Tractatus de coloribus pro picturis librorum 28, 31. 

Triphon nimmt die Manner von Juda gefangen 15, 10; 22, 19; 23, 24. 

Typologische Zusammenstellungen 15, 10; 22, 17; 23, 22. 

Uberacker, Georg, Bischof von Seckau 43, 52. 

Ulrich von Seckau 97, 77. 

Urban V. siehe Antiphonae. 

Veitskirche bei Leuben 57, 61. 

Velben, Dimudis, Gemahlin des Ekko von — 62, 63. 

Veninger, Michael, Schreiber 90. 

Verkiindigung siehe Maria. 

S. Veronica 4, 3; 7, 5. 

Walther, Abt von Michaelbeuern, Besteller einer Handschrifl 122, 90. 

Wappen 47, 55; 48, 56; 60, 62; 63, 63; 67, 65; 68, 66 (rdmischer 
Familien); 77, 68; 80,69 (Salzburger Wappenbuch) ; 86, 73; 87, 
73; 89, 74; HO, 84; 111, 84; 116, 86; 118, 87 (Wappenbuch 
von Nonnberg); 119, 87; 124, 94. 

VVeisseneck, Otto vod, 62, 63. 

Weltbrand 22, 21. 

Wenzel I., Konig von Bohmen, Besitzer einer Handschrifl 47, 55. 

S. Zacharias 63, 64. 



Bd. II. 



14 



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1 06 Register. 



IV. 

Verzeichnis der Abbildungen. 
Stift St. Peter: 

Seite 

' Tal. I, No. 1. (Lichtdruck) David knieend (franz. Schule des XV. Jahrh.). 4. a I 5, /. uS zw. 4 u. 5 

Taf. I, No. 2. (Lichtdruck) Kreuztragung (Breviarium, Augsburger Arbeit vom Ende des XV. Jahrh.). 6. a I 17, /. 86' zw. 4 u. 5 

- Taf. I, No. 3. (Lichtdruck) Christus auf dem Olberg (Breviarium, Augsburger Arbeit vom Ende des XV. Jahrh.). 6. a I 17, f. / zw. 4 u. 5 

Fig. 1. Hiob (Diurnale, nordfranzbsisch vom Anfang des XV. Jahrh.). 7. a I 21, f. 72 5 

Fig. 2. Initial (Breviarium antiquum, Salzburger Schule, Wende des XI. Jahrh.). 12. a V 24, f. 3 7 

Fig. 3. Hochzeit zu Kana (Evangeliar, Salzburger Schule, 2. Halfte des XI. Jahrh.). 13. a VI 55, f. 17 8 

Fig. 4. Initialbild, heil. Augustin (osterreichisch, aus der 1. Halfte des XV. Jahrh.). 14. a VII 27, f. 1 10 

Fig. 5. Flucht nach Agypten, Flucht Jacobs, Flucht Davids (Biblia Pauperum, siiddeutsch, vom Ende des XIV. Jahrh.). 15. a VI I 43, J. 137 ti 

'Taf. II. (Lichtdruck) Auferstehung und die Marlen am Grabe, nebst den Typen (Biblia Pauperum, siiddeutsch, vom Ende des 

XIV. Jahrh.). 15. a VII 43, /. 142* zw. 10 u. n 

Fig. 6. Initial (Sti Pauli Apostoli Epistolae, deutsch, von der Wende des XII. zum XIII. Jahrh.). 19. a VIII JO, f. 106 . 13 

Fig. 7. Evangelist Matthaeus (Evangeliar, deutsch, vom Ende des XIII. Jahrh.). 20. a VIII 36, f. 2 14 

Fig. 8. Initial (Missale, Salzburger Schule vom Ende des XII. Jahrh.). 21. a IX 11, /. Sy 16 

Fig. 9. Schopfung der Eva, Christus am Krcuz, Felswunder Mosis (Biblia pauperum, siiddeutsch, vom Ende des XIV. Jahrh.). 22. a IX 12, f. 6' 20 

Fig. 10. Flucht Jacobs, Flucht nach Agypten, Flucht Davids (Biblia pauperum, siiddeutsch, vom Anfang des XV. Jahrh.). 23. a 1X15, /. 8 23 

Fig. 11. Evangelist Matthaeus (Vier Evangelien, deutsch, vom Anfang des XI. Jahrh.). 25. a X 6, /. 36 25 

Fig. 12. Geburt Christi (Vier Evangelien, deutsch, vom Anfang des XI. Jahrh.). 25. a X 6, /. 134 27 

Fig. 13. Titelblatt zum Opus in canticis canticorum des heil. Bernhard (Osterreichisch, 1. Halfte des Jahrh.). 26. a X 7, J. 1 1 . . 29 

s Taf. III. (Lichtdruck) Kanonbild aus einem Salzburger Missale von 1432. 27. a XI 3, f. 114 zw. 30 u. 31 

Fig. 14. Initial aus einem Salzburger Missale von 1432. 27. a XI 3, f. i/j 30 

Miniaturen aus einem Antiphonar, Salzburger Schule aus der Mftte des XII. Jahrh* 

Fig. 15. Initial. 30. a XII 7, pag. 23 32 

Taf. IV. (Lichtdruck) Dedikationsbild. 30. a XII 7, pag. 166 zw. 32 u. 33 

Taf. V. (Lichtdruck) Initial. 30. a XII 7, pag. 167 zw. 32 u. 33 

Fig. 16. Kreuzigung Christi. 30. a XII 7, pag. 300 35 

Fig. 17. Papst Gregor, die Dekretalen erlassend (Dekretales, Bolognescr (?) Schule, vom Anfang des XIV. Jahrh.). 31. a XII 8, /. 246 38 

Taf. VI. (Lichtdruck) Arbor consangulnitatis, Arbeit des Nicolaus de Bologna von 1354. 32. a XII 10, f. //<?' . zw. 40 u. 41 

Fig. 18. Papst Gregor, die Dekretalen erlassend (Dekretales, franzosische Schule (Avignon ?) vom Anfang des XI V. Jahrh.). 34. a XII 13, f. 3 41 

Fig. 19. Initial (Biblia sacra, Salzburger Schule vom Anfang des XII. Jahrh.). 35. a XII 18, f. 8 42 

Studienbibliothek : 

Fig. 20. Thronender Richtcr (Dekretales, oberitalienisch, aus der 2. Halfte des XIII. Jahrh.). 37. V 1 A 1, /. 799' 45 

Fig. 21. Titelblatt zum Archidiaconum super dekretalium (italienisch, vom Ende des XIV. Jahrh.). 38. V 1 A 2, /. 3 47 

Taf. VII. (Lichtdruck) Titelblatt zur Leotura supra llbro VI Codicis des Baldus de Perusio (italienisch von 1419). 40. VIA 8, /. / zw. 48 u. 50 

Fig. 22. Kanonbild aus einem Salzburger Missale vom Ende des XV. Jahrh. 42. 5 1 A 11, f. /JJ* 50 

Fig. 23. Initialbild^ heil. Petrus aus einem Salzburger Missale vom Ende des XV. Jahrh. 42. 5 1 A 11, f. 207' 51 

Fig. 24. Initialbild, Christus thronend, aus einem Salzburger Missale des XV. Jahrh. 43. V 1 A 12, /. 8 52 

Fig. 25. Kanonbild aus einem Salzburger Missale des XV. Jahrh. 43. VIA 12, /. i/S 53 

Fig. 26. Initialbild, Konig David, aus einem Breviarium Romanum (Salzburger Schule um 1475). 48. V 1 B 21, /. /o' 56 

Fig. 27. Initial (Missale, deutsche Arbeit vom Anfang des XV. Jahrh.). 49. V 1 B 23, /. 270 57 

Fig. 28. Planetenbild, Venus (Albertus Magnus, Signa, Calendaria etc., sUddeutsch, aus der 1. Halfte des XV. Jahrh.). V 1 B 36,38, /. 2^7 59 
Fig. 29. Musica und Magister Pitagoras (Albertus Magnus, Signa, Calendaria etc., sUddeutsch, aus der 1. Halfte des XV. Jahrh.). 

V 1 B 36136, /. 241 59 

Fig. 30. Initial (Mesne, Johannis Grabadini, liber medicinalis, italienisch von 1469). 60. VIE 56, /. 14 62 



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' '. ' Register. 1 07 

Scite 

Fig, 31. Initialbild, Konig David (Breviarium roraanum, bsterreichisch, aus der 1. Halfte des XV. Jahrh.). 63. VIE 60, f.S. . . 63 

Fig. 32. Madonna mit dem Kinde (Liber apparitionum vel visionum B. Mariae, Salzburger Arbeit von 14 10). 71. V 1 H 154, /. 76 67 
Fig. 33. Initial (Gregorii papae liber moralium in librum Job, deutsche Arbeit unter italienischem EinHuss von der Wendc des XIV. zum 

XV. Jahrh.). 81. V 2 A 1, f. 48' 70 

Fig. 34. Titelblatt zu Johannis Andreae Bononiensis liber de sexto decretaliura (Bologneser Arbeit des XIV. Jahrh.). 82. V2A 2 (2), f. 6 72 

Fig. 35. Kanonbild aus einem Prager Missale von der Wende des XIII. zum XIV. Jahrh. 92. V 2 E 51, /. ioj 75 

Tal. VIII. (Uchtdruok) Kreuzlgung Christ! aus einem Rituale Romanum (deutsoh, vom Anfang des XIV. Jahrh.). 93. V2 F 61, /. 13 zw. 76 u. 77 

Fig. 36. Titelblatt zum IV. Buch der Dekretalen (deutsch (?) aus dem XIII. Jahrh.). 96. V 3 B 15, /. J So 77 

- Frauenstift Nonnberg: 

Taf. IX. (Liohtdruok) Titelblatt zum Buohe, Gebete und Ermahnungen der heiligen Brigitte (Regensburger Arbeit aus dem 1. Viertei des 

XVI. Jahrh.). 109. 5. n^ /. /' und 2 zw. 82 u. 83 

Fig. 37. Titelblatt zur Regel des hcil. Benedikt (Salzburger Arbeit von 1466). 113. 27 C 1, /. 144 

Stift Michaelbeuern : 

Fig. 38. Die Schopfung aller Dinge (S. Scriptura, Salzburger Arbeit aus der Mitte des XII. Jahrh.). 122. Man. perg. 1, /. 6 4 . 90 
Fig. 39. Daniel in der Lowengrube (S. Scriptura, Salzburger Arbeit aus der Mitte des XII. Jahrh.). 122. Man. perg. 1, /. 191 93 

Fig. 40. Initial (Antiphonar, osterreichisch, aus der Mitte des XV. Jahrh.). 123. Man, perg. 2, /. 2 



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io8 



Berichtigungen und Zus&tze. 



Berichtigungen und Zusatze. 



Seite i zu 2 letzte Zeile: nach 1524: von Othmar Fabel Seite 
geschrieben. 
5 „ 7 linke Spalte, Zeile 15 f. nach Kleid: das 

und nach Armen: halt end. „ 

10 „ 15 in der allgemeinen Beschreibung: statt vom „ 
Ende des XV. Jahrh.: vom Ende des 
XIV. Jahrh. 

15 „ 21 linke Spalte, Zeile' 14 von unten: nach gol- 
denem: Grund; das Kind mit. 

16 „ 21 Unterschrift von Fig. 8: statt II: 11. 

16 „ 21 rechte Spalte, dritte Zeile von unten: statt 
ageiuhrt: angefuhrt. 

17 „ 22 linke Spalte, neunte Zeile von unten: statt 
daruber: darunter. 

19 „ 22 rechte Spalte, Zeile 18: statt Joab: Jo as 

(ebenso zwei Zeilen spater). 
22 „ 23 linke Spalte, Zeile 22: statt erbliiten: er- 

bluhten. 

24 „ 23 linke Spalte, Zeile 14: statt Elyseus: Elisaeus. 

25 „ 25 Unterschrift von Fig. 11: statt a VIII 26: 
a X 6. 

25 „ 25 linke Spalte, zehnte Zeile von unten: statt „ 83 

Hess: liest. 
27 „ 25 Unterschrift von Fig. 12: statt a VIII 26: 

a X 6. 
34 „ 30 rechte Spalte, vorletzte Zeile: statt Vdgel: 

Vogel. 



39 zu 32 rechte Spalte, zwolfte Zeile von unten: statt 
die an der Brust der heiligen: an deren 
Brust die heilige. 

45 Einleitung, Zeile 4, nach Sammlung: an. 



56 
60 



64 



66 



67 



68 



73 



zu 48 Unterschrift von Fig. 26: statt 20: 21. 

„ 55 rechte Spalte, zehnte Zeile: (Ein ausnehmend 
kalter Winter herrschte in Rom im Jahre 
1562). 

„ 64 linke Spalte, Zeile 2 und 4: statt der: die 
und statt den: die. 

„ 69 Uberschrift: statt Calendariumi: Calen- 
darium. 

„ 74 vierte Zeile von unten nach Salzburger: 
(vielleicht Regensburger). 

„ 76 linke Spalte, siebente Zeile: statt iiberein: 
tiber. 

„ 87 Die Handschrift 1st mit No. 74 zu ver- 
gleichen, die von derselben Hand herzuriihren 
scheint; Salzburger und Regensburger Buch- 
malerei kommen einander in dieser Zeit sehr 
nahe. 

„ 109 Bei der Bestimmung der Schulzugehbrigkeit 
dieser Handschrift wird man vielleicht die 
lokalen Schulen des Donautales heranzuziehen 
haben. Der Einfluss Regensburgs ist urn 
diese Zeit ein sehr grosser und erstreckt sich 
weit donauabwarts. 



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Inhaltsverzeichnis. 



Seite 

Vorwort des Verfassers V 

Salzburg, Bibliothek des Stifts St. Peter i 

„ Studienbibliothek 45 

„ Bibliothek des Museums Carolino-Augusteum 80 

„ Bibliothek des adeligen Benediktiner-Frauenstifts Nonnberg 83 

Mattsee, Bibliothek des Kollegiatstifts 89 

Michaelbeuern, Bibliothek des Benediktinerstifts 90 

I. Alphabetisches Verzeichnis der beschriebenen Handschriften 97 

II. Chronologisches Verzeichnis der beschriebenen Handschriften 100 

III. Sachregister • 103 

IV. Verzeichnis der Abbildungen • .... 106 

Berichligungen und Zus&tze 108 



Druck von Emil Herrmann senior, Leipzig. 



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KUNSTVERLAG VON KARL W. HIERSEMANN IN LEIPZIG. 



LEHMANN, Dr. ALFRED, Das Bildnis bei den 
altdeutschen Meistern bis auf Dfirer. 

Mit 72 eigens fur das Werk angefertigten Autotypien. XVI und 
252 Seiten. Leipzig. Elegant broschiert. Mk. 16. — 

Eine Geschichte des „Deutschen Bildnisses" existierte bisher 
noch nicht. Die vorliegende Arbeit urafasst in erschopfender Weise des 
Werden des Bildnisses in Deutschland von seinen frtihesten Anfangen bis 
zur allgemeinen Verbreitung der Formschneidekunst, das ist etwa bis zur 
Halfte des 15. Jahrhundcrts, wo der Bilddruck die Feder- und Pinsel- 
zeichnung zu verdrangen beginnt. 

Die iiberwiegende Mehrzahl der im Buche besprochenen Kunstwerke 
ist dem Autor durch eigene, zumeist wiederholte Anscbauung auf seinen 
im Interesse des Werkes gemachten Reisen bekannt geworden. 

Der auf wissenschaftlicher Forschung beruhenden Abhandlung hat 
der Autor einen allgemeinen, nicht lediglich die Fachkreise interessierenden 
Charakter in Inhalt und Form gegeben. 

DENI(T^^ Nicolas 

Poussin. 

Or. 8°. VIII und 148 Seiten mit neun Lichtdrucktafeln. Nach 
Gemalden Poussins. Elegant broschiert. Mk. 8. — 

Die gelehrte Amerikanerin hat auf Grand ihrer Untersuchungen fiber 
Poussin, denen sie einen langeren Aufenthalt in Europa gewidmet, den 
Doktortitel der Heidclberger Universitat erlangt. 

Eine Monographic ilber Poussin in deutscher Sprache existierte bisher 
nicht, und die Literatur des Auslandes ist vom heutigen Standpunkte der 
Kunstgeschichte veraltet. 



SCHUBRING, PAUL, Altichiero und seine Schule. 

Ein Beitrag zur Oeschichte der Oberitalienischen Malerei im Ter- 
cento. Or. 8°. X und 144 Seiten mit 10 Lichtdrucktafeln nach 
Fresken in Padua, Verona und Treviso. Elegant broschiert 

Mk. 8.— 

Die Untersuchnng geht nicht in erster Linie darauf aus, den Anteil 
Altichieros und Avanzos an den Paduaner Freskencyklen mit Sicherheit ab- 
zugrenzen; eine Zuweisung im einzelnen ist versucht worden, ohnc dass sie 
den Anspruch auf definitive Gtiltigkcit machte. Es kam dem Verfasser viel- 
mehr darauf an, den wichtigen Beitrag, den die oberitalienische Trecento- 
malerei Air die Gesamtentwickelung der italienischen Kunst leistet, heller 
zu beleuchten, als es bisher geschehen ist. Wir mtissen durchaus von dem 
Irrtum loskommen, den uns Vasari immer wieder aufdrangen will, ala ob 
alles Heil aus Florenz gekommen sei. 

H. Thode- Heidelberg in der Deutschen Literaturzeitung 1899, Nr. 7. 

WEESE, ARTUR, Baldassare Peruzzis Anteil an 
dem malerischen Schmucke der Villa Farnesina, 

Nebst einem Anhange: „I1 Taccuino di Baldassare Peruzzi" in der 
Communalbibliothek zu Siena. 90 Seiten. Mk. 3. — 

Die architektonische Seite und vollkommen tauschende perspektivische 
Wirkung von Peruzzis 151 1 vollendeter Decke im Galatheenzimmer wird 
aus seiner Tatigkeit als Bauzeichner im Atelier Bramantes erklart und ihre 
kunsthistorische Stellung neben Rafaels Decke in der Eintrittshalle der 
Farnesina und jener andern in der Chigikapelle von S. Maria del popolo 
bestimmt. 



FLECHSIG, ED., Cranachstudien. 

I. Teil. Gr. 8°. XVI u. 314 Seiten mit 20 Abbildg. 



Mk. 16.— 



Inhalt: /. //. Die Holzschnitte und Kup/erstiche, sowie die Tafel- 

bilder Lucas Cranacks bis zu seinem 50. Lebensjahre (1522). 

III. Die Pseudogrunewaldfrage und ihre Losung. — Die Cranach- 

Ausstellung in Dresden, — Verzeichnis. 

Der stattliche Band ist das Ergebnis von vielen langen und eifrigen 
Untersuchungen, die yiel zur Klarung der Cranach betreffenden Fragen bei- 
tragen werden. 

GUTHMANN, Dr. JOHANNES, Die Landschafts- 
malerei der Toskanischen und Umbrischen 
Kunst yon Giotto bis Rafael. 

Mit 14 Tafeln in Lichtdruck und 53 Textillustrationen in Autotypie 
Eine stattliche Monographic — IV, 456 Seiten — in schoner 
Ausstattung. Leipzig 1902. Mk. 22.— 

In dem vom Verfasser behandelten Zeitabschnitt der italienischen Kunst- 
geschichte gibt es noch nicht eine Landschaftsmalerei im modernen Sinne 
des Wortes, vielmehr blciben die Naturdarstellungen beschrankt auf die 
Hintergrtinde der Gemalde oder Ausblicke in die Feme. Aber in diesen 
unscheinbaren Details offenbaren sich dieselben Grundgesetze, die den Stil 
der mittelitalienischen Malerei der Renaissance bilden. Es handelt sich hier 
im wesentlichen um die Entstehung und Ausbildung einer Raumkunst. 

Der Verfasser hat es versucht, von dem speziellen Fall der Land- 
schaftsmalerei ausgehend und die gewonnenen Ergebnisse mit dem allgemeinen 
SchafFen der einzelnen Meister vergleichend, die Geschichte der mittel- 
italienischen Malerei von Giotto bis Rafael in grossen Umrissen 
zu entwerfen. Nachdem er auf die Anfange einer konsequenten Raumkunst 
bei Giotto hingewiesen und aus der Verquickung ihrer einzelnen Elemente 
mit den Einflfissen der phantasiereicheren aber sorgloseren sienesischen Malerei 
den Untergang der Trecento-Kunst, zugleich aber die Anfange einer neuen 
Naturanschauung zu erklaren versucht hat, widmet er dem Quattrocento 
seine Betrachtung. 

Vorbereitet durch Gentilen da Fabriano und die Entdeckung der 
Regeln der Linienperspektive bildetdie monumentale Raumkunst Masaccios, 
die dem Ausdruck eines tiefen Seelenlebens dient, die Voraussetzung einer 
Spaltung der Entwickelung der Malerei im XV, Jahrhundert in eine naturali- 
stische und eine poetisiercnde Richtung. Die erstere studiert die Landschait 
in alien ihren Details sowohl wie in ihrer Erscheinung im grossen in Raum 



und Licht, wahrend die andere, gestUtzt auf die Resultate der Naturalisten, 
das Romantische in der Natur sucht und die Landschaft mit poetischem 
Erapfinden ausgestaltet. Als jede der beiden Richtungen den Sinn tiir das 
Wesentliche liber dem Detail zu verlicren droht, entsteht, von beiden for- 
dernde Anregung annehmend, unter dem Eindrucke neuer Anschauungen 
die grosse Kunst Fra Bartolommeos und ihre Vollendung, die Rafaels. 
Raum und Stimmung in den wenigen, der romischen Periode des grossen 
Urbinaten zuzuweisenden Landschaften lassen diese als den Gipfelpunkt und 
zugleich als das Ende der national-mittelitalienischen Kunst erscheinen. 

Aus der Betrachtung der Naturdarstellungen der Malerei ergeben 
sich dem Autor Schliisse auf das Naturgefiihl der Renaissance, die 
in einem Vergleich mit verwandten Erscheinungen der Literatur ihre Be- 
statigung erhalten. Nur von einem solchen grosseren Gesichtspunkte aus ist 
es dem Verfasser moglich erschienen, einen Einblick in die Entstehung des 
eigenartigen Landschaftsideals Lionardos da Vinci und in das Verh&lt- 
nis dieses universalsten Genies der Renaissance zur Natur zu gewinnen. 

GUTHMANN, JOHANNES, Cber Otto Greiner. 

57 Seiten Text in gr.-4 mit 3 Lichtdrucktafeln und 14 teils ganz- 
seitigen Ulustrationen in Autotypie und Zinkatzung. Elegant 
kartoniert. Leipzig, 1903. Mk. 2.— 

In diesem Werkchen macht der Verfasser den Versuch, die absprechen- 
den Urteile (iber Greiners Kunst auf das richtige Mass zu beschranken. Er 
erwartet nicht, dass seine AusfUhrungen denjenigen, denen Greiners Werke 
sich nicht allein verstandlich gemacht haben, mehr Aufklarung geben sollen. 
Seine Worte sind vielmehr fiir alle diejenigen bestimmt, denen irgend eins 
der Werke Greiners herzlich entgegengekommen ist und die nun mehr von 
dem Kttnstler wissen wollen, als dass er ein „Klingerschiller 4t und Akt- 
zeichner ist. Die Monographie des Autors sucht die Entwickelung dieser 
Kunst, wie sie anting, wie sie wurde und wie sie ist, zu bezeichnen, 
wobei natiirlich nicht jedes einzelne Werk des Kilns tiers beriicksichtigt 
werden konnte, wenngleich ein jedes derselben eine weitere Stufe in dem 
reichen Werdegange bildet. 

So werden diese Zeilen der Kunst Otto Greiners neue Freunde ge- 
winnen, besonders da die Ausstattung eine mustergilltige und der Preis 
im Verhaltnis zum Gebotenen ein ausserst niedriger zu nennen ist. 

. . . Die vorliegende Studie, die zu den allerbesten Arbeiten ilber 
den jungen Kiinstler gehort . . . (Mttnchener Allg. Ztg.) 

In das Verst&ndnis der Eigenart des vornehmlich durch seine Stein- 
zeichnungen bekannt gewordenen Otto Greiner fuhrt vortrefflich eine von 
Johannes Guthmann verfasste Studie ein . . . („Ueber Land und Meer 44 .) 



Zu beziehen durch jede Buchhandlung oder direkt vom Verleger. 



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KUNSTVERLAG VON KARL W. HIERSEMANN IN LEIPZIG. 



BISCHOF, MAX, Architektonische Stilproben. 

Ein Leitfaden. Mit historischem Uberblick der wichtigsten Bau- 
denkmaler. Gr. 8°. 36 Seiten Text. Mit 101 Abbildungen 
auf 50 Tafeln. Elegant kartoniert. Mk. 5.— 

Max Bischofs Architektonische Stilproben bilden das von 
weiten Kreisen erwartete und begehrte Gegensttick zu den im gleichen 
Verlage erschienenen und mit grossem Beifall aufgenommenen Kunst- 
gewerblichen Stilproben von Professor Berling. 

Die ioi Abbildungen, alle eigens fur das Buch gefertigte treffliche 
Autotypien nach sorgfaltig gewahlten photographischen Aufnahmen, gebcn die 
schonsten und charakteristischsten Baudcnkmale, von den agyptischen 
bis zu den moderns ten, gross und scharf wieder. Sie fiihren mit Hilfe 
des kurzen und klaren Textes leicht und sicher in die Kenntnis der Bau- 
stile ein. Diese Kenntnis wird heute nicht nur von den Architekten, son- 
dern von jedem Gebildeten, der Interesse fUr seine Umgebung zeigt, verlangt. 

Die Ausstattung des Buches ist vorziiglich. 

Prospekt mit Probetafel steht unentgeltlich zur Verfugung. 

DAY, LEWIS F., Alte und neue Alphabets 

Uber hundert und funfzig vollstandige Alphabete, dreissig Folgen 
von Ziffern und zahlreiche Nachbildungen alter Daten usw. 
Fur den praktischen Oebrauch, nebst einer Einfuhrung uber 
„Die Kunst im Alphabet"* Autorisierte deutsche Bcarbeitung. 
Ein handlicher Band mit 62 Seiten Text und 159 Seiten Ab- 
bildungen. In farbige Leinwand gebunden. Mk. 4. — 
Ein neuer Schriftcnatlas, eine Erganzung zu den grossen Werken von 
*Petzendorfer, Schoppmeyer, Weimar usw. 

Aus alien Perioden erscheinen Arbeiten in Stein, Erz, Schiefer, Marmor, 
Holz, gemalte und Schreib-Schrift. Zur Erganzung ist eine ganze Anzahl 
von Alphabeten fiir das Werk eigens neu gezeichnet und ausgefiihrt worden, 
solche in Stein, Holzschnitzerei, Nadelarbeit, Sgraffito, in getriebenem Metall, 
Stuck; hiernach sind direkte photographische Reproduktionen eingeftigt. 

Die Abteilung der modernen Schriften enthalt Proben von Walter 
Crane, Otto Hupp, Franz Stuck, dem Verfasser selbst u. v. a. 

Die abgebildeten Alphabete sind alle vollstandig und in 
handlicher, praktischer, gleichmassiger Grossc gezeichnet. 



V^.^l.^.'^O^^^ 



LICHTENBERG, R. v., Cber einige Fragen der 
modernen Malerei. 8°. (Heidelbg.) Leipzig 1903. Mk.1.20 

Der Verfasser dieser intcressanten Studie legt in derselben, wie er im 
Vorwort sagt, die Friichte seiner Vortrage nieder, die er als Dozent fiir Kunst- 
geschichte an der Technischen Hochschule Fridericiana bei Gelegenheit von 
Fiihrungen durch die „Jubilaums-Kunst-Ausstellung u zu Karlsruhe 1902 ge- 
sammelt hat. Es sind ihm bei der Betrachtung und Erlauterung der aus- 
gestellten Bilder manche neue Gedanken gekommen, die er in vorliegender 
Schrift in einigen allgemein versUlndlichen Aufsatzen „0ber den Inhalt in der 
Kunst", „t)ber den Standpunkt des Beschauers zum Bilde" etc. fiziert hat. 
Bei der Wichtigkeit, welche der Besuch von Gemaldegalereien im Dienste der 
kiinstlerischcn Ausgestaltung der modernen Volksbildung gewonnen hat, diirfte 
dieSkizze von e. grossen kunstsinnigen Publikum beifallig aufgenommen werden. 



Topographie der historischen und Kunstdenkmale 
im KOnigreich BOhmen von der Urzeit bis 
zum Anfange des XIX. Jahrhunderts. 

Herausgegeben von der Archaologischen Kommission der Boh- 
mischen Kaiser Franz Josefs -Akademie fur Wissenschaften, 
Literatur und Kunst unter der Leitung ihres Prasidenten Josef 
Hlavka. - Band I— VI, IX, X, XIII, XV u. Prag, Domschatz 
und Prag, Bibliothek des Metropolitankapitels. (2 Bde.) Soweit 
bisher erschienen. Mit vielen Taf. u. Textillustr. Lex.-8. (Prag) 
Leipzig, Verlag von Karl W. Hiersemann, 1896—1904. 

Mk, 101.50 

Die vorstehende Publication, die das bohmische Gegensttick zu den 
reichsdeutschen „Bau- und Kunstdenkmalern" darstellt, macht es sich zur 
Aufgabe, einesteils prahistorische Ausgrabungen , dann vor allem aber 
charakteristische Denkmale der kirchlichen und profanen Architektur, Plastik 
und Malerei seit der romanischen Epochc bis zum Beginn des verflossenen 
Jahrhunderts, kunstgewerblichc Gegenstande, soweit sich dieselben nicht im 
Privatbesitze befinden, endlich geschichtlich wichtige Bauten, wie Burgen, 
Befestigungen , Briickcn in mbglichst originalgetreuer, photographischer 
Wiedergabe zu veranschaulichen. Von ersten Fachgelehrten des Landes 
redigiert, ist es infolge der Vielseitigkeit des Stoffes so recht geeignet, dem 
Prahistorikcr bisher unbekannte Funde zu enthiillen, den Geschichtsforscher 
uber wissenswerte ortliche Einzelheiten aufzuklaren, dem Architekten, Maler 
und Bildncr neue Quellen und Anregungen zu geben, den Formensinn des 
Kunstgewerbetreibenden an der Hand der Reproduktionsmotive zu bilden, 
und schliesslich — und das ist wo hi eine seiner schonsten Aufgaben — jeden 
seiner Leser zu einem Hiiter und Beschtitzer der kostbarsten Monumental- 
werke des kunstliebenden Bohmerlandes zu machen. Die gestellten Preise 
sind im Hinblick auf die Gediegenheit und mannigfache Verwendbarkeit 
des Gebotenen in der Tat als ausserst massige zu bezeichnen. Die einzelnen 
Bande kosten: 



Band 



I. 

II. 

III. 

IV. 

V. 

VI. 

IX. 

X. 

XIII. 

XV. 



Politischer Bezirk Kolin 
„ ,, Laun 



Preis Mk. 



Selcan . . 
Raudnitz 
Mtihlhausen 
Melnik . . 
Rokytzan 
Wittingau . 
Pribram . . 
Karolinenthal 



und 2 Bde. Prag-Hradschin : I. Abt. Der Domschatz 
II. Abt. Bibliothek des Metropolitankapitels 

Ausfuhrlicher illustrierter Prospekt zu Dlensten. 



5-— 
4-— 
6.— 

9-— 

8.— 

11.— 

7.— 

4-— 
9 — 

12. — 

11.— 
15.50 



JUSTI, LUD WIG, Konstruierte Figuren und K5pf e 
unter den Werken Albrecht Dfirers. 

Untersuchungen und Rekonstruktionen. Or. 4°. 71 Seiten mit 
8 Tafeln und 27 Textabbildungen. Eleganter Leinwandband. 
Leipzig 1902. Nur in kleiner Auflage gedruckt. Mk. 20.— 

Die vorliegende Untersuchung — eine Berliner Habilitationsschrift 
— iibernimmt es, den Nachweis zu fiihren, dass von einer bestimmten Zeit 
an Diirer seine Ideal figure n und Idealkopfe nach mathematischen Schemata 
konstruiert hat. Den sicheren Ausgangspunkt fiir die Untersuchung bilden 
die erhaltenen Schemata auf der Riickseite mehrerer Zeichnungen, die dann 
auf die anderen Blatter gleichen kiinstlerischen Charakters und gleicher Zeit 
genau passen. Von dieser Zeit, dem Beginn des XVI. Jahrhunderts an, 
begleiten wir die Gcschichte der Diirerschen Proportionsstudien bis zu seinem 
Tod; die Beziehungen zu den italienischen Theoretikern werden klargestellt. 

Durch die liberzeugenden Ergebnissc wird eincrseits der Widerspruch 
zwischen Diirers Schriften nnd der bisherigen Auffassnng seines Schaffens 
behoben, andererseits erklart sich der merkwiirdige Charakter einer ganzen 
Reihe Dtirerscher Werke, der durch die eigentiimliche Kalte schon langst 
aufgefallen, aber nicht richtig erklart War. 

Die kurzgefassten Darlegungen sind von zahlreichen Abbildungen 
begleitet. Besonders iiberzeugend wirken die in Originalgrossc wieder- 
gegebenen Zeichnungen mit rot cingcdrucktcn Konstruktioncn, die mit 
peinlicher Genauigkcit hergestellt sind* 



DAUN, BERTHOLD, Veit Stoss und seine Schule 
in Deutschland, Polen und Ungarn. 

IV, 187 S. gr. 8° mit teils ganzseitigen Abbildgn. in Autotypie. 

Leipzig 1903. Kart. Mk. 10.— 

Eleg. geb. in Qanzleinen Mk. 12. — 

Wie sehr sich durch eingehendes Studium die Kenntnis der Niirn- 
berger Plastik der Bliitczeit selbst das Bild cines so bekannten Mcisters 
wie Veit Stoss durch recht bemerkenswerte Beitragc bereichern Hess, zeigt 
vorliegende reich illustrierte Arbeit, in der das gesamte Stoss- Material ge- 
sammelt ist und samtliche Schnitzwerke des Meisters und seiner Schule in 
guten Autotypien abgebildet sind. Obwohl der Kunstcharakter des Veit 
Stoss, dessen Werken der Stempcl einer eigentiimlichen, nicht zu verkennenden 
Personlichkeit scharf aufgedrtickt ist, der Stoss- Forsc hung hatte zugute 
kommen sollen, war dennoch die Vorstellung von des Meisters Kunstweise 
bisher noch so dunkel, dass Werke der Wolgemut- und Riemenschneider- 
Schule fiir Stoss-Arbeiten galten. 

Da die Berichte der Krakauer Akademie der Wissenschaften, die hochst 
schatzenswerte Beitrage geliefert hat, in polnischerSprache geschrieben sind, und 
da Veit Stoss hintereinander an zwei grossen Orten, in Krakau und Niirnberg, 
die damalsbedotttendeKunst-Centren waren, seine vieleGehilfen beschaftigende 
Schnitzwerkstattgehalten hat, so dass sich seine Schule ausser in deutschen Landen 
auch durch Polen bis Ungarn verzweigte, fehlte bisher eineverstandliche, erschBp- 
fende Monographic dieses Meisters, die in vorliegendem Werke geboten wird. 



Zu beziehen durch jede Buchhandlung sowie direkt vom Verleger. 



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•itfi 



FA3297.3 (2) Folio 

Die illuminierten Handschriften in 

Fine Arts Library BAU9798 




FA 3297.3(2)F 



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